{"id":682900,"date":"2025-12-31T13:50:17","date_gmt":"2025-12-31T13:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/682900\/"},"modified":"2025-12-31T13:50:17","modified_gmt":"2025-12-31T13:50:17","slug":"ukraine-krieg-laege-im-interesse-russlands-den-krieg-jetzt-zu-beenden-so-hoch-wird-der-druck-auf-putin-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/682900\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: \u201eL\u00e4ge im Interesse Russlands, den Krieg jetzt zu beenden\u201c \u2013\u00a0So hoch wird der Druck auf Putin 2026"},"content":{"rendered":"<p>Auf Russland kommen im n\u00e4chsten Jahr viele Herausforderungen zu: fallende Exporteinnahmen, Rezession, immer h\u00f6here Kosten der Kriegsf\u00fchrung und Rekrutierung. Auch innenpolitisch h\u00e4ufen sich die Alarmsignale. Putin hat eine bestimmte Strategie, damit fertig zu werden.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Ukraine-Krieg lief f\u00fcr Russland zun\u00e4chst nicht wie geplant. Der Versuch, Kiew einzunehmen, schlug katastrophal fehl. Aus einer f\u00fcr wenige Wochen ausgelegten Milit\u00e4roperation wurde ein Abnutzungskrieg, der bald l\u00e4nger andauert als der \u201eGro\u00dfe Vaterl\u00e4ndische Krieg\u201c der Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland. Der russische Staat, die Wirtschaft und die Gesellschaft haben sich dieser Realit\u00e4t angepasst. Die Herausforderungen haben sich im Laufe des Krieges ge\u00e4ndert, der Kreml muss also nachjustieren und die entsprechenden politischen Kosten tragen.<\/p>\n<p>Milit\u00e4r<\/p>\n<p>Milit\u00e4risch n\u00e4hert sich Russland langsam dem von Wladimir Putin erkl\u00e4rten Ziel an: der vollst\u00e4ndigen Kontrolle des Donbass sowie der Gebiete Saporischschja und Cherson. Immer wieder betont Putin, er k\u00f6nne <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/politik_ausland_nt\/article68b8889ec7dffb0056e0fecb\/Putin-droht-Ukraine-mit-Fortsetzung-des-Kriegs.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/politik_ausland_nt\/article68b8889ec7dffb0056e0fecb\/Putin-droht-Ukraine-mit-Fortsetzung-des-Kriegs.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">seine Ziele in der Ukraine milit\u00e4risch erreichen<\/a>. Dieser Trend d\u00fcrfte sich im kommenden Jahr fortsetzen. Allerdings werden die Kosten f\u00fcr den Kreml in mehrfacher Hinsicht weiter steigen.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich hat das russische Verteidigungsministerium erstmals explizit die Kosten der \u201eSpezial-Milit\u00e4roperation\u201c genannt. Im Jahr 2025 betrugen sie 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder umgerechnet 119 Milliarden Euro. Damit hat der Kreml etwas mehr als ein Viertel der gesamten Ausgaben des Staatshaushalts f\u00fcr den Krieg ausgegeben. An diesem Verh\u00e4ltnis wird sich wohl im kommenden Jahr wenig \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Russland hat in fast vier Kriegsjahren einen gro\u00dfen Teil seiner Sowjet-Reserven von Panzern und Gesch\u00fctzen verloren. Vor allem Panzer werden zunehmend kostspielig neu produziert, statt aus dem Reservebestand aufger\u00fcstet.<\/p>\n<p>F\u00fcr die aktuelle Strategie der Russen in der Ukraine stellt das aber kaum ein Problem dar, das ist eher eine Herausforderung f\u00fcr Europa angesichts der Gefahr eines m\u00f6glichen Konflikts zwischen Russland und der Nato. In der Ukraine d\u00fcrfte Russland auch im kommenden Jahr weiterhin auf leichte Infanterie sowie Drohnen- und Raketenangriffe setzen, stellenweise unterst\u00fctzt von Panzer- und Artillerieangriffen.