{"id":686209,"date":"2026-01-01T22:15:32","date_gmt":"2026-01-01T22:15:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686209\/"},"modified":"2026-01-01T22:15:32","modified_gmt":"2026-01-01T22:15:32","slug":"ikonisches-funkhaus-in-wien-wieden-wird-zum-gestapelten-graetzel-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686209\/","title":{"rendered":"Ikonisches Funkhaus in Wien-Wieden wird zum \u201egestapelten Gr\u00e4tzel\u201c \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Zwischen den Jahren ist nicht viel los im Innenhof des Funkhauses in der Argentinierstra\u00dfe. Ab Ende J\u00e4nner wird das anders sein auf der Wieden: Dann starten die ersten Arbeiten f\u00fcr \u201eSolo\u201c, einen sechsgeschossigen Holz-Hybrid-Neubau, den das Vorarlberger Unternehmen Rhomberg in den Hof des Geb\u00e4udekomplexes setzt. 35 Wohnungen wachsen dort bis Ende 2027, Anfang 2028 aus dem Boden, errichtet in der \u201eCREE\u201c genannten Bauweise aus industriell vorgefertigten, standardisierten Holz-Hybrid-Elementen. <\/p>\n<p>Als erstes k\u00fcmmert man sich aber um die \u201eB\u00e4ume, zwischen denen Solo stehen wird, also deren Wurzelschutz\u201c, erz\u00e4hlt Luca Vogelsinger, Leiter Vertrieb Immobilien bei Rhomberg. Schlie\u00dflich sollen die k\u00fcnftigen Bewohner von ihren Terrassen zum Funkhaus, aber auch auf und \u00fcber Baumkronen blicken. Als n\u00e4chstes folgen 55 Sonden f\u00fcr die Geothermie, dann die Tiefgarage, bevor die Elemente f\u00fcr Solo vor Ort zusammengef\u00fcgt werden. <\/p>\n<p>Ihren Weg nehmen die Holz-Hybrid-Bauteile durch die gar nicht mal so hohe Zufahrt. Vorbei am gro\u00dfen Sendesaal des Radio-Symphonieorchesters, an Studios und B\u00fcros des <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/orf\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" funkhaus=\"\" in=\"\" wien-wieden=\"\" wird=\"\" zum=\"\" gr=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ORF<\/a>, unter anderem f\u00fcr die Organisation des ESC im Mai \u2013 schlie\u00dflich nutzt der ORF einige Teile des Areals weiter.<\/p>\n<blockquote class=\"fm-quote flexmodule flexmodule--quote\">\n<p class=\"fm-quote__text\">         \u00bbMit dem Holz-Hybrid-Bau kommt Vorarlberger Esprit nach Wien-Wieden.\u00ab     <\/p>\n<p>                  Luca Vogelsinger                  <\/p>\n<p class=\"fm-quote__attrib\">         Rhomberg     <\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Das sei schon ein \u201ebisschen eine Herausforderung\u201c gewesen, sagt Markus Kaplan von den BWM Architekten, die von Rhomberg mit der Gestaltung des neuen Baus und der Umplanung und -gestaltung des Funkhaus-Bestands betraut wurden. \u201eDie Module m\u00fcssen ja durch die Einfahrt passen.\u201c Zusammengestellt bilden sie dann ein \u201eTerrassenhaus\u201c mit gro\u00dfen Freifl\u00e4chen, Dachg\u00e4rten, Pergolen, umgeben von B\u00e4umen. <\/p>\n<p>\u201eWohnen mitten im Gr\u00fcnen\u201c, nennt es Kaplan deshalb, ein gro\u00dfes Asset, speziell \u201ein diesen st\u00e4dtebaulichen, denkmalgesch\u00fctzten Kubaturen.\u201c R\u00f6tlich schimmern wird in all dem Gr\u00fcn die mineralische Fassade, sie ist nicht aus Holz, wegen der Brandschutzbestimmungen. \u201eAber dahinter ist alles Holz, die Decken bleiben auch sichtbar\u201c, betont der Architekt. <\/p>\n<blockquote class=\"fm-quote flexmodule flexmodule--quote\">\n<p class=\"fm-quote__text\">         \u00bbZwischen den Baumkronen: Wohnen mitten im Gr\u00fcnen.