{"id":693023,"date":"2026-01-04T16:55:18","date_gmt":"2026-01-04T16:55:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693023\/"},"modified":"2026-01-04T16:55:18","modified_gmt":"2026-01-04T16:55:18","slug":"soeder-menschen-in-deutschland-muessen-laenger-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693023\/","title":{"rendered":"S\u00f6der: Menschen in Deutschland m\u00fcssen l\u00e4nger arbeiten"},"content":{"rendered":"<p>Wie kann die Rente f\u00fcr die Menschen in Deutschland auch in Zukunft gesichert werden und gleichzeitig finanzierbar bleiben? <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/rentenkommission-erhaelt-arbeitsauftrag-ohne-denkverbote,V48f2px\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Bundesregierung hat dazu eine Kommission eingesetzt<\/a>, die bis Mitte des Jahres Vorschl\u00e4ge erarbeiten soll. CSU-Chef Markus S\u00f6der hat jetzt in der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/soeder-fordert-deutsche-muessen-laenger-arbeiten-69580893f6fc544dba9ba96d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Bild am Sonntag&#8220;<\/a> (externer Link, m\u00f6glicherweise Bezahl-Inhalt) erkl\u00e4rt, dass auf jeden Fall mehr gearbeitet werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Mehr Arbeit, k\u00fcrzere Krankschreibungen<\/p>\n<p>Die Finanzierung der Rente kann nach S\u00f6ders Worten nur durch mehr Arbeit und k\u00fcrzere Krankschreibungen gew\u00e4hrleistet werden. &#8222;Wenn wir immer mehr \u00e4ltere und immer weniger j\u00fcngere Menschen haben, kann man das nur ausgleichen, indem Deutschland l\u00e4nger arbeitet. Und zwar generell in der Lebenszeit.&#8220; Der bayerische Ministerpr\u00e4sident fordert deshalb, Strukturen zu finden und Gesetze anzupassen, damit wieder l\u00e4nger gearbeitet werde. &#8222;Das gilt in der Woche, das gilt im Jahr.&#8220;<\/p>\n<p>S\u00f6der verweist auf Lebensarbeitszeitkonten <\/p>\n<p>S\u00f6der verweist auf die Menschen in der Schweiz, die w\u00fcrden viel l\u00e4nger arbeiten als die Deutschen.  &#8222;Man muss nicht ein ganzes Leben l\u00e4nger arbeiten, wenn man in der Woche l\u00e4nger arbeitet. Deswegen werden vielleicht Lebensarbeitszeitkonten spannend&#8220;, sagte er. &#8222;Im Endeffekt muss man l\u00e4nger arbeiten.&#8220; Sowohl in Deutschland als auch EU-weit ist die durchschnittliche w\u00f6chentliche Arbeitszeit der Besch\u00e4ftigten in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen ist gestiegen.<\/p>\n<p>Karenztage im Gesundheitssystem denkbar<\/p>\n<p>S\u00f6der ist angesichts steigender Gesundheitskosten zudem der Meinung, es werde <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/csu-will-telefonische-krankschreibung-abschaffen,V7Dj3Wj\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;zu oft und zu schnell krankgeschrieben in Deutschland&#8220;<\/a>. Er bringt deshalb sogenannte Karenztage ins Gespr\u00e4ch, &#8222;also dass die Lohnfortzahlung erst sp\u00e4ter stattfindet, dass die Krankschreibepflicht fr\u00fcher stattfinden muss, also zum Beispiel ab dem dritten Tag&#8220;. Bislang gilt hierzulande eine Lohnfortzahlung ab dem ersten Krankheitstag, Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigungen m\u00fcssen sp\u00e4testens am vierten Krankheitstag vorgelegt werden. S\u00f6der spricht sich au\u00dferdem f\u00fcr Teil-Krankschreibungen nach skandinavischem Vorbild aus. &#8222;Das hei\u00dft, bei leichten Beschwerden nicht den ganzen Tag krank bleiben, sondern nur den halben Tag.&#8220;<\/p>\n<p>DGB Bayern: &#8222;Verantwortung nicht einseitig Besch\u00e4ftigten zuschieben&#8220;<\/p>\n<p>Kritik an S\u00f6ders Forderungen kommt vom DGB Bayern. Der bayerische DGB-Vorsitzende Bernhard Stiedl warnt davor, die Verantwortung f\u00fcr strukturelle Probleme einseitig den Besch\u00e4ftigten zuzuschieben. Vollzeitbesch\u00e4ftigte k\u00e4men im Schnitt auf 41,4 Wochenstunden. Die geringere durchschnittliche Arbeitszeit insgesamt sei vor allem auf die hohe Teilzeitquote zur\u00fcckzuf\u00fchren \u2013 und diese wiederum auf fehlende Rahmenbedingungen. &#8222;Viele Menschen w\u00fcrden gerne mehr arbeiten, k\u00f6nnen es aber nicht, weil Betreuungsangebote fehlen&#8220;, so Stiedl. Allein in Bayern fehlten zehntausende Pl\u00e4tze f\u00fcr Kinder unter drei Jahren.<\/p>\n<p>Deutliche Kritik an Forderung nach sp\u00e4terem Renteneintritt<\/p>\n<p>Deutliche Kritik \u00e4u\u00dfert Stiedl auch an der Forderung nach einem sp\u00e4teren Renteneintritt. Schon heute erreichten viele Besch\u00e4ftigte das gesetzliche Rentenalter nicht gesund. &#8222;Die Rente wird nicht stabil, indem man sie immer weiter nach hinten verschiebt, sondern indem man das System endlich gerecht finanziert&#8220;, so Stiedl.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus erteilt der DGB Bayern S\u00f6ders Vorschl\u00e4gen zu Karenztagen und einer fr\u00fcheren Krankschreibepflicht eine klare Absage. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sei ein zentrales soziales Schutzrecht. Einschr\u00e4nkungen w\u00fcrden dazu f\u00fchren, dass mehr Menschen krank zur Arbeit gingen \u2013 mit h\u00f6heren Unfallrisiken, mehr Fehlern und langfristig steigenden Kosten f\u00fcr Betriebe und Sozialversicherungen. <\/p>\n<p>Mit Informationen von dpa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie kann die Rente f\u00fcr die Menschen in Deutschland auch in Zukunft gesichert werden und gleichzeitig finanzierbar bleiben?&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":693024,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,1141,3364,29,30,290,13,123570,771,14,15,379,12],"class_list":{"0":"post-693023","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-arbeitszeit","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-gesundheitswesen","15":"tag-headlines","16":"tag-krankschreibung","17":"tag-markus-soeder","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-rente","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115837883254801450","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=693023"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693023\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/693024"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=693023"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=693023"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=693023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}