{"id":685815,"date":"2026-01-01T18:23:32","date_gmt":"2026-01-01T18:23:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/685815\/"},"modified":"2026-01-01T18:23:32","modified_gmt":"2026-01-01T18:23:32","slug":"jugendliche-setzen-sich-mit-krieg-und-frieden-auseinander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/685815\/","title":{"rendered":"Jugendliche setzen sich mit Krieg und Frieden auseinander"},"content":{"rendered":"<p> Pressemitteilung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.filmpost.de\/javascript:;\" data-fancybox-trigger=\"galleryfipo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/40854_Kriegsgra_bersta_tte_Henri_Chapelle_Foto_Jo_Siemon_Sta_dteRegion_Aachen.3437a9ba.jpg\" longdesc=\"\" alt=\"Kriegsgra\u0308bersta\u0308tte Henri-Chapelle - Foto Jo Siemon, Sta\u0308dteRegion Aachen - \" title=\"Kriegsgra\u0308bersta\u0308tte Henri-Chapelle - Foto Jo Siemon, Sta\u0308dteRegion Aachen - \"\/><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><strong>St\u00e4dteRegion Aachen.<\/strong> Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Maria-Montessori-Gesamtschule aus Aachen und der Waldschule Eschweiler haben jetzt im Rahmen des Projektes \u201eZiemlich beste Freunde\u201c des Bildungsb\u00fcros der St\u00e4dteRegion Aachen zwei Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tten besucht. Dabei wurden der amerikanische Ehrenfriedhof in Henri-Chapelle (B) und der Ehrenfriedhof im Aachener Waldfriedhof zu Lernorten. In dem Projekt aus dem Bereich historisch-politische Bildung geht es darum, wie Krieg junge Menschen im Dreil\u00e4ndereck zu Feinden gemacht hat, die in Friedenszeiten beste Freunde h\u00e4tten sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Beim amerikanischen Ehrenfriedhof in Henri-Chapelle (B), einer Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tte f\u00fcr die gefallenen Soldaten der US-Armee des Zweiten Weltkriegs, setzten sich die Jugendlichen mit Biografien der dort beerdigten Soldaten auseinander. Besonders eindr\u00fccklich war der Austausch \u00fcber das junge Alter der Gefallenen, die oft nicht viel \u00e4lter als die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler selbst waren, als sie ihr Leben verloren. Beim Ehrenfriedhof auf dem Aachener Waldfriedhof, wo sowohl Soldaten als auch zivile Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs ruhen, gab es Informationen zu Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tten und wie sie entstanden. Dabei ging es darum, wie sich der Blick auf Kriegsopfer im Laufe der Zeit wandelt \u2013 angefangen bei Soldaten \u00fcber zivile Opfer bis hin zu Deserteuren und Opfern der NS-Verbrechen. Die Jugendlichen setzten sich intensiv mit komplexen Fragen auseinander: Wo verl\u00e4uft die Grenze zwischen Opfern und T\u00e4tern? Welche unterschiedlichen Perspektiven gibt es in der Art, in der verschiedene Nationen sich an den Krieg erinnern?\u00a0<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Das Projekt wird durch die St\u00e4dteRegion Aachen, das Amerika Haus NRW e.V. und den Volksbund deutscher Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge e.V. unterst\u00fctzt. Ein zentrales Thema war die Frage, wie wir als Gesellschaft in dieser Region der Welt an Krieg und Frieden gedenken und wie wir Br\u00fccken zwischen unterschiedlichen Erinnerungskulturen schlagen k\u00f6nnen. \u201eDas ist in dem Projekt gut gelungen\u201c, so Jo Siemon vom Bildungsb\u00fcro der St\u00e4dteRegion Aachen: \u201eWas wir in dieser Exkursion erlebt haben, geht weit \u00fcber das einfache Besuchen von historischen St\u00e4tten hinaus. Es geht um das Erleben und Verstehen der Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und um die Frage, wie wir als nachkommende Generationen Verantwortung f\u00fcr den Frieden \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Dieser Austausch hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, \u00fcber die Grenzen hinweg zusammenzudenken und zu verstehen, dass Erinnerung eine Aufgabe f\u00fcr uns alle ist.