{"id":687457,"date":"2026-01-02T10:45:09","date_gmt":"2026-01-02T10:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/687457\/"},"modified":"2026-01-02T10:45:09","modified_gmt":"2026-01-02T10:45:09","slug":"koerperliche-aktivitaet-und-kalorienverbrauch-neue-studie-widerlegt-mythos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/687457\/","title":{"rendered":"K\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t und Kalorienverbrauch: Neue Studie widerlegt Mythos"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Eine neue Studie, die in den Proceedings of the National Academy of Sciences ver\u00f6ffentlicht wurde, liefert starke Beweise daf\u00fcr, dass k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t den t\u00e4glichen Gesamtenergieverbrauch erh\u00f6ht, ohne dass der K\u00f6rper an anderer Stelle Energie einspart. Die von <a href=\"https:\/\/news.vt.edu\/articles\/2025\/10\/hnfe-physical-activity-calorie-burn.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wissenschaftlern der Virginia Tech in Zusammenarbeit mit der University of Aberdeen und der Shenzhen University durchgef\u00fchrte<\/a>\u00a0Untersuchung\u00a0legt nahe, dass mehr Bewegung den Gesamtkalorienverbrauch tats\u00e4chlich steigert.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Studie untersuchte den Gesamtenergieverbrauch von 75 Teilnehmern im Alter von 19 bis 63 Jahren mit sehr unterschiedlichem Aktivit\u00e4tsniveau \u2013 von Bewegungsmangel bis hin zu Ultra-Ausdauerl\u00e4ufern.<\/p>\n<p>Keine Kompensation<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Mithilfe von Isotopen-Tracern und Aktivit\u00e4tsmonitoren fanden die Forscher heraus, dass mehr k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t unabh\u00e4ngig von der K\u00f6rperzusammensetzung direkt mit einem h\u00f6heren Kalorienverbrauch verbunden war. Wichtig ist, dass diese Steigerung nicht dadurch ausgeglichen wurde, dass der K\u00f6rper den Energieverbrauch f\u00fcr andere Funktionen wie Atmung, Blutzirkulation oder Temperaturregulierung reduzierte.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">\u201eUnsere Studie ergab, dass mehr k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t mit einem h\u00f6heren Kalorienverbrauch verbunden ist und dass diese Steigerung nicht dadurch ausgeglichen wird, dass der K\u00f6rper an anderer Stelle weniger Energie verbraucht\u201d, so Hauptautor Kevin Davy, Professor am Department of Human Nutrition, Foods, and Exercise der Virginia Tech.<\/p>\n<p>Additives vs. eingeschr\u00e4nktes Energiemodell<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Ergebnisse sind bedeutsam, denn w\u00e4hrend die gesundheitlichen Vorteile von Sport gut belegt sind, ist weniger dar\u00fcber bekannt, wie sich k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t auf das gesamte \u201eEnergiebudget\u201c eines Menschen auswirkt \u2013 also darauf, wie Kalorien auf die vielen Funktionen des K\u00f6rpers verteilt werden. Forscher diskutieren seit langem, ob der K\u00f6rper Energie wie ein festes Gehalt behandelt und Ressourcen von anderen Aufgaben abzieht, um f\u00fcr mehr Bewegung zu bezahlen, oder eher wie einen flexiblen Bonus, der es erlaubt, dass der Gesamtverbrauch mit zunehmender Aktivit\u00e4t steigt.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Dabei spricht man vom Unterschied zwischen dem eingeschr\u00e4nkten und dem additiven Energiemodell. Der Mythos der Energiekompensation besagt, dass der K\u00f6rper den Energieverbrauch nach dem Sport an anderer Stelle reduziert \u2013 eine Annahme, die diese Studie klar widerlegt. Die aktuellen Ergebnisse liefern starke Belege f\u00fcr das additive Energiemodell: Mehr Bewegung l\u00e4sst den t\u00e4glichen Kalorienverbrauch steigen und es gibt keine Hinweise auf eine signifikante Energiekompensation durch Bewegung.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">\u201eDie Energiebilanz war ein zentraler Punkt der Studie\u201d, bemerkte Hauptautorin Kristen Howard, leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Virginia Tech. \u201eWir untersuchten Personen, die ausreichend mit N\u00e4hrstoffen versorgt waren. Es k\u00f6nnte sein, dass eine scheinbare Kompensation unter extremen Bedingungen eine Unterversorgung widerspiegelt.