{"id":692571,"date":"2026-01-04T12:44:47","date_gmt":"2026-01-04T12:44:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692571\/"},"modified":"2026-01-04T12:44:47","modified_gmt":"2026-01-04T12:44:47","slug":"russische-luftraumverletzungen-usa-verteidigen-jeden-zentimeter-des-nato-gebiets","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692571\/","title":{"rendered":"Russische Luftraumverletzungen: USA verteidigen &#8222;jeden Zentimeter des NATO-Gebiets&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/waltz-114.jpg\" alt=\"Michael Waltz\" title=\"Michael Waltz | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 22.09.2025 19:48 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Der neue US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Waltz, hat nach den j\u00fcngsten russischen Luftraumverletzungen von NATO-Gebiet die Beistandspflicht der USA zugesichert. Das B\u00fcndnis und die UN beraten in Sondersitzungen \u00fcber Moskaus Provokationen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie reagieren auf die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/estland-luftraum-russische-kampfjets-100.html\" title=\"Estland: Drei russische Kampfjets dringen unerlaubt in Luftraum ein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">j\u00fcngsten russischen Luftraumverletzungen von NATO-Gebiet<\/a>? Das Verteidigungsb\u00fcndnis selbst wie auch der UN-Sicherheitsrat haben zu dieser Frage Sondersitzungen einberufen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei seiner Antrittsrede im Sicherheitsrat in New York betonte der neue US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Michael Waltz, die Beistandspflicht der NATO &#8211; also auch die der USA: &#8222;Ich m\u00f6chte diese erste Gelegenheit nutzen, um zu wiederholen und zu betonen, dass die Vereinigten Staaten und unsere Verb\u00fcndeten jeden Zentimeter des NATO-Territoriums verteidigen werden.&#8220; Man erwarte von Moskau, dass es nach Wegen zur Deeskalation suche und nicht eine Ausweitung des Konflikts riskiere, sagte Waltz.<\/p>\n<p>    Auch Trump will NATO-Gebiet verteidigen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Beobachter hatten in den vergangenen Monaten mehrfach die Frage aufgeworfen, ob sich US-Pr\u00e4sident Donald Trump der Beistandspflicht im Fall der F\u00e4lle tats\u00e4chlich auch verpflichtet f\u00fchlen w\u00fcrde. Doch \u00e4hnlich wie nun Waltz hatte auch Trump am Sonntag auf eine Reporterfrage, ob er die baltischen Staaten und Polen im Falle einer weiteren Eskalation durch Russland verteidigen werde, geantwortet: &#8222;Ja, das w\u00fcrde ich.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Polen selbst will nach Angaben von Regierungschef Donald Tusk ebenfalls resolut auf Verletzungen seines Luftraums reagieren. Die Regierung sei bereit, Flugobjekte abschie\u00dfen zu lassen, die in polnisches Territorium eindringen und eine Bedrohung darstellen k\u00f6nnten, sagte Tusk polnischen Medienberichten zufolge.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Anders verhalte es sich in weniger eindeutigen Situationen, sagte Tusk demnach. Dann m\u00fcsse man vorsichtiger vorgehen und zweimal \u00fcberlegen, bevor man eine Entscheidung treffe, die zu einer ernsthaften Eskalation des Konflikts f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Tusk verwies dabei auf den Vorfall am Freitag, bei dem sich zwei russische Kampfjets im Tiefflug einer polnischen Bohrinsel in der Ostsee n\u00e4herten, ohne die polnische Staatsgrenze zu verletzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der polnische Regierungschef betonte gleichzeitig die Rolle der Verb\u00fcndeten. Sein Land m\u00fcsse sicher sein, dass Warschau im Falle einer Eskalation des Konflikts mit Russland nicht allein dast\u00fcnde.<\/p>\n<p>    Wadephul fordert mehr Druck auf Moskau<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die UN sehen die Russland zugeschriebenen Verletzungen des NATO-Luftraums als Bedrohung f\u00fcr die Sicherheit in Europa. &#8222;Diese Serie von Vorf\u00e4llen hat die ohnehin schon hohen Spannungen, die die europ\u00e4ische Sicherheit gef\u00e4hrden, noch einmal versch\u00e4rft&#8220;, sagte der zust\u00e4ndige UN-Diplomat Miroslav Jenca im Sicherheitsrat und nannte die j\u00fcngsten Vorf\u00e4lle in Estland, Polen und Rum\u00e4nien. Es brauche eine unverz\u00fcgliche Deeskalation.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas warf dem Kreml gezielte Provokationen vor. Es sei kein Zufall, dass Russland binnen zwei Wochen dreimal den europ\u00e4ischen Luftraum verletzt habe, sagt sie bei den UN. Russland teste die europ\u00e4ischen Grenzen und werde so lange weiter provozieren, wie man es erlaube.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Au\u00dfenminister Johann Wadephul rief die Weltgemeinschaft dazu auf, den Druck auf Moskau zu erh\u00f6hen. &#8222;Mit seinem r\u00fccksichtslosen Verhalten gef\u00e4hrdet Russland die regionale Sicherheit und den Weltfrieden&#8220;, sagte er bei der Dringlichkeitssitzung in New York.