{"id":685856,"date":"2026-01-01T18:45:14","date_gmt":"2026-01-01T18:45:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/685856\/"},"modified":"2026-01-01T18:45:14","modified_gmt":"2026-01-01T18:45:14","slug":"nur-weisse-koennen-gute-briten-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/685856\/","title":{"rendered":"Nur Wei\u00dfe k\u00f6nnen gute Briten sein"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_politik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 01.01.2026, 17:21 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fr.de\/autor\/sebastian-borger-8q0zervb9.html\" title=\"Zur Autorenseite von Sebastian Borger\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" borger=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sebastian Borger<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/40981300-div-archiv-15-07-2025-grossbritannien-london-idris-elba-gruender-der-elba-hope-foundation-u.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Der Schauspieler Idris Elba engagiert sich in sozialen Projekten, etwa mit seiner &#x201E;Elba Hope Foundation&#x201C;, und wird daf&#xFC;r mit dem OBE-Orden geehrt.\"\/>Der Schauspieler Idris Elba engagiert sich in sozialen Projekten, etwa mit seiner \u201eElba Hope Foundation\u201c, und wird daf\u00fcr mit dem OBE-Orden geehrt. \u00a9\u00a0Aaron Chown\/dpa<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Eine neue Studie zeigt wachsenden Rassismus in Gro\u00dfbritannien. Die Labour-Regierung reagiert mit demonstrativen Auszeichnungen f\u00fcr Prominente mit migrantischen Wurzeln, aber schweigt ansonsten zu der Debatte.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Was macht einen Menschen zur Britin respektive zum Briten? Welche Werte stecken dahinter, wie tief m\u00fcssen die Wurzeln auf der Insel sein? Zum Jahresbeginn geben diese Fragen wieder einmal Anlass zu Diskussionen. Demonstrativ hat die Labour-Regierung zu Neujahr einen Schwarzen Schauspieler und eine indischst\u00e4mmige Kom\u00f6diantin zu Ritter und Ritterin ernannt. Einer neuen Studie zufolge aber nimmt auch im K\u00f6nigreich die Zahl jener zu, die Britischsein weniger an Werten wie Toleranz oder Gesetzestreue festmachen, sondern ethnische Kriterien daf\u00fcr anf\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Traditionell erhalten zur Jahreswende mehr als tausend Briten einen Orden, der noch immer das \u201ebritische Empire\u201c im Namen tr\u00e4gt. Unter den Geehrten stechen diesmal zwei Prominente mit Migrationshintergrund heraus: der Schauspieler Idris Elba, dessen Eltern aus Sierra Leone und Ghana eingewandert sind, und die Autorin Meera Syal, deren Wurzeln im Punjab liegen. Beide sind in England geboren. Den Geburtsort halten einer Feldstudie des Labour-nahen Thinktanks \u201eIPPR\u201c zufolge mittlerweile immerhin 36 Prozent der Briten f\u00fcr essenziell f\u00fcr die Zugeh\u00f6rigkeit zur Nation. Immerhin zehn Prozent der Befragten glauben, nur Wei\u00dfe k\u00f6nnten gute Brit:innen sein. Zwar seien solche Ansichten noch in der Minderheit und sehe die Mehrheit das Land als Gemeinschaft von B\u00fcrger:innen, nicht basierend auf ethnischer Homogenit\u00e4t, res\u00fcmieren die Autor:innen der Studie. Aber die Regierung m\u00fcsse \u201edie Teilung der Gesellschaft\u201c zur\u00fcckweisen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Aktuell f\u00fchrt der rechte Nationalpopulist Nigel Farage mit seiner Partei \u201eReform\u201c einst verp\u00f6nte ethnische Sichtweisen auf die britische Gesellschaft in die Debatte ein. So beschwerte sich eine von deren Abgeordneten \u00fcber eine angeblich zu gro\u00dfe Zahl von Angeh\u00f6rigen ethnischer Minderheiten im Fernsehen: \u201eWerbespots voll von Schwarzen, voll von Asiaten, das macht mich verr\u00fcckt.\u201c Zwar entschuldigte sich Sarah Pochin anschlie\u00dfend f\u00fcr ihre Ausdrucksweise, pochte aber darauf, die Spots seien \u201enicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die britische Gesellschaft\u201c.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der rechte TV-Sender \u201eGB News\u201c, bei dem Farage und seine Gesinnungsgenossen j\u00e4hrlich Hunderttausende verdienen, l\u00e4sst regelm\u00e4\u00dfig Lucy White zu Wort kommen. Die rechte Aktivistin erlangte im November traurige Ber\u00fchmtheit mit ihren Angriffen auf Nus Ghani, die Vize-Pr\u00e4sidentin des Unterhauses: \u201eDort sollte niemand vertreten sein, der in Pakistan geboren ist.\u201c Offen vertreten auch Reform-Kommunalpolitiker diese Haltung: Brite k\u00f6nne nur sein, wer auf der Insel geboren ist. Wie absurd dieser Gedanke ist, l\u00e4sst sich an Boris Johnson ablesen: Der Geburtsort des fr\u00fcheren Premiers ist New York.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Johnsons Nachfolger hat sich zur j\u00fcngsten Eskalation der Debatte bisher nicht ge\u00e4u\u00dfert. Im vergangenen Jahr begr\u00fc\u00dfte Labour-Regierungschef Keir Starmer ausdr\u00fccklich die ethnische und religi\u00f6se Vielfalt des Landes und beschrieb Nationen als \u201ebasierend auf fairen Regeln\u201c. Wie heikel das Thema bleibt, erf\u00e4hrt er derzeit am Fall des \u00e4gyptischen Dissidenten Alaa Abd el-Fattah. Dem zw\u00f6lf Jahre lang inhaftierten Blogger hatte Johnsons Regierung 2021 die britische Staatsb\u00fcrgerschaft zuerkannt, vor kurzem erlaubte Kairo ihm die Ausreise nach Gro\u00dfbritannien. Seither tobt eine Kontroverse um vergangene antisemitische und holocaustleugnende \u00c4u\u00dferungen des heute 43-J\u00e4hrigen. Konservative und Rechte forderten seine Abschiebung und den Entzug der Staatsb\u00fcrgerschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Politik Stand: 01.01.2026, 17:21 Uhr Von: Sebastian Borger DruckenTeilen Der Schauspieler Idris Elba engagiert sich in sozialen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":685857,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-685856","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115821328752565712","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=685856"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/685856\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/685857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=685856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=685856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=685856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}