{"id":686804,"date":"2026-01-02T04:18:26","date_gmt":"2026-01-02T04:18:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686804\/"},"modified":"2026-01-02T04:18:26","modified_gmt":"2026-01-02T04:18:26","slug":"stadtwerke-chef-jens-langensiepen-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/686804\/","title":{"rendered":"Stadtwerke-Chef Jens Langensiepen im Interview"},"content":{"rendered":"<p>Jens Langensiepen hat famili\u00e4re Wurzeln in Castrop-Rauxel, will nirgendwo anders arbeiten, aber definitiv nicht in die Europastadt ziehen: Der Stadtwerke- und CAWUM-Chef im gro\u00dfen Interview.<\/p>\n<p>Herr Langensiepen, wenn man Ihren Namen in Castrop-Rauxel h\u00f6rt, fallen meistens gleich mehrere Funktionen. In welchen \u00c4mtern und Rollen sind Sie hier eigentlich unterwegs?<\/p>\n<p>Das klingt nicht unbedingt nach einem 50:50-Job. Sind Sie \u00fcberwiegend f\u00fcr die Stadtwerke im Einsatz und machen CAWUM \u201enebenbei\u201c?<\/p>\n<p>In der Wahrnehmung der \u00d6ffentlichkeit sieht man Sie \u00f6fter in Ihrer CAWUM-Rolle \u2013 bei Veranstaltungen, Er\u00f6ffnungen, der Wirtschaftslounge. In der Stadtwerke-Funktion treten Sie weniger auf. T\u00e4uscht dieser Eindruck?<\/p>\n<p>\u201ePl\u00f6tzlich wurde mir klar: Ich habe famili\u00e4re Wurzeln in Castrop-Rauxel\u201c<\/p>\n<p>Bevor wir zu den Stadtwerken und zu CAWUM kommen: Wie waren Ihre Ber\u00fchrungspunkte mit Castrop-Rauxel, bevor Sie 2016 hier angefangen haben?<\/p>\n<p>\u201eFormell war der Wechsel ein Risiko \u2013 aber genau der richtige Schritt\u201c<\/p>\n<p>Sie haben Gelsenwasser irgendwann komplett den R\u00fccken gekehrt und sind voll zu den Stadtwerken nach Castrop-Rauxel gewechselt. War das f\u00fcr Sie eher ein Risiko oder eher ein Schritt in Richtung Sicherheit im kommunalen Umfeld?<\/p>\n<p>Hilft es Ihnen in der t\u00e4glichen Arbeit, dass Sie zw\u00f6lf Jahre bei Gelsenwasser waren \u2013 also genau bei dem Partner, mit dem die Stadtwerke Castrop-Rauxel eng verzahnt sind?<\/p>\n<p>\u201eDie \u00dcbernahme von Strom- und Gasnetz war der gr\u00f6\u00dfte Meilenstein\u201c<\/p>\n<p>Was war der gr\u00f6\u00dfte Meilenstein der Stadtwerke seit der Gr\u00fcndung?<\/p>\n<p>Beim Gasnetz gibt es demn\u00e4chst noch eine \u00c4nderung beim Netzbetrieb, oder?<\/p>\n<p>Was bedeutet es f\u00fcr die Stadtwerke, Eigent\u00fcmerin der Netze zu sein \u2013 auch wirtschaftlich?<\/p>\n<p>\u201eJunge Stadtwerke, die so wachsen wie wir, gibt es nicht viele\u201c<\/p>\n<p>K\u00f6nnen die Stadtwerke Castrop-Rauxel auf dem umk\u00e4mpften Energiemarkt mithalten?<\/p>\n<p>Wie viele Kundinnen und Kunden haben die Stadtwerke inzwischen?<\/p>\n<p>Viele wechseln ihren Stromanbieter jedes Jahr wegen Neukundenboni und Lockangeboten. K\u00f6nnen Sie mit solchen Dumpingpreisen mithalten \u2013 oder setzen Sie bewusst auf andere Vorteile?<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Sie wollen gar nicht die Kunden, die jedes Jahr wechseln?<\/p>\n<p>Wie sieht Ihre konkrete Preis- und Treue-Strategie aus?<\/p>\n<p>Rechtsstreit mit E.ON war ein Drahtseilakt<\/p>\n<p>Dann lassen Sie uns \u00fcber den Rechtsstreit mit E.ON sprechen. E.ON war nicht begeistert von Ihrem Vorgehen. Was genau ist passiert \u2013 und was war Ihre Intention?<\/p>\n<p>Kann man im Volksmund sagen: Die Stadtwerke \u2013 oder Sie \u2013 sind f\u00fcr die Castrop-Rauxeler Kundinnen und Kunden einen rechtlichen Drahtseilakt gegangen?<\/p>\n<p>Kurz gefragt: Hat die Aktion nachhaltig geschadet \u2013 oder stehen Sie heute unterm Strich besser da als vorher?