{"id":687411,"date":"2026-01-02T10:20:12","date_gmt":"2026-01-02T10:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/687411\/"},"modified":"2026-01-02T10:20:12","modified_gmt":"2026-01-02T10:20:12","slug":"der-umbau-der-energieversorgung-in-leipzig-fuer-das-heizen-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/687411\/","title":{"rendered":"Der Umbau der Energieversorgung in Leipzig f\u00fcr das Heizen \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>An den im vorigen Beitrag genannten Vorgaben zum klimaneutralen Wirtschaften bis 2045 setzt also die W\u00e4rmebedarfsplanung f\u00fcr die Stadt an. Insbesondere ist es f\u00fcr die Haus- und Geb\u00e4ude-Eigent\u00fcmer wichtig zu wissen, mit welchen W\u00e4rmequellen sie f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre rechnen k\u00f6nnen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Letzten Endes sind auch die Mieter und Nutzer \u00fcber die Heizungsumbau- und Betriebskosten davon betroffen.<\/p>\n<p>Es ist also so tiefgr\u00fcndig und so schnell wie m\u00f6glich zu kl\u00e4ren, woher Wohnungen, H\u00e4user, Gewerbeeinrichtungen und Verwaltungen die Heizungsenergie beziehen sollen, denn ein Umbau der Versorgung mit erneuerbarer Heizenergie erfordert hohen baulichen Aufwand, ist zeitraubend und finanziell belastend. Dabei sollte auf eine zukunftsorientierte und wirtschaftliche Heizungsart umgestellt werden.<\/p>\n<p>Dieser Umstellung der Versorgungsleistung muss lange Jahre vorher konzipiert und geplant werden. Der Entwurf der kommunalen W\u00e4rmeplanung sieht f\u00fcr Leipzig das Ziel der klimaneutralen W\u00e4rmeversorgung bis sp\u00e4testens 2038 vor, und das ist schon sehr anspruchsvoll.<\/p>\n<p>Der erste Schritt, <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/12\/der-stadtrat-tagte-leipzig-warmewende-starten-drei-fraktionen-stur-641938\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die kommunale W\u00e4rmeplanung (KWP) bis auf Stra\u00dfe und H\u00e4user genau, soll bis 30.06.2026 durch die Verwaltung vorgelegt werden.<\/a><\/p>\n<p>Im Entwurf des KWP ist zu lesen: \u201eZiel des Leipziger W\u00e4rmeplans ist es, eine strategische Grundsatzplanung f\u00fcr eine nachhaltige und zukunftsweisende W\u00e4rmeversorgung zu schaffen. Dabei entfaltet der W\u00e4rmeplan selbst keine direkte rechtliche Bindungswirkung. Erst durch das aktive und koordinierte Handeln der beteiligten Akteure wird aus der strategischen Planung Realit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Eine erste Orientierung f\u00fcr alle Geb\u00e4ude-Eigent\u00fcmer<\/p>\n<p>Dieser Leipziger W\u00e4rmeplan ist also eine \u00fcber den gesamten Stadtbereich gelegte Planung, ein Vorschlag zur Versorgung der Anlieger in den Wohn- und Gewerbegebieten mit Energien zur W\u00e4rmeerzeugung f\u00fcr das Heizen und die Warmwasserbereitung. Diese Planung ist eine teils gro\u00dfr\u00e4umige, teils kleinteilige Orientierung mit rechtlich nicht unmittelbar festgelegten energetischen Versorgungsvarianten. Die Festlegung f\u00fcr die Heizungsenergie und somit Heizungsanlage trifft letzten Endes der Geb\u00e4ude-Eigent\u00fcmer unter Ber\u00fccksichtigung der vorgesehenen\/geplanten Versorgungsm\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p>Verschiedene energiewirtschaftliche Akteure der Stadt, wie die Stadtwerke Leipzig (LSW), der Netzbetreiber L-Netz Leipzig, sowie die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) haben sich zusammen mit der Stadtverwaltung, im Rahmen dieser Vorplanung mit den Versorgungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr erneuerbare Energien zur W\u00e4rmeversorgung befasst. Ber\u00fccksichtigt wurden dabei auch die Fragen der Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit f\u00fcr die betroffenen Mieter und Nutzer.<\/p>\n<p>Die Stadt gibt mit der W\u00e4rmeplanung die fachspezifischen M\u00f6glichkeiten und Perspektiven vor, auf Grundlage des Standes heutiger Technik und Technologien. Der von der Stadt und deren Tochterfirmen Ende Oktober 2025 ver\u00f6ffentlichte Entwurf zur Kommunalen W\u00e4rmeplanung ist ein recht umfangreiches und sehr fachspezifisches Werk, das nicht jedem Interessenten eing\u00e4ngig und \u00fcberschaubar ist.<\/p>\n<p>Da ein hoher Anteil an Mieterwohnungen in Leipzig besteht, sind vorrangig die Interessen der B\u00fcrger und Nutzer zu ber\u00fccksichtigen.