{"id":686354,"date":"2026-01-01T23:43:14","date_gmt":"2026-01-01T23:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686354\/"},"modified":"2026-01-01T23:43:14","modified_gmt":"2026-01-01T23:43:14","slug":"aerzte-stoppen-autoimmunerkrankung-mit-therapie-aus-krebsmedizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686354\/","title":{"rendered":"\u00c4rzte stoppen Autoimmunerkrankung mit Therapie aus Krebsmedizin"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wissen\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_wissen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wissen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 01.01.2026, 12:48 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/40980424-ein-mann-der-sich-vor-schmerzen-an-den-bauch-fasst-2c8SHbmHHs7a.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Ein Mann, der sich vor Schmerzen an den Bauch fasst\"\/>Die seltene Autoimmunst\u00f6rung sorgt daf\u00fcr, dass das Immunsystem k\u00f6rpereigenes Gewebe angreift: Entz\u00fcndungen, Schmerzen und Organsch\u00e4den sind die Folgen.  \u00a9\u00a0IMAGO \/ Zoonar<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Eine Zelltherapie, die urspr\u00fcnglich aus der Krebsmedizin stammt, hat nun den Krankheitsverlauf eines Patienten mit einer seltenen Autoimmunerkrankung gebremst.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nach 10 Jahren mit Bauchschmerzen, Entz\u00fcndungen und stetigen Einschr\u00e4nkungen kehrt f\u00fcr einen Patienten erstmals wieder Lebensqualit\u00e4t zur\u00fcck. Eine neuartige Zelltherapie brachte eine seltene Autoimmunerkrankung zum Stillstand, gegen die g\u00e4ngige Behandlungen zuletzt kaum noch Wirkung zeigten.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Behandlung erfolgte am\u00a0<a href=\"https:\/\/www.med.ovgu.de\/Presse\/Presse\/Pressemitteilungen\/Von+Bauchschmerzen+zur+innovativen+Zelltherapie.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Universit&#xE4;tsklinikum Magdeburg&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.med.ovgu.de\/Presse\/Presse\/Pressemitteilungen\/Von+Bauchschmerzen+zur+innovativen+Zelltherapie.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:10,&quot;storyElementCount&quot;:38}}\">Universit\u00e4tsklinikum Magdeburg<\/a>. Dort entschied sich ein interdisziplin\u00e4res Team f\u00fcr einen ungew\u00f6hnlichen Schritt. Statt die bestehende Therapie weiter auszudehnen, w\u00e4hlten die \u00c4rzte einen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.journal-of-hepatology.eu\/article\/S0168-8278%2825%2902711-4\/fulltext\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Ansatz&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.journal-of-hepatology.eu\/article\/S0168-8278%2825%2902711-4\/fulltext&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:10,&quot;storyElementCount&quot;:38}}\">Ansatz<\/a>, der bislang vor allem aus der Krebsmedizin bekannt ist.<\/p>\n<p>Wenn bew\u00e4hrte Therapien an ihre Grenzen sto\u00dfen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Patient litt an einer IgG4-assoziierten Erkrankung. Diese seltene Autoimmunst\u00f6rung kann mehrere Organe gleichzeitig betreffen. Das\u00a0Immunsystem\u00a0greift dabei k\u00f6rpereigenes Gewebe an. Entz\u00fcndungen entstehen, Gewebe verh\u00e4rtet sich, Narben bilden sich. Die Funktion betroffener Organe l\u00e4sst mit der Zeit nach. In diesem Fall waren unter anderem Galleng\u00e4nge, Lunge, Bauchspeicheldr\u00fcse und gro\u00dfe Gef\u00e4\u00dfe im Bauchraum betroffen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u00dcber viele Jahre versuchten \u00c4rzte, den Krankheitsverlauf mit etablierten Therapien zu bremsen. Die\u00a0Entz\u00fcndungen\u00a0lie\u00dfen sich zeitweise eind\u00e4mmen, verschwanden aber nicht vollst\u00e4ndig. Die Erkrankung schritt weiter voran. F\u00fcr den Patienten bedeutete das einen Alltag mit Schmerzen, eingeschr\u00e4nkter Belastbarkeit und wachsender Abh\u00e4ngigkeit von medizinischer Betreuung.<\/p>\n<p>Warum eine Zelltherapie bei Autoimmunerkrankungen anders ansetzt<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Als klar wurde, dass die bisherigen Behandlungen keinen dauerhaften Stillstand mehr erreichen, suchte das Team nach Alternativen. Gemeinsam mit dem Patienten fiel die Entscheidung f\u00fcr eine CAR-T-Zelltherapie. Dieses Verfahren kommt bislang vor allem bei bestimmten\u00a0Krebserkrankungen\u00a0zum Einsatz. Bei Autoimmunerkrankungen gilt es noch als experimentell.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">F\u00fcr die Therapie entnehmen \u00c4rzte dem Patienten eigene Abwehrzellen. Diese Zellen werden im Labor gezielt ver\u00e4ndert. Danach k\u00f6nnen sie krankheitsverursachende Immunzellen erkennen und ausschalten. Anschlie\u00dfend gelangen sie zur\u00fcck in den K\u00f6rper. Fachleute sprechen von einem \u201elebendigen Medikament\u201c, weil die Therapie im K\u00f6rper aktiv arbeitet und nicht wie ein klassisches Arzneimittel verabreicht wird.<\/p>\n<p>Messbarer Erfolg statt subjektiver Eindr\u00fccke<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Ein Jahr nach der Behandlung zeigt sich ein stabiles Ergebnis. Es finden sich keine aktiven Entz\u00fcndungszeichen mehr. Eine dauerhafte Unterdr\u00fcckung des Immunsystems ist nicht n\u00f6tig. Die Belastbarkeit des Patienten hat deutlich zugenommen. L\u00e4ngere Reisen, die lange unm\u00f6glich waren, geh\u00f6ren wieder zum Alltag.