{"id":689704,"date":"2026-01-03T08:16:12","date_gmt":"2026-01-03T08:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/689704\/"},"modified":"2026-01-03T08:16:12","modified_gmt":"2026-01-03T08:16:12","slug":"wohnungsmarkt-stuttgart-zehn-verlorene-jahre-wohnungsbau-in-stuttgart-kommt-nicht-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/689704\/","title":{"rendered":"Wohnungsmarkt Stuttgart: Zehn verlorene Jahre? Wohnungsbau in Stuttgart kommt nicht voran"},"content":{"rendered":"<p>Die Flaute beim Wohnungsneubau nimmt kein Ende. Die Genehmigungszahlen sind laut einer neuen Studie im Zehnjahresmittel stark r\u00fcckl\u00e4ufig. Was das f\u00fcr Stuttgart bedeutet.<\/p>\n<p>Starker Anstieg der Angebotsmieten auch in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.kritik-an-der-regierung-wird-laut-immobilienpreise-steigen-deutlich-bauturbo-reicht-nicht.aafb96eb-9a23-4c74-9c82-65ee38b6cd81.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ob solche und andere Ma\u00dfnahmen <\/a>greifen und die auch in Stuttgart herrschende Wohnkrise in diesem Land abmildern k\u00f6nnen, bleibt allerdings fraglich. Schlie\u00dflich sind trotz aller bisherigen Regulierungsversuche in Deutschland die Bestandsmieten seit 2013 im Schnitt um 19 Prozent gestiegen, bei Neuvermietungen sogar um 50 Prozent, in Gro\u00dfst\u00e4dten um rund 75 Prozent. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.zoegerliche-wirtschaftspolitik-ifo-chef-fuest-kritisiert-bundesregierung-deutschland-droht-dauerstagnation.28e99f5a-bfc8-4123-9668-f0543d5d5cc4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das ergab eine Studie des M\u00fcnchner ifo-Instituts<\/a>.<\/p>\n<p>Die Forscher haben auch im Einzelnen die Zahlen f\u00fcr die Gro\u00dfst\u00e4dte genannt: so war der Anstieg der Angebotsmieten seit 2013 zu 2025 in Berlin am h\u00f6chsten (plus 108 Prozent); Hamburg, Frankfurt am Main, Stuttgart verzeichneten Zuw\u00e4chse zwischen 55 und 60 Prozent: in Hamburg von 10,56 auf 16,37 Euro je Quadratmeter, in Frankfurt von 11,23 auf 17,65 Euro, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.mieten-in-stuttgart-in-diesen-stadtbezirken-wohnt-man-am-guenstigsten.5ece19e9-45a9-45a8-a7cc-5dd04f0a1e1b.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Stuttgart von 10,17 auf 15,91 Euro je Quadratmeter.<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.mieten-in-stuttgart-in-diesen-stadtbezirken-wohnt-man-am-guenstigsten.5ece19e9-45a9-45a8-a7cc-5dd04f0a1e1b.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.dc94bf12-6cf0-4d45-9f05-4369659623c6.original1024.media.jpeg\"\/>     Geht manchmal doch: Wegen nachhaltiger Energieversorgung und guter Gestaltung preisgekr\u00f6nt \u2013 von a+r Architekten entworfene Wohnh\u00e4user im Rosensteinviertel, Nordbahnhofstra\u00dfe in Stuttgart.    Foto: a+r\/Brigida Gonz\u00e1lez    <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.mieten-in-stuttgart-in-diesen-stadtbezirken-wohnt-man-am-guenstigsten.5ece19e9-45a9-45a8-a7cc-5dd04f0a1e1b.