\u201c<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Bei einem zweiten Projekttag lernten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Terry Mandel kennen. Ihre Mutter musste als junges M\u00e4dchen aus Deutschland fliehen, um der Naziherrschaft zu entkommen. Sie teilte ihre pers\u00f6nlichen Erfahrungen als Tochter einer Zeitzeugin mit den Jugendlichen und er\u00f6ffnete einen intensiven Dialog \u00fcber das Thema \u201eErinnern und Schweigen\u201c in Familien und Gemeinschaften. Au\u00dferdem bot sie unterschiedliche Ankn\u00fcpfungspunkte zur Lebenswelt der jungen Teilnehmenden. Besonders bewegend war der Austausch \u00fcber die Bedeutung von Familienerinnerungen und das individuelle und kollektive Gedenken an die Schrecken der Judenverfolgung, denn in der Begegnung kam raus: nicht nur Terrys Familie hatte viele Jahre \u00fcber die Familienerinnerung geschwiegen, sondern auch kaum einer der Teilnehmenden kennt die eigene Familiengeschichte. \u201eThanks for sharing\u201d, meldete eine Teilnehmerin zur\u00fcck und ein anderer erg\u00e4nzt: \u201eThis inspired me to find out more about my family history.\u201d<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Vier der Jugendlichen haben ihre Erfahrungen aus dem Projekt in die Gestaltung der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag am Waldfriedhof in Aachen eingebracht. In ihren bewegenden Worten spiegelte sich das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bedeutung von Erinnerung und die Verantwortung, die heute bei uns liegt, wider: \u201eHinter jedem Grabstein, den wir in Henri-Chapelle gesehen haben, steht eine Geschichte. Und jede dieser Geschichten hat dazu beigetragen, dass wir 62 Jahre sp\u00e4ter in ein friedliches Deutschland, ein friedliches Europa hineingeboren wurden. Viele dieser Geschichten endeten viel zu fr\u00fch, mit 17, 18 oder 19 Jahren. Deshalb ist es so wichtig, den Frieden zu bewahren und daf\u00fcr zu sorgen, dass wir niemals wieder einen Soldatenfriedhof errichten m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Dieses Projekt zeigt, dass Erinnern kein Selbstzweck ist. Es geht darum, Verantwortung f\u00fcr die Werte unserer Gesellschaft zu \u00fcbernehmen \u2013 f\u00fcr Demokratie, Freiheit, Respekt und vor allem f\u00fcr den Frieden. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die sich intensiv mit der Erinnerungskultur in der Euregio auseinandergesetzt haben, sind ein lebendiges Beispiel daf\u00fcr, wie die junge Generation ihre Verantwortung f\u00fcr den Erhalt des Friedens und der Demokratie in Europa wahrnimmt. Das Projekt \u201eZiemlich beste Freunde\u201c wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt, um weiterhin einen Raum f\u00fcr den interkulturellen Austausch und das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt zu schaffen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p><strong>red<\/strong><\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.filmpost.de\/assets\/medienquellen\/galerien\/assets\/galleries\/29489\/40854_Kriegsgra_bersta_tte_Henri_Chapelle_Foto_Jo_Siemon_Sta_dteRegion_Aachen.jpg\" data-fancybox=\"galleryfipo\" data-caption=\"Kriegsgra\u0308bersta\u0308tte Henri-Chapelle - Foto Jo Siemon, Sta\u0308dteRegion Aachen  \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        <img decoding=\"async\" title=\"Kriegsgra\u0308bersta\u0308tte Henri-Chapelle - Foto Jo Siemon, Sta\u0308dteRegion Aachen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/40854_c99f9599fb8f9815949caa814f2097a5.13b9be1c.jpg\"\/><\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.filmpost.de\/assets\/medienquellen\/galerien\/assets\/galleries\/29489\/40855_Ru_ckmeldungen_der_Teilnehmenden_an_Terry_Mandel_Foto_Jo_Siemon_Sta_dteRegion_Aachen.jpg\" data-fancybox=\"galleryfipo\" data-caption=\"Ru\u0308ckmeldungen der Teilnehmenden an Terry Mandel - Foto Jo Siemon, Sta\u0308dteRegion Aachen  \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        <img decoding=\"async\" title=\"Ru\u0308ckmeldungen der Teilnehmenden an Terry Mandel - Foto Jo Siemon, Sta\u0308dteRegion Aachen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/40855_de1e7030fdafc4462237c19f1b5759e0.13b9be1c.jpg\"\/><\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pressemitteilung St\u00e4dteRegion Aachen. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Maria-Montessori-Gesamtschule aus Aachen und der Waldschule Eschweiler haben jetzt im Rahmen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":685816,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1209,12],"class_list":{"0":"post-685815","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115821242342208686","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=685815"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685815\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/685816"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=685815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=685815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=685815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}