{"id":688585,"date":"2026-01-02T21:16:12","date_gmt":"2026-01-02T21:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/688585\/"},"modified":"2026-01-02T21:16:12","modified_gmt":"2026-01-02T21:16:12","slug":"was-bedeutet-das-fuer-stuttgart-muenchen-und-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/688585\/","title":{"rendered":"Was bedeutet das f\u00fcr Stuttgart, M\u00fcnchen und Berlin?"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Knappe Kasse, klamme Kultur? Viele St\u00e4dte in Deutschland starten mit einem klaren Vorsatz in das neue Jahr: Sparen, k\u00fcrzen, streichen. Die Wirtschaftslage bleibt kritisch und auch im Kultursektor wird vielerorts jeder Zuschuss, jede Investition genau \u00fcberpr\u00fcft. Der Druck steigt, vom Bund bis zu den Kommunen. Was bedeutet das f\u00fcr die gro\u00dfen Kulturst\u00e4dte?\n  <\/p>\n<p>            Stuttgart, M\u00fcnchen und Berlin: Wie stark wird an der Kultur gespart?<\/p>\n<ul rel=\"\" class=\"[&amp;&gt;li]:relative list-none  [&amp;&gt;li]:pl-[1.2em] [&amp;&gt;li]:marker:text-[0] [&amp;&gt;li]:relative [&amp;&gt;li]:before:absolute [&amp;&gt;li]:before:w-3 [&amp;&gt;li]:before:h-3 [&amp;&gt;li]:before:bg-brand [&amp;&gt;li]:before:left-0 [&amp;&gt;li]:before:top-[8px] [&amp;&gt;li]:before:rounded-full  my-5\">\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Stuttgart: Harte Aussichten: Mehr als 800 Millionen Euro muss die Stadt Stuttgart in den kommenden zwei Jahren sparen. Das liegt an einer sehr konkreten Krise: Die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt brechen ein, weil die Automobilindustrie schw\u00e4chelt. Porsche und Mercedes-Benz kr\u00e4nkeln, zwei Riesen mit Stammsitz in Stuttgart. Von einer \u201ehistorischen Zwangslage\u201c <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/musik-und-buehne\/kultur-in-stuttgart-unter-druck-was-die-neuen-sparplaene-bedeuten-accg-110805371.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">sprach Fabian Mayer (CDU) in der Frankfurter Allgemeinen<\/a>. Der Kulturb\u00fcrgermeister der Stadt erkl\u00e4rte, dass im Sparplan \u201ekein Bereich au\u00dfen vor gelassen werden kann\u201c.  <\/li>\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Am Schauspiel Stuttgart ging deshalb zuletzt die Angst um, was das f\u00fcr den Haushalt 2026\/27 bedeuten w\u00fcrde. Das Theater sammelte Unterschriften gegen radikale Sparma\u00dfnahmen, \u00fcber 47.000 Stimmen kamen zusammen. \u201eDie Stadt holt jetzt zum Kahlschlag aus\u201c, so zitierte die FAZ den Intendanten des Schauspielhauses, Burkhard C. Kosminski. Seine Bef\u00fcrchtung: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/kommunen-muessen-sparen-das-trifft-das-kulturleben-in-deutschland-113077127\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">K\u00fcrzungen k\u00f6nnten seinen B\u00fchnenbetrieb schon in dieser Spielzeit schwer treffen<\/a>. Theater m\u00fcssen ihr Programm zudem sehr lange im Voraus organisieren, kommende Spielzeiten sind schon fest in Planung. Und dann wieder zur\u00fcckrudern? \u201eK\u00fcrzungen w\u00e4hrend einer laufenden Spielzeit zeugen von echter Unkenntnis und bringen die Institution in gro\u00dfe N\u00f6te\u201c, sagte Kosminski. Dann fiel die Entscheidung am 19. Dezember, im Stuttgarter Rathaus: Mit knapper Mehrheit wurde der Doppelhaushalt beschlossen. Ergebnis? Die Stadt k\u00fcrzt ihren Kulturhaushalt um sechs Prozent. Um circa 9 Millionen Euro in Summe. <\/li>\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Was in Zahlen \u00fcberschaubar klingen mag, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/theater-saison-2025-26-bayern-die-premieren-highlights-im-ueberblick-110665407\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">k\u00f6nnte