{"id":690062,"date":"2026-01-03T11:39:10","date_gmt":"2026-01-03T11:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/690062\/"},"modified":"2026-01-03T11:39:10","modified_gmt":"2026-01-03T11:39:10","slug":"usa-wollen-maduro-zur-rechenschaft-ziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/690062\/","title":{"rendered":"USA wollen Maduro zur Rechenschaft ziehen"},"content":{"rendered":"<p>Washington (dpa) &#8211; Der von US-Streitkr\u00e4ften gefasste venezolanische Staatschef Nicol\u00e1s Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Au\u00dfenminister Christopher Landau f\u00fcr seine \u00abVerbrechen\u00bb zur Rechenschaft gezogen. \u00abDer Tyrann ist gest\u00fcrzt\u00bb, schrieb Landau auf X. Maduro war in den USA schon 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Zudem setzte die US-Regierung eine Art Kopfgeld auf ihn aus.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Samstagmorgen hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social einen gro\u00dfangelegten Angriff auf Venezuela best\u00e4tigt, bei dem der Staatschef Maduro und dessen Ehefrau gefasst und au\u00dfer Landes gebracht worden seien. F\u00fcr 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MEZ) k\u00fcndigte er eine Pressekonferenz an. Dann sollen Details bekanntgemacht werden.\u00a0<\/p>\n<p>Venezuela spricht von toten Soldaten und Zivilisten<\/p>\n<p>Bei dem US-Angriff in Venezuela kamen nach Regierungsangaben sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben. \u00abWir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat\u00bb, sagte Venezuelas Vizepr\u00e4sidentin Delcy Rodr\u00edguez im Staatsfernsehen.\u00a0<\/p>\n<p>US-Au\u00dfenminister Marco Rubio soll nach Angaben des republikanischen Senators von Utah, Mike Lee, angek\u00fcndigt haben, dass Maduro in den USA vor Gericht gestellt werden soll. Die Milit\u00e4rschl\u00e4ge wurden demnach \u00abzum Schutz und zur Verteidigung\u00bb derer ausgef\u00fchrt, die den Haftbefehl vollstreckten. Lee, der zun\u00e4chst Zweifel an der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des US-Vorgehens ge\u00e4u\u00dfert hatte, zeigte sich damit zufrieden. Das falle wohl unter Artikel zwei der US-Verfassung, wonach US-Milit\u00e4rangeh\u00f6rige vor Angriffen oder bevorstehenden Angriffen gesch\u00fctzt werden d\u00fcrfen, so Lee nach einem entsprechenden Telefonat mit Rubio. Rubio habe zudem gesagt, dass es keine weiteren Angriffe auf Venezuela geben werde.<\/p>\n<p>Maduro: USA wollen Machtwechsel erzwingen<\/p>\n<p>Venezuelas autorit\u00e4rer Staatschef Maduro wirft den USA schon lange vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Nach seiner von Betrugsvorw\u00fcrfen \u00fcberschatteten Wiederwahl 2024 erkannte die Regierung in Washington den Linkspolitiker nicht mehr als rechtm\u00e4\u00dfigen Staatschef an.\u00a0<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gehen die US-Beh\u00f6rden davon aus, dass Maduro in Drogengesch\u00e4fte verwickelt ist. F\u00fcr Informationen, die zu seiner Festnahme f\u00fchren, hatten die USA eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) ausgesetzt.<\/p>\n<p>Angriffe wohl auf Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte und H\u00e4fen<\/p>\n<p>Die Luftangriffe richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte, Flugpl\u00e4tze, Kommunikationsanlagen und H\u00e4fen. Unter anderem soll Fuerte Tiuna &#8211; die wichtigste Milit\u00e4rbasis des Landes &#8211; in Caracas angegriffen worden sein. In venezolanischen Medien und sozialen Netzwerken waren Aufnahmen von Explosionen und Rauchs\u00e4ulen in der Hauptstadt Caracas zu sehen.<\/p>\n<p>Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein St\u00fctzpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber \u00fcber die n\u00e4chtliche Stadt fliegen. Nahe dem Pr\u00e4sidentenpalast Miraflores waren gepanzerte Fahrzeuge der venezolanischen Sicherheitskr\u00e4fte zu sehen.