<\/p>\n<p>Schon jetzt ist Russland in der Lage, zwischen 5000 und 6000 Langstrecken-Drohnen pro Monat in der Ukraine einzusetzen, und mit einer Zunahme ist zu rechnen. Die Zahl der Marschflugk\u00f6rper und ballistischen Raketen, mit der Russland monatlich die Ukraine angreift, liegt bei etwa 200 \u2013 ein starker Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. <\/p>\n<p>In Frontn\u00e4he setzt die russische Armee t\u00e4glich bis zu 1000 <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68cd186d6199625f8c0f6444\/Ukraine-Die-Todeszone-weitet-sich-drastisch-aus-und-Roboter-stuermen-die-Front.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68cd186d6199625f8c0f6444\/Ukraine-Die-Todeszone-weitet-sich-drastisch-aus-und-Roboter-stuermen-die-Front.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FPV-Drohnen<\/a> ein \u2013 kleine, ferngesteuerte, mit Kameras und Sprengladungen ausgestattete Flugobjekte. Tendenz steigend. Auch dank chinesischer Dual-Use-G\u00fcter, also Komponenten, die sowohl im zivilen als auch im milit\u00e4rischen Bereich eingesetzt werden k\u00f6nnen, kann Russland die Produktion dieser Angriffswaffen weiter ausbauen.<\/p>\n<p>Immer schwieriger wird die Rekrutierung, die sich Moskau und die Regionen Milliarden kosten lassen. Das Problem ist nicht demografisch, die meist \u00fcber 30-j\u00e4hrigen Provinzbewohner gehen dem Kreml so bald nicht aus. Die Bonuszahlungen f\u00fcr neue Soldaten, ihr Sold f\u00fcr den Fronteinsatz und die Entsch\u00e4digungen f\u00fcr Hinterbliebene generieren allerdings immense Kosten. <\/p>\n<p>Allein in diesem Jahr d\u00fcrfte der russische Staat knapp 9,5 Prozent der Ausgaben des f\u00f6deralen Haushalts oder zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts daf\u00fcr aufwenden, umgerechnet 44 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Die Kosten sind vor allem f\u00fcr die regionalen Haushalte, die f\u00fcr die Rekrutierungsboni aufkommen m\u00fcssen, eine gro\u00dfe Belastung. Und sie wird in vielen Regionen weiter steigen, um das vom Kreml vorgegebene Soll von landesweit etwa 30.000 neuen Soldaten im Monat zu erf\u00fcllen. <\/p>\n<p>Dennoch sollten der Westen und die Ukraine davon ausgehen, dass der Kreml den Abnutzungskrieg im Jahr 2026 mit bisheriger Intensit\u00e4t fortsetzen wird, weil er noch immer auf den Sieg und den Zusammenbruch des ukrainischen Milit\u00e4rs abzielt, wie Max Bergmann und Maria Snegovaya in einem Bericht f\u00fcr die US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies schreiben.<\/p>\n<p>Wirtschaft<\/p>\n<p>Im kommenden Jahr schlittert Russland wahrscheinlich in eine Rezession. Die immensen Ausgaben f\u00fcr R\u00fcstung und Milit\u00e4r, die der russischen \u00d6konomie lange Zeit Auftrieb verliehen, gepaart mit einem gro\u00dfen Arbeitskr\u00e4ftemangel, bringen die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article692ee7141b3201955317eb9c\/angriff-auf-die-ukraine-wer-in-russland-wirklich-gewinnt-wenn-der-krieg-endet.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article692ee7141b3201955317eb9c\/angriff-auf-die-ukraine-wer-in-russland-wirklich-gewinnt-wenn-der-krieg-endet.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wirtschaft an Wachstumsgrenzen<\/a>. Die Anti-Einwanderungs-Kampagne der Beh\u00f6rden schreckt potenzielle Arbeitsmigranten ab, der hohe Leitzins erschwert Unternehmensinvestitionen. <\/p>\n<p>Das renommierte <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bofit.fi\/en\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bofit.fi\/en\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">BOFIT-Institut<\/a> der finnischen Zentralbank, das seit Jahrzehnten die russische Wirtschaft im Blick hat, geht in einem Bericht von einem Wirtschaftswachstum von maximal einem Prozent aus.<\/p>\n<p>Die Wachstumsraten in Russland von mehr als vier Prozent in den Jahren 2023 und 2024 sind l\u00e4ngst Geschichte. Selbst das Moskauer Zentrum f\u00fcr Strategische Forschung, eine staatsnahe Denkfabrik, geht in einem im November ver\u00f6ffentlichten Bericht davon aus, dass eine Rezession praktisch unumg\u00e4nglich ist. Einheimische Experten wagen allerdings nicht, daraus politische Schl\u00fcsse zu ziehen.