\u00a0Die Umsetzung muss dann durch die Kommune mit der Wirtschaft und B\u00fcrgerschaft abgestimmt und in \u00dcbereinstimmung geplant werden und f\u00fcr alle bezahlbar sein.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrger mitnehmen in die W\u00e4rmezukunft<\/p>\n<p>Die wichtigsten Kriterien bei diesem Umbau sind dabei:<br \/>\u2013 die Sicherstellung der Finanzierbarkeit f\u00fcr die B\u00fcrger, die Wirtschaft und die Kommune,<br \/>\u2013 die Kenntnis und Mitnahme der B\u00fcrger f\u00fcr die erforderliche Umgestaltung,<br \/>\u2013 eine tiefgr\u00fcndige \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Information \u00fcber die Entscheidungsfindungen,<br \/>die Einbeziehung der B\u00fcrger in die erforderlichen Ver\u00e4nderungen und deren Einbindung zur aktiven Mitgestaltung.<\/p>\n<p>Dabei sollten alle erschlie\u00dfbaren W\u00e4rmequellen gleichberechtigt vorgestellt und in einem Auswahlprozess f\u00fcr Heizungsw\u00e4rme f\u00fcr die einzelnen Wohngebiete abgewogen werden. Der Auswahlprozess sollte \u00f6ffentlich erfolgen, mit Wichtung der Argumente F\u00fcr und Wider und mit Zuordnung der Finanzierbarkeit, aus Sicht der Stadtinteressen, aus Sicht der b\u00fcrgerschaftlichen Interessen und aus wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen.<\/p>\n<p>Ein Teil des erforderlichen W\u00e4rme-Umbaus l\u00e4uft \u00fcber die Stadt und deren Tochterunternehmen (LSW, L-Netz, Wasserwerke, LWB u.a..), aber der wahrscheinlich gr\u00f6\u00dfere Anteil des Umbauvolumens der W\u00e4rmewende erfolgt \u00fcber das Engagement der Bewohner, der Geb\u00e4ude-Eigent\u00fcmer, der Wirtschaftsunternehmen und der Handwerker.<\/p>\n<p>Insbesondere die ausf\u00fchrende Seite des Umbaus wie Handwerker, Kleinbetriebe, Verkaufsbereiche, Wirtschaftsunternehmen und Eigent\u00fcmer sowie Mieter sind von der energetisch-technischen Umbauerfordernis zu \u00fcberzeugen. Diese Beteiligten sind in den Umbau unter Ber\u00fccksichtigung deren wirtschaftlicher Interessen und M\u00f6glichkeiten von Anbeginn an einzubeziehen.<\/p>\n<p>Die Information durch die Verwaltung zum Umbau erfolgt \u00fcber sogenannte \u201eMonitoringstrukturen\u201c. Dazu geh\u00f6rt auch die Diskussion zum Entwurf der Kommunalen W\u00e4rmeplanung. Dieser Entwurf ist auf der Webseite der Stadt zu finden unter <a href=\"https:\/\/www.leipzig.de\/leipzig-strategie\/energie-und-klima\/kommunaler-waermeplan\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.leipzig.de\/leipzig-strategie\/energie-und-klima\/ kommunaler-waermeplan<\/a>.<\/p>\n<p>Durch die Stadt sind dazu vielseitige Informationskampagnen vorgesehen, zum Einbeziehen der Betroffenen. Teilweise wurden diese auf der 3. Konferenz zur W\u00e4rmeplanung schon vorgestellt, mit dem Leipziger W\u00e4rmewendekompass und Energie-Atlas. Damit k\u00f6nnen sich Interessierte konkreter zu den Umbauvarianten informieren.<\/p>\n<p>Den einf\u00fchrenden Beitrag zu dieser Serie<a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/verbraucher\/2026\/01\/warme-fur-leipzig-teil-1-planungen-zukunft-warmeversorgung-leipzig-642517\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> findet man hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An den im vorigen Beitrag genannten Vorgaben zum klimaneutralen Wirtschaften bis 2045 setzt also die W\u00e4rmebedarfsplanung f\u00fcr die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":687412,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,627,30,71,859,9430,29657,2171],"class_list":{"0":"post-687411","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-energieversorgung","11":"tag-germany","12":"tag-leipzig","13":"tag-sachsen","14":"tag-stadtwerke-leipzig","15":"tag-waermeplanung","16":"tag-waermewende"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115825007266213612","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/687411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=687411"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/687411\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/687412"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=687411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=687411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=687411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}