{"id":685079,"date":"2026-01-01T11:21:16","date_gmt":"2026-01-01T11:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/685079\/"},"modified":"2026-01-01T11:21:16","modified_gmt":"2026-01-01T11:21:16","slug":"gewebeproben-der-seele-fotograf-der-neuen-deutschen-welle-jim-rakete-wird-75","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/685079\/","title":{"rendered":"&#8222;Gewebeproben der Seele&#8220;: Fotograf der Neuen Deutschen Welle: Jim\u00a0Rakete\u00a0wird 75"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Gewebeproben der Seele&#8220;Fotograf der Neuen Deutschen Welle: Jim\u00a0Rakete\u00a0wird 75<\/p>\n<p>01.01.2026, 10:08 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:59 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Jim-Rakete-Fotograf-fotografiert-bei-der-Bertelsmann-Party-in-der-Bertelsmann-Repraesentanz-auf-dem-.webp\" alt=\"Jim-Rakete-Fotograf-fotografiert-bei-der-Bertelsmann-Party-in-der-Bertelsmann-Repraesentanz-auf-dem-Roten-Teppich\"\/>&#8222;Die Fotografie hat keine Wahrheit mehr&#8220;, sagt Jim Rakete. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Das Fotografieren bringt sich Jim Rakete selbst bei. Bereits als Jugendlicher startet er professionell durch und bekommt die damaligen Superstars vor die Linse. Dann wird sein Studio zum Wegbereiter einer neuen Musik aus Deutschland. Nun feiert der Fotograf seinen 75. Geburtstag.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Er ist einer der bekanntesten Fotografen der Welt: Jim Rakete, in Berlin geborener und inzwischen wieder dort wohnender K\u00fcnstler, gibt deutschen wie internationalen Stars mit seinen Fotos einen ganz besonderen, Eindruck machenden Ausdruck. F\u00fcr ihn sind seine Portr\u00e4tfotos &#8222;Gewebeproben der Seele&#8220;, wie Rakete, der nun 75 Jahre alt wird, selbst sagt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch mit dem fotografischen Handwerk, das er als Autodidakt von klein auf erlernte, hadert Rakete inzwischen. &#8222;Die Fotografie hat keine Wahrheit mehr&#8220;, sagte er &#8222;Radio Bremen&#8220; im vergangenen Jahr. In Zeiten des iPhones sei die Tiefe verloren gegangen, es gebe inzwischen einen &#8222;karikaturenhaften Umgang mit Gesichtern&#8220; durch die digitale Technik und ihre M\u00f6glichkeiten der Optimierung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Rakete selbst sah sich immer als &#8222;Handwerker der Fotografie&#8220;. Der am 1. Januar 1951 in West-Berlin geborene Fotograf, der eigentlich mit Vornamen G\u00fcnther hei\u00dft, entdeckte als Vierj\u00e4hriger zuf\u00e4llig einen Fotoapparat. Von einer &#8222;Erotik des Ausl\u00f6sens&#8220; sprach er sp\u00e4ter. Die Zuneigung ging weit \u00fcber das Spielerische eines neugierigen Knaben hinaus.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schon als Teenager verdiente er sein Geld mit Fotografie und arbeitete mit 17 Jahren f\u00fcr verschiedene Auftraggeber. Rakete fotografierte Jimi Hendrix, Mick Jagger oder David Bowie und damit die absoluten Superstars der sp\u00e4ten 60er und fr\u00fchen 70er Jahre.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"1-Wand-lila-von-Jim-Rakete-bei-der-Ausstellung-von-Total-Records-Vinyl-Fotografie-Ausstellung-bei-C-O-Berlin-im-Amerika-Hau-Berlin-vom-10-Dezember-2016-23-04\"\/>Jim Rakete bekam viele bekannte Gesichter vor die Linse. (Foto: imago images\/BRIGANI-ART)Wegbereiter der Neuen Deutschen Welle<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es gibt auch noch einen zweiten gro\u00dfen Teil seiner K\u00fcnstlerlaufbahn. In Berlin-Kreuzberg gr\u00fcndete der Mann, der sich selbst als Workaholic einstuft, 1977 die &#8222;Fabrik Rakete&#8220;. Diese Fabrik wurde zum Schmelztiegel f\u00fcr eine neue progressive deutsche Musik, der Fotograf wurde Musikmanager und ist einer der Wegbereiter der Neuen Deutschen Welle.