<\/p>\n<p>Die staatliche Statistik-Beh\u00f6rde Rosstat berichtete, dass die Industrieproduktion insgesamt um 0,7 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr zur\u00fcckgegangen ist, w\u00e4hrend die Produktion im verarbeitenden Gewerbe um ein Prozent gesunken ist, was den ersten R\u00fcckgang in diesem Sektor seit Februar 2023 darstellt.<\/p>\n<p>\u201eAuf Grundlage der gesamtwirtschaftlichen Indikatoren l\u00e4ge es im besten Interesse Russlands, den Krieg jetzt zu beenden\u201c, sagte Alexander Gabuev, Direktor des in Berlin ans\u00e4ssigen Russia Eurasia Center der US-Denkfabrik Carnegie, im Gespr\u00e4ch mit Bloomberg. \u201eUm den Krieg beenden zu wollen, muss man jedoch den Rand der Klippe sehen. Russland ist noch nicht so weit.\u201c<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Sanktionen gegen den \u00d6lsektor zusammen mit den niedrigen \u00d6lpreisen zeigen Wirkung, die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article692438fd3efb35afaeccc3f2\/russlands-einnahmen-aus-oelgeschaeft-brechen-ein.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article692438fd3efb35afaeccc3f2\/russlands-einnahmen-aus-oelgeschaeft-brechen-ein.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00d6l- und Gas-Einnahmen<\/a> sind im vergangenen Jahr um 22 Prozent gefallen. Das Haushaltsdefizit liegt derzeit bei rund drei Prozent des BIP. <\/p>\n<p>Das ist im europ\u00e4ischen Vergleich moderat, allerdings ist Russland der Zugang zu internationalen Finanzm\u00e4rkten abgeschnitten. Zur Finanzierung bleibt nur der heimische Markt, etwa \u00fcber neue Staatsanleihen in Yuan, die sich an russische Exporteure richten, die \u00fcber gro\u00dfe Best\u00e4nde der chinesischen W\u00e4hrung verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Um den Krieg weiter zu finanzieren, greift der russische Staat zudem immer st\u00e4rker seinen B\u00fcrgern in die Tasche. Die Mehrwertsteuer wird ab Januar von 20 auf 22 Prozent erh\u00f6ht. Die Umsatzobergrenze der Mehrwertsteuer-Befreiung f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen schrumpft auf ein Sechstel der bisherigen. Schon ab einem Umsatz von umgerechnet 7000 Euro im Monat greift die Mehrwertsteuer-Pflicht \u2013 eine versteckte Steuererh\u00f6hung.<\/p>\n<p>Mittelfristig werden diese Ma\u00dfnahmen die Staatskasse f\u00fcllen und helfen, das Haushaltsdefizit im Zaum zu halten. Langfristig hemmen sie aber das Wirtschaftswachstum. Darum geht es Wladimir Putin derzeit aber nicht: Er wettet die \u00f6konomische Zukunft seines Landes darauf, dass er den Krieg l\u00e4nger durchhalten kann als die vom Westen unterst\u00fctzte Ukraine.<\/p>\n<p>Innenpolitik \/ Regimestabilit\u00e4t<\/p>\n<p>Innenpolitisch wird es f\u00fcr Putin immer schwieriger, seinen B\u00fcrgern gegen\u00fcber den anhaltenden Krieg und die daf\u00fcr n\u00f6tigen Schritte zu begr\u00fcnden. Die wirtschaftlichen Ma\u00dfnahmen schmerzen, aber der radikalste Schritt w\u00e4re die R\u00fcckkehr zur Zwangsmobilisierung. <\/p>\n<p>Als der Kreml im September 2022 die erste Runde anordnete, verlie\u00dfen etwa eine halbe Million Russen das Land. Vor allem in den ethnischen Teilrepubliken des Nordkaukasus gab es Proteste. Schon damals war klar, dass die meisten Russen zwar bereit sind, den Krieg zu dulden, aber nicht zwangsrekrutiert und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video6943ccac69ae91b945b16282\/krieg-in-der-ukraine-russen-sind-komplett-in-den-hinterhalt-geraten.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video6943ccac69ae91b945b16282\/krieg-in-der-ukraine-russen-sind-komplett-in-den-hinterhalt-geraten.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">an die Front <\/a>geschickt zu werden.