{"id":682630,"date":"2025-12-31T11:15:12","date_gmt":"2025-12-31T11:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/682630\/"},"modified":"2025-12-31T11:15:12","modified_gmt":"2025-12-31T11:15:12","slug":"two-nights-tour-deutsche-skispringerinnen-zwischen-abschied-und-aufbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/682630\/","title":{"rendered":"Two-Nights-Tour: Deutsche Skispringerinnen zwischen Abschied und Aufbruch"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/selina-freitag-two-nights-100.jpg\" alt=\"Selina Freitag beim Training\" title=\"Selina Freitag beim Training | IMAGO\/Beautiful Sports International\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 31.12.2025 11:48 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die deutschen Skispringerinnen starten in die Two-Nights-Tour. Es ist vielleicht die letzte, bevor die Vierschanzentournee auch f\u00fcr die Springerinnen kommt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Selina Freitag mit ihren mintgr\u00fcnen Skiern auf der Schulter und der leuchtend roten M\u00fctze nach ihrem starken Sprung in der Qualifikation durch die Interviewzone geht, jubeln die Fans. Zum Auftakt der Two-Nights-Tour in Garmisch-Partenkirchen haben sich viele von ihnen warm angezogen. Der Wind pfeift durch das Stadion mit den gro\u00dfen Pfeilern, es ist klirrend kalt. Selina Freitag aber strahlt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als eine Gruppe Frauen mit pinken M\u00fctzen und hei\u00dfen Getr\u00e4nken in ihren Thermobechern sie erblickt, br\u00fcllen und singen sie \u2013 feiern Freitag f\u00fcr ihren Auftakt und hoffen, sp\u00e4ter noch ein Selfie mit &#8222;Seeeeeliiiiinaaa&#8220; zu kriegen.<\/p>\n<p>    F\u00fcnf Deutsche schaffen Quali<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es hat sich gut angef\u00fchlt&#8220;, sagt die formstarke deutsche Skispringerin immer noch in Blick- und H\u00f6rweite der Fangruppe im Interview. &#8222;Es war wirklich ein guter Sprung. Ich habe ihn gut erwischt. Ich w\u00e4re gern noch einen Meter weiter gesprungen. Aber alles in allem bin ich zufrieden.&#8220; <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Ende ist es Platz vier f\u00fcr Freitag. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Agnes Reisch, Katharina Schmid, Juliane Seyfarth und Julina Kreibich hat sie die Qualifikation geschafft, geht zum Abschluss des Jahres und beim ersten Springen der Two-Nights-Tour in Garmisch-Partenkirchen an den Start.<\/p>\n<p>    Vierschanzentournee: Flutlicht am Bergisel soll kommen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr die Skispringerinnen aber ist dieser Auftakt in die &#8222;Mini-Tournee&#8220; \u2013 mit zwei statt vier Springen, auch ein Abschied von eben jener Two-Nights-Tour. Die Vierschanzentournee f\u00fcr die Skispringerinnen soll in der Saison 2026\/27 kommen \u2013 das ist bereits seit Ende November klar. W\u00e4hrend der Qualifikation aber gibt es dann auch \u00fcber die Stadion-Lautsprecher in Garmisch-Partenkirchen noch einmal die offizielle Durchsage: Das Flutlicht in Innsbruck kommt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00d6sterreichs Sportdirektor Mario Stecher hatte zuvor der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8220; best\u00e4tigt, dass nun auch die schriftliche Genehmigung vorliege. Auch das fehlende Flutlicht am Bergisel hatte bisher als Argument gedient, um zu erkl\u00e4ren, warum es keine Vierschanzentournee f\u00fcr die Skispringerinnen gibt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">W\u00e4hrend die Fans ihre dicken Handschuhe zu einem dumpfen Klatschen zusammenschlagen als die Nachricht \u00fcber die Lautsprecher t\u00f6nt, sind die Skispringerinnen zur\u00fcckhaltender. &#8222;Nat\u00fcrlich freue ich mich, dass es schon solche Nachrichten gibt, aber nach langem Warten, warte ich doch erstmal lieber noch ab&#8220;, sagt Freitag. &#8222;Ich glaub es auch erst, wenn es richtig losgeht&#8220;, sagt Teamkollegin Agnes Reisch.<\/p>\n<p>    Schmid: &#8222;Schritt l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und doch hat die Vierschanzentournee eine besondere Bedeutung. &#8222;Als Kind schaut man die und viele sind erst durch die Vierschanzentournee zum Skispringen gekommen&#8220;, erinnert sich Reisch. &#8222;Wenn man als Frau dann immer sagen muss: \u201aWir haben so ein Format nicht.\u2018 Dann denken die Menschen, wir seien zu schlecht. Aber wir sind Weltspitze und ich freu mich, wenn ich dann in Oberstdorf das erste Mal die Vierschanzentournee springen darf.