{"id":686253,"date":"2026-01-01T22:39:15","date_gmt":"2026-01-01T22:39:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686253\/"},"modified":"2026-01-01T22:39:15","modified_gmt":"2026-01-01T22:39:15","slug":"waermenetz-im-landkreis-karlsruhe-gescheitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686253\/","title":{"rendered":"W\u00e4rmenetz im Landkreis Karlsruhe gescheitert"},"content":{"rendered":"<p>Mit Stutensee steigt eine weitere Gemeinde aus dem W\u00e4rmenetz-Vorhaben aus, weil Leistung, Zeitplan und Wirtschaftlichkeit nicht mehr zusammenpassen. Zuvor hatten bereits Bruchsal und Bretten ihren R\u00fcckzug aus dem Gro\u00dfprojekt erkl\u00e4rt.  Die Projektentwicklungsgesellschaft sollte Fernw\u00e4rme aus Tiefengeothermie in die Region bringen, und dabei sollten die Stadtwerke die Umsetzung stemmen. Doch die Eckdaten verschoben sich, und deshalb bricht die gemeinsame L\u00f6sung jetzt weg (<a href=\"https:\/\/www.meinstutensee.de\/2025\/12\/stutensee-steigt-aus-waermenetz-projekt-aus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">meinstutensee: 27.12.25<\/a>).<\/p>\n<p><\/p>\n<p>W\u00e4rmenetz: Warum die Tiefengeothermie-Leistung nicht mehr ausreicht<\/p>\n<p>Im BNN-Interview beschreibt Stadtwerke-Chef Stefan Kleck die entscheidende Verschiebung, denn die erwartete Energiemenge f\u00e4llt deutlich kleiner aus. Die Deutsche Erdw\u00e4rme habe anfangs an beiden Standorten jeweils 40 Megawatt zugesagt, aber sp\u00e4ter die Werte sp\u00fcrbar nach untern korrigiert. F\u00fcr Graben-Neudorf nennt Kleck nur noch 10 bis 20 Megawatt, und f\u00fcr Dettenheim 20 bis 25 Megawatt. Damit verliert die geplante Fernw\u00e4rme-Versorgung jene Gr\u00f6\u00dfenordnung, die ein regionales Leitungsprojekt wirtschaftlich st\u00fctzen sollte, obwohl genau darauf die Kalkulation der Stadtwerke basierte.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1900\" height=\"1194\" data-pagespeed-lazy-src=\"https:\/\/blackout-news.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/xshutterstock_1046494231-1900x1194.jpg.pagespeed.ic.QwoQAI792w.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47757\" data-pagespeed-lazy-  src=\"\/pagespeed_static\/1.JiBnMqyl6S.gif\" onload=\"pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\" onerror=\"this.onerror=null;pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\"\/>Mehrere Kommunen stoppen das W\u00e4rmenetz-Projekt im Landkreis Karlsruhe \u2013 geringere Geothermie-Leistung kippt die Wirtschaftlichkeit<\/p>\n<p>Hinzu kommt der Zeitfaktor, und der wirkt wie ein zus\u00e4tzlicher Bremsklotz. Laut Kleck k\u00f6nne die W\u00e4rme \u201em\u00f6glicherweise ab 2029\u201c an erste Abnehmer geliefert werden. Ein solches Datum verschiebt Investitionen, aber es erh\u00f6ht auch das Risiko, weil Kommunen ihre W\u00e4rmeplanung nicht jahrelang in der Warteschleife lassen. Das trifft die Projektentwicklungsgesellschaft direkt, weil ein sp\u00e4ter Start die Finanzierung des W\u00e4rmenetzes erschwert und zugleich den politischen R\u00fcckhalt schw\u00e4cht.<\/p>\n<p>Projektentwicklungsgesellschaft: So begann das Vorhaben, so endet es f\u00fcr Stutensee<\/p>\n<p>Im Sommer 2023 gr\u00fcndeten mehrere Kommunen im n\u00f6rdlichen Landkreis Karlsruhe zusammen mit den Stadtwerken Bruchsal, Bretten und Ettlingen eine Projektentwicklungsgesellschaft (PEG). Stutensee beteiligte sich mit einmalig 47.000 Euro, weil die PEG eine Machbarkeitspr\u00fcfung und ein Umsetzungsmodell entwickeln sollte. In der Theorie klang das robust, denn Tiefengeothermie aus Graben-Neudorf und Dettenheim sollte klimafreundliche W\u00e4rme liefern und \u00fcber eine Trasse in die Region verteilen.<\/p>\n<p>Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass die Analyse grunds\u00e4tzlich positiv ausfiel, jedoch kippte die Lage in der n\u00e4chsten Phase. W\u00f6rtlich hei\u00dft es: \u201eIm weiteren Projektverlauf konnten jedoch die f\u00fcr die W\u00e4rmebereitstellung erforderlichen vertraglichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht in der erwarteten Form realisiert werden\u201c. Damit wird klar, dass nicht nur Technik z\u00e4hlt, sondern auch Preislogik, Liefervertr\u00e4ge und Risikoaufteilung. Gerade die Stadtwerke ben\u00f6tigen belastbare Zusagen, weil sie Netze nur mit stabilen Abnahme- und Lieferstrukturen planen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Fernw\u00e4rme und Interessenlage: Warum die Kommunen nicht mehr gemeinsam ziehen<\/p>\n<p>In der Ausscheidungsvorlage der PEG wird zus\u00e4tzlich die Zusammenarbeit selbst zum Problem. Dort steht: \u201eHinzu kommt, dass sich die Ausgangslagen und Interessen der beteiligten Kommunen im Projektverlauf unterschiedlich entwickelt haben, sodass eine gemeinsame Umsetzung im bestehenden Rahmen der PEG aktuell nicht weiterverfolgt werden kann.\u201c Wenn Priorit\u00e4ten auseinanderlaufen, wird auch ein Nahw\u00e4rmesystem schwer steuerbar, weil jede Kommune andere Investitionsfenster und Preisziele setzt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Stutensee hat der Ausstieg eine konkrete Folge, denn ein Teil des Geldes flie\u00dft zur\u00fcck. Die Stadt erh\u00e4lt gem\u00e4\u00df ihrem Anteil etwa 8.000 Euro, w\u00e4hrend die verbleibenden Gesellschafter \u00fcber die Zukunft beraten. Damit bleibt offen, ob die Projektentwicklungsgesellschaft k\u00fcnftig eine kleinere L\u00f6sung verfolgt oder ob sie sich neu ausrichtet, jedoch ohne das urspr\u00fcngliche W\u00e4rmenetz-Konzept in voller Breite.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Stutensee steigt eine weitere Gemeinde aus dem W\u00e4rmenetz-Vorhaben aus, weil Leistung, Zeitplan und Wirtschaftlichkeit nicht mehr zusammenpassen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":686254,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1844],"tags":[1634,3364,29,30,8903,56930],"class_list":{"0":"post-686253","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-karlsruhe","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-karlsruhe","13":"tag-waermenetz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115822249165412161","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/686253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=686253"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/686253\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/686254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=686253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=686253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=686253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}