{"id":689750,"date":"2026-01-03T08:44:22","date_gmt":"2026-01-03T08:44:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/689750\/"},"modified":"2026-01-03T08:44:22","modified_gmt":"2026-01-03T08:44:22","slug":"kubaner-blicken-gebannt-auf-konflikt-zwischen-usa-und-venezuela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/689750\/","title":{"rendered":"Kubaner blicken gebannt auf Konflikt zwischen USA und Venezuela"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/flagge-kuba-100.jpg\" alt=\"Menschen gehen in Havanna an einem Geb\u00e4ude mit der kubanischen Flagge vorbei.\" title=\"Menschen gehen in Havanna an einem Geb\u00e4ude mit der kubanischen Flagge vorbei. | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 02.01.2026 18:34 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Viele Kubaner blicken gebannt nach Venezuela, wo die USA die Regierung des autorit\u00e4ren Pr\u00e4sidenten Maduro massiv unter Druck setzen. Der Konflikt hat Auswirkungen auf den Inselstaat. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/korrespondenten\/barke-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jenny Barke\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/barke-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die USA greifen regelm\u00e4\u00dfig mutma\u00dfliche Drogenboote in der s\u00fcdlichen Karibik und im Pazifik an. US-Pr\u00e4sident Trump droht Venezuela unverhohlen mit Krieg, will den autorit\u00e4r regierenden Pr\u00e4sidenten Nicol\u00e1s\u00a0Maduro st\u00fcrzen. Um ihn und das Regime zu destabilisieren, steigert Trump stetig den Druck, hat im Dezember den Luftraum \u00fcber Venezuela f\u00fcr geschlossen erkl\u00e4rt und eine Seeblockade f\u00fcr sanktionierte \u00d6ltanker verk\u00fcndet, die Venezuela ansteuern oder verlassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Bedrohungsszenario, das auch Folgen f\u00fcr andere Karibikstaaten hat. Ganz konkret Kuba: Denn das sozialistische Land ist existenziell auf \u00d6limporte aus Venezuela angewiesen. Schon jetzt pr\u00e4gen Stromausf\u00e4lle, Treibstoffmangel und Wirtschaftskrise den Alltag. Viele Kubaner f\u00fcrchten, dass eine weitere Eskalation sie direkt trifft.<\/p>\n<p>    Auch Kubas Gesundheitswesen auf Venezuela angewiesen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Jeden Dienstag schwingt Jose Antonio seine steife H\u00fcfte beim Senioren-Aerobic f\u00fcr betagte Kubaner am Rande Havannas. Der 71-J\u00e4hrige ist Diabetiker. Insulin bekommt er zum Gl\u00fcck noch, aber Medikamente f\u00fcr seinen Bluthochdruck, Augentropfen f\u00fcr seine besch\u00e4digte Netzhaut nicht &#8211; in einem Land des gravierenden Mangels Fehlanzeige. Das inzwischen prek\u00e4re Gesundheitswesen sei auf Hilfe aus Venezuela angewiesen, sagt Jose Tiene.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Unsere Beziehung ist seit Beginn der Revolution gut. Das erste Land, was Fidel Castro damals besuchte, war Venezuela. Uns verbindet auch die Vision, dass eine bessere Welt m\u00f6glich ist. Wir haben viele Verbindungen, Handelsbeziehungen, aber auch im Gesundheitswesen. Da wurden Zentren zum gegenseitigen Wohl er\u00f6ffnet&#8220;, sagt der Senior.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Jose lebt allein. Die Kinder sind im Exil. Wie so viele Kubaner haben sie wegen der wirtschaftlichen und politischen Krise die Karibikinsel verlassen. Laut dem in Spanien ans\u00e4ssigen Kubanischen Beobachtungsstelle\u00a0 f\u00fcr Menschenrechte OCDH leben 89 Prozent der Kubaner unterhalb der Armutsgrenze mit nicht mehr als 1,90 Dollar t\u00e4glich. Zu ihnen geh\u00f6rt auch Marta, eine H\u00e4ndlerin in Havanna. Ihr Leid habe auch mit Maduros Regime zu tun, findet sie.<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>                    Mir ist Trump lieber als Maduro<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unter Hugo Chavez h\u00e4tte es dieses Defizit, diese gro\u00dfe Energiekrise nicht gegeben. Es w\u00e4re besser, Maduro w\u00fcrde gest\u00fcrzt werden, meint die H\u00e4ndlerin. F\u00fcr ihre \u00c4u\u00dferung k\u00f6nnte sie in Kuba gro\u00dfe Schwierigkeiten bekommen. Kritik wird rigide bestraft. Deshalb wurde ihr Name ge\u00e4ndert. Sie wird noch deutlicher.<\/p>\n<p>    Touristen bleiben aus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es w\u00e4re sch\u00f6n, die USA w\u00fcrden nach Venezuela auch Kuba helfen. &#8222;Unsere Regierung, wie die in Venezuela, k\u00fcmmert sich nicht um das Volk. Aber ich will, dass es trotzdem friedlich bleibt ohne Krieg&#8220;, sagt die 48-J\u00e4hrige, die Holzfiguren an Touristen verkauft. Doch Touristen bleiben aus, weil die USA gezielt Druck auf Kuba aus\u00fcben und ausl\u00e4ndische Besucher abschrecken.\u00a0<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Sorge in Kuba wegen der Entwicklung im Konflikt zwischen den USA und Venezuela\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">US-Amerikanern verbietet Washington die touristische Reise nach Kuba, Europ\u00e4ern wird nach einem Kuba-Aufenthalt kein leicht zu bekommendes ESTA-Visum mehr f\u00fcr die USA gew\u00e4hrt. Und: \u00d6limporte nach Kuba werden von den USA blockiert. Die aktuellen Seeblockaden venezolanischer \u00d6ltanker k\u00f6nnten die Lage existenziell verschlimmern, sorgt sich der kubanische Politikwissenschaftler Carlos Alzugaray.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ich halte es nicht f\u00fcr sehr wahrscheinlich, aber sollte Trump Maduro st\u00fcrzen und die Opposition kommt in Venezuela an die Macht, dann wird sie nat\u00fcrlich alle Beziehung zu Kuba abbrechen. Das wird kein einfacher Prozess ohne venezolanisches \u00d6l.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der kubanische Gastronom Johan Mach\u00edn Morales hat nicht nur Angst vor den indirekten Folgen. &#8222;Trump k\u00fcndigt ja immer an, dass nach Venezuela Nicaragua und Kuba kommen. Nicaragua und Kuba! Die Situation ist heikel und kann jederzeit eskalieren!&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schon jetzt gibt es fast t\u00e4glich Stromausf\u00e4lle in Kuba, bedingt durch die marode kubanische Infrastruktur und Misswirtschaft der Regierung. Viele Kubaner bef\u00fcrchten, dass die schwierige Lage, die sie bereits durchleben, noch schlimmer werden k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.01.2026 18:34 Uhr Viele Kubaner blicken gebannt nach Venezuela, wo die USA die Regierung des autorit\u00e4ren Pr\u00e4sidenten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":689751,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13,8221,4047,14,15,12,10,8,9,11,64,1700],"class_list":{"0":"post-689750","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-headlines","9":"tag-konflikte","10":"tag-kuba","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-usa","19":"tag-venezuela"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115830290248896950","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/689750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=689750"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/689750\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/689751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=689750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=689750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=689750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}