{"id":687719,"date":"2026-01-02T13:17:12","date_gmt":"2026-01-02T13:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/687719\/"},"modified":"2026-01-02T13:17:12","modified_gmt":"2026-01-02T13:17:12","slug":"silvester-schwerstverletzter-junge-in-potsdam-illegale-kugelbombe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/687719\/","title":{"rendered":"Silvester: Schwerstverletzter Junge in Potsdam &#8211; illegale Kugelbombe?"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Ein zw\u00f6lfj\u00e4hriger Junge aus Potsdam ist an Neujahr vermutlich durch eine Kugelbombe massiv verletzt worden. Das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) berichtete, der Junge habe schwere Verletzungen im Bauch, im Unterleib und im Gesicht an mindestens einem Auge und Ohr. Zudem seien beide H\u00e4nde schwer gesch\u00e4digt, ein Daumen konnte nicht gerettet werden, wie ein Sprecher sagte.\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2026-01\/silvester-berlin-verletzungen-kind-boeller-kugelbombe-gxe\" data-ct-label=\"Silvester in Berlin: Kind in Berlin vermutlich durch Kugelbombe schwerstverletzt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Silvester in Berlin:<br \/>\n                        Kind in Berlin vermutlich durch Kugelbombe schwerstverletzt<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2025-12\/polizei-gewerkschaft-silvester-feuerwerk-gefahr-gxe\" data-ct-label=\"Silvesterfeuerwerk: Polizei warnt vor \u00dcbermut beim B\u00f6llern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Silvesterfeuerwerk:<br \/>\n                        Polizei warnt vor \u00dcbermut beim B\u00f6llern<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2025-12\/boellerverbot-silvester-feuerwerk-pyrotechnik-faq\" data-ct-label=\"Silvester: Wie steht es um ein B\u00f6llerverbot?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Silvester:<br \/>\n                        Wie steht es um ein B\u00f6llerverbot?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Junge sei in einem kritischen Zustand eingeliefert worden. Alle Anzeichen spr\u00e4chen f\u00fcr die Explosion einer sogenannten Kugelbombe, sagte der Sprecher.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Polizei in Potsdam berichtete, dass der zw\u00f6lfj\u00e4hrige Junge am Nachmittag des Neujahrstages auf einem Sportplatzgel\u00e4nde im Stadtteil am Stern einen \u00abapfelsinengro\u00dfen Gegenstand\u00bb gefunden und diesen angez\u00fcndet habe. Der Gegenstand sei daraufhin sofort explodiert und habe den Jungen schwer im Gesicht und an der Hand verletzt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Aufgrund der lautstarken Detonation eilten andere Menschen zu dem Fu\u00dfballplatz und leisteten Erste Hilfe. Der schwerstverletzte Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Berliner Unfallkrankenhaus geflogen. Sein dreizehnj\u00e4hriger Begleiter blieb k\u00f6rperlich unverletzt.\u00a0\n<\/p>\n<p>                Ermittlungen wegen Versto\u00dfes gegen das Sprengstoffgesetz        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Polizei fand in Potsdam vor Ort Fragmente eines pyrotechnischen Knallk\u00f6rpers und stellte diese sicher. \u00abErsten Erkenntnissen zufolge konnte bislang nicht rekonstruiert werden, welche Art und Umfang der Knallk\u00f6rper urspr\u00fcnglich, also vor dessen Detonation aufwies\u00bb, sagte der Sprecher. Die Beamten ermitteln nun wegen des Versto\u00dfes gegen das Sprengstoffgesetz.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bereits im vergangenen Jahr war ein siebenj\u00e4hriger Junge in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> von einer Kugelbombe lebensgef\u00e4hrlich verletzt worden. Er wurde notoperiert. Zig Operationen folgten. Der Junge ist heute schwer gezeichnet und k\u00e4mpft um seinen Weg zur\u00fcck ins Leben.