{"id":684859,"date":"2026-01-01T09:14:11","date_gmt":"2026-01-01T09:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/684859\/"},"modified":"2026-01-01T09:14:11","modified_gmt":"2026-01-01T09:14:11","slug":"frankreichs-verbot-von-ewigkeitschemikalien-tritt-morgen-in-kraft-das-aendert-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/684859\/","title":{"rendered":"Frankreichs Verbot von Ewigkeitschemikalien tritt morgen in Kraft: Das \u00e4ndert sich"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            01\/01\/2026 &#8211; 8:00 MEZ\n            <\/p>\n<p>Frankreichs Verbot von \u201e<a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/health\/2023\/09\/18\/forever-chemicals-exposure-linked-to-previous-cancer-diagnosis-in-women-study\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ewigkeitschemikalien<\/a>\u201c tritt heute, am ersten Januar 2026, in Kraft. Vorausgegangen sind wachsende Sorgen \u00fcber die gesundheitlichen Folgen dieser langlebigen Schadstoffe. <\/p>\n<p>Das wegweisende Gesetz wurde am 20. Februar 2025 verabschiedet. Mehr als 140.000 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger forderten ihre Abgeordneten auf, das Verbot zu unterst\u00fctzen. Zugleich w\u00e4chst der Druck auf die EU, PFAS \u201eso bald wie m\u00f6glich\u201c aus dem Verkehr zu ziehen. <\/p>\n<p>Das Vorhaben gilt als wichtiger Schutz f\u00fcr die Gesundheit der Menschen in Frankreich. Umweltverb\u00e4nde warnen jedoch, dass Streichungen aus dem ersten Entwurf seine Wirkung abgeschw\u00e4cht haben.<\/p>\n<p>Was sind \u201eEwigkeitschemikalien\u201c?<\/p>\n<p>Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) sind eine Gruppe von mehr als 10.000 synthetischen Chemikalien, die sich erst nach Tausenden von Jahren nat\u00fcrlich abbauen. Seit den vierziger Jahren im Einsatz, finden sich PFAS heute praktisch \u00fcberall \u2013 vom Gipfel des Mount Everest bis ins Gewebe von <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/green\/2025\/11\/30\/dolphins-and-whales-have-no-place-to-hide-from-forever-chemicals-warns-new-study\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Tiefsee-Delfinen<\/strong><\/a> und Walen vor der K\u00fcste Neuseelands.<\/p>\n<p>Chronische Belastung durch diese menschengemachten Stoffe steht in Verbindung mit bestimmten Krebserkrankungen, verminderter Fruchtbarkeit und St\u00f6rungen des Immunsystems. <\/p>\n<p>Forschende warnen: PFAS gelangen \u00fcber die Atemluft oder \u00fcber Nahrung in den K\u00f6rper. Neue Studien zeigen, dass sie sogar \u00fcber die Haut ins Blut \u00fcbertreten k\u00f6nnen. In Europa leben Sch\u00e4tzungen zufolge 12,5 Millionen Menschen in Gemeinden mit PFAS-belastetem Trinkwasser.<\/p>\n<p>Was umfasst das PFAS-Verbot in Frankreich?<\/p>\n<p>Das Verbot untersagt Verkauf, Herstellung und Einfuhr aller Produkte, f\u00fcr die es bereits PFAS-freie Alternativen gibt. Dazu z\u00e4hlen Kosmetik, Kleidung und auch Artikel wie Skiwachs. <\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden m\u00fcssen zudem das Trinkwasser regelm\u00e4\u00dfig auf alle PFAS-Arten pr\u00fcfen und Schritte einleiten, um Verschmutzer mit Bu\u00dfgeldern zu belegen, wenn sie diese Chemikalien in die Umwelt ausbringen. <\/p>\n<p>Es gibt jedoch Ausnahmen: Hochleistungsmembranen f\u00fcr Filter- und Trennverfahren sowie Textilien, die als \u201ef\u00fcr den wesentlichen Gebrauch notwendig\u201c oder f\u00fcr die nationale Souver\u00e4nit\u00e4t erforderlich gelten.<\/p>\n<p>Im ersten Entwurf war auch ein Verbot von Antihaft-Kocht\u00f6pfen vorgesehen, doch nach Berichten \u00fcber \u201eintensives Lobbying\u201c des franz\u00f6sischen Herstellers Tefal verschwand dieser Punkt aus dem Gesetz. <\/p>\n<p>Auf seiner Website erkl\u00e4rt Tefal, keine von den Gesundheitsbeh\u00f6rden als krebserregend eingestuften PFAS zu verwenden und seit 2012 auf Materialien mit PFOA \u2013 einer f\u00fcr Hitzeresistenz bekannten Ewigkeitschemikalie \u2013 zu verzichten. Stattdessen kommen PTFE-Beschichtungen bei Pfannen und T\u00f6pfen zum Einsatz. Laut Tefal bergen sie \u201ekein Risiko f\u00fcr die menschliche Gesundheit\u201c und seien \u201ef\u00fcr den Kontakt mit Lebensmitteln sicher\u201c.<\/p>\n<p>Mehrere<a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0048969724027232\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> <strong>Studien<\/strong><\/a> warnen jedoch, dass PTFE-beschichtetes Kochgeschirr bei der Zubereitung Mikro- und Nanoplastik in Lebensmittel freisetzen kann.<\/p>\n<p>\u201eFrankreich muss eine EU-weite Beschr\u00e4nkung von PFAS entschieden vorantreiben\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas Verbot von PFAS in Produkten wie Kleidung und Kosmetik ist eine gute Nachricht f\u00fcr alle, die sich in Frankreich um ihre Belastung mit diesen sch\u00e4dlichen Chemikalien sorgen\u201c, sagt Sandra Bell von <a href=\"https:\/\/chemtrust.org\/news\/pfas-ban-passed-in-france\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>CHEM Trust<\/strong><\/a>, einer Organisation, die Menschen und Wildtiere vor gef\u00e4hrlichen Chemikalien sch\u00fctzen will. <\/p>\n<p>\u201eWeniger gut ist, dass zentrale Produkte wie Kochgeschirr ausgenommen wurden. Frankreich sollte nun eine EU-weite Beschr\u00e4nkung von PFAS nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzen, damit mehr Produkte erfasst werden und die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in allen Mitgliedstaaten gesch\u00fctzt sind.\u201c<\/p>\n<p>Die EU erkl\u00e4rt, sie arbeite seit einigen Jahren an einem Ausstiegsplan f\u00fcr PFAS. Sie hat bislang keinen entsprechenden Rechtsakt vorgelegt oder umgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 01\/01\/2026 &#8211; 8:00 MEZ Frankreichs Verbot von \u201eEwigkeitschemikalien\u201c tritt heute, am ersten Januar 2026, in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":684860,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,14195,548,663,3934,3980,156,141,13,158828,11522,14,15,12,6470],"class_list":{"0":"post-684859","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-chemikalien","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-france","15":"tag-frankreich","16":"tag-gesundheit","17":"tag-headlines","18":"tag-kosmetikindustrie","19":"tag-mikroplastik","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-umweltverschmutzung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115819083398455656","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/684859","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=684859"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/684859\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/684860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=684859"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=684859"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=684859"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}