{"id":692775,"date":"2026-01-04T14:41:14","date_gmt":"2026-01-04T14:41:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692775\/"},"modified":"2026-01-04T14:41:14","modified_gmt":"2026-01-04T14:41:14","slug":"evangelische-kirche-neuer-campus-mit-christlicher-wohngemeinschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692775\/","title":{"rendered":"Evangelische Kirche: Neuer Campus mit christlicher Wohngemeinschaft"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Vorfreude ist gro\u00df. Und mischt sich mit ein bisschen Angst vor der eigenen Courage. Antje Gensichen und Christiane Pawlik haben sich entschieden, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Sie ziehen Anfang 2027 in eine christlich gepr\u00e4gte WG. Die entsteht im Campus Kartause, einem Bauprojekt der evangelischen Kirche in K\u00f6ln am Kart\u00e4userwall. In dem Neubau werden die f\u00fcnf Bildungseinrichtungen der Kirche untergebracht: Die Melanchthon-Akademie, die Familienbildungsst\u00e4tte, das Jugendreferat, das Schulreferat und das Pfarramt f\u00fcr Berufskollegs. Realisiert werden auch 29 Studierendenwohnungen, zw\u00f6lf teils \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Wohnungen, ein gastronomischer Betrieb und eben die christliche Wohngemeinschaft beziehungsweise Kommunit\u00e4t.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/koeln\/koeln-innenstadt\/altstadt-sued\/koeln-grundstein-fuer-evangelischen-campus-kartause-gelegt-890012\" class=\"dm-imagefeat__imagecontainer dm-imagefeat relative\" aria-label=\"\" tabindex=\"-1\" data-v-68e13160=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2669\" alt=\"F\u00fcnf M\u00e4nner und eine Frau stehen hinter einer h\u00fcfthoch gemauerten Wand.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"dm-imagefeat__image w-full aspect-square sm:aspect-auto aspect-video\" style=\"aspect-ratio:1;\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/293c9f3d-6284-458d-be0e-b55a6e041c2f.jpeg\"  \/><\/a><\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"2\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">F\u00fcr diese stehen neun Appartements sowie gro\u00dfz\u00fcgige Gemeinschaftsbereiche mit K\u00fcche und Platz f\u00fcr gemeinsame Mahlzeiten zur Verf\u00fcgung. Die Appartements sind zwischen 58 und 83 Quadratmetern gro\u00df. Der Mietpreis wird derzeit mit 18 Euro pro Quadratmeter zuz\u00fcglich Nebenkosten kalkuliert. Wie die Wohnungen eingerichtet werden, entscheiden Mieterinnen und Mieter eigenst\u00e4ndig. Ein eigener K\u00fchlschrank und ein eigener Herd sind m\u00f6glich. Zwei Mieterinnen stehen fest, sieben Wohnungen sind noch verf\u00fcgbar. \u201eGesellschaftlich gibt es in meinen Augen zwei Themen, die viele Menschen im Alltag umtreiben: <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/dpa-panorama\/gemeindebund-fordert-500-millionen-fonds-gegen-einsamkeit-1176849\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einsamkeit<\/a> und Wohnen. Darin liegt die gro\u00dfe St\u00e4rke des Projekts\u201c, sagt Antje Rinecker, Studienleiterin der Melanchthon-Akademie, die selbst nicht einziehen wird, das Vorhaben aber von Anfang an organisatorisch begleitet. \u201eMenschen teilen ihr allt\u00e4gliches und ihr geistliches Leben. Das verbindet, schafft Vertrauen, Miteinander \u2013 und vielleicht sogar Kreativit\u00e4t und Engagement.\u201c Vorbild ist die Iona-Community auf der schottischen Insel Iona.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"3000\" alt=\"Eine unfertige Gro\u00dfbaustelle\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/a586ef4e-d662-4146-afc2-9d145d9b5686.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-b90b7bba=\"\">Anfang 2027 sollen die Geb\u00e4ude des Campus Kartause am Kart\u00e4userwall bezugsfertig sein.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-b90b7bba=\"\">Copyright: Stefan Rahmann<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Gensichen und Pawlik haben die Community auf der Insel der Inneren Hebriden k\u00fcrzlich f\u00fcr eine Woche besucht und in der Gemeinschaft kleinere Aufgaben erledigt. \u201eWir wurden ganz selbstverst\u00e4ndlich in alles einbezogen\u201c, erinnert sich Pawlik. Besuche mit Teilhabe an der WG sind in K\u00f6ln nicht vorgesehen. Antje Gensichen hat anders als Christiane Pawlik einen dezidiert evangelischen Hintergrund. Sie hat viele Jahre das Caf\u00e9 Lichtblick in Stammheim geleitet, war in der Stadtmission Wuppertal t\u00e4tig und ist von dort den Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela gelaufen.<\/p>\n<p>Kein Pflichtenheft<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Sie hat 2018 einen Monat lang ein Kloster-auf-Zeit-Angebot wahrgenommen. \u201eIch m\u00f6chte den Glauben im Alltag mit anderen Menschen teilen\u201c, sagt Gensichen. \u201eDabei geht es nicht darum, st\u00e4ndig \u00fcber Glaubensfragen reden zu m\u00fcssen. Aber der Glaube sollte f\u00fcr mich in einer christlichen WG ein bewusster Teil des Alltags sein.\u201c Sie verweist auf einen Vorteil, den die haben, die von Anfang an dabei sind. \u201eNoch ist nichts gesetzt. Wir k\u00f6nnen gemeinsam etwas entwickeln. Wer etwa nach zwei Jahren dazu st\u00f6\u00dft, findet bereits einen Rahmen vor.\u201c Sie will den Dingen Zeit lassen, sich zu entwickeln. Es gelte, behutsam Rituale zu finden, die f\u00fcr die Gruppe passen. \u201eJeder investiert das, was er kann. Die Basis ist der christliche Glaube\u201c, sagt Pawlik, die sich beruflich mit Prozessmanagement besch\u00e4ftigt. \u201eEs gibt kein Pflichtenheft.\u201c Und wichtig: \u201eWir sollten das Ganze nicht zu kompliziert machen. Das verwirrt den Geist.\u201c Antje Rinecker steht f\u00fcr Fragen zur Verf\u00fcgung: rinecker@melanchthon-akademie.de<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"8\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Gegr\u00fcndet wurde die Iona-Gemeinschaft 1938 von dem Glasgower Pfarrer George MacLeod. Um den Mitgliedern seiner Gemeinde mehr Selbstwertgef\u00fchl zu vermitteln, machte er aus den Ruinen der Abtei von Iona ein Wiederaufbauprojekt mit Handwerkern aus Glasgow und Theologiestudenten. Daraus entstand die Gemeinschaft, die nach f\u00fcnf grundlegenden Regeln lebt: T\u00e4gliches Gebet und Bibelstudium. Veranwortlicher Umgang mit Geld. Verantwortlicher Umgang mit Zeit. Einsatz f\u00fcr die Bewahrung der Sch\u00f6pfung, f\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden. Regelm\u00e4\u00dfige Treffen miteinander. Die Mitglieder und Freunde der Iona Community geh\u00f6ren unterschiedlichsten Konfessionen an. Sie bringen sehr verschiedene religi\u00f6se Traditionen ein, die als Anregung f\u00fcr ein zeitnah gelebtes Christentum aufgegriffen werden. (rah)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Vorfreude ist gro\u00df. Und mischt sich mit ein bisschen Angst vor der eigenen Courage. 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