{"id":693166,"date":"2026-01-04T18:09:11","date_gmt":"2026-01-04T18:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693166\/"},"modified":"2026-01-04T18:09:11","modified_gmt":"2026-01-04T18:09:11","slug":"katholische-organisationen-verurteilen-militaeraktion-in-venezuela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693166\/","title":{"rendered":"Katholische Organisationen verurteilen Milit\u00e4raktion in Venezuela"},"content":{"rendered":"<p>In Lateinamerika ans\u00e4ssige und internationale katholische Organisationen kritisieren den US-Schlag in Venezuela, im Zug dessen auch der Machthaber Nicolas Maduro und seine Frau verhaftet und au\u00dfer Landes gebracht wurden. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-01\/usa-venezuela-europarat-sorge-normalisierung-gewalt.html\" title=\"Europarat nach US-Angriff besorgt \u00fcber Normalisierung von Gewalt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2025\/06\/19\/16\/1750344419038.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Europarat nach US-Angriff besorgt \u00fcber Normalisierung von Gewalt\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Nach dem gewaltsamen Sturz von Venezuelas Machthaber Nicol\u00e1s Maduro durch die USA hat sich der Europarat besorgt ge\u00e4u\u00dfert. \u201eDer Europarat wei\u00df aus seinem Engagement in der Ukraine, &#8230;\n     <\/p>\n<p>\u201eErst vor zwei Tagen haben wir das Jahr mit dem Gebet von Papst Leo XIV. begonnen und um Frieden in einer verwundeten Welt gebeten. Doch heute sehen wir mit tiefem Schmerz, wie dieser Frieden durch den milit\u00e4rischen Eingriff der Vereinigten Staaten in Venezuela verletzt wird\u201c: So beginnt die Botschaft mit dem Titel <b>\u201eNein zum Krieg. Ein freies und souver\u00e4nes Lateinamerika\u201c<\/b>, die vom Encuentro Mundial de Movimientos Populares nur wenige Stunden nach dem US-amerikanischen Angriff auf venezolanischem Territorium ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit mehren sich weitere Erkl\u00e4rungen und Stellungnahmen von Organisationen und Gruppen aus dem Umfeld der katholischen Kirche, welche die milit\u00e4rische Operation der Vereinigten Staaten in Venezuela verurteilen.<\/p>\n<p>V\u00f6lker sollten \u00fcber eigenes Schicksal entscheiden <\/p>\n<p>F\u00fcr das Encuentro de Movimientos Populares handelt es sich um eine \u201eAggression, die nicht nur ein Territorium angreift, sondern die W\u00fcrde einer ganzen Region\u201c. Die Volksbewegungen Venezuelas \u2013 so hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung des Netzwerks, das vom 21. bis 24. Oktober 2025 auch seine Jubil\u00e4umspilgerreise nach Rom unternommen hat \u2013 \u201ewaren grundlegende Protagonisten unserer weltweiten Treffen. Es sind Weggef\u00e4hrten, die uns durch ihr Beispiel gelehrt haben, indem sie Modelle \u00f6ffentlicher Politik von unten her aufgebaut haben, die den Armen Wohnraum und Arbeit garantieren. Sie haben stets Frieden, Solidarit\u00e4t und Autonomie gef\u00f6rdert. Ihre Souver\u00e4nit\u00e4t anzugreifen bedeutet, die M\u00f6glichkeit der V\u00f6lker anzugreifen, \u00fcber ihr eigenes Schicksal zu entscheiden.\u201c<\/p>\n<p>Gef\u00e4hrlicher Pr\u00e4zedenzfall <\/p>\n<p>Die brasilianische Kommission Justitia et Pax bezeichnet die Aggression in Venezuela als \u201einakzeptabel\u201c und erinnert an die Selbstbestimmung der V\u00f6lker als \u201egrundlegendes Prinzip des V\u00f6lkerrechts\u201c. \u201eDas venezolanische Volk\u201c, so hei\u00dft es weiter in der von Justitia et Pax Brasilien verbreiteten Erkl\u00e4rung, \u201ehat das Recht, seinen eigenen Weg ohne \u00e4u\u00dfere Einmischung zu w\u00e4hlen. Die Entf\u00fchrung des Pr\u00e4sidenten und der Angriff der Vereinigten Staaten auf venezolanisches Territorium stellen eine unzul\u00e4ssige Herausforderung der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t und einen gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr die regionale Stabilit\u00e4t und die internationale Ordnung dar.\u201c Bekr\u00e4ftigt wird zudem die Dringlichkeit, eine \u201emultipolare Welt\u201c zu sch\u00fctzen, in der die L\u00f6sung von Krisen dem \u201eDialog und der Zusammenarbeit\u201c anvertraut ist und nicht \u201eGewalt und Unterdr\u00fcckung\u201c.