{"id":689941,"date":"2026-01-03T10:31:21","date_gmt":"2026-01-03T10:31:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/689941\/"},"modified":"2026-01-03T10:31:21","modified_gmt":"2026-01-03T10:31:21","slug":"europa-muss-es-besser-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/689941\/","title":{"rendered":"Europa muss es besser machen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/d59a0238-12f1-43d7-8905-6e94594be820.png\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  undefined\"  width=\"800\" height=\"800\" alt=\"\" loading=\"lazy\" \/><\/p>\n<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">Der alte Kontinent sollte vom Getriebenen wieder zum Gestalter werden. Dazu muss er aber fitter werden. Das geht nicht mit weniger, sondern nur mit mehr Binnenmarkt und Integration.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f95de311-8413-43be-85f5-719b8c9344d5.gif\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"2400\" height=\"1600\" alt=\"\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" \/><\/p>\n<p>Illustration Simon Tanner \/ NZZ<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdncgk492\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Wirklich gut war das vergangene Jahr in Europa nur f\u00fcr jene, die in internationale Aktien anlegten. Der technologielastige Nasdaq hat gegen\u00fcber dem Jahresanfang um 20,5 Prozent im Plus geschlossen. Darin widerspiegelt sich die Erwartung, dass k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) den Techfirmen bald zu grossen Gewinnspr\u00fcngen verhelfen und damit die Verwerfungen von Donald Trumps protektionistischer Wirtschaftspolitik mehr als wettmachen wird.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.<\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p>Selbstverschuldete Defensive<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnenece0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Europa hingegen ist in die Defensive geraten. Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin bombardiert das nach europ\u00e4ischer Freiheit strebende ukrainische Brudervolk unerbittlich. F\u00fcr das Friedensprojekt Europa und seine freiheitlichen Werte hat er nur Verachtung \u00fcbrig. Auch beim traditionellen transatlantischen Alliierten scheint die Sympathie inzwischen an einem erschreckend kleinen Ort zu sein. Donald Trump hat klargemacht, dass ihm ein durch innere Konflikte geschw\u00e4chtes Europa besser behagt als eine um Grossbritannien und eine Koalition der Willigen erg\u00e4nzte EU mit eigenst\u00e4ndigem geopolitischem Profil. Wobei sich dieses schwache Europa gef\u00e4lligst selbst verteidigen und mit dem russischen Diktator ins Benehmen setzen soll.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnfhc3p0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Europa hat sich seine Schw\u00e4che zum gr\u00f6ssten Teil selbst zuzuschreiben. Wollen seine liberalen Demokratien den Launen der Herrscher im Kreml und im Oval Office k\u00fcnftig weniger wehrlos ausgesetzt sein, m\u00fcssen ihre Regierungen mehr Einigkeit zeigen und ihre lange str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigten R\u00fcstungs- und Verteidigungsausgaben schleunigst erh\u00f6hen. Dies in einer Zeit, in der vor allem die grossen L\u00e4nder Frankreich, Grossbritannien, Italien und Spanien ihren finanzpolitischen Spielraum bereits ziemlich \u00fcberdehnt haben.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnhkcfv1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Zu aller Unbill werden auch noch die relativen Kosten des allzu grossz\u00fcgig ausgebauten Sozialstaats mit der rasch fortschreitenden demografischen Alterung kr\u00e4ftig steigen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdpit2i70\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Noch weigern sich grosse Teile der europ\u00e4ischen W\u00e4hler, den Ernst der Lage anzuerkennen. Und so fl\u00fcchtet sich die Politik mit Vorliebe in \u2013 nur kurzfristig billige \u2013 weitere Schulden. Das gilt f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Ukraine ebenso wie f\u00fcr Deutschlands steigende Verteidigungsausgaben. Und in der Schweiz ist selbst die Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben auf mickrige 1 Prozent des Bruttoinlandprodukts bis 2032 immer noch nicht abschliessend gesichert.<\/p>\n<p>Die Produktivit\u00e4tsl\u00fccke schliessen<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdngjgmc0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Um all diese Probleme zu bew\u00e4ltigen, brauchen Europa und seine Nationalstaaten dringend wieder mehr Wirtschaftswachstum.