{"id":692793,"date":"2026-01-04T14:50:10","date_gmt":"2026-01-04T14:50:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692793\/"},"modified":"2026-01-04T14:50:10","modified_gmt":"2026-01-04T14:50:10","slug":"nach-kabelbrand-linksextremisten-legen-stromnetz-in-berlin-lahm-buergermeister-wegner-nennt-tat-inakzeptabel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/692793\/","title":{"rendered":"Nach Kabelbrand: Linksextremisten legen Stromnetz in Berlin lahm \u2013 B\u00fcrgermeister Wegner nennt Tat \u201einakzeptabel\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der gro\u00dffl\u00e4chige Stromausfall im S\u00fcdwesten Berlins wurde laut Regierendem B\u00fcrgermeister Kai Wegner von Linksextremisten verursacht. Ein Brand an der Kabelbr\u00fccke am Teltowkanal zerst\u00f6rte f\u00fcnf Hochspannungskabel.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der gro\u00dfe Stromausfall im S\u00fcdwesten Berlins ist Folge eines politisch motivierten Anschlags. Wie der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) sagte, waren die T\u00e4ter \u201eoffenkundig Linksextremisten\u201c. Am fr\u00fchen Samstagmorgen hatte der Brand an einer Kabelbr\u00fccke \u00fcber den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde wichtige Leitungen besch\u00e4digt. \u201eEs ist inakzeptabel, dass erneut offenkundig Linksextreme unser Stromnetz angreifen und damit Menschenleben gef\u00e4hrden\u201c, sagte Wegner.<\/p>\n<p>Ein bei den Beh\u00f6rden eingegangenes Bekennerschreiben mutma\u00dflicher Linksextremisten zum gro\u00dfen Stromausfall im S\u00fcdwesten Berlins ist authentisch. Das teilte Innensenatorin Iris Spranger der Deutschen Presse-Agentur mit. \u201eDas ist ein menschenverachtender Angriff auf die Berlinerinnen und Berliner, der Menschenleben mutwillig gef\u00e4hrdet\u201c, so die SPD-Politikerin. Zuvor hatte der f\u00fcr politisch motivierte Straftaten zust\u00e4ndige Staatsschutz der Polizei das Schreiben gepr\u00fcft. <\/p>\n<p>Nach Angaben von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) ist die Tat  vors\u00e4tzlich mit Brands\u00e4tzen verursacht worden. Es handle sich \u201eeindeutig\u201c um eine \u201eVorsatzhandlung\u201c, sagte Giffey am Sonntag in der Bundeshauptstadt. Die betroffene Br\u00fccke am Teltowkanal, an der f\u00fcnf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel zerst\u00f6rt worden seien, sei \u201emit Brands\u00e4tzen versehen worden\u201c.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Morgen hatte ein Brand Leitungen auf einer Kabelbr\u00fccke zum Kraftwerk Lichterfelde besch\u00e4digt und f\u00fcr einen gro\u00dffl\u00e4chigen Stromausfall gesorgt. Die Polizei leitete schon am Vormittag Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung ein.<\/p>\n<p>Der Stromausfall k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Stromnetz Berlin f\u00fcr viele der Zehntausenden Betroffenen bis n\u00e4chsten Donnerstag dauern. Grund ist der sehr aufwendige Bau von Ersatzleitungen nach dem Brand einer Kabelbr\u00fccke \u00fcber den Teltow-Kanal, wie ein Sprecher mitteilte. Der Netzbetreiber hofft aber, rund 10.000 Haushalte ab Samstagabend aus anderen Netzteilen wieder zu versorgen.<\/p>\n<p>Berliner Unternehmen erwarten Millionen-Sch\u00e4den<\/p>\n<p>Der Stromausfall in Berlin betrifft auch Tausende gewerbliche Verbraucher. Die Unternehmen in Berlin erwarten wegen des Stromausfalls in der Hauptstadt schwere wirtschaftliche Folgen. \u201eWir rechnen mit Sch\u00e4den in Millionenh\u00f6he an Anlagen und Maschinen und durch hohe Umsatzausf\u00e4lle\u201c, teilte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmensverb\u00e4nde in Berlin und Brandenburg (UVB), Alexander Schirp, mit. Der Stromausfall f\u00fchre zu extremen Belastungen f\u00fcr die Unternehmen. <\/p>\n<p>Der Verband h\u00e4lt einen besseren Schutz sensibler Anlagen f\u00fcr n\u00f6tig. \u201eDer Stromausfall zeigt, dass unsere Infrastruktur nicht ausreichend und zeitgem\u00e4\u00df gegen Angriffe und Unf\u00e4lle gesch\u00fctzt ist\u201c, sagte Schirp. \u201eDas ist ein ernstes Problem und sch\u00fcrt Unsicherheit in der Wirtschaft.\u201c Es m\u00fcsse bessere Konzepte f\u00fcr den Schutz und Reaktionspl\u00e4ne f\u00fcr den Krisenfall geben.<\/p>\n<p>Kriminaltechniker sichern Spuren am Tatort<\/p>\n<p>Kriminaltechniker untersuchten derweil das H\u00e4uschen, zu dem eine Kabelbr\u00fccke mit Stromleitungen vom Kraftwerk Lichterfelde auf der anderen Seites des Teltowkanals f\u00fchren, und das mutma\u00dflich angez\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p>Auch eine Drohne war im Einsatz, um aus der Luft Fotos des Tatorts und der Umgebung zu machen, wie ein Sprecher sagte. Ob die Untersuchungen am Ort bis in den Abend dauern sollten und entsprechend alles ausgeleuchtet werden muss, stand zun\u00e4chst noch nicht fest.