<\/p>\n<p>Auch die <b>Articula\u00e7\u00e3o Brasileira<\/b> des Netzwerks \u201e\u00d6konomie von Franziskus und Klara\u201c hat ihre Solidarit\u00e4t mit dem venezolanischen Volk zum Ausdruck gebracht und dabei mit einem Zitat des uruguayischen Schriftstellers Eduardo Galeano ihrer Auffassung Ausdruck verliehen, dass \u201ehistorisch gesehen die vom amerikanischen Imperialismus invadierten L\u00e4nder Elend und Not erlebt\u201c h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Kritik von Pax Christi International <\/p>\n<p>In den Chor der kritischen Stimmen reiht sich auch Pax Christi International\u00a0ein. Die Organisation hat die \u201eschwere Verletzung des V\u00f6lkerrechts durch die Regierung und die Streitkr\u00e4fte der Vereinigten Staaten von Amerika durch die milit\u00e4rische Aggression verurteilt, die in den fr\u00fchen Morgenstunden des 3. Januar 2026 gegen die Bolivarische Republik Venezuela ver\u00fcbt wurde\u201c.<\/p>\n<p>Dieser \u201einterventionistische Gewaltakt, der sich direkt gegen das Territorium und die Zivilbev\u00f6lkerung richtet\u201c, so die Erkl\u00e4rung von Pax Christi International, \u201estellt eine Beleidigung des Weltfriedens und eine direkte Bedrohung der Grundlagen des souver\u00e4nen Zusammenlebens der Staaten dar. Die Verletzung der internationalen Souver\u00e4nit\u00e4t durch die Vereinigten Staaten stellt einen \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall dar, der neue derartige Verst\u00f6\u00dfe durch die Streitkr\u00e4fte der m\u00e4chtigsten Nationen zu rechtfertigen und zu legitimieren droht und uns in eine unkontrollierbare Situation von Ungerechtigkeit und Gewalt st\u00fcrzt.\u201c<\/p>\n<p>Pax Christi International richtet zudem \u201ekraft seines katholischen Glaubens\u201c einen Appell \u201ean die internationale katholische Gemeinschaft, die wiederholten Aufrufe von Papst Leo XIV. zur Gewaltlosigkeit und zu einem \u201aentwaffneten und entwaffnenden\u2018 Frieden aufzunehmen, der die internationale Ordnung wiederherstellt und der Charta der Vereinten Nationen sowie der Proklamation Lateinamerikas und der Karibik als Zone des Friedens neue Bedeutung verleiht\u201c.<\/p>\n<p>Bischof ruft zu Gebet und Unterscheidung auf <\/p>\n<p>Unterdessen hat Jos\u00e9 Antonio Da Concei\u00e7\u00e3o Ferreira, Bischof von Puerto Cabello und zugleich Generalsekret\u00e4r der Venezolanischen Bischofskonferenz, bereits am Samstag, dem 3. Januar, eine Botschaft an das \u201epilgernde Volk Gottes\u201c seiner Di\u00f6zese gerichtet. \u201eWir erleben Momente der Verwirrung, der Unsicherheit und des Schmerzes, in denen man wenige Stunden nach den Ereignissen in Caracas und in anderen umliegenden Gebieten noch kein vollst\u00e4ndiges Verst\u00e4ndnis hat. Unter diesen Umst\u00e4nden\u201c, so der Bischof weiter, \u201em\u00fcssen wir auf die Kraft und die Hoffnung vertrauen, die uns der Herr Jesus gebracht hat, denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (vgl. Joh 14,6). Deshalb ermahne ich euch, vereint zu bleiben und das Gebet zu f\u00f6rdern, das uns zur Unterscheidung im Heiligen Geist f\u00fchrt. Beten wir ohne Unterlass (vgl. 1 Thess 5,17) und seien wir umsichtig (vgl. Spr 3,21).\u201c<\/p>\n<p>(fides &#8211; cs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Lateinamerika ans\u00e4ssige und internationale katholische Organisationen kritisieren den US-Schlag in Venezuela, im Zug dessen auch der Machthaber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":693167,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,5697,15578,1000,13,14,15,156330,12,4017,4018,4016,64,1700,4019,4020],"class_list":{"0":"post-693166","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-brasilien","11":"tag-frieden","12":"tag-gewalt","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-religioese-bewegungen","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-united-states","19":"tag-united-states-of-america","20":"tag-us","21":"tag-usa","22":"tag-venezuela","23":"tag-vereinigte-staaten","24":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115838174123935864","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693166","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=693166"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693166\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/693167"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=693166"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=693166"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=693166"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}