\u00ab     <\/p>\n<p>                  Markus Kaplan                  <\/p>\n<p class=\"fm-quote__attrib\">         BWM Architekten     <\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Bei Rhomberg habe man sich schon lange einen Ort f\u00fcr den ersten innerst\u00e4dtischen Holzhybrid Wiens gew\u00fcnscht, erz\u00e4hlt Vogelsinger, dass es nun ein so prominenter Platz wurde, f\u00fcr exklusive Wohnungen, freue das Unternehmen besonders. So sorge man auch \u201ef\u00fcr Vorarlberger Esprit in Wien-Wieden\u201c, schmunzelt er. 60 Prozent der Elemente f\u00fcr den Bau werden im Werk vorgefertigt, das reduziere den CO2-Abdruck, \u201eaber genauso die Ger\u00e4usch-Emissionen und die Bauzeit\u201c, so Vogelsinger. <\/p>\n<p>Einige Schritte weiter, Richtung Theresianumpark, wird der historische Bestand des Funkhauses saniert. Entlang der S\u00fcdfassade baut Rhomberg 22 Wohnungen in die einstigen Studio- und B\u00fcrofl\u00e4chen des ORF, ein Teil im denkmalgesch\u00fctzten Bestand von Schmid-Aichinger aus den 1930er-Jahren (Bauteil \u201eEcho\u201c), ein anderer im Zubau aus den 1970er-, 80-Jahren (Bauteil \u201eCoda\u201c, urspr\u00fcnglich geplant von Weber Architekten). <\/p>\n<p>                               <img decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/251001 - ORF Funkhaus-CamB - K6.jpg\" alt=\"In den zwei Bauteilen Coda und Echo entstehen 22 exklusive Wohnungen.\" width=\"1000\" height=\"600\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/>                                     <\/p>\n<p>In den zwei Bauteilen Coda und Echo entstehen 22 exklusive Wohnungen.\u2003BWM Architects\/Telegram71<\/p>\n<p>Der Zubau h\u00e4tte nicht erhalten bleiben m\u00fcssen, erz\u00e4hlt Vogelsinger. Gemeinsam mit den BWM Architekten hat man sich aber \u2013 aus Respekt vor der Substanz \u2013 f\u00fcr das Bauen im Bestand entschieden. Coda bekommt ein vorgesetztes Balkonger\u00fcst, optisch angelehnt an den Holz-Hybrid-Neubau, aber in zartgr\u00fcner Farbe. <\/p>\n<p>Echo plant man in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt: \u201eDie alten Fenster werden repariert oder rekonstruiert, die Putzfassade wird saniert und innen ged\u00e4mmt\u201c, nennt Kaplan Beispiele. Au\u00dferdem erh\u00e4lt der Bauteil einen \u201ezur\u00fcckhaltenden Dachaufbau, der vier Meter zur\u00fcckspringt\u201c, beschreibt der Architekt. Dem Erdgescho\u00df wird eine Pergola vorgestellt, so k\u00f6nnen auch im ersten Obergescho\u00df Balkone integriert werden.<\/p>\n<blockquote class=\"fm-quote flexmodule flexmodule--quote\">\n<p class=\"fm-quote__text\">         \u00bbDer Ort ist f\u00fcr alle positiv konnotiert. Wer hat hier nicht schon sch\u00f6ne Stunden verbracht?\u00ab     <\/p>\n<p>                  Elisabeth Rohr                  <\/p>\n<p class=\"fm-quote__attrib\">         Elisabeth Rohr Real Estate     <\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Noch erinnert in diesen Teilen des Funkhauses einiges an fr\u00fcher, an die Zeit, als man hier Programme plante und Sendungen aufnahm, f\u00fcr \u00d61, \u00d63 oder FM4. Man kann sich aber auch schon gut vorstellen, wie es sein wird, hier zu wohnen: Hohe R\u00e4ume, ausgestattet mit Holzb\u00f6den, gro\u00dfz\u00fcgigen Grundrissen, Balkonen sollen hier entstehen. Und: \u201emit freiem Blick \u00fcber 400 Meter\u201c, betont Elisabeth Rohr, Eigent\u00fcmerin von Elisabeth Rohr Real Estate, die gemeinsam mit Rhomberg die Wohnungen vermarktet. <\/p>\n<p>Denkmalgesch\u00fctzte Architektur, nachhaltige Bauweise \u2013 und die besondere innerst\u00e4dtische Lage \u2013 machen es f\u00fcr sie \u201ezum derzeit spannendsten Projekt in Wien\u201c.  