\u201c<\/p>\n<p>Kein Ausgleichseffekt des K\u00f6rpers nachgewiesen<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Studie fand auch einen starken Zusammenhang zwischen einem h\u00f6heren Aktivit\u00e4tsniveau und weniger Sitzzeit. Einfach ausgedr\u00fcckt: Menschen, die sich mehr bewegen, neigen insgesamt zu weniger Inaktivit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">H\u00e4ufig diskutiert wird die Frage, ob der K\u00f6rper nach dem Training im Ruhezustand weniger Kalorien verbraucht, also ob der Grundumsatz nach Sport sinkt oder der K\u00f6rper den Stoffwechsel \u201eherunterf\u00e4hrt\u201d. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen deutlich: Verbraucht der K\u00f6rper weniger Energie im Ruhezustand nach dem Sport? Nein, die Steigerung des Energieverbrauchs durch Bewegung wird nicht kompensiert und der Grundumsatz bleibt stabil.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Zusammengefasst deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die lang gehegte \u00dcberzeugung, dass mehr Bewegung zu mehr Kalorienverbrauch f\u00fchrt, zutreffender sein k\u00f6nnte als von einigen Experten in den letzten Jahren angenommen. W\u00e4hrend die Ergebnisse eher ein additives Energiemodell st\u00fctzen, sagen die Forscher, dass weitere Untersuchungen n\u00f6tig sind, um individuelle Unterschiede zu verstehen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">\u201eWir brauchen mehr Forschung, um zu verstehen, bei wem und unter welchen Bedingungen eine Energiekompensation auftreten k\u00f6nnte\u201d, sagte Davy. Derzeit sprechen die Beweise jedoch daf\u00fcr, dass der K\u00f6rper die Stoffwechselvorteile von mehr Bewegung nicht aufhebt.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr das Abnehmen durch mehr Bewegung?<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">F\u00fcr Menschen, die ihr Gewicht reduzieren m\u00f6chten, ist diese Erkenntnis besonders wertvoll. Die Ergebnisse zeigen, dass Abnehmen durch mehr Bewegung tats\u00e4chlich funktioniert, weil der Kalorienverbrauch steigt und der K\u00f6rper die verbrannten Kalorien nicht \u201eanderswo\u201c einspart. Wer regelm\u00e4\u00dfig Sport treibt und sich im Alltag mehr bewegt, kann seinen Stoffwechsel anregen und so seinen Gesamtenergieverbrauch dauerhaft erh\u00f6hen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Praktisch bedeutet das: Jede zus\u00e4tzliche Aktivit\u00e4t \u2013 ob Sport, Treppensteigen oder mehr Gehen \u2013 wirkt sich auf den Kalorienverbrauch aus. Der K\u00f6rper unterst\u00fctzt diese Bem\u00fchungen, indem er die zus\u00e4tzliche Bewegung nicht durch Einsparungen an anderer Stelle ausgleicht.<\/p>\n<p>Die Vorteile von Sport werden nicht zunichte gemacht.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">Die Studie widerlegt den Mythos der Energiekompensation und best\u00e4tigt, dass k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t eine effektive Strategie ist, um den Kalorienverbrauch zu erh\u00f6hen und die Gesundheit zu f\u00f6rdern. Ihr K\u00f6rper macht die Vorteile von Sport also nicht zunichte. Steigern Sie deshalb bewusst Ihre Alltagsbewegung, zum Beispiel durch Treppensteigen oder Spazierg\u00e4nge. Jede zus\u00e4tzliche Aktivit\u00e4t tr\u00e4gt dazu bei, Ihren t\u00e4glichen Kalorienverbrauch zu erh\u00f6hen und Sie langfristig fit zu halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine neue Studie, die in den Proceedings of the National Academy of Sciences ver\u00f6ffentlicht wurde, liefert starke Beweise&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":687458,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-687457","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115825103673823359","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/687457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=687457"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/687457\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/687458"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=687457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=687457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=687457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}