<\/p>\n<p>\u201eDie Stadtwerke arbeiten profitabel \u2013 aber sie werden die st\u00e4dtischen 40 Millionen nicht l\u00f6sen\u201c<\/p>\n<p>Wie profitabel sind die Stadtwerke \u2013 und k\u00f6nnen sie die finanzielle Situation der Stadt Castrop-Rauxel sp\u00fcrbar verbessern?<\/p>\n<p>\u201eCAWUM und \u201aCAS kann\u2018: Hidden Champions sichtbar machen\u201c<\/p>\n<p>Kommen wir zu Ihrem zweiten gro\u00dfen Baustein: der Wirtschaft &amp; Marketing Castrop-Rauxel GmbH, kurz CAWUM. Dort haben Sie gerade die Standortkampagne \u201eCAS kann\u201c gestartet. Was steckt dahinter?<\/p>\n<p>Der direkte Nutzen liegt ja vor allem bei den Unternehmen \u2013 Bekanntheit, Fachkr\u00e4ftegewinnung, neue Kooperationen. Was hat der \u201enormale\u201c B\u00fcrger davon?<\/p>\n<p>Auf der Kampagnenseite kann man gut sehen, was Castrop kann. Was braucht Castrop aus wirtschaftlicher Sicht noch?<\/p>\n<p>Castrop-Rauxel liegt eingekesselt zwischen gro\u00dfen St\u00e4dten. Viele Menschen wohnen hier, arbeiten aber in Dortmund oder Bochum. Ist das ein Nachteil im Standortwettbewerb?<\/p>\n<p>Sie sind mit CAWUM auch hauptverantwortlich f\u00fcr viele gro\u00dfe Feste in der Stadt. Dieses Jahr wurde viel gefeiert \u2013 und im kommenden Jahr steht das 100-j\u00e4hrige Stadtjubil\u00e4um von Castrop-Rauxel an. Es gibt Kritik, dass zu viel Geld in Veranstaltungen flie\u00dft. Was sagen Sie denen, die finden, das Geld werde an anderen Stellen dringender gebraucht?<\/p>\n<p>Ein Mitarbeiter von Ihnen hat mal zu mir gesagt: \u201eWer will, kann in Castrop-Rauxel im Sommer jedes Wochenende etwas unternehmen.\u201c Teilen Sie diese Einsch\u00e4tzung?<\/p>\n<p>In Zukunft kommt noch die Forum GmbH als weiterer Bereich dazu. Werden Sie dort alles auf den Kopf stellen?<\/p>\n<p>Es gibt auch Kritik aus der Kulturszene \u2013 zum Beispiel am Weihnachtsdorf. Da hei\u00dft es, die Kleinkunst werde zur\u00fcckgefahren, der Partybereich immer gr\u00f6\u00dfer. Wie gehen Sie damit um?<\/p>\n<p>\u201eIch brauche Freiheitsgrade \u2013 die habe ich hier in Castrop-Rauxel\u201c<\/p>\n<p>Zum Schluss eine pers\u00f6nliche Frage: Sie sind f\u00fcr Ihre Karriere nach Castrop-Rauxel gekommen \u2013 Ihr Lebensmittelpunkt liegt aber nach wie vor nicht hier. Warum bleiben Sie trotzdem \u2013 und warum ziehen Sie nicht ganz nach Castrop-Rauxel?<\/p>\n<p>Und warum wohnen Sie dann nicht hier?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jens Langensiepen hat famili\u00e4re Wurzeln in Castrop-Rauxel, will nirgendwo anders arbeiten, aber definitiv nicht in die Europastadt ziehen:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":686805,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1839],"tags":[7507,3364,29,1149,30,1209,120427],"class_list":{"0":"post-686804","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bochum","8":"tag-bochum","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-energie","12":"tag-germany","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-verbraucher-energie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115823581798430338","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/686804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=686804"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/686804\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/686805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=686804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=686804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=686804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}