{"id":692577,"date":"2026-01-04T12:48:18","date_gmt":"2026-01-04T12:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692577\/"},"modified":"2026-01-04T12:48:18","modified_gmt":"2026-01-04T12:48:18","slug":"zukunft-der-eu-neues-buch-von-migrationsforscher-gerald-knaus-und-seiner-tochter-francesca-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692577\/","title":{"rendered":"Zukunft der EU: neues Buch von Migrationsforscher Gerald Knaus und seiner Tochter Francesca &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Einer breiteren \u00d6ffentlichkeit d\u00fcrfte Gerald Knaus bekannt geworden sein als medial pr\u00e4senter <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/fluechtlinge-syrien-abschiebungen-deutschland-kommentar-li.3336587\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Impulsgeber zur europ\u00e4ischen Migrationspolitik<\/a> und als Mitautor des \u2013 inzwischen gescheiterten \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/migration-abkommen-ruanda-gerald-knaus-interview-1.6298145\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Migrationsabkommens zwischen der EU und der T\u00fcrkei<\/a> von 2016. Mit dem Etikett \u201eMigrationsforscher\u201c f\u00fchlt er sich allerdings nicht allzu gl\u00fccklich, wohl auch deshalb, weil das der Breite seines Themenspektrums nicht gerecht wird. Der geb\u00fcrtige \u00d6sterreicher Knaus studierte Philosophie, Politologie und Internationale Beziehungen und hat unter anderem einen Thinktank f\u00fcr Grundsatzfragen der europ\u00e4ischen Politik gegr\u00fcndet. \u00dcber seine Liebe zum friedlichen, geeinten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> hat er jetzt zusammen mit seiner Tochter Francesca Knaus, Politologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag, ein Buch geschrieben.<\/p>\n<p>\u201eDas Recht als einzige Barriere zwischen uns und dem Chaos\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eWelches Europa brauchen wir?\u201c Die Titelfrage bleibt w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre der 441 Seiten nicht lange offen: Eigentlich ist das Europa, das wir haben, schon eine erstaunliche Erfolgsgeschichte. Das Autorenteam erz\u00e4hlt von M\u00e4nnern wie dem niederl\u00e4ndischen Holocaust-\u00dcberlebenden Max Kohnstamm, der sp\u00e4ter unter anderem als Generalsekret\u00e4r der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft f\u00fcr Kohle und Stahl das Zusammenwachsen des hasszerfurchten Kontinents vorantrieb, weil er erkannt hatte, worauf es ankam: auf \u201edas Recht als einzige Barriere zwischen uns und dem Chaos\u201c. Oder dem Belgier Paul-Henri Spaak, der nach dem zweiten deutschen \u00dcberfall auf sein Land erkannte, dass Neutralit\u00e4t f\u00fcr kleinere Staaten doch kein \u00dcberlebensrezept ist \u2013 und sp\u00e4ter die R\u00f6mischen Vertr\u00e4ge mitverfasste, aus denen die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/europaparlament-brandmauer-sozialdemokraten-weber-li.3358729\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">heutige Europ\u00e4ische Union<\/a> erwuchs. Ein \u201epolitisches Wunder\u201c, wie es im Buch immer wieder genannt wird, das es nun \u201egilt zu verteidigen\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/871cd35f-dfe1-4fb5-bb0e-9ff77fded11f.jpg\"   alt=\"Gerald Knaus, Francesca Knaus: Welches Europa brauchen wir? Ein politisches Wunder und wie wir es vor seinen Feinden sch\u00fctzen. Piper-Verlag, M\u00fcnchen 2025. 448 Seiten, 26 Euro.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Gerald Knaus, Francesca Knaus: Welches Europa brauchen wir? Ein politisches Wunder und wie wir es vor seinen Feinden sch\u00fctzen. Piper-Verlag, M\u00fcnchen 2025. 448 Seiten, 26 Euro. (Foto: Piper)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nur wie? Indem man zun\u00e4chst daf\u00fcr wirbt, vor allem bei der jungen Generation, der Francesca Knaus ein Defizit an Leidenschaft f\u00fcr das europ\u00e4ische Projekt attestiert, das auch an den einschl\u00e4gigen Hochschulen nicht behoben werde: \u201eWer packende europ\u00e4ische Geschichten sucht, um etwas daran zu \u00e4ndern, muss sich heute selbst auf die Suche machen\u201c, schreibt sie. Genau das tun Vater und Tochter Knaus, und das Resultat ist eine faktendicht gewobene Geschichte Europas seit dem Zweiten Weltkrieg. L\u00f6blich, dass die beiden auch die d\u00fcsteren Kapitel dieser Geschichte nicht aussparen, die Kolonialverbrechen in Algerien oder Indonesien, das jahrzehntelange Blutvergie\u00dfen in Nordirland. Und dass f\u00fcr sie Europa nicht an den heutigen EU-Au\u00dfengrenzen endet. Die immer dr\u00e4ngendere Frage aus dem Untertitel, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/europas-herausforderungen-geld-tempo-aghion-kommentar-li.3353109\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie wir dieses politische Wunder \u201evor seinen Feinden sch\u00fctzen\u201c<\/a>, wird allerdings nur in Ans\u00e4tzen beantwortet; das Werk ist mehr Geschichts- als Thesenbuch. Wenngleich ein sehr kundig und inspirierend erz\u00e4hltes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einer breiteren \u00d6ffentlichkeit d\u00fcrfte Gerald Knaus bekannt geworden sein als medial pr\u00e4senter Impulsgeber zur europ\u00e4ischen Migrationspolitik und als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":692578,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,1423,937,34560,146,548,663,158,3934,3935,8058,13,148,14,15,16,2878,12,149],"class_list":{"0":"post-692577","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-belgien","11":"tag-bruessel","12":"tag-das-politische-buch","13":"tag-demokratie","14":"tag-eu","15":"tag-europa","16":"tag-europaeische-union","17":"tag-europe","18":"tag-european-union","19":"tag-flucht-und-migration","20":"tag-headlines","21":"tag-leserdiskussion","22":"tag-nachrichten","23":"tag-news","24":"tag-politik","25":"tag-sachbuecher","26":"tag-schlagzeilen","27":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115836911960437473","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/692577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=692577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/692577\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/692578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=692577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=692577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=692577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}