<\/p>\n<p>    Gemeinsame Erkl\u00e4rung von 49 Staaten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nicht nur im Sicherheitsrat wurden die Luftraumverletzungen scharf verurteilt. In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung warfen insgesamt 49 Staaten &#8211; darunter die der EU, die USA und Gro\u00dfbritannien &#8211; Russland eine &#8222;gef\u00e4hrliche Eskalation&#8220; vor. Die j\u00fcngsten Vorf\u00e4lle lie\u00dfen auf ein &#8222;Muster russischer Provokationen gegen seine Nachbarn&#8220; schlie\u00dfen, das die ganze Region gef\u00e4hrde, hie\u00df es darin. &#8222;Russlands r\u00fccksichtslose Handlungen stellen nicht nur einen Bruch des V\u00f6lkerrechts dar, sondern auch eine destabilisierende Eskalation, die die gesamte Region n\u00e4her an einen Konflikt bringt als zu jedem anderen Zeitpunkt in den letzten Jahren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Russland warf hingegen dem Westen vor, die Spannungen durch &#8222;unbegr\u00fcndete&#8220; Anschuldigungen zu versch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>    NATO ber\u00e4t im Br\u00fcsseler Hauptquartier<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Dienstag befassen sich auch Vertreter der 32 NATO-L\u00e4nder im Hauptquartier des B\u00fcndnisses in Br\u00fcssel mit dem Thema. Es wird erwartet, dass Generalsekret\u00e4r Mark Rutte sich mit deutlichen Worten an Russland richtet und vor den m\u00f6glichen Konsequenzen weiterer Luftraumverletzungen warnt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Er k\u00f6nnte dabei auch noch einmal deutlich machen, dass russische Flugzeuge theoretisch auch abgeschossen werden k\u00f6nnen, um eine Bedrohung des B\u00fcndnisgebiets auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>    Strack-Zimmermann nennt Forderung nach Abschuss &#8222;bizarr&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch in Deutschland wird dar\u00fcber debattiert, wie die NATO-Staaten mit russischen Luftraumverletzungen umgehen sollten. Der CDU-Au\u00dfenexperte J\u00fcrgen Hardt forderte harte Gegenma\u00dfnahmen bis hin zum Abschuss russischer Kampfjets.\u00a0Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann bezeichnete derartige \u00c4u\u00dferungen als &#8222;bizarr&#8220;. F\u00fcr den Fall des Eindringens von Flugzeugen in den NATO-Luftraum existiere ein Warnsystem, das funktioniere, sagte sie im Deutschlandfunk. Ein Abschuss sei lediglich die Ultima Ratio, wenn ein Flugzeug nicht auf Ansprache reagiere.<\/p>\n<p>    Weidel: Auch Putin muss sich bewegen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unterdessen rief AfD-Chefin Alice Weidel &#8211; mit f\u00fcr ihre Partei ungew\u00f6hnlich deutlichen Worten &#8211; Russland zur Deeskalation auf. Sollte herauskommen, dass man es mit Luftraumverletzungen von russischer Seite zu tun habe, k\u00f6nne sie nur davor warnen, sagte Weidel auf Nachfrage vor Journalisten in Berlin. &#8222;Ich glaube, dass auch Russland dazu aufgerufen ist, sich deeskalierend zu verhalten und nicht noch zus\u00e4tzlich den NATO-Luftraum zu verletzen und die Luftabwehrsysteme zu testen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dies h\u00e4tte das Potenzial zu weiteren Eskalationen und w\u00fcrde auch das Verh\u00e4ltnis zwischen Russland und den USA nach den Friedensbem\u00fchungen von Pr\u00e4sident Trump nachhaltig besch\u00e4digen. &#8222;Irgendwo muss sich Putin auch irgendwann bewegen und davon haben wir leider bislang zu wenig gesehen&#8220;, sagte Weidel. Man solle die Geduld von Trump nicht auf die Probe stellen und ihn nicht in seinen Friedensbem\u00fchungen das Gesicht verlieren lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.09.2025 19:48 Uhr Der neue US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Waltz, hat nach den j\u00fcngsten russischen Luftraumverletzungen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":692572,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,69942,14,1159,15,307,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-692571","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-luftraumverletzung","12":"tag-nachrichten","13":"tag-nato","14":"tag-news","15":"tag-russland","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-united-states","18":"tag-united-states-of-america","19":"tag-us","20":"tag-usa","21":"tag-vereinigte-staaten","22":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115836900089908857","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/692571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=692571"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/692571\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/692572"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=692571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=692571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=692571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}