{"id":692185,"date":"2026-01-04T08:53:16","date_gmt":"2026-01-04T08:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692185\/"},"modified":"2026-01-04T08:53:16","modified_gmt":"2026-01-04T08:53:16","slug":"mit-diesem-justizfaellen-beginnt-das-jahr-in-sachsen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692185\/","title":{"rendered":"Mit diesem Justizf\u00e4llen beginnt das Jahr in Sachsen"},"content":{"rendered":"<p>Das neue Jahr beginnt in Sachsen mit mehreren gro\u00dfen Gerichtsprozessen. Verhandelt wird im Januar \u00fcber den gewaltsamen Tod einer 21-J\u00e4hrigen und eines s\u00e4chsischen Polizisten. Au\u00dferdem geht es um den m\u00f6glichen Hitlergru\u00df der Schlagers\u00e4ngerin Melanie M\u00fcller und eine terroristische Vereinigung. Diese F\u00e4lle sorgten bundesweit f\u00fcr Schlagzeilen:<\/p>\n<p>21-J\u00e4hrige im Wald bei Dresden get\u00f6tet<\/p>\n<p>\u00dcber den gewaltsamen Tod einer 21-j\u00e4hrigen Magdeburgerin in einem Wald n\u00f6rdlich von Dresden verhandelt das Landgericht Dresden ab dem 7. Januar hinter verschlossenen T\u00fcren. Angeklagt ist ein junger Mann, der unweit des Fundorts der Leiche festgenommen wurde. Da er zum Tatzeitpunkt 16 Jahre alt und damit minderj\u00e4hrig war, ist die Verhandlung nicht \u00f6ffentlich. Der Angeklagte und das Opfer sollen sich gekannt haben.<\/p>\n<p>Die damals 21 Jahre alte in Magdeburg geborene Emma hatte zuletzt in Dresden gelebt, sie war im vergangenen Mai in dem Wald nord\u00f6stlich der Stadt gefunden worden. Rechtsmedizinischen Erkenntnissen nach verblutete die junge Frau aufgrund von Stichverletzungen. Zuvor hatte die Polizei in der N\u00e4he des Tatorts zwei illegale Techno-Partys aufgel\u00f6st.\u00a0<\/p>\n<p>Das Verfahren gegen den jugendlichen Tatverd\u00e4chtigen ist ein Sicherungsverfahren, das eingeleitet wird, wenn es Hinweise darauf gibt, dass ein mutma\u00dflicher T\u00e4ter zum Tatzeitpunkt nicht schuldf\u00e4hig war.<\/p>\n<p>Melanie M\u00fcller wehrt sich gegen Urteil zu Hitlergru\u00df<\/p>\n<p>Am 12. Januar steht eine Entscheidung im Berufungsprozess der Schlagers\u00e4ngerin Melanie M\u00fcller an. Im August 2024 wurde M\u00fcller wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie Drogenbesitzes zu einer Gesamtgeldstrafe von 160 Tagess\u00e4tzen zu je 500 Euro, also 80.000 Euro, verurteilt. Dagegen hatte die 37-J\u00e4hrige Berufung eingelegt. Ihre Verteidigung will einen Freispruch erreichen.\u00a0<\/p>\n<p>Die fr\u00fchere RTL-Dschungelk\u00f6nigin soll bei einem Konzert in Leipzig im September 2022 mehrmals den Hitlergru\u00df gezeigt haben. Beim Auftakt des Berufungsprozesses in Leipzig wies sie diesen Vorwurf zur\u00fcck. Zudem hatten Ermittler bei einer Durchsuchung von M\u00fcllers Wohnung 0,69 Gramm Kokaingemisch und eine Ecstasy-Tablette entdeckt. Laut Angaben ihres Anwaltes geh\u00f6rten die Drogen einer Freundin.<\/p>\n<p>Dresdner Polizist bei Fahndung nach Autodieben get\u00f6tet<\/p>\n<p>Nach dem gewaltsamen Tod eines Polizisten im brandenburgischen Lauchhammer beginnt am 14. Januar der Prozess gegen einen 27-j\u00e4hrigen Angeklagten. Verhandelt wird am Landgericht Cottbus.\u00a0<\/p>\n<p>Die Staatsanwaltschaft Cottbus wirft dem Mann Mord zur Verdeckung einer Straftat vor. Den Ermittlungen zufolge hatte der Angeklagte den Oberkommissar bei einer Fahrzeugkontrolle im Rahmen einer Fahndung gegen Autodiebe Anfang Januar 2025 angefahren. Der 32-j\u00e4hrige Polizist starb noch vor Ort.\u00a0<\/p>\n<p>Der Todesfall hatte f\u00fcr gro\u00dfe Best\u00fcrzung und viel Anteilnahme gesorgt. An einem Trauermarsch Ende Januar 2024 in Dresden &#8211; der Heimatstadt des Verstorbenen &#8211; nahmen mehr als 1.000 Kollegen sowie Kameraden der Feuerwehr teil. Zur Trauerfeier in der Kreuzkirche kamen die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sowie die Ministerpr\u00e4sidenten von Sachsen und Brandenburg, Michael Kretschmer (CDU) und Dietmar Woidke (SPD).<\/p>\n<p>S\u00e4chsische Separatisten<\/p>\n<p>Noch unklar ist, wann genau der Prozess gegen acht mutma\u00dfliche Mitglieder der militanten Neonazi-Gruppe \u00abS\u00e4chsische Separatisten\u00bb beginnt. Das OLG er\u00f6ffnete Mitte Dezember ein Hauptverfahren gegen acht mutma\u00dfliche Mitglieder der militanten Neonazi-Gruppe und will die Verhandlungstermine noch bekanntgeben.<\/p>\n<p>Die acht Angeklagten m\u00fcssen sich unter anderem wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverr\u00e4terischen Unternehmens verantworten. Sie sollen laut Anklage der Bundesanwaltschaft rassistische, antisemitische und teilweise apokalyptische \u00dcberzeugungen vertreten haben.\u00a0<\/p>\n<p>Sie seien \u00fcberzeugt gewesen, dass ein unbestimmter \u00abTag X\u00bb bevorstehe, an dem der Zusammenbruch Deutschlands erfolge. Dabei h\u00e4tten sie einen m\u00f6glichst gro\u00dfen Teil Sachsens erobern und dort einen an der Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichteten Staat errichten wollen.\u00a0<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner hatten laut Bundesanwaltschaft wiederholt paramilit\u00e4rische Trainings mit Kampfausr\u00fcstung absolviert. Zudem habe sich die Gruppe milit\u00e4rische Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde besorgt.\u00a0<\/p>\n<p>Im November 2024 hatten Einsatzkr\u00e4fte an mehreren Orten in Sachsen sowie in Polen bei einer Razzia acht M\u00e4nner festgenommen. Durchsuchungen gab es auch in \u00d6sterreich. Zu der Gruppierung auch sollen drei damalige AfD-Mitglieder geh\u00f6rt haben. Der s\u00e4chsische AfD-Landesverband hatte rasch jegliche Verbindung zu der betroffenen Gruppierung zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das neue Jahr beginnt in Sachsen mit mehreren gro\u00dfen Gerichtsprozessen. 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