{"id":689463,"date":"2026-01-03T06:00:14","date_gmt":"2026-01-03T06:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/689463\/"},"modified":"2026-01-03T06:00:14","modified_gmt":"2026-01-03T06:00:14","slug":"welche-wahlen-2026-spannend-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/689463\/","title":{"rendered":"Welche Wahlen 2026 spannend werden"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/wahlkabinen-wahllokal-100.jpg\" alt=\"In einem Wahllokal steht ein Mann hinter einer Wahlkabine.\" title=\"In einem Wahllokal steht ein Mann hinter einer Wahlkabine. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.01.2026 04:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>F\u00fcnf Landtagswahlen k\u00f6nnten 2026 politischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse aufmischen. Umfragen zufolge legt die AfD \u00fcberall kr\u00e4ftig zu, w\u00e4hrend Regierungsparteien zum Teil deutlich nachgeben. Ein Ausblick. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/lang-124.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"J\u00fcrgen P. Lang\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/lang-122.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die AfD im Aufwind auch im Westen, w\u00e4hrend an den Landesregierungen beteiligte Parteien in den Umfragen nachgeben: eine Entwicklung, die die gewohnten politischen Konstellationen im n\u00e4chsten Jahr weiter durcheinanderwirbeln k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wahlforscher Stefan Merz von Infratest dimap rechnet im Gespr\u00e4ch mit tagesschau.de damit, dass Regierungsbildungen komplizierter werden. &#8222;Es ist eine Entwicklung, die seit einiger Zeit anh\u00e4lt. Wir werden kleine lagerinterne Koalitionen, die fr\u00fcher der Regelfall waren, aller Voraussicht nach kaum noch haben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Trend im Osten: Allparteienkoalitionen gegen die AfD oder Minderheitsregierungen, wie wir sie jetzt schon in Th\u00fcringen und Sachsen haben.<\/p>\n<p>    AfD im Umfragehoch, auch Linke k\u00f6nnte 2026 zulegen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der zu erwartende Zuwachs der AfD in den L\u00e4ndern liege vor allem daran, &#8222;dass sie auf der bundespolitischen Ebene im Moment viel mehr Unterst\u00fctzung hat als vor Jahren&#8220;, sagt Merz. Spannend werde sein, ob sich <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundestagswahl\/linke-wahlerfolg-reichinnek-100.html\" title=\"Wahlerfolg der Linken: Ein unerwarteter Freudentaumel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Aufschwung der Linken bei der Bundestagswahl<\/a> in den L\u00e4ndern fortsetzt. Der Einzug der Partei in die Landtage von Baden-W\u00fcrttemberg und Rheinland-Pfalz w\u00e4re eine Premiere.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Stefan Merz rechnet fest damit, dass die AfD kr\u00e4ftig hinzugewinnt. Und auch ein Erstarken der Linken in den L\u00e4ndern h\u00e4lt er f\u00fcr m\u00f6glich. Dass die Regierungsparteien am Wahltag selbst verlieren werden, sei dagegen nicht ausgemacht. Die Popularit\u00e4t des einen oder anderen Ministerpr\u00e4sidenten sei nicht zu untersch\u00e4tzen, was die derzeitigen Umfragewerte am Wahltag &#8222;durchaus kr\u00e4ftig ver\u00e4ndern&#8220; k\u00f6nne.<\/p>\n<p>    Baden-W\u00fcrttemberg: Cem \u00d6zdemir als Ministerpr\u00e4sident?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Wahljahr 2026 beginnt am 8. M\u00e4rz mit den Landtagswahlen in Baden-W\u00fcrttemberg. Derzeit wird das Land von einer gr\u00fcn-schwarzen Koalition regiert. <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/bw-trend\/aktuelle-umfrage-sonntagsfrage-landtagswahl-bw-2026-100.html\" title=\"In der Sonntagsfrage\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In den letzten Umfragen geben die Gr\u00fcnen deutlich nach, w\u00e4hrend die CDU leicht und die AfD kr\u00e4ftig zulegt<\/a>. Wird es im n\u00e4chsten Jahr einen CDU-Ministerpr\u00e4sidenten geben?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Stefan Merz steht das keineswegs fest. &#8222;Die Menschen in Baden-W\u00fcrttemberg bevorzugen ganz eindeutig den gr\u00fcnen Kandidaten Cem \u00d6zdemir als n\u00e4chsten Ministerpr\u00e4sidenten.&#8220; Wenn es ihm gel\u00e4nge, &#8222;die Personenfrage ganz ins Zentrum des Wahlkampfs zu stellen und die Vorbehalte gegen\u00fcber den Gr\u00fcnen, die es gibt, ins Leere laufen zu lassen, dann hat er durchaus die Chance nicht nur auf Platz zwei, sondern sogar auf Platz eins am Wahltag.