<\/p>\n<p>Die venezolanische Regierung verurteilte die Milit\u00e4rschl\u00e4ge. Sie stellten eine Verletzung der UN-Charta dar, hie\u00df es in einer Mitteilung. Ziel der USA sei es, sich die Bodensch\u00e4tze &#8211; wie die gro\u00dfen \u00d6lvorkommen &#8211; Venezuelas anzueignen und einen Regierungswechsel zu erzwingen. \u00abDas wird ihnen nicht gelingen\u00bb, hie\u00df es in der Mitteilung.\u00a0<\/p>\n<p>CBS: Trump segnete Angriffe bereits vor Tagen ab<\/p>\n<p>Einem Medienbericht zufolge hatte Trump bereits vor Tagen gr\u00fcnes Licht f\u00fcr Angriffe auf Venezuela erteilt. Milit\u00e4rvertreter h\u00e4tten erwogen, die Attacken an Weihnachten durchzuf\u00fchren, berichtete der US-Nachrichtensender CBS News unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Aufgrund der US-Luftschl\u00e4ge in Nigeria gegen Ziele des Islamischen Staates (IS) seien die Pl\u00e4ne dann allerdings verschoben worden.\u00a0<\/p>\n<p>USA haben massive Streitmacht vor Venezuela zusammengezogen<\/p>\n<p>Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war in den letzten Monaten eskaliert. Seit September hatte das US-Milit\u00e4r in der Karibik und im Pazifik mehrfach angeblich mit Drogen beladene Boote angegriffen. Dabei wurden nach US-Regierungsangaben mehr als 100 Menschen get\u00f6tet.\u00a0<\/p>\n<p>Zuletzt hatten US-Streitkr\u00e4fte Trump zufolge einen angeblichen \u00abDrogenumschlagplatz\u00bb in Venezuela angegriffen. \u00abEs gab eine gro\u00dfe Explosion im Hafengebiet, wo die Boote mit Drogen beladen werden\u00bb, sagte er.<\/p>\n<p>Zudem bauten die US-Streitkr\u00e4fte ihre Pr\u00e4senz in der Karibik massiv aus. Unter anderem wurden zus\u00e4tzliche Kampfflugzeuge und der weltgr\u00f6\u00dfte Flugzeugtr\u00e4ger \u00abUSS Gerald R. Ford\u00bb &#8211; begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber &#8211; in die Region verlegt. Offiziell richtet sich der Einsatz \u00abS\u00fcdlicher Speer\u00bb (\u00abSouthern Spear\u00bb) gegen den Drogenschmuggel.<\/p>\n<p>Allerdings gilt Venezuela nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland &#8211; und zwar vor allem f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt. Nach Einsch\u00e4tzung von Experten ist die Streitmacht f\u00fcr einen Einsatz gegen Drogenschmuggler \u00fcberdimensioniert.\u00a0<\/p>\n<p>Weltgr\u00f6\u00dfte \u00d6lreserven in Venezuela<\/p>\n<p>Maduro wiederum unterstellt den USA, es auf Venezuelas riesige \u00d6lreserven abgesehen zu haben. Das s\u00fcdamerikanische Land verf\u00fcgt mit sch\u00e4tzungsweise 303 Milliarden Barrel (je 159 Liter) \u00fcber die gr\u00f6\u00dften \u00d6lreserven der Welt. Wegen Sanktionen, Missmanagement und fehlender Investitionen bleibt die F\u00f6rderung allerdings weit hinter den M\u00f6glichkeiten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das legen auch mehrere Man\u00f6ver nahe, bei denen die USA zwei \u00d6ltanker vor der K\u00fcste Venezuelas unter ihre Kontrolle gebracht haben. Bei einem dritten Tanker hatten die Streitkr\u00e4fte es zumindest versucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington (dpa) &#8211; Der von US-Streitkr\u00e4ften gefasste venezolanische Staatschef Nicol\u00e1s Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Au\u00dfenminister Christopher Landau&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":690063,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,8221,9375,8970,1209,64,1700],"class_list":{"0":"post-690062","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-konflikte","12":"tag-militr","13":"tag-muenster","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-usa","16":"tag-venezuela"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115830978475968512","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/690062","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=690062"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/690062\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/690063"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=690062"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=690062"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=690062"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}