{"id":683175,"date":"2025-12-31T16:19:13","date_gmt":"2025-12-31T16:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/683175\/"},"modified":"2025-12-31T16:19:13","modified_gmt":"2025-12-31T16:19:13","slug":"ludwigshafen-profitiert-vom-pharma-boom-im-westen-abbvie-baut-forschungszentrum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/683175\/","title":{"rendered":"Ludwigshafen profitiert vom Pharma-Boom im Westen: AbbVie baut Forschungszentrum"},"content":{"rendered":"<p><b>Ludwigshafen. Der z\u00fcgige Baufortschritt ist dem neuen Forschungsgeb\u00e4ude von AbbVie anzusehen. Der Pharmariese wird es wie eine Raumstation taufen \u2013 Luna soll es hei\u00dfen. Denn der Forschungsstandort Ludwigshafen ist der zweigr\u00f6\u00dfte AbbVies weltweit. Fertigstellung und Er\u00f6ffnung sind 2027 geplant.<\/b><\/p>\n<p>Von Julia Gl\u00f6ckner<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr die Forscher, die in Ludwigshafen an der Entwicklung von Medikamenten arbeiten, bietet Luna tolle neue M\u00f6glichkeiten\u201c, erkl\u00e4rt Pressesprecherin Anke Kugelstadt. 1000 bis 1200 Forscher arbeiten hier, darunter Top-Wissenschaftler, die aus Freiburg und Frankfurt anreisen.\u00a0<\/p>\n<p>150 Millionen Euro kostet Luna. Die Investition steht f\u00fcr eine wirtschaftsstrukturelle Trendwende in ganz Deutschland. Der Wirtschaftszweig Pharma ist seit Jahren eine Boombranche \u2013 ganz besonders im Westen der Republik, in Hessen und Rheinland-Pfalz. Manche Industrien erleben Abbauprogramme und Abwanderung. Nicht so die Biotech- und Pharmabranche: Internationale Biotechkonzerne und Pharmariesen investieren kr\u00e4ftig in westdeutsche Standorte. Es gibt viele Neugr\u00fcndungen von Start-ups, die schnell zu Scale-ups heranwachsen.<\/p>\n<p>Anhaltender Biotech-Boom<\/p>\n<p>Und die Aufbruchsstimmung h\u00e4lt an. So setzt der BioNTech-Inhaber und Gr\u00fcnder U\u011fur \u015eahin nach der Erfolgsgeschichte mit dem Coronaimpfstoff auf neue Krebsmedikamente. Der Rohbau des 2,3 Milliarden Euro teuren Werks vom\u00a0US-Hersteller Eli Lilly, der sich auf Abnehmsritzen spezialisiert hat, steht in Alzey bereits. Der Pharmariese Sanofi wartet auf das Okay der EU-Kommission f\u00fcr den Bau eines 36.000 Quadratmeter gro\u00dfen Werks f\u00fcr Insulin in Frankfurt. Auch Boehringer in Ingelheim w\u00e4chst dank seiner Diabetesmedikamente stark und hat 2025 neue Medikamente gegen Krebs- und Lungenkrankheiten auf den Markt gebracht. Auch der weltweit f\u00fchrende Insulinhersteller Novo Nordisk ist in der Rhein-Main-Region vertreten.<\/p>\n<p>Die gute Stimmung h\u00e4lt auch bei AbbVie in Ludwigshafen an. Luna soll Top-Forscher von den Universit\u00e4ten an den Standort locken, mit modernster Labortechnik, Exzellenz und guten Geh\u00e4ltern. <\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Investitionsfreude internationaler und ausl\u00e4ndischer Gro\u00dfkonzerne in Deutschland sind vielf\u00e4ltig. \u201eWeil es in der Biotech- und Pharmabranche vor allem um den Austausch von Wissen geht, profitiert sie ganz besonders vom KI-Einsatz, der diesen beschleunigt. KI wird auch bei der Molek\u00fclfindung eingesetzt\u201c, sagt Marco Fr\u00f6hlich, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer f\u00fcr Arzneimittelherstellung, Distribution und Export. &#8222;Au\u00dferdem mache die Erforschung biologischer Zusammenh\u00e4nge enorme Spr\u00fcnge. Und Deutschland gilt als Top-Standort f\u00fcr Maschinenbau und Automatisierung.\u201c<\/p>\n<p>Luna wird Teil des Regionalclusters Rhein-Neckar f\u00fcr Biotechnologie (BioRN), das 50 Hauptpartner sowie 90 weitere Mitglieder aus neun EU-Staaten umfasst. Darunter AbbVie, Roche und die Universit\u00e4t Heidelberg. Cambridge, die renommierteste Universit\u00e4t der Welt, ist BioRN-Partnerregion, genauso wie die Biopharma-Spitzenregionen wie K\u00f6ln, Aachen, Erlangen und M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Biotech-Cluster funktionieren wie \u00d6kosysteme<\/p>\n<p>Biotech-Cluster bauen auf der Idee auf, dass Universit\u00e4ten und forschende Pharmariesen Treiber der Innovation sind. Um diese Orte der Wissensproduktion siedeln sich Konzernstandorte, der Biotech-Mittelstand und Start-ups an. So wuchsen \u00fcberall in Deutschland Biotech-Cluster, mit BioRN auch in der Rhein-Neckar-Region, von dem Abbvie ein Teil ist. Dabei entwickelt die angewandte Forschung der Pharmakonzerne in Laborgeb\u00e4uden wie Luna vielversprechende Ideen weiter, die in der Grundlagenforschung an den Universit\u00e4ten entstehen. Durch das enge Netzwerk \u2013 Biotech-Cluster funktionieren wie \u00d6kosysteme, in denen jeder vom anderen profitiert \u2013 wird der Weg von der groben Idee zum ladentischfertigen Medikament stark verk\u00fcrzt. Dieser brauchte fr\u00fcher 15 bis 20 Jahre.\u00a0<\/p>\n<p>So brachten AbbVie und andere Biotech-Unternehmen in den vergangenen Jahren Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder CED auf den Markt \u2013 und verbesserten das Leben vieler Menschen deutlich. In enger Kooperation mit dem Krebsforschungszentrum Heidelberg wird derzeit an Arzneimitteln gegen Blutkrebs und Alzheimer geforscht. Viele Wissenschaftler und Mediziner glauben, dass die Biotechnologie die Gesundheitsversorgung revolutionieren wird. jg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ludwigshafen. Der z\u00fcgige Baufortschritt ist dem neuen Forschungsgeb\u00e4ude von AbbVie anzusehen. 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