{"id":687547,"date":"2026-01-02T11:42:16","date_gmt":"2026-01-02T11:42:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/687547\/"},"modified":"2026-01-02T11:42:16","modified_gmt":"2026-01-02T11:42:16","slug":"auch-die-oper-leipzig-beteiligt-sich-an-tacheles-jahr-der-juedischen-kultur-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/687547\/","title":{"rendered":"Auch die Oper Leipzig beteiligt sich an \u201eTacheles \u2013 Jahr der j\u00fcdischen Kultur\u201c \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Zum Chanukka-Fest startet der Freistaat Sachsen das Themenjahr \u201eTacheles \u2013 Jahr der j\u00fcdischen Kultur\u201c, das vom 14. Dezember 2025 bis zum 12. Dezember 2026 landesweit Veranstaltungen b\u00fcndelt. Die Oper Leipzig beteiligt sich mit einem vielschichtigen Programm. Unter dem engagierten Mix aus Diskurs und Musik sticht eine Premiere der n\u00e4chsten Spielzeit heraus: die deutsche Erstauff\u00fchrung von \u201eDer Hase mit den Bernsteinaugen\u201c.<\/p>\n<p>Hinter dem liebenswerten Titel dieses Musicals verbirgt sich die dramatische Geschichte um eine im Holocaust verschwundene Sammlung \u2013 nach einem Roman des britischen Schriftstellers Edmund de Waal, mit dem zus\u00e4tzlichen Untertitel \u201eDas verborgene Erbe der Familie Ephrussi\u201c. Premiere ist am 28. Februar 2026 in der Musikalischen Kom\u00f6die Leipzig.<\/p>\n<p>Aus dem Repertoire sind die beliebten Inszenierungen von \u201eThe Producers\u201c und \u201eDie Cs\u00e1rd\u00e1sf\u00fcrstin\u201c im Tacheles-Programm, beides bekannte Werke von j\u00fcdischen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern. Doch nur wenige wissen, dass auch die Operette \u201eIm wei\u00dfen R\u00f6ssl\u201c im Nationalsozialismus als \u201eentartetes\u201c Werk verboten wurde und nur noch als reduzierter Musikfilm ohne die Kompositionen der j\u00fcdischen Autoren produziert werden durfte.<\/p>\n<p>Am 28. Februar 2026 findet in Leipzig die Premiere einer neuen Inszenierung statt. Ein Talkabend \u00fcber Klischees am 25. Juni 2026 und der mobile Liederabend \u201eWiegala\u201c runden Tacheles ab, ganz im Sinne des Mottos des Themenjahres \u201eJ\u00fcdisch. S\u00e4chsisch. Mentshlich.\u201c<\/p>\n<p>Bereits vorgestellt wurde die wichtige Publikation \u201eGefeiert und vergessen\u201c der Musikwissenschaftlerin Dr. Allmuth Behrend. Sie hat in einer einzigartigen Recherchearbeit erstmalig 120 Lebenswege \u201erassisch\u201c und politisch verfolgter K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler der Leipziger Oper 1890\u20131933 zusammengestellt.<\/p>\n<p>Und eine besondere Kooperation der Oper Leipzig mit dem Gewandhaus findet am 1. M\u00e4rz 2026 statt: ein Konzert mit Alfred Szendreis Klavierliedern, seiner Kammermusik und Ausz\u00fcgen aus seiner Oper \u201eDer t\u00fcrkisenblaue Garten\u201c \u2013 zur Erinnerung an diesen Leipziger Ausnahmemusiker, der vor 50 Jahren im amerikanischen Exil verstarb.<\/p>\n<p>Kartenw\u00fcnsche k\u00f6nnen online unter <a href=\"http:\/\/oper-leipzig.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">oper-leipzig.de<\/a> erf\u00fcllt werden oder \u00fcber den Besucherservice der Oper Leipzig Di. \u2013 Fr. 10:00 bis 18:00 Uhr, Sa. 12:00 bis 18:00 Uhr, sowohl an der Kasse im Opernhaus als auch telefonisch unter + 49 (0)341-12 61 261.<\/p>\n<p>Die Auff\u00fchrungen zu \u201eTacheles \u2013 Jahr der j\u00fcdischen Kultur\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eIm wei\u00dfen R\u00f6ssl\u201c, Premiere am 28. Februar 2026 in der Musikalischen Kom\u00f6die<\/strong><br \/>Viele von den am sofortigen Erfolg der Urauff\u00fchrung 1930 beteiligten K\u00fcnstler und K\u00fcnstlerinnen gerieten unter dem Nazi-Regime in Todesgefahr und fl\u00fcchteten ins Exil, darunter Erik Charell (Libretto), Robert Gilbert (Liedtexte), Bruno Granichstaedten (Komponist), Camilla Spira (Josepha in der UA), Max Hansen (Leopold in der UA), Ernst Stern (B\u00fchnenbild der UA), und auch der Dirigent Adolf Brenner.<\/p>\n<p>\u201eIm wei\u00dfen R\u00f6ssl\u201c wurde als \u201eentartetes\u201c Werk verboten und durfte 1935 nur als reduzierter Musikfilm ohne die Kompositionen der j\u00fcdischen Autoren produziert werden.