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">W\u00e4hrend viele ihrer Teamkolleginnen noch zur\u00fcckhaltend sind, hat Katharina Schmid noch etwas ganz Anderes im Blick. <a href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/podcasts\/wintersport-podcast\/spaeter-absprung-gleichberechtigung-im-wintersport-mit-katharina-schmid,audio-spaeter-absprung-gleichberechtigung-im-wintersport-100.html\" title=\"Gleichberechtigung im Wintersport: Katharina Schmid im Wintersport-Podcast\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Ich glaube, es ist ein Schritt, der l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig ist&#8220;<\/a>, sagte sie und lacht. In den vergangenen Jahren war Schmid eine jener Athletinnen, die sich stark gemacht hat, f\u00fcr die Chancengleichheit der Skispringerinnen, f\u00fcr Sichtbarkeit und manchmal auch ein anderes Selbstverst\u00e4ndnis. Dass sie \u2013 sollte die Vierschanzentournee tats\u00e4chlich in der n\u00e4chsten Saison kommen \u2013 nicht mehr dabei sein wird, st\u00f6rt Schmid nicht. &#8222;Ich freu mich einfach f\u00fcr die ganzen M\u00e4dels, die das dann n\u00e4chstes Jahr genie\u00dfen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>    Schmid mit Vorfreude auf Heim-Wettkampf<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor wenigen Tagen hat Schmid ihr Karriereende bekannt gegeben. Am Saisonende und damit auch nach den Olympischen Spielen in Italien soll Schluss sein. Ein emotionaler Abschied, auch f\u00fcr Schmid selbst, die Skispringerinnen gepr\u00e4gt, Fans begeistert und eben jene K\u00e4mpfe, wie den f\u00fcr die Vierschanzentournee, gek\u00e4mpft hat. Und doch scheint der Zeitpunkt f\u00fcr sie perfekt. Auf die verwunderte Frage eines Journalisten, ob sie nicht die Vierschanzentournee f\u00fcr die Skispringerinnen abwarten wolle, sagte Schmid beim Pressegespr\u00e4ch zum geplanten Karriereende vor wenigen Tagen: &#8222;Ich w\u00fcrde sonst nie aufh\u00f6ren.\u201c <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit wie viel \u00dcberzeugung sie diese Entscheidung getroffen hat, ist sicht-, ja beinahe greifbar. Schmid strahlt, winkt den jubelnden Fans und erkl\u00e4rt dann im Interview, dass sie ihren Sprung in der Qualifikation noch nicht so recht erwischt hat. Mit der Weite nicht zufrieden \u2013 das L\u00e4cheln aber bleibt. &#8222;Auch wenn es vielleicht noch nicht ganz optimal lief: Ich wei\u00df, was ich zu tun habe und ich genie\u00df es.&#8220; Die Vorfreude auf die Two-Nights-Tour, aber auch auf das Springen zu Hause in Oberstdorf, ist Schmid anzumerken. &#8222;Ich freu mich auf den Wettkampf daheim und zu wissen, meine Familie, meine Freunde, stehen alle nochmal unten f\u00fcr mich. Das werde ich mitnehmen und genie\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>    Preisgeld statt Duschgel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Schmids Teamkolleginnen wollen \u2013 ganz ohne Abschied \u2013 bei der Two-Nights-Tour zeigen, was sie k\u00f6nnen. Was sie gemeinsam bewegt haben, ist schon jetzt klar. Denn anders als im Vorjahr gab es f\u00fcr die Siegerin in der Qualifikation kein Duschgel mehr, sondern 3.175 Euro. Freitag, die im vergangenen Jahr den Quali-Sieg in Garmisch-Partenkirchen geholt hatte, sollte sich mit Duschgel, Shampoo und ein paar Handt\u00fcchern zufriedengeben \u2013 und hatte diesen massiven Unterschied zu den M\u00e4nnern im Live-Interview in der ARD zum Thema gemacht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es ist sch\u00f6n, dass sich der ganze Trubel auch ausgezahlt hat. Ich h\u00e4tte es gern selbst mitgenommen&#8220;, sagt sie jetzt und lacht. &#8222;Sch\u00f6n, dass es jetzt auch Preisgelder bei der Quali gibt.&#8220; So sieht es auch Teamkollegin Schmid: &#8222;Es ist nat\u00fcrlich immer schade, dass man erst so Radau machen muss, damit sich was \u00e4ndert. Aber: Es hat sich ge\u00e4ndert und wir freuen uns auch dar\u00fcber.&#8220;<\/p>\n<p>    Bundestrainer Kuttin optimistisch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und vielleicht kommt so im kommenden Winter dann ja tats\u00e4chlich auch die Vierschanzentournee f\u00fcr die Skispringerinnen \u2013 von der FIS, dem Internationalen Skiverband, ist sie fest eingeplant. Bundestrainer Heinz Kuttin ist optimistisch. &#8222;Ich bin mit der Einstellung hierher gefahren, dass es die letzte Two-Nights-Tour ist. N\u00e4chstes Jahr gibt\u2019s dann hoffentlich die erste Vierschanzentournee f\u00fcr die Frauen&#8220;, sagt er. Selina Freitag ist inzwischen schon ein paar Meter weiter gegangen. Die jubelnden Fans kriegen ihr Selfie und strahlen unter ihren pinken M\u00fctzen in die Handy-Kamera.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 31.12.2025 11:48 Uhr Die deutschen Skispringerinnen starten in die Two-Nights-Tour. 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