die Kulturszene wie ein harter Schlag treffen<\/a> \u2013 bef\u00fcrchten kritische Stimmen. Zumal auch so eine Institution wie das Staatstheater Stuttgart, samt seiner Ballett-Compagnie von Weltrang, schon l\u00e4nger unter Druck steht. Der historische Theaterbau von Max Littman soll in kommenden Jahren teuer saniert werden. Aber immerhin, die gro\u00dfe Pleite abgewendet? W\u00e4re der Doppelhaushalt abgelehnt worden, h\u00e4tte Stuttgart wom\u00f6glich ein \u201eShutdown\u201c gebl\u00fcht, fast wie in den USA.\u00a0F\u00fcr alle freiwilligen Leistungen der Stadt d\u00fcrfte in diesem Krisenfall kein Geld ausgezahlt werden. In diese Kategorie f\u00e4llt auch Kulturf\u00f6rderung, <\/li>\n<\/ul>\n<p>            M\u00fcnchen will die schwarze Null halten<\/p>\n<ul rel=\"\" class=\"[&amp;&gt;li]:relative list-none  [&amp;&gt;li]:pl-[1.2em] [&amp;&gt;li]:marker:text-[0] [&amp;&gt;li]:relative [&amp;&gt;li]:before:absolute [&amp;&gt;li]:before:w-3 [&amp;&gt;li]:before:h-3 [&amp;&gt;li]:before:bg-brand [&amp;&gt;li]:before:left-0 [&amp;&gt;li]:before:top-[8px] [&amp;&gt;li]:before:rounded-full  my-5\">\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">M\u00fcnchen: Die Stadt M\u00fcnchen f\u00fchrt 2026 ihren Sparkurs fort. Erkl\u00e4rtes Ziel: die schwarze Null halten, neue Schulden vermeiden. So schlug zuletzt eine konkrete Zahl ein, mit einer Schlagzeile in der S\u00fcddeutschen Zeitung: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-kultur-sparen-millionen-euro-haushalt-li.3345594\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">\u201eM\u00fcnchner Kulturinstitutionen m\u00fcssen 18 Millionen Euro einsparen\u201c<\/a>.\u00a0Zuvor hatte die K\u00e4mmerei sogar gefordert, dass das Kulturreferat gut 23 Millionen Euro streicht, also f\u00fcnf Millionen mehr. Aufatmen an der Isar? \u201eIch bin \u00fcber das Ergebnis froh\u201c, sagt Kulturreferent Marek Wiechers der SZ. Auch M\u00fcnchens Kulturb\u00fcrgermeister Dominik Krause (Die Gr\u00fcnen) zeigt sich erleichtert: \u201eDie geplanten Einsparungen h\u00e4tten M\u00fcnchens Kulturlandschaft nachhaltig besch\u00e4digt.\u201c <\/li>\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Kahlschlag verhindert \u2013 bleiben aber trotzdem 18 Millionen Euro, die gestrichen werden m\u00fcssen. Das Lenbachhaus soll fast 600.000 Euro einsparen, das M\u00fcnchner Stadtmuseum sogar 1,3 Millionen Euro. Ebenfalls betroffen: das J\u00fcdische Museum M\u00fcnchen, das 116.000 Euro k\u00fcrzen muss. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/bankrotterklaerung-flanders-festival-schliesst-tueren-fuer-israelischen-dirigenten-shani-110726900\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">Die M\u00fcnchner Philharmoniker sollen eine halbe Million Euro sparen.<\/a> \u201eEs ist aber selbstverst\u00e4ndlich, dass wir uns an der Konsolidierungssumme des Kulturreferats beteiligen\u201c, sagt ihr Intendant Florian Wiegand. Kritisch klingt die Stimme von Tilman Dost, dem Intendanten der M\u00fcnchner Symphoniker: \u201eWas wegbricht, das kommt meistens nicht wieder. Und insofern ist der Verlust von kultureller Substanz eigentlich dramatisch f\u00fcr eine Gesellschaft.