{"id":693287,"date":"2026-01-04T19:16:11","date_gmt":"2026-01-04T19:16:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693287\/"},"modified":"2026-01-04T19:16:11","modified_gmt":"2026-01-04T19:16:11","slug":"lebenskunst-mit-axel-hacke-lesung-im-parktheater-augsburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693287\/","title":{"rendered":"Lebenskunst mit Axel Hacke: Lesung im Parktheater Augsburg"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eWir machen es wie immer \u2013 ich lese bis zur Pause, komme dann wieder und lese noch einmal!\u201c Der Bestseller-Autor, Journalist und Kolumnist, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, kann auch in Augsburg darauf vertrauen, dass die Mehrheit seines Publikums nicht das erste Mal zu einer seiner Lesungen kommt. So startete Axel Hacke mit dieser Ansage charmant und gut gelaunt in einen Abend, der ebenso am\u00fcsant wie anregend, tiefsinnig und lehrreich wurde. Wer h\u00e4tte zuvor schon den Fachbegriff \u201eSternutio\u201c f\u00fcr das explosionsartige Niesen gekannt? Wird man nicht mehr vergessen, nachdem Hacke erz\u00e4hlte, wie er bei seiner abendlichen Meditationsroutine auf diese Weise einen Rippenbruch erlitt. Diese Episode pr\u00e4gte sich \u00e4hnlich ein wie einige der subtilen Pointen, die der M\u00fcnchner Autor in die Veranstaltung einflocht.\n  <\/p>\n<p>            Axel Hacke liest aus seinem j\u00fcngsten Buch \u201eWie f\u00fchlst Du Dich?\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr seine im eleganten Plauderton gehaltenen Lesungen ben\u00f6tigt Axel Hacke auf der B\u00fchne nur das Headset-Mikro, einen schlichten Stuhl und einen kleinen Beistelltisch. Der war best\u00fcckt mit einer Auswahl aktueller SZ-Kolumnen, seinem vorletzten Buch \u201eAua \u2013 Die Geschichte meines K\u00f6rpers!\u201c sowie seinem j\u00fcngsten, Ende September 2025 im Dumont-Verlag erschienenen Buch \u201eWie f\u00fchlst du dich? \u00dcber unser Innenleben in Zeiten wie diesen\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Sein Verm\u00f6gen, die Menschen mit seinen pr\u00e4zise und pr\u00e4gnant in Sprache \u00fcbersetzten Alltags-Wahrnehmungen zu vereinnahmen, hat er jahrelang kultiviert. Entsprechend leicht und oft mit einem Schmunzeln folgte man ihm und seiner Stimme in puncto \u201eLebenskunst\u201c. Und wie wohltuend war dabei, dass Hacke niemals belehren will, sondern den erfrischenden Weg der Anteilnahme durch den Wiedererkennungseffekt nimmt. Denn das, was Hacke so treffend an Wehwechen und gr\u00f6\u00dferem und kleinerem Leid beschreibt, kennt jeder an sich selbst. Die klug formulierten Angebote zu \u00dcberlebens-Strategien in irrwitzigen Zeiten voller Abstrusit\u00e4ten und Populisten nahm sich das Publikum also sehr gerne zu Herzen.\n  <\/p>\n<p>            Hacke philosopiert \u00fcber wackelige Servierw\u00e4gen, teuren Capuccino und die M\u00fcnchner Eisbachwelle<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Traditionell kredenzte Axel Hacke zun\u00e4chst eine feine Auswahl seiner relativ aktuellen Kolumnen. Die widmeten sich entlang der Zeichenzahlvorgabe kontr\u00e4ren Trendthemen wie etwa der spurlos verschwundenen M\u00fcnchner Eisbachwelle ebenso wie den T\u00fccken eines Servierwagens. Der schien im neuen Speisezimmer zun\u00e4chst unerl\u00e4sslich, erwies sich dann aber nach dem Zusammenbau der gelieferten Einzelteile als wackliges und h\u00e4ssliches Monstrum und wurde retourgesandt. Mehr als nachvollziehbar auch das schockierend teure Cappuccino-Erlebnis auf der Fahrt nach Wien, das Hacke zum Philosophieren \u00fcber die m\u00f6glicherweise sinnvolle Relation zwischen Lebenspanne und Preissteigerungen motivierte.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Immer wieder dr\u00e4ngte sich das Gef\u00fchl auf, \u00fcber das Meiste schon \u00e4hnlich selbst nachgedacht zu haben, es erlebt oder ebenso empfunden zu haben. Gut so, denn Gef\u00fchle stehen ja schlie\u00dflich im Fokus des aktuellen Buches von Axel Hacke, das auf 256 Seiten u.a. daran erinnert, dass Empfinden kein Luxus ist, sondern als unentbehrliches Hilfsmittel eine entscheidende Rolle in unserem Leben spielt. Ohne Gef\u00fchle k\u00f6nnen wir nicht vern\u00fcnftig handeln. Es schadet nicht, Gef\u00fchle zu erkennen, sie zu reflektieren, sie besser einzuordnen. Es ist sicher hilfreich, wenn wir unsere F\u00e4higkeit ert\u00fcchtigen, uns gegen diejenigen zu wehren, die uns am Nasenring unserer Affekte durch die Welt f\u00fchren wollen und damit auch viel Geld machen.\n  <\/p>\n<p>            Axel Hacke: Hoffnung zum Optimismus<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Daf\u00fcr hat Hacke, der selbst in einer \u201e\u00c4ra der Gef\u00fchlsblindheit\u201c gro\u00df wurde, wie er sagt, erneut intensiv recherchiert. Zurate gezogen f\u00fcr sein neues Buch hat er dabei unter anderem die Schriften ber\u00fchmter Vordenker und angesagter Soziologen wie Andreas Reckwitz oder Hartmut Rosa oder auch die Experimente und Forschungen des Neurowissenschaftlers Ant\u00f3nio R. Dam\u00e1sio. Von ihm stammt etwa der Satz, der f\u00fcr Hackes Buch nach eigenem Ermessen sehr wesentlich wurde: \u201eVielleicht das Wichtigste, was wir an jedem Tag unseres Lebens tun k\u00f6nnen, uns und andere an unsere Vielschichtigkeit, Anf\u00e4lligkeit, Endlichkeit und Einzigartigkeit zu erinnern.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zum Start in ein neues Jahr, das sich wom\u00f6glich erneut angesichts globaler Krisen be\u00e4ngstigend anf\u00fchlen wird, sei Axel Hackes Buch also w\u00e4rmstens empfohlen! Denn ebenso wie es dem Autor als Pers\u00f6nlichkeit in einer Lesung gelingt, sch\u00fcrt und st\u00e4rkt es die Hoffnung zum Optimismus in diesen \u201eZeiten der M\u00fcdigkeit\u201c!\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Renate  Baumiller-Guggenberger<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Axel Hacke<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir machen es wie immer \u2013 ich lese bis zur Pause, komme dann wieder und lese noch einmal!\u201c&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":693288,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[160205,680,115989,772,3364,29,548,663,3934,30,108411,13,160202,69803,14,15,155460,160203,12,160204,6296],"class_list":["post-693287","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-andreas-reckwitz","tag-augsburg","tag-axel-hacke","tag-bayern","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-hartmut-rosa","tag-headlines","tag-lebenskunst","tag-meiste","tag-nachrichten","tag-news","tag-parktheater","tag-plauderton","tag-schlagzeilen","tag-servierwagen","tag-wien"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115838437643465007","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=693287"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693287\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/693288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=693287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=693287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=693287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}