{"id":688320,"date":"2026-01-02T18:46:17","date_gmt":"2026-01-02T18:46:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/688320\/"},"modified":"2026-01-02T18:46:17","modified_gmt":"2026-01-02T18:46:17","slug":"wandmalerei-in-innsbruck-entdeckt-tirol-orf-at","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/688320\/","title":{"rendered":"Wandmalerei in Innsbruck entdeckt &#8211; tirol.ORF.at"},"content":{"rendered":"<p>Die Adresse in der Hofgasse gleich neben der kaiserlichen Hofburg in Innsbruck war immer schon prominent. Die \u00e4ltesten Teile des Hauses stammen aus der Zeit der Romanik. 1392 wurde es erstmals als \u201edes langen Hainz Haus\u201c erw\u00e4hnt. Im 16. Jahrhundert residierten hier die Freiherren von Wolkenstein, die das Palais ausbauen lie\u00dfen. Im Zuge der Restaurierung kam im dritten Stock eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Wandmalerei zum Vorschein.<\/p>\n<p>   Fotostrecke mit 5 Bildern<\/p>\n<p>Kleine Sensation in der Innsbrucker Altstadt<\/p>\n<p>Bei der Sanierung des Hauses tauchte unter mehreren Putzschichten durch Zufall eine Wandmalerei auf. Das Bild wird in die 1580er Jahre in die Zeit des Manierismus datiert. Dargestellt ist der Ausblick in eine illusionistische Gartenlandschaft mit Scheinarchitekturen. Im Vordergrund erkennt man rechts eine elegante Dame und in der Mitte ein Kind mit einem blauen Papagei auf dem Arm. Dabei k\u00f6nnte es sich um Familienmitglieder des bisher nicht bekannten Auftraggebers handeln.<\/p>\n<p>Es war eines der letzten Projekte, die Walter Hauser, der ehemalige Tiroler Landeskonservator, betreut hat und es war ein kleiner H\u00f6hepunkt am Ende seiner beruflichen Laufbahn. Das Denkmalamt befindet sich nur wenige Meter entfernt von dem Neufund. \u201eEs war eine gro\u00dfe \u00dcberraschung\u201c, freut sich Hauser. \u201eMalereien wie diese findet man in italienischen Palazzi in der Poebene bis s\u00fcdlich von Rom. In der Innsbrucker Altstadt gibt es nichts Vergleichbares in dieser Zeit.\u201c<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201920%201080'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2833241_bigpicture_1093870_downloadmedium_19.jpg\"  alt=\".\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>      F\u00fcr die Besitzerin, Barbara Stiebleichinger, war die Entdeckung der Wandmalerei eine gro\u00dfe \u00dcberraschung.<\/p>\n<p>Hotel im Denkmal<\/p>\n<p>Die manieristische Wandmalerei wurde von Restauratoren behutsam freigelegt, gereinigt und teilweise retuschiert. Nur eine niedere Verglasung sch\u00fctzt das kostbare Wandbild im Hotelzimmer. Die Besitzerin, Barbara Stiebleichinger hofft auf die Wertsch\u00e4tzung der G\u00e4ste. \u201eIch klopfe auf Holz, dass die G\u00e4ste r\u00fccksichtsvoll damit umgehen\u201c, meint die Bauherrin, \u201ebis dato haben wir keine Probleme gehabt. Ich glaube, der Gast f\u00fchlt schon, dass das hier etwas Besonderes ist.\u201c<\/p>\n<p>In einer Quelle aus dem 16. Jahrhundert wird das Haus als \u201ewolerpaut \u2013 schene Zimber\u201c beschrieben. Die Verwandlung des bereits 1968 unter Denkmalschutz gestellten Geb\u00e4udes in ein Hotel war ein heikler Balanceakt. Es gab intensive Diskussionen um den Einbau von modernen Annehmlichkeiten in die alte Bausubstanz.<\/p>\n<p>Die Hoteliers w\u00fcnschten sich mehr Licht in den R\u00e4umen im obersten Stock.  Doch der Denkmalpfleger wollte den Dachstuhl aus der Barockzeit erhalten. \u201eDas war eine von vielen Fragen, doch am Ende haben wir verstanden, warum der Dachstuhl sichtbar sein sollte. Wir mussten uns den R\u00e4umlichkeiten einfach anpassen.\u201c<\/p>\n<p>   Fotostrecke mit 6 Bildern<\/p>\n<p>Einige Dach\u00f6ffnungen waren aber dann doch erlaubt. Von einer kleinen, in das Grabendach geschnittenen Terrasse f\u00e4llt der Blick auf den Innsbrucker Stadtturm. Das Erscheinungsbild der Altstadt wird dadurch nicht gest\u00f6rt.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201920%201080'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2833281_bigpicture_1093850_downloadmedium_5.jpg\"  alt=\".\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>Neues Leben in alten Gem\u00e4uern<\/p>\n<p>Der Denkmalpfleger Walter Hauser freut sich, dass das alte Haus eine neue Funktion bekommen hat. \u201eDas Besondere an historischen H\u00e4usern ist, dass sie Geschichten erz\u00e4hlen. Wenn man dieses Haus betritt, dann lebt es von der Stimmung des Vergangenen. Das ist genau das, was wir suchen, wenn wir auf Reisen gehen.\u201c<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201920%201080'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2833253_bigpicture_1093864_downloadmedium_21.jpg\"  alt=\".\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>      Der Denkmalpfleger Walter Hauser hat das Projekt betreut.<\/p>\n<p>\u201eWir leben nicht mehr im Mittelalter\u201c, erkl\u00e4rt Hauser. \u201eDamals hat es nach den Latrinen und den Schweinen im Hof gerochen. Heute m\u00fcssen wir gewisse Standards erf\u00fcllen, was die Hygiene, die Barrierefreiheit oder die Betriebssicherheit betrifft.\u201c<\/p>\n<p>All diese Standards in ein historisches Geb\u00e4ude hinein zu zitieren, bedeute in der Regel vieles von dem Objekt zu verlieren. Es gehe darum, einen Plan B zu suchen. Mit gegenseitiger R\u00fccksicht, was Bestand und Neues betreffe, k\u00f6nne man sehr weit kommen. Das zeige dieses Geb\u00e4ude, meint Hauser.<\/p>\n<p>   Fotostrecke mit 3 Bildern<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201920%201080'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2833249_bigpicture_1093869_downloadmedium_23.jpg\"  alt=\".\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>      Das Haus in der Hofgasse schlie\u00dft direkt an die kaiserliche Hofburg an. <\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201920%201080'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2833243_bigpicture_1093868_downloadmedium_24.jpg\"  alt=\".\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>      Die Fassadenmalerei stammt aus der Barockzeit. <\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201920%201080'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2833246_bigpicture_1093867_downloadmedium_22.jpg\"  alt=\".\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>Von der \u00e4ltesten romanischen Mauer bis zu Malereiresten aus dem 20. Jahrhundert \u2013 als sich hier das Gasthaus \u201ezum Meraner\u201c befunden hat, konnten viele Schichten erhalten werden, die viele Geschichten erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Walter Hauser vergleicht die historischen Oberfl\u00e4chen, die das Geb\u00e4ude charakterisieren, mit dem Gesicht eines Menschen. Man sollte sie behutsam behandeln und nicht mit Schminke \u00fcbert\u00fcnchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Adresse in der Hofgasse gleich neben der kaiserlichen Hofburg in Innsbruck war immer schon prominent. 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