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Therapieerfolg lie\u00df sich auch objektiv belegen. Moderne bildgebende Verfahren machten den R\u00fcckgang der Entz\u00fcndungsaktivit\u00e4t sichtbar. \u201eDer Therapieerfolg lie\u00df sich nicht nur klinisch sondern auch bildgebend eindeutig nachvollziehen\u201c, sagt Prof. Dr.\u00a0Michael C. Krei\u00dfl.<\/p>\n<p>Warum der Fall international Aufmerksamkeit erh\u00e4lt<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eEin solcher Verlauf ist in dieser schwer behandelbaren Situation au\u00dfergew\u00f6hnlich\u201c, sagt die behandelnde \u00c4rztin Prof.\u00a0Verena Keitel-Anselmino. Mit konventionellen Therapien h\u00e4tte sich diese Stabilit\u00e4t nach ihrer Einsch\u00e4tzung nicht erreichen lassen.<\/p>\n<p>Content-Partnerschaft<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit\u00a0<a href=\"https:\/\/smartup-news.de\/\" target=\"_blank\" class=\"id-import-Link id-pageApi-Link--externalDomain\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;FactBox&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;FactBox InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;smartup-news.de&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/smartup-news.de\/&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:26,&quot;storyElementCount&quot;:38}}\" rel=\"noopener\">smartup-news.de<\/a><\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">International existieren bislang nur sehr wenige vergleichbare Berichte. Neben dem Fall aus Magdeburg gibt es lediglich einen weiteren dokumentierten Einsatz dieser Therapieform bei einer IgG4-assoziierten Erkrankung aus China. Gr\u00f6\u00dfere klinische Studien fehlen bislang.<\/p>\n<p>Was noch offen bleibt<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Unklar ist derzeit, ob, wie und bei welchen Patienten diese\u00a0Therapie\u00a0k\u00fcnftig sinnvoll eingesetzt werden kann. Auch m\u00f6gliche Risiken, Langzeitfolgen und die Dauer der Wirkung m\u00fcssen weiter untersucht werden. Der ver\u00f6ffentlichte Fall liefert wichtige Hinweise, ersetzt aber keine systematische Pr\u00fcfung in Studien.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Hinzu kommt der organisatorische Aufwand. CAR-T-Zelltherapien sind technisch anspruchsvoll und kostenintensiv. Sie erfordern spezialisierte Zentren und erfahrene Teams. Bisher kommen sie vor allem bei bestimmten Krebserkrankungen zum Einsatz. Ob sie sich im Alltag der Autoimmunmedizin etablieren, bleibt offen.<\/p>\n<p>Zusammenarbeit als entscheidender Faktor<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">F\u00fcr Prof.\u00a0Dimitrios Mougiakakos, der ebenfalls mitwirkte, steht ein Punkt im Vordergrund. \u201eDieser Fall zeigt, was m\u00f6glich ist, wenn verschiedene Fachrichtungen eng zusammenarbeiten\u201c, sagt er. In Magdeburg b\u00fcndelten Experten aus H\u00e4matologie, Gastroenterologie, Nuklearmedizin, Radiologie, Pathologie und Pneumologie ihre Erfahrung.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Patient profitiert heute von diesem Ansatz. F\u00fcr andere Betroffene liefert der Fall wertvolle Anhaltspunkte \u2013 und eine realistische Einordnung dessen, was moderne Medizin leisten kann und wo sie noch Antworten finden muss.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Kurz zusammengefasst:<\/strong><\/p>\n<ul class=\"id-StoryElement-list id-StoryElement-list--unordered\">\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Ein Patient mit einer seltenen IgG4-assoziierten Autoimmunerkrankung wurde nach mehr als zehn Jahren Leiden durch eine urspr\u00fcnglich f\u00fcr Krebs entwickelte Zelltherapie erstmals dauerhaft beschwerdefrei, nachdem herk\u00f6mmliche Behandlungen versagt hatten.<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Die Behandlung am Uniklinikum Magdeburg nutzte gezielt ver\u00e4nderte k\u00f6rpereigene Immunzellen, deren Erfolg nicht nur sp\u00fcrbar, sondern auch durch moderne Bildgebung objektiv nachweisbar war.<\/li>\n<li class=\"id-StoryElement-list-item\">Der Fall zeigt gro\u00dfes medizinisches Potenzial, macht aber zugleich deutlich, dass noch unklar ist, ob, wie und bei welchen Patienten diese Therapie k\u00fcnftig eingesetzt werden kann, da belastbare Studien und Langzeitdaten fehlen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Wissen Stand: 01.01.2026, 12:48 Uhr DruckenTeilen Die seltene Autoimmunst\u00f6rung sorgt daf\u00fcr, dass das Immunsystem k\u00f6rpereigenes Gewebe angreift:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":686355,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-686354","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115822500606712802","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/686354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=686354"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/686354\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/686355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=686354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=686354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=686354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}