<\/p>\n<p>Im Internet bat die Polizei um Unterst\u00fctzung aus der Bev\u00f6lkerung: \u201eSollten Sie Hinweise zu den heutigen Kabelbr\u00e4nden haben oder in den fr\u00fchen Morgenstunden auff\u00e4llige Beobachtungen im Bereich der Bremer Stra\u00dfe in Lichterfelde gemacht haben, dann melden Sie sich bitte telefonisch.\u201c <\/p>\n<p>Die Polizei k\u00fcndigte zudem verst\u00e4rkte Streifenfahrten in der Dunkelheit an. Man habe rund 300 Polizisten zus\u00e4tzlich in dem Gebiet im Einsatz. Am Abend und in der Nacht werde man bestimmte Bereiche ausleuchten. Rat- oder hilfesuchende Menschen k\u00f6nnten sich auch an jeden Polizisten wenden, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Der Strom war am fr\u00fchen Samstagmorgen in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde ausgefallen. Betroffen waren laut Stromnetz Berlin 45.400 Haushalte und 2200 Gewerbebetriebe. Ursache ist der Brand an der Kabelbr\u00fccke zum nahegelegenen Kraftwerk Lichterfelde. Dadurch seien mehrere Hochspannungskabel besch\u00e4digt worden.<\/p>\n<p>\u201eAufgrund der entstandenen erheblichen Sch\u00e4den wird die Reparatur der Kabel sehr lange dauern\u201c, teilte Stromnetz Berlin mit. \u201eAktuell arbeitet Stromnetz Berlin am Aufbau eines Provisoriums. Wir rechnen mit einer vollst\u00e4ndigen Wiederversorgung aller Kundinnen und Kunden bis kommenden Donnerstagnachmittag (8.1.2026).\u201c N\u00f6tig sei umfangreicher Tiefbau und Kabelzug. Dies werde durch das Winterwetter erschwert. Au\u00dferdem laufe noch die Spurensicherung am Brandort. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Brandstiftung. Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen teilte sie zun\u00e4chst nicht mit.<\/p>\n<p>\u201eBesonders schwerwiegender Stromausfall\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir haben es mit einem besonders schwerwiegenden Stromausfall zu tun, der zehntausende Haushalte und Betriebe, darunter auch Pflegeeinrichtungen, Krankenh\u00e4user, eine Vielzahl an sozialen Einrichtungen und Unternehmen betrifft\u201c, erkl\u00e4rte Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD). \u201eDie Reparaturarbeiten sind anspruchsvoll und werden durch die Witterung und den Bodenfrost zus\u00e4tzlich erschwert.\u201c<\/p>\n<p>Auch Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner dringt auf schnelle Aufkl\u00e4rung des Brandes, der den Stromausfall im S\u00fcdwesten der Hauptstadt verursacht hat. \u201eDer Schutz unserer kritischen Infrastruktur hat f\u00fcr den Senat oberste Priorit\u00e4t\u201c, erkl\u00e4rte der CDU-Politiker. Der massive Stromausfall betreffe sehr viele Menschen, Krankenh\u00e4user und Betriebe und sei f\u00fcr die Betroffenen eine enorme Belastung. \u201eDer Senat setzt alles daran, sie schnellstm\u00f6glich wieder mit Energie zu versorgen\u201c, betonte Wegner. Die Verwaltungen arbeiteten im Krisenstab eng zusammen. Gekl\u00e4rt und gel\u00f6st werden m\u00fcsse vor allem, was \u00e4ltere Menschen und Familien mit kleinen Kindern br\u00e4uchten, sowie Personen, die auf elektrische Ger\u00e4te angewiesen seien.<\/p>\n<p>Viele Heizungen funktionieren nicht mehr, Mobilfunk teils gest\u00f6rt<\/p>\n<p>Wegen des Stromausfalls funktionieren auch viele Heizungen nicht. Auch der Mobilfunk ist gest\u00f6rt. Im betroffenen Gebiet haben L\u00e4den geschlossen, Ampeln sind ausgefallen. Wenn die Lage \u00fcber Tage andauert, m\u00fcssen viele Menschen \u00fcberlegen, ob sie woanders Unterschlupf finden.<\/p>\n<p>Feuersprecher Adrian Wentzel sagte: \u201eEs ist ein deutlicher Unterschied zum Sommer: Es wird um 16:00 Uhr dunkel, es wird kalt.\u201c Die Feuerwehr richte sich auf einen mehrst\u00fcndigen Einsatz ein, \u201eder sich auch garantiert noch bis in die Morgenstunden mindestens ziehen wird\u201c. <\/p>\n<p>Von der Dimension ist der Stromausfall nach Angaben von Stromnetz Berlin vergleichbar mit einem \u00e4hnlichen Fall im September im S\u00fcdosten Berlins, als anfangs 50.000 Kunden betroffen waren. Auch damals zog sich der Stromausfall \u00fcber Tage hin. Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten. <\/p>\n<p>dpa\/ceb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der gro\u00dffl\u00e4chige Stromausfall im S\u00fcdwesten Berlins wurde laut Regierendem B\u00fcrgermeister Kai Wegner von Linksextremisten verursacht. 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