{"id":686639,"date":"2026-01-02T02:32:15","date_gmt":"2026-01-02T02:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686639\/"},"modified":"2026-01-02T02:32:15","modified_gmt":"2026-01-02T02:32:15","slug":"neuer-mindestlohn-gilt-wer-in-sh-profitiert-und-wer-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686639\/","title":{"rendered":"Neuer Mindestlohn gilt: Wer in SH profitiert &#8211; und wer nicht"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/geld474.webp.webp\" alt=\"Ein Portemonnaie mit einem ge\u00f6ffneten Kleingeldfach.\" title=\"Ein Portemonnaie mit einem ge\u00f6ffneten Kleingeldfach. | NDR, Julius Matuschik\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Neuer Mindestlohn gilt: Was das f\u00fcr Schleswig-Holstein bedeutet (1 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 02.01.2026 00:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Seit dem 1. Januar gilt der neue Mindestlohn. Besch\u00e4ftigte, auch in Minijobs, verdienen mehr, Preise k\u00f6nnten leicht steigen. Was das f\u00fcr Unternehmen, Angestellte und Verbraucher in Schleswig-Holstein noch bedeutet.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Jennifer Bruhn<\/p>\n<p class=\"\">Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland ist gestiegen. Besch\u00e4ftigte bekommen seit dem 1. Januar mindestens 13,90 Euro brutto pro Stunde. Das sind 1,08 Euro mehr als bisher. Im Jahr 2027 soll der Mindestlohn weiter auf 14,60 Euro steigen. Laut einer <a href=\"https:\/\/www.statistik-nord.de\/fileadmin\/Dokumente\/SI25_111.pdf\" title=\"Statistikamt Nord: Mindestlohn betriffft 230.000 Jobs\" class=\"js-link-dialog\" data-type=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sch\u00e4tzung des Statistikamts Nords<\/a> k\u00f6nnte diese Erh\u00f6hung bei bis zu 230.000 Menschen in Schleswig-Holstein ein h\u00f6heres Einkommen bedeuten &#8211; etwa 19 Prozent der Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>    Friseure verdienen meist schon mehr<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/mindestlohn-314.webp.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/mindestlohn-314.webp.webp\" alt=\"Julia Kriger, Friseurin.\" title=\"Friseursalon-Inhaberin Julia Kriger zahlt ihren Angestellten bereits mehr als den Mindestlohn. | NDR, Jennifer Bruhn\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Friseursalon-Inhaberin Julia Kriger zahlt ihren Angestellten bereits mehr als den Mindestlohn.<\/p>\n<p class=\"\">Im Friseurhandwerk liegt der Lohn oft schon \u00fcber dem Mindestlohn, sagt Julia Kriger, Inhaberin des Friseursalons Marion Mahlich in Kiel. Sie zahlt ihren Angestellten gut 500 bis 600 Euro brutto im Monat \u00fcber dem Mindestlohn. \u00dcblich seien Stundenl\u00f6hne zwischen 15 und 18 Euro. Auch wenn Kriger bereits mehr als den Mindestlohn zahlt, steigen die Preise f\u00fcr ihre Kunden. Der Grund: Auch Produkte, Energie und Mieten werden teurer. Kriger erh\u00f6ht die Preise in ihrem Salon deshalb einmal im Jahr leicht.<\/p>\n<blockquote><p>\n        F\u00fcr den Mindestlohn arbeitet heute kaum noch jemand.<\/p>\n<p>                Julia Kriger, Inhaberin Friseur Marion Mahlich in Kiel<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>    Gastronomie nur indirekt betroffen<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/mindestlohn-312.webp.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/mindestlohn-312.webp.webp\" alt=\"Gregor McDermott.\" title=\"Wirt Gregor McDermott aus Bosau geht davon aus, dass die Ware der Zulieferer mit dem Anstieg der Mindestl\u00f6hne teurer wird. | NDR, Jennifer Bruhn\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Wirt Gregor McDermott aus Bosau geht davon aus, dass die Ware der Zulieferer mit dem Anstieg der Mindestl\u00f6hne teurer wird.<\/p>\n<p class=\"\">Gastronomiebetriebe zahlen ebenfalls bereits mehr als Mindestlohn. Laut dem Deutschen Hotel- und Gastst\u00e4ttenverband e.V.\u00a0(DEHOGA) Schleswig-Holstein liegt der allgemeinverbindliche, tarifliche Einstiegslohn bei 14,97 Euro. Das bedeutet: Der neue Mindestlohn betrifft die Gastronomie-Mitarbeiter nicht direkt. Langfristig rechnen Gastronomen aber trotzdem mit steigenden Preisen &#8211; so wie Gregor McDermott, Inhaber des &#8222;Gasthaus Zum Frohsinn&#8220; in Bosau. Denn: Die Lebensmittelzulieferer, zum Beispiel die der Fleischbranche, sind von dem neuen Mindestlohn betroffen.<\/p>\n<blockquote><p>\n        Es kann sein, dass dann jetzt eine Preissteigerung kommt. Aber wir haben eben den Puffer der Mehrwertsteuerreduzierung, somit d\u00fcrfte sich das alles im Rahmen halten.<\/p>\n<p>                Gregor McDermott, Inhaber Zum Frohsinn in Bosau<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>    G\u00e4ste zeigen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr h\u00f6here Preise<\/p>\n<p class=\"\">Trotz steigender Preise k\u00e4men immer noch viele G\u00e4ste ins Restaurant, so McDermott. Es sei etwas Gesellschaftliches, zusammen essen zu gehen. Aber das Verhalten im Restaurant habe sich etwas ge\u00e4ndert. McDermott berichtet, dass G\u00e4ste nun schon \u00fcberlegen, ob sie noch ein drittes Getr\u00e4nk nehmen. Generell seien sie aber bereit, h\u00f6here Preise f\u00fcr faire L\u00f6hne zu zahlen.