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kugelbomben oder auch Feuerwerkskugeln enthalten verschiedene pyrotechnische Mischungen und k\u00f6nnen mehrere Kilogramm wiegen. Wegen der gro\u00dfen Menge an Explosivmasse und ihrer komplexen Funktionsweise sind die Kugeln in Deutschland nicht f\u00fcr den Allgemeingebrauch, sondern ausschlie\u00dflich f\u00fcr staatlich gepr\u00fcfte Pyrotechniker zugelassen. Der Name leitet sich von der kugelf\u00f6rmigen Form ab. Die mit den pyrotechnischen Mischungen gef\u00fcllte H\u00fclle erzeugt bei der Explosion Lichteffekte am Himmel.\n<\/p>\n<p>                        Brauchen \u00abPyrotechnikverbot f\u00fcr den Privatgebrauch\u00bb        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin fordert angesichts der Feuerwerksexzesse erneut ein B\u00f6llerverbot. \u00abWir brauchen ein Pyrotechnikverbot f\u00fcr den Privatgebrauch\u00bb, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro im RBB-Inforadio. Man erlebe als Polizist im Silvestereinsatz eine Szenerie, wo man von \u00fcberall beschossen werde. Es fehle an einer wirklichen Handhabe, um T\u00e4ter hart zu bestrafen und andere abzuschrecken. In der Realit\u00e4t w\u00fcrden viele T\u00e4ter nie eine Anklagebank sehen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Brandenburgs Innenminister Ren\u00e9 Wilke (SPD) brachte erlaubte B\u00f6llerzonen als Alternative zu einem B\u00f6llerverbot ins Gespr\u00e4ch. \u00abVielleicht ist die Idee der Umkehr (durch erlaubte Zonen) die praktikabelste\u00bb, schrieb Wilke bei Instagram. \u00abEs k\u00f6nnte besser kontrolliert werden, was eingesetzt wird.\u00bb Er schlug eine Kontrolle der verwendeten Pyrotechnik an weniger belebten Stellen f\u00fcr eine begrenzte Zeit vor. \u00abSo w\u00fcrden nicht derart viele Menschen (und Tiere) in Mitleidenschaft gezogen werden f\u00fcr den Willen einiger.\u00bb\n<\/p>\n<p>                        \u00abExistierende Gesetze anwenden\u00bb        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Berufsverband Rettungsdienst \u00e4u\u00dfert Zweifel, ob Strafversch\u00e4rfungen f\u00fcr Angriffe auf Helfer abschreckend wirken. Es gebe bereits entsprechende Gesetze f\u00fcr hohe Strafen, die aber nicht angewendet w\u00fcrden, sagte der Verbandsvorsitzende Frank Flake den Zeitungen der Funke Mediengruppe.\u00a0Bis es zu Prozessen komme, dauere es Monate, manchmal Jahre, bis dahin sei das Geschehene schon fast vergessen. \u00abEs w\u00fcrde reichen, wenn wir die existierenden Gesetze anwenden.\u00bb\n<\/p>\n<p>        Bundesjustizministerium will h\u00e4rter vorgehen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kurz vor <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/silvester\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Silvester<\/a> hatte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) einen angek\u00fcndigten Gesetzentwurf zum besseren Schutz von Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskr\u00e4ften vorgelegt. Er sieht h\u00e4rtere Mindeststrafen f\u00fcr Angriffe auf diese Personengruppen vor.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Laut Justizministerium soll es daf\u00fcr k\u00fcnftig Freiheitsstrafen von mindestens sechs statt wie bisher mindestens drei Monaten geben. In besonders schweren F\u00e4llen soll eine Mindeststrafe von einem Jahr statt wie bisher sechs Monaten drohen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch in dieser Silvesternacht kam es in etlichen St\u00e4dten in Deutschland wieder zu Angriffen auf Einsatz- und Rettungskr\u00e4fte. Allein in Berlin z\u00e4hlte die Polizei 35 verletzte Beamte, 2 davon so schwer, dass sie station\u00e4r in Krankenh\u00e4usern aufgenommen werden mussten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260102-930-489299\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein zw\u00f6lfj\u00e4hriger Junge aus Potsdam ist an Neujahr vermutlich durch eine Kugelbombe massiv verletzt worden. 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