\u201c <\/li>\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Auch die Stadtbibliotheken m\u00fcssen gut 500.000 Euro sparen <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/kultur\/an-diesen-muenchner-kulturinstitutionen-soll-gespart-werden,V5k3zqp\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">und beschreiben in einem Beitrag des BR<\/a>, wie sich das Sparen auswirkt: Etwa 20 Prozent der Stellen in ihren H\u00e4usern seien derzeit nicht besetzt. Die Folge? K\u00fcrzere \u00d6ffnungszeiten an manchen Standorten. Dazu immer wieder spontane Schlie\u00dfungen, weil Personal fehlt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Berlin gibt den eintrittsfreien Museumssonntag auf<\/p>\n<ul rel=\"\" class=\"[&amp;&gt;li]:relative list-none  [&amp;&gt;li]:pl-[1.2em] [&amp;&gt;li]:marker:text-[0] [&amp;&gt;li]:relative [&amp;&gt;li]:before:absolute [&amp;&gt;li]:before:w-3 [&amp;&gt;li]:before:h-3 [&amp;&gt;li]:before:bg-brand [&amp;&gt;li]:before:left-0 [&amp;&gt;li]:before:top-[8px] [&amp;&gt;li]:before:rounded-full  my-5\">\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Berlin:<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/Klaus-Wowereit-Sie-nannten-ihn-Wowi-id32297917.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\"> \u201eBerlin ist arm, aber sexy\u201c, sagte Klaus Wowereit (SPD)<\/a>, als er noch Oberb\u00fcrgermeister der Bundeshauptstadt war. Sein Spruch scheint weiter g\u00fcltig. Hohe Ausgaben, daf\u00fcr sehr viel niedrigere Einnahmen \u2013 die Pr\u00e4sidentin des Berliner Landesrechnungshofs mahnte zuletzt: \u201eDas kann dauerhaft nicht funktionieren.\u201c Deshalb bef\u00fcrchtete die Kulturszene sehr harte Einsparungen. Jetzt aber hat das Abgeordnetenhaus den Doppelhaushalt 2026\/27 verabschiedet \u2013 mit kleinen Erleichterungen f\u00fcr Kunst und Kultur. <\/li>\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Manche angedrohte K\u00fcrzung wurde zur\u00fcckgenommen, zum Beispiel kann die Sanierung der Komischen Oper weitergehen, <a href=\"https:\/\/www.radiodrei.de\/programm\/schema\/sendungen\/radio3_am_nachmittag\/archiv\/20251218_1600\/radio3_aktuell_1610.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">wie der RBB berichtet<\/a>. Pro Jahr will die Stadt Berlin zudem 4 Millionen Euro ausgeben, um noch mehr Musiklehrkr\u00e4fte fest anzustellen. Die Last der K\u00fcrzungen wird dagegen verteilt: Gr\u00f6\u00dfere Theater und B\u00fchnen sollen etwa 3 Prozent sparen, kleinere etwa 1,5 Prozent. St\u00e4rke Einsparungen treffen beispielsweise die Volksb\u00fchne und das Maxim-Gorki-Theater. <\/li>\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Der Berliner Haushalt w\u00e4chst weiter, gut 90 Milliarden will die schwarz-rote Regierung ausgeben. Doch sinkt dabei der Etat f\u00fcr Kultur. Er f\u00e4llt unter die Marke von zwei Prozent. Deshalb wird Widerspruch laut: Im B\u00fcndnis \u201eBerlin ist Kultur \u2013 Kulturabbau verhindern\u201c engagieren sich unter anderem die Volksb\u00fchne und die Berliner Symphoniker. Jetzt \u00e4u\u00dfert sich die Initiative zum Sparprogramm: \u201eWir begr\u00fc\u00dfen, dass K\u00fcrzungen nicht in dem Ausma\u00df umgesetzt wurden wie geplant\u201c, hei\u00dft es. Aber \u201eauch der verabschiedete Haushalt ignoriert reale Kostensteigerungen, Tarifentwicklungen und den tats\u00e4chlichen Bedarf einer wachsenden Stadt.\u201c Die Folgen seien weitreichend: weniger Produktionen an B\u00fchnen, eingeschr\u00e4nkte Programme in Museen, steigende Eintrittspreise, weniger an F\u00f6rderung f\u00fcr freischaffende K\u00fcnstler. \u201eAuch der bereits im laufenden Jahr abgeschaffte eintrittsfreie Museumssonntag wird nicht wieder eingef\u00fchrt.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Veronika Lintner<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Kultur<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Streichkonzert<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Knappe Kasse, klamme Kultur? 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