{"id":686555,"date":"2026-01-02T01:41:28","date_gmt":"2026-01-02T01:41:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686555\/"},"modified":"2026-01-02T01:41:28","modified_gmt":"2026-01-02T01:41:28","slug":"ungarn-verliert-erneut-anspruch-auf-eu-milliardenhilfe-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686555\/","title":{"rendered":"Ungarn verliert erneut Anspruch auf EU-Milliardenhilfe"},"content":{"rendered":"<p>Streit um Rechtsstaatlichkeit <\/p>\n<p>Ungarn verliert erneut Anspruch auf EU-Milliardenhilfe<\/p>\n<p>Aktualisiert am 01.01.2026 &#8211; 08:31 UhrLesedauer: 2 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2026\/01\/0RE6rPmI-DaJ\/0x107:2048x1152\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/schon-ende-2024-verlor-ungarn-anspruch-auf-eu-gelder-in-milliardenhoehe-weil-ungarns-regierungschef-viktor-orban-sich-weigerte-geforderte-rechtsstaatsreformen-umzusetzen.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schon-ende-2024-verlor-ungarn-anspruch-auf-eu-gelder-in-milliardenhoehe-weil-ungarns-regierungschef-.jpeg\" alt=\"EU-Gipfel in Br\u00fcssel\" title=\"EU-Gipfel in Br\u00fcssel\" width=\"2048\" height=\"1152\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex h-full w-full max-w-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Schon Ende 2024 verlor Ungarn Anspruch auf EU-Gelder in Milliardenh\u00f6he, weil Ungarns Regierungschef Viktor Orban sich weigerte, geforderte Rechtsstaatsreformen umzusetzen. (Quelle: Omar Havana\/AP\/dpa\/dpa-bilder)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Unter Regierungschef Viktor Orban verst\u00f6\u00dft Ungarn gegen Grundprinzipien der EU. Das Land verliert deswegen nun erneut Geld. In Br\u00fcssel hofft manch einer, dass sich das bei der n\u00e4chsten Wahl auswirkt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen die Rechtsstaatlichkeit hat <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/ungarn\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ungarn<\/a> den Anspruch auf EU-Hilfen in Milliardenh\u00f6he verloren. F\u00fcr die Freigabe des Geldes h\u00e4tte das Land bis Ende 2025 Reformauflagen umsetzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Bei den nicht mehr verf\u00fcgbaren Mitteln handelt es sich nach Angaben der Europ\u00e4ischen Kommission um mehr als eine Milliarde Euro, die f\u00fcr Ungarn aus Programmen zur F\u00f6rderung strukturschwacher Gebiete vorgesehen waren. Die urspr\u00fcnglich f\u00fcr 2023 vorgesehenen Gelder waren eingefroren worden, weil die Kommission nach Analysen zum Schluss gekommen war, dass Ungarn verschiedene EU-Standards und Grundwerte missachtet.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die festgestellten Verst\u00f6\u00dfe betrafen demnach etwa Defizite bei der Vergabe \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge und Korruptionsbek\u00e4mpfung, Interessenkonflikte sowie das Vorgehen der Staatsanwaltschaft.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Wer EU-Rechtsstaatlichkeit untergr\u00e4bt, kann nicht erwarten, weiterhin EU-Milliarden zu erhalten&#8220;, kommentierte der deutsche FDP-Europaabgeordnete Moritz K\u00f6rner. Der endg\u00fcltige Verlust der Mittel zeige, dass der sogenannte Rechtsstaatsmechanismus kein Papiertiger sei. Er sch\u00fctze die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in ganz Europa.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Gr\u00fcnen-Politiker Daniel Freund kommentierte, der Verlust der Gelder sei furchtbar f\u00fcr all die Ungarinnen und Ungarn, die bessere Krankenh\u00e4user, modernere Schulen und schnelles Internet verdient h\u00e4tten. Die Menschen h\u00e4tten aber nun bei der Parlamentswahl im April die Chance, dem &#8222;Mafia-System ein Ende zu bereiten und Orban zu feuern&#8220;. Dieser sei f\u00fcr die Lage verantwortlich, weil er sich nicht an EU-Recht halte und das EU-Geld seinen Oligarchen-Freunden und seiner Familie in die eigene Tasche stecke.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Sollte Ungarn weiterhin keine ausreichenden Reformen umsetzen, droht in Zukunft der Verlust weiterer Milliardensummen. Nach den Regeln des seit 2021 geltenden EU-Rechtsstaatsmechanismus verfallen dar\u00fcber eingefrorene Gelder am Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Jahr, f\u00fcr das sie eingeplant waren &#8211; sofern der EU-Ministerrat die Blockade nicht aufhebt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Insgesamt wurden nach Angaben des Rats der Mitgliedsstaaten Ende 2022 rund 6,3 Milliarden Euro \u00fcber den Mechanismus aus dem mehrj\u00e4hrigen Gemeinschaftshaushalt der EU von 2021 bis 2027 f\u00fcr Ungarn eingefroren. Eine erste Tranche ebenfalls in H\u00f6he von etwas mehr als Milliarde Euro verfiel bereits Ende 2024, weil Budapest die erforderlichen Reformauflagen nicht umsetzte.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Weitere Milliardensummen f\u00fcr das Land sind teils auch \u00fcber andere Regelungen blockiert. Zuletzt waren nach Kommissionsangaben insgesamt rund 17 Milliarden Euro eingefroren. Ungarns Wirtschaftsleistung lag 2024 bei rund 205 Milliarden Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Streit um Rechtsstaatlichkeit Ungarn verliert erneut Anspruch auf EU-Milliardenhilfe Aktualisiert am 01.01.2026 &#8211; 08:31 UhrLesedauer: 2 Min. 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