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnnjl2j0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Voraussetzungen daf\u00fcr sind gar nicht schlecht. Europas Bev\u00f6lkerung ist in der Breite relativ gut gebildet. Es gibt viele forschungsstarke Hochschulen und Unternehmen. Die kulturelle Vielfalt des alten Kontinents sichert einen regen Wettbewerb der Ideen \u2013 <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/pro\/wie-innovativ-ist-europa-im-vergleich-zur-usa-die-erfolgreichsten-regionen-ld.1840952\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gemessen an den Patenten<\/a> ist die Innovationskraft vor allem in Nord- und Mitteleuropa teilweise sogar h\u00f6her als in den USA. Das sollte eine schnelle und breite Adaption der neuen KI-Technologien erleichtern. Und ein Sicherheitsnetz europ\u00e4ischer Pr\u00e4gung verhindert krasse soziale Gegens\u00e4tze wie in den USA und k\u00f6nnte den Strukturwandel abfedern.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnoclce0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Doch die Wirtschaftsleistung pro Kopf ist in den USA um gut ein Drittel h\u00f6her als in der EU. Das liegt nicht nur daran, dass die Amerikaner mehr arbeiten. Ihre Produktivit\u00e4t ist bei gleichem Einsatz von Arbeit und Kapital um etwa ein Viertel h\u00f6her. Allerdings war das nicht immer so. Nach dem Zweiten Weltkrieg holten die grossen europ\u00e4ischen L\u00e4nder auf, trieben die Integration voran und vermochten bis 1995 die Produktivit\u00e4tsl\u00fccke gegen\u00fcber den USA fast ganz zu schliessen. Seither ist Amerika Europa aber wieder davongeeilt.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnrgp0i0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Das hat mit zwei grossen Entwicklungen zu tun. Die Kosten f\u00fcr die \u00dcberwindung geografischer Distanz haben sich erheblich verringert. Effizienzvorteile internationaler Spezialisierung und Gr\u00f6ssenvorteile konzentrierter Produktion sind damit umso wichtiger geworden. Grosse sogenannte Superstar-Firmen leisten einen \u00fcberdurchschnittlichen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Produktivit\u00e4t. In den USA sind dies die Techfirmen, in der Schweiz die grossen Pharmakonzerne und Nestl\u00e9. \u00dcberm\u00e4ssige nationale Regulierungen und b\u00fcrokratische B\u00fcrden verhindern jedoch, dass innovative Startup-Firmen in Europa schnell und einfach wachsen k\u00f6nnen. Die EZB-Direktorin Isabel Schnabel kam in <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/key\/date\/2024\/html\/ecb.sp240216~df6f8d9c31.en.html\" rel=\"noopener\">einer bemerkenswerten Rede<\/a> zum Schluss, dass die Produktivit\u00e4t der italienischen Industrie um 15 Prozent h\u00f6her sein k\u00f6nnte, wenn deren Firmen so gross w\u00e4ren wie im globalen Benchmark.<\/p>\n<p>Den Strukturwandel erleichtern<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnriu581\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Zudem hat die IT-Revolution digitale Plattformen wie Google, Microsoft und Meta hervorgebracht, bei denen Netzwerkeffekte eine grosse Rolle spielen. Dort, wo die meisten Nutzer sind, spielt die Musik. Europa hat die Entwicklung der sozialen Netzwerke weitgehend den USA und China \u00fcberlassen. Stattdessen kaprizierte es sich darauf, sie mit Regulierung zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Prompt ist es europ\u00e4ischen Firmen schlechter gelungen, sich die IT-Revolution zunutze zu machen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdns8foc1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Wenn nun KI die Welt nochmals fundamental ver\u00e4ndert, sollte Europa nicht erneut ins Hintertreffen geraten. Zwar stammen die grossen KI-Entwickler haupts\u00e4chlich aus den USA und China. Doch europ\u00e4ische Firmen k\u00f6nnen durch rasche und effiziente Anwendung von KI ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit steigern. Innovation wird dabei nicht nur von den grossen Superstar-Firmen kommen, sondern auch von vielen Startups.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdo6gd8i1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Was also w\u00e4re zu tun? Es gilt, mit dem Abbau von B\u00fcrokratie den Wettbewerb zu st\u00e4rken und interne H\u00fcrden zu beseitigen. Damit man keine Zombie-Firmen erh\u00e4lt, sollte der Marktzugang grenz\u00fcberschreitend erleichtert werden. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/news\/articles\/2024\/12\/15\/sp121624-europes-choice-policies-for-growth-and-resilience\" rel=\"noopener\">sch\u00e4tzt die verbliebenen Handelsbarrieren<\/a> im Intra-EU-G\u00fcterhandel auf ein Zoll\u00e4quivalent von 44 Prozent \u2013 drei Mal so viel wie zwischen den amerikanischen Gliedstaaten und mehr als die amerikanischen Strafz\u00f6lle. F\u00fcr den Dienstleistungshandel errechneten die IWF-\u00d6konomen gar einen Intra-EU-Zollsatz von 110 Prozent.