<\/p>\n<p>In Umfragen sprechen sich gro\u00dfe Mehrheiten f\u00fcr ein Ende des Krieges aus. Aber solange er sie nicht direkt betrifft, akzeptieren sie den Status quo. Aus diesem Grund d\u00fcrfte Putin alles daran setzen, um eine Neuauflage der Zwangsmobilisierung zu vermeiden. Ein schleichender Wohlstands- und Zukunftsverlust ist leichter hinzunehmen, als wenn der Ehemann oder der Sohn gegen seinen Willen an die Front geschickt wird.<\/p>\n<p>Wie zur Zeit der Covid-Pandemie verschiebt Putin die Verantwortung f\u00fcr seine politischen Entscheidungen und die Folgen des Krieges zunehmend auf die Gouverneure sowie die Senatoren aus dem Oberhaus des russischen Parlaments. <\/p>\n<p>Sie dienen ihm als Blitzableiter f\u00fcr den Groll der Bev\u00f6lkerung, wenn der Kreml den einfachen Leuten immer neue Belastungen zumutet. Gouverneure erh\u00f6hen lokale Steuern und Abgaben, wo sie k\u00f6nnen, um ihre wegen der Bonuszahlungen an Rekruten angeschlagenen regionalen Haushalte aufzubessern. <\/p>\n<p>Die Senatoren sind f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Pl\u00e4ne da. Im Raum steht etwa die Abschaffung der erst 2019 eingef\u00fchrten, steuerlich und vom Verwaltungsaufwand erleichterten Selbstst\u00e4ndigkeit. Davon machen 13 Millionen Russen Gebrauch, das entspricht etwa einem Sechstel aller Berufst\u00e4tigen; viele davon arbeiteten zuvor illegal. <\/p>\n<p>Angedacht ist auch die Ausweitung der Abgabenpflicht f\u00fcr die Renten- und Arbeitslosenversicherung auf Millionen Russen, die offiziell keiner Arbeit nachgehen, aber keine Rente beziehen. Damit sollen auch die Schwarzarbeiter zum Zahlen gezwungen werden. Hinzu kommen Ideen zur Abschaffung des einst <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus243889955\/Russland-Putin-erklaert-den-Krieg-zur-Nebensache.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus243889955\/Russland-Putin-erklaert-den-Krieg-zur-Nebensache.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">von Putin eingef\u00fchrten \u201eM\u00fctterkapitals\u201c<\/a> ab dem ersten Kind.<\/p>\n<p>Falls diese Pl\u00e4ne umgesetzt werden, dann wahrscheinlich erst nach den Parlamentswahlen im September. Bis dahin wird der Kreml alles tun, damit die Stimmung im Volk trotz der Belastungen nicht umschl\u00e4gt.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/lokshin-pavel\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/lokshin-pavel\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Pavel Lokshin<\/b><\/a><b> ist Russland-Korrespondent. Im Auftrag von WELT berichtet er seit 2017 \u00fcber Russland, die Ukraine und den postsowjetischen Raum. <\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf Russland kommen im n\u00e4chsten Jahr viele Herausforderungen zu: fallende Exporteinnahmen, Rezession, immer h\u00f6here Kosten der Kriegsf\u00fchrung und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":682901,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,451,14,15,111,15725,115,12,63416,317,55,112],"class_list":{"0":"post-682900","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-militaer","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-putin","15":"tag-russland-politik","16":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-soldaten-ks","19":"tag-ukraine","20":"tag-wirtschaft","21":"tag-wladimir"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115814506567230515","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/682900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=682900"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/682900\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/682901"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=682900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=682900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=682900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}