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein neues Regierungsb\u00fcndnis gibt es <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/aktuelle-umfrage-afd-rechtsextrem-verfassungsschutz-angst-demokratie-sonntagsfrage-cdu-rlp-trend-100.html\" title=\"Im Rheinland-Pfalz-Trend des SWR\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit sehr gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit in Rheinland-Pfalz<\/a>, wo am 22. M\u00e4rz abgestimmt wird. Die bisherige Koalition aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP hat in den letzten Umfragen keine Mehrheit mehr. Denkbar ist ein SPD-CDU-B\u00fcndnis nach der Wahl. &#8222;Aber wer diese Koalition anf\u00fchren wird, da das ist zum jetzigen Zeitpunkt in meinen Augen noch offen&#8220;, sagt Stefan Merz. Auch hier k\u00f6nnten die guten Kopfnoten f\u00fcr den amtierenden Ministerpr\u00e4sidenten Alexander Schweitzer (SPD) den Ausschlag geben. Beide Parteien haben allerdings Gegenwind aus der Bundespolitik zu erwarten.<\/p>\n<p>    Kipppunkt Sachsen-Anhalt: Bricht die Brandmauer?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die W\u00e4hler in Sachsen-Anhalt gelten als die experimentierfreudigsten in Deutschland. Werden sie am 6. September 2026 der AfD zur absoluten Mehrheit verhelfen und damit zum ersten Ministerpr\u00e4sidenten aus den Reihen der Partei? Wahlforscher Merz schr\u00e4nkt ein: &#8222;Ein solches Szenario bietet ein ganz betr\u00e4chtliches Gegenmobilisierungspotenzial. Das haben wir bei ostdeutschen Wahlen schon oft erlebt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr den Fall, dass die AfD die absolute Mehrheit nicht erreicht, h\u00e4lt er eine CDU-gef\u00fchrte Minderheitsregierung derzeit f\u00fcr am realistischsten, &#8222;die sich von der Linken und vielleicht auch dem BSW tolerieren l\u00e4sst. Also ein \u00e4hnliches Modell wie wir es jetzt in Th\u00fcringen und Sachsen haben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bricht in Sachsen-Anhalt die Brandmauer der CDU gegen\u00fcber der AfD, wie gemutma\u00dft wird? Wahlforscher Merz rechnet nicht damit. Je st\u00e4rker die AfD werde, &#8222;desto unwahrscheinlicher ist eine Zusammenarbeit.&#8220; In einer solchen Konstellation w\u00e4re die CDU der Juniorpartner der AfD &#8211; &#8222;und das kann ich mir sowohl in Tolerierung als auch in einer echten Koalition nur schwer vorstellen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wahrscheinlicher als dieses Szenario sei, dass eine von der AfD gef\u00fchrte Minderheitsregierung mit einzelnen Abgeordnete einer anderen Partei Mehrheiten organisiert.<\/p>\n<p>    Minderheitsregierungen als Ost-Standard?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Solange niemand mit der AfD zusammenarbeiten will und die CDU ihren Unvereinbarkeitsbeschluss gegen\u00fcber der Linken aufrechterh\u00e4lt, bleiben im Osten nur Minderheitsregierungen. In Mecklenburg-Vorpommern, wo am 20. September ein neuer Landtag gew\u00e4hlt wird, w\u00e4re es allerdings voraussichtlich eine SPD-gef\u00fchrte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Davon geht Wahlforscher Merz aus. Er sagt: &#8222;Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig ist zwar nicht mehr ganz so popul\u00e4r wie noch vor der letzten Wahl.&#8220; Ihre SPD werde aber &#8222;sehr wahrscheinlich&#8220; vor den anderen Parteien liegen &#8211; mit Ausnahme der AfD.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Bundesland Berlin wird die CDU-SPD-Koalition wohl nicht weitermachen k\u00f6nnen. Zumindest deuten die Umfragen darauf hin, in denen &#8211; dem Bundestrend entsprechend &#8211; AfD und Linke zulegen. &#8222;Es spricht viel daf\u00fcr, dass es in Berlin rechnerisch f\u00fcr eine Mehrheit aus SPD, Gr\u00fcnen und Linken reichen w\u00fcrde&#8220;, sagt Stefan Merz. Zu welcher Koalition es am Ende tats\u00e4chlich kommt, sei &#8222;keine Frage der Mathematik mehr&#8220;, sondern liege in der Entscheidung der m\u00f6glichen Partner. M\u00f6glicherweise stehen SPD und Gr\u00fcne vor der Entscheidung, ob sie Juniorpartner der CDU werden oder Juniorpartner der Linken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.01.2026 04:11 Uhr F\u00fcnf Landtagswahlen k\u00f6nnten 2026 politischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse aufmischen. 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