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Laut Studie fehlen 1,2 Millionen Wohnungen im Land <\/p>\n<p>Zugleich werden immer weniger Wohnungen neu gebaut. Laut dem Pestel-Institut fehlen allein in Westdeutschland 1,2 Millionen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.preisgekroente-a-r-architekten-in-stuttgart-architekten-bauen-wohnungen-in-stuttgart-und-ein-hospital-in-myanmar.f58b244e-0c94-4b57-9a73-ebbcaa68839a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wohnungen<\/a>. Die endg\u00fcltigen Zahlen f\u00fcr das vergangene Jahr stehen noch aus, doch das Forscherteam des ifo-Instituts erwartete f\u00fcr 2025 lediglich 205 000 neu gebaute Wohnungen, f\u00fcr das Jahr 2026 rechnete man mit nur noch 185 000, was deutlich unter den Zielen der Ampel liegt. <\/p>\n<p>Die vorherige Ampelkoalition hatte das Ziel von 400 000 neuen Wohnungen pro Jahr ausgegeben. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Fehlleistung sind vielf\u00e4ltig, unter anderem sprechen Experten von einer regelrechten Explosion der Baukosten. <\/p>\n<p>Tr\u00e4ge Baut\u00e4tigkeit in Stuttgart und Region <\/p>\n<p>Eine direkte Folge ist eine tr\u00e4ge Baut\u00e4tigkeit. Was f\u00fcr das ganze Land gilt, entspricht auch der Realit\u00e4t in der baden-w\u00fcrttembergischen Landeshauptstadt. Eine neue Analyse des Marktforschungsinstituts IVD dokumentiert eindr\u00fccklich, in welchem Ausma\u00df der Bau neuer Wohnungen in den vergangenen Jahren best\u00e4ndig zur\u00fcckgegangen ist <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.statistik-im-suedwesten-ist-die-miete-am-teuersten.4d08b057-922c-4fa5-b7f7-9b050d33ea5b.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">und die Krise im Wohnungsbau in Stuttgart<\/a> und der Region zunehmend versch\u00e4rft hat. <\/p>\n<p>Die Betrachtung der j\u00e4hrlichen Genehmigungszahlen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.neuer-chef-des-mietervereins-stuttgart-braucht-geschosswohnungen-statt-reihenhaeuschen.b6a21218-88ea-4446-9b5b-1500c58fc15a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ergibt einen deutlichen R\u00fcckgang der Baut\u00e4tigkeit<\/a>, der sowohl Stuttgart als auch alle Landkreise der Region Stuttgart umfasst. Der Vergleich der prognostizierten Baugenehmigungen f\u00fcr 2025 mit dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre zeigt laut den Immobilienmarktforschern des IVD f\u00fcr Stuttgart klar: In der Landeshauptstadt wurden bis Ende 2025 sch\u00e4tzungsweise 1050 neue Wohneinheiten zum Bau freigegeben. <\/p>\n<p> Baugenehmigungen gehen in Stuttgart um 20 Prozent zur\u00fcck  <\/p>\n<p>Im Vergleich zum langfristigen 10-Jahresmittel von 2015 bis 2024 wird die Zahl nach Angaben der genehmigten Wohneinheiten um rund ein F\u00fcnftel zur\u00fcckgehen. \u201eDie Flaute im Wohnungsneubau hat sich im Jahr 2025 fortgesetzt \u2013 die Baut\u00e4tigkeit wird weiterhin durch ein vergleichsweise hohes Zinsniveau, sehr hohe Baukosten, strenge energetische und baurechtliche Auflagen sowie fehlende F\u00f6rdergelder gebremst\u201c, beschreibt Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, die anhaltend schwierige Lage. <\/p>\n<p>Immerhin, das sollte man hier erw\u00e4hnen, gab es bei den Baugenehmigungen 2025 im Vergleich zum Vorjahr in Stuttgart voraussichtlich ein Plus von 45 Prozent. Das Gesamtbild bleibt dennoch d\u00fcster. Gerade in Ballungszentren wie Stuttgart ist g\u00fcnstiger Wohnraum kaum noch zu finden und der Druck auf die Mieten unvermindert hoch, von einem ausreichenden Angebot an Sozialwohnungen ganz zu schweigen. Der Wohnungsmangel in den Metropolen werde wohl noch Jahre andauern, prognostizieren Branchenexperten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Flaute beim Wohnungsneubau nimmt kein Ende. 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