Da sei die N\u00e4he zur Kultur, von Staatsoper bis Akademietheater, zu den G\u00e4rten des Belvedere, genauso aber die rasche Anbindung an U-Bahnen und Hauptbahnhof. \u201eMan zieht hier in einen lebendigen Organismus ein\u201c, meint Rohr, es sei alles vorhanden, Kultur, Gastronomie, Szene. \u201eDer Ort ist f\u00fcr alle positiv konnotiert, wer hat hier nicht schon sch\u00f6ne Stunden verbracht?\u201c<\/p>\n<p>                               <img decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/251001 - ORF Funkhaus-CamC - K6.jpg\" alt=\"Blick \u00fcber den Theresianumpark: Freie Sicht \u00fcber 400 Meter weit.\" width=\"1000\" height=\"600\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/>                                     <\/p>\n<p>Blick \u00fcber den Theresianumpark: Freie Sicht \u00fcber 400 Meter weit.\u2003BWM Architects\/Telegram71<\/p>\n<p>Vorne, im Geb\u00e4udeteil an der Argentinierstra\u00dfe, wird ein Hotel einziehen, hier ist man noch auf der Suche nach einem Betreiber, der gut zu diesem besonderen Ort passt, sagen Vogelsinger und Kaplan. Einen Ort, der ein \u201egestapeltes Gr\u00e4tzel\u201c sein soll, wie ihn die BWM Architekten nennen, urban und kreativ, wo gewohnt wird, gearbeitet und Kunst, Kultur, Musik nach wie vor ihren Platz haben. Ein breiter Nutzungs-Mix solle hier einziehen, \u201eum das Geb\u00e4ude f\u00fcr das Publikum zu \u00f6ffnen\u201c, beschreibt Kaplan. Das beginne schon beim Vorplatz, der gemeinsam mit dem Landschaftsplanungs-B\u00fcro Lindle+Bukor geplant wird. Es wird entsiegelt, begr\u00fcnt, zonierte Aufenthaltsfl\u00e4chen als Begegnungszonen geschaffen.<\/p>\n<p>Schon l\u00e4nger sind einige Start-ups, K\u00fcnstler und Kreative hier \u2013 Stichwort Zwischennutzung \u2013 fanden und finden Festivals statt, Veranstaltungen und Konzerte. Und wer mal vorbeischauen m\u00f6chte: Man kann auch jetzt schon im AMP-Club tanzen, im AUX gekr\u00e4utertes Roastbeef essen oder wie gewohnt im Radiokulturhaus Konzerte h\u00f6ren. <\/p>\n<p>                               <img decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/240426 - Funkhaus-CamB K4_ohne ORF.jpg\" alt=\"Der Vorplatz wird entsiegelt, begr\u00fcnt und soll eine Begegnungszone werden.\" width=\"1000\" height=\"600\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/>                                     <\/p>\n<p>Der Vorplatz wird entsiegelt, begr\u00fcnt und soll eine Begegnungszone werden.\u2003BWM Architects\/Telegram71<\/p>\n<p>                      Das Projekt<\/p>\n<p>Ort: Areal des Funkhauses in der Argentinierstra\u00dfe in 1040 Wien, errichtet in den 1930ern nach Pl\u00e4nen von Heinrich Schmid und Hermann Aichinger mit Clemens Holzmeister.<\/p>\n<p>Plan: erster innerst\u00e4dtischer Holzhybrid-Bau \u201eSolo\u201c mit 35 Eigentumswohnungen im Luxussegment, weitere 22 Wohnungen im Bestand in den Bauteilen \u201eEcho\u201c und \u201eCoda\u201c. Gr\u00f6\u00dfen ab 42 bis 202 m2. Preise ab ca. 10.500 Euro pro m2. <\/p>\n<p>Lage: In 1040 kosten neue Eigentumswohnungen im Schnitt ca. 8000 Euro pro m2, Mietwohnungen ca. 15 Euro pro m2.<\/p>\n<p>Infos zu Projekt und Wohnungen: <a href=\"https:\/\/funkhaus.living\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">funkhaus.living<\/a>, <a href=\"https:\/\/rohr-real-estate.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">rohr-real-estate.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zwischen den Jahren ist nicht viel los im Innenhof des Funkhauses in der Argentinierstra\u00dfe. 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