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdpki2ug1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Gel\u00e4nge es, mit einem neuen Binnenmarktprogramm die Handelsh\u00fcrden auf ein Niveau zu senken, wie es zwischen den US-Gliedstaaten existiert, verm\u00f6chte dies bereits die H\u00e4lfte der Produktivit\u00e4tsl\u00fccke zwischen Europa und den USA zu beseitigen. W\u00fcrde zudem die Mobilit\u00e4t der Arbeitskr\u00e4fte im EU-Binnenmarkt auf US-Niveau steigen, k\u00f6nnte sich die gesamtwirtschaftliche Produktivit\u00e4t in Europa <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.elibrary.imf.org\/downloadpdf\/view\/journals\/068\/2025\/005\/article-A001-en.pdf\" rel=\"noopener\">laut dem IWF dauerhaft um 20,2 Prozent<\/a> erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Mehr Subsidiarit\u00e4t \u2013 weniger Nationalismus<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnteise0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Europa braucht einerseits mehr Subsidiarit\u00e4t. Es ist schwer einzusehen, wieso Br\u00fcssel unbedingt f\u00fcr die ganze EU Trinkwasserschutzrichtlinien erlassen und Kriterien f\u00fcr die Definition von Mindestl\u00f6hnen regeln muss. Was von unten geregelt werden kann, ohne grosse grenz\u00fcberschreitende Wettbewerbsverzerrungen auszul\u00f6sen, soll lokal geregelt werden. Das f\u00f6rdert das Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen in die Politik.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdntpd5s0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Europa braucht aber andererseits \u00fcberall dort mehr Integration, wo diese mehr Wettbewerb und Wohlstand generiert und grenz\u00fcberschreitende Aufgaben besser l\u00f6st. Das gilt f\u00fcr den Strommarkt ebenso wie f\u00fcr die Produktion von G\u00fctern und Dienstleistungen im EU-Binnenmarkt. Es gilt aber auch f\u00fcr die F\u00e4higkeit, die besten Talente anzuziehen und marktgerecht zu entlohnen. Gerade hier k\u00f6nnte Europa gegen\u00fcber den USA aufholen. Und es gilt f\u00fcr den Markt f\u00fcr Wagniskapital und f\u00fcr Bankenfinanzierungen, der st\u00e4rker transnational werden sollte. Die Schweiz braucht dazu ein einvernehmlich geregeltes Verh\u00e4ltnis mit der EU, die Personenfreiz\u00fcgigkeit und die neuen bilateralen Vertr\u00e4ge.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnumr471\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Weniger Nationalismus w\u00e4re selbst in der Forschung angezeigt und erst recht in der R\u00fcstungs- und Sicherheitspolitik. Die europ\u00e4ischen Nato-Staaten geben zusammen bereits jetzt zweieinhalbmal so viel f\u00fcr ihr Milit\u00e4r aus wie Russland. Doch sie tun dies h\u00f6chst ineffizient, weil jeder seine eigene Industrie sch\u00fctzt. Und weil zu wenig Gelder f\u00fcr die R\u00fcstungstechnologie von morgen aufgewendet werden. Eine europ\u00e4isch koordinierte, stark wettbewerbsorientierte Forschungspolitik nach amerikanischem Vorbild k\u00f6nnte dies \u00e4ndern und w\u00fcrde bestimmt auch zu mehr Innovation im zivilen Sektor f\u00fchren.<\/p>\n<p>Offenheit und Risikobereitschaft<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdnubntp0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">2026 sollte Europa vom Getriebenen wieder zum Gestalter werden. Die europ\u00e4ische Integration war und ist in ihrem Kern ein wirtschaftsliberales Binnenmarktprojekt. Mehr Wachstum und Wohlstand werden zwar nicht alle Probleme l\u00f6sen, k\u00f6nnen aber vieles einfacher machen. Dazu braucht es in den wohlstandsverw\u00f6hnten L\u00e4ndern wieder mehr Leistungsanreize, Offenheit gegen\u00fcber dem Strukturwandel (Deutschland wird nicht mehr am Verbrennermotor und der Chemie genesen), Risikobereitschaft und Freude am Unternehmertum.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jdodeoh81\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-team-paragraph=\"true\">Fr\u00fcher war nicht alles besser. Morgen wird es besser. Europa muss nur wieder wollen. Damit die fr\u00f6hlichsten Nachrichten nicht l\u00e4nger von der amerikanischen B\u00f6rse stammen.<\/p>\n<p class=\"text-xs font-medium\">Volker von Unruh<\/p>\n<p>vor 28 Minuten<\/p>\n<p>Eine F\u00fchrung eines Kontinents in einer entfernten Hauptstadt mit nicht kontrollierbaren Institutionen f\u00fchrt zu Ineffizienz, Abschottung, Verwendung von unqualizierten Personalien, Anf\u00e4lligkeit von Beeinflussung und Machterhaltstendenzen.<br \/>\nDies verst\u00e4rkt sich, je gr\u00f6\u00dfer Einheit wird.<br \/>\nDas Dilemma des Riesenstaates EU.<\/p>\n<p class=\"text-xs font-medium\">Werner Haidenthaler<\/p>\n<p>vor 41 Minuten1 Empfehlung<\/p>\n<p>Der Kontinent hat sich aus Angst vor nationaler Verzwergung in eine gr\u00f6\u00dfere Einheit gefl\u00fcchtet die sich als hypertrophes Regulierungsregime entpuppt hat und nun ohne Macht und Wirkung nach au\u00dfen vegetiert, aber den L\u00e4ndern ihre Freiheit und Eigenverantwortung sich im autonomen Wettbewerb zu entfalten, genommen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der alte Kontinent sollte vom Getriebenen wieder zum Gestalter werden. 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