<\/p>\n<p>    Gewerkschaft: Arbeit muss zum Leben reichen<\/p>\n<p class=\"\">Der Mindestlohn helfe laut ver.di Nord vor allem den Arbeitnehmern, die nicht so viel verdienen. Menschen m\u00fcssen von ihrer Arbeit leben k\u00f6nnen, so Gewerkschaftsvertreter Frank Schischefsky.<\/p>\n<blockquote><p>\n        Dass ich die Menschen ausbeute, ist kein Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n<p>                Frank Schischefsky (ver.di Nord)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">Jobverluste als Folge der Lohnerh\u00f6hung erwartet Gewerkschaftsvertreter Schischefsky nicht. Denn: Schon bei der Einf\u00fchrung des Mindestlohns Mitte der 2000-er Jahre seien wegen der h\u00f6heren Kosten f\u00fcr Betriebe keine Arbeitspl\u00e4tze verloren gegangen. Unternehmen brauchen auch heute ihre Besch\u00e4ftigten dringend, so Schischefsky.<\/p>\n<p class=\"\">Er sieht au\u00dferdem einen weiteren Vorteil: Mit mehr Geld k\u00f6nnten Besch\u00e4ftigte ihre Miete zahlen, einkaufen oder sich auch mal etwas leisten. Das helfe nicht nur den Menschen selbst, sondern auch der Wirtschaft. Denn wer mehr Geld habe, gebe meist auch mehr aus, so Schischefsky.<\/p>\n<p>    Minijobs und Tarifl\u00f6hne profitieren auch<\/p>\n<p class=\"\">Auch Menschen mit Minijobs haben laut Schischefsky etwas von der Erh\u00f6hung. Sie d\u00fcrfen im Monat nicht mehr als einen festen Betrag verdienen. Steige der Stundenlohn, hei\u00dfe das oft: weniger arbeiten, aber gleich viel verdienen. F\u00fcr viele sei das ein Vorteil, so der Gewerkschaftsvertreter. Laut ihm werden h\u00e4ufig auch die Tarifl\u00f6hne angepasst, wenn der Mindestlohn steigt. Denn: Der Abstand zwischen Mindestlohn und Fachkr\u00e4ftelohn solle bleiben, sodass es m\u00f6glich sei, dass k\u00fcnftig auch Menschen mit h\u00f6herem Lohn mehr Geld bekommen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/geld474.webp.webp\" alt=\"Ein Portemonnaie mit einem ge\u00f6ffneten Kleingeldfach.\" title=\"Ein Portemonnaie mit einem ge\u00f6ffneten Kleingeldfach. | NDR, Julius Matuschik\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Mindestlohn steigt ab Januar 2026 auf 13,90 Euro. Laut Deutschem Gewerkschaftsbund Nord profitieren vor allem Frauen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/fachkraftmangel-100.webp.webp\" alt=\"Ein Lehrling hobelt an einem Holzwerkst\u00fcck.\" title=\"Ein Lehrling hobelt an einem Holzwerkst\u00fcck. | IMAGO \/ Shotshop\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Vor allem steigende Personalkosten und drohende Mehrbelastung der bestehenden Belegschaft bereiten den Unternehmen Sorgen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/gastronomie446.webp.webp\" alt=\"Hochgestellte St\u00fchle in einem Restauran\" title=\"Hochgestellte St\u00fchle in einem Restauran | picture alliance\/dpa , Moritz Frankenberg\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Mehr Geld auch f\u00fcr ungelernte Kr\u00e4fte wie Sch\u00fcler und Studenten: Die Regelungen des allgemeinverbindlichen Tarifvertrags sorgen f\u00fcr Kritik.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/swinkedirk-100.webp.webp\" alt=\"Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD-Landesverbands Niedersachsen\" title=\"Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD-Landesverbands Niedersachsen | NDR, Cordula Kropke\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Dirk Swinke vom Sozialverband Niedersachsen sagte auf NDR Info, der h\u00f6here gesetzliche Mindestlohn sei ein richtiges Signal. Die &#8222;Aktivrente&#8220; sei hingegen ein zweischneidiges Schwert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Neuer Mindestlohn gilt: Was das f\u00fcr Schleswig-Holstein bedeutet (1 Min) Stand: 02.01.2026 00:01 Uhr Seit dem 1.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":686640,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1140,620,29,30,2526,13,6587,57692,378,14,15,12,1971,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-686639","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-arbeit","9":"tag-arbeitsmarkt","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-gewerkschaften","13":"tag-headlines","14":"tag-lohn","15":"tag-lohnerhoehung","16":"tag-mindestlohn","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-schleswig-holstein","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115823165389849599","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/686639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=686639"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/686639\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/686640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=686639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=686639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=686639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}