<\/p>\n<p><strong>\u201eDer Hase mit den Bernsteinaugen\u201c, Premiere am 17. Oktober 2026 in der Musikalischen Kom\u00f6die Leipzig<\/strong><br \/>Nach der umjubelten Urauff\u00fchrung in Linz erlebt dieses Musical \u2013 nach dem gleichnamigen Buch von Edmund de Waal \u2013 im Herbst 2026 seine deutsche Erstauff\u00fchrung an der Musikalischen Kom\u00f6die. Ein sehr ber\u00fchrender, eindrucksvoller Theaterabend!<\/p>\n<p><strong>\u201eDie Cs\u00e1rd\u00e1sf\u00fcrstin\u201c, 7. und 8. Februar 2026 in der Musikalischen Kom\u00f6die Leipzig<\/strong><br \/>Mit seiner Komposition \u201eCs\u00e1rd\u00e1sf\u00fcrstin\u201c etablierte sich Emmerich K\u00e1lm\u00e1n endg\u00fcltig als einer der ganz Gro\u00dfen in der Traumfabrik der Operette. Aufgrund seiner j\u00fcdischen Herkunft war er jedoch gezwungen, 1938 vor den Nationalsozialisten zu fliehen.<\/p>\n<p><strong>\u201eThe Producers\u201c, Auff\u00fchrungen am 27. und 28. Juni 2026 in der Musikalischen Kom\u00f6die<\/strong><br \/>Das Musical von Mel Brooks ist nicht nur eine Parodie auf Hitler und den Nationalsozialismus, sondern auch auf das Showgesch\u00e4ft und besticht mit bitterb\u00f6sem Humor, der die Grenzen des guten Geschmacks ausreizt.<\/p>\n<p><strong>\u201eAchtung! Achtung! Klischee!\u201c, Talkformat am 25. Juni 2026 im Venussaal der Musikalischen Kom\u00f6die<\/strong><br \/>Wir sind umgeben von Klischees, ob wir uns daran ab-arbeiten, sie bedienen, dar\u00fcber lachen oder infrage stellen. An diesem Diskussionsabend mit Live-Musik forschen wir im Rahmen des Themenjahres \u201eTacheles\u201c nach, welche Klischees rund um die j\u00fcdische Kultur in Operetten und Musicals zu finden sind.<\/p>\n<p><strong>\u201eWiegala\u201c, J\u00fcdischer Liederabend der Oper Leipzig \u201eon tour\u201c<\/strong><br \/>Die Werke des Programms schenken Einblicke in weltpolitische Umst\u00e4nde, aber auch in private Sehns\u00fcchte und Hoffnungen.<\/p>\n<p><strong>Alfred Szendrei zum 50. Todestag, Konzert am 1. M\u00e4rz 2026 im Gewandhaus zu Leipzig<\/strong><br \/>Mit Musikerinnen und Musikern des Gewandhausorchesters und des MDR-Sinfonieorchesters, unter Mitwirkung des Pianisten Jan Philip Schulze und des Solistenensembles der Oper Leipzig! Alfred Szendrei wirkte von 1918 bis 1924 als 1. Kapellmeister am Leipziger Opernhaus, wo seine Oper \u201eDer t\u00fcrkisenblaue Garten\u201c erfolgreich zur Urauff\u00fchrung gelangte.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend war er als Gr\u00fcndungsdirigent des Leipziger Rundfunk-Sinfonieorchesters und -Chores ein vision\u00e4rer Pionier des neuen Mediums Rundfunk. Szendrei wurde 1931 als ungarisch-st\u00e4mmiger Jude aus dem Amt gedr\u00e4ngt und emigrierte in die USA.<\/p>\n<p><strong>\u201eGefeiert und vergessen. J\u00fcdische und im Nationalsozialismus verfolgte K\u00fcnstler an der Leipziger Oper 1890\u20131933\u201c<\/strong><br \/>Die Musikwissenschaftlerin Dr. Allmuth Behrendt hat sich in einer einzigartigen Recherchearbeit auf die Spuren von oftmals vergessenen K\u00fcnstlerbiografien begeben und daraus <a href=\"http:\/\/www.hentrichhentrich.de\/buch-gefeiert-und-vergessen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein Buch gemacht, das im Verlag Hentrich &amp; Hentrich erschienen ist<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Chanukka-Fest startet der Freistaat Sachsen das Themenjahr \u201eTacheles \u2013 Jahr der j\u00fcdischen Kultur\u201c, das vom 14. Dezember&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":687548,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,576,71,29968,859],"class_list":{"0":"post-687547","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-juedisches-leben","12":"tag-leipzig","13":"tag-oper-leipzig","14":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115825327849032436","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/687547","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=687547"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/687547\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/687548"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=687547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=687547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=687547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}