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Als Nina Hagen aus der DDR in den Westen kam, \u00fcbernahm Rakete ihr Management. Auch Nena und die Band Spliff wurden von ihm begleitet, die \u00c4rzte brachte er zu ihrem ersten Plattenvertrag. In der Zeit entstanden viele Fotos, die das Bild der K\u00fcnstler nachhaltig pr\u00e4gten. Hagen fotografierte er 1978 mit Zigarette f\u00fcr das Cover ihrer ersten Platte im Westen, das Plattencover gilt als stilbildend und ikonisch.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zu der Zeit kam die sp\u00e4ter als Nena bekannt gewordene Gabriele Susanne Kerner nach Berlin. Sie heuerte bei Rakete zun\u00e4chst als Sekret\u00e4rin an. Eine schicksalhafte F\u00fcgung sei das Zusammentreffen von Hagen, Nena und von ihm gewesen, glaubt Rakete. &#8222;H\u00e4tte es keine Nina Hagen Band gegeben, h\u00e4tte es auch Nena bei uns nicht gegeben&#8220;, sagte er einmal der &#8222;Berliner Morgenpost&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es wurden zehn intensive Jahre in der Fabrik. Rakete zog danach nach Hamburg, arbeitete viel in den USA, drehte Musikvideos und Werbeclips und erreichte \u00fcber die Jahre h\u00f6chstes Ansehen. Vor allem seine Vorliebe f\u00fcr etwas grobk\u00f6rnige, schlichte Fotos machten ihn unverwechselbar.<\/p>\n<p>Gegenentwurf zur digitalen Schnelllebigkeit<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">2007 gelang ihm mit seinem Projekt &#8222;1\/8 sec. &#8211; vertraute Fremde&#8220; k\u00fcnstlerisch eine seiner wichtigsten Arbeiten. Als die digitale Fotografie ihren unaufhaltsamen Durchbruch schaffte, machte er mit einer alten Plattenkamera einen Gegenentwurf zur digitalen Schnelllebigkeit. Es entstanden lauter unbearbeitete Unikate mit Portr\u00e4ts ber\u00fchmter Stars.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Inzwischen arbeitet Rakete l\u00e4ngst wieder in Berlin. Er ist Tr\u00e4ger des Verdienstkreuzes erster Klasse der Bundesrepublik und mit seinen Sammlungen im Haus der Geschichte und im Deutschen Filmmuseum vertreten. 2020 ver\u00f6ffentlichte er den Dokumentarfilm &#8222;Now&#8220; \u00fcber die damals junge Klimabewegung, deren Energie ihn nachhaltig beeindruckte. &#8222;Mein Lifestyle ist dramatisch gr\u00fcn&#8220;, sagte er im vergangenen Jahr zu den Folgen dieser Arbeit.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Ralf Isermann, AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Gewebeproben der Seele&#8220;Fotograf der Neuen Deutschen Welle: Jim\u00a0Rakete\u00a0wird 75 01.01.2026, 10:08 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:59 min) &#8222;Die Fotografie hat&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":685080,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,296,37534,29,214,1885,30,692,1794,14682,809,215],"class_list":{"0":"post-685079","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-berlin","10":"tag-david-bowie","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-fotografie","14":"tag-germany","15":"tag-hamburg","16":"tag-kunst-und-design","17":"tag-mick-jagger","18":"tag-popmusik","19":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115819582933712468","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=685079"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685079\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/685080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=685079"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=685079"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=685079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}