{"id":693372,"date":"2026-01-04T20:06:14","date_gmt":"2026-01-04T20:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693372\/"},"modified":"2026-01-04T20:06:14","modified_gmt":"2026-01-04T20:06:14","slug":"google-und-apple-erweitern-ihre-standorte-in-der-maxvorstadt-auswirkungen-auf-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693372\/","title":{"rendered":"Google und Apple erweitern ihre Standorte in der Maxvorstadt: Auswirkungen auf M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Selbstverst\u00e4ndlich br\u00fcstet sich <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/google\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google<\/a> damit, dass der Tech-Riese beim Ausbau der Arnulfpost gleich an der <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/hackerbruecke\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hackerbr\u00fccke<\/a> auch &#8222;\u00f6ffentliche Bereiche zur Begegnung und zum Austausch mit Google&#8220; geben wird. Noch dieses Jahr soll dieser Standort fertig gebaut werden. &#8222;Der Rohbau ist fertiggestellt, zur Zeit l\u00e4uft der Innenausbau&#8220;, sagt Google auf AZ-Anfrage zum Zeitplan.<\/p>\n<p>Konkret in Zahlen: Ein &#8222;hochmodernes Entwicklungszentrum mit 30.000 Quadratmetern B\u00fcrofl\u00e4che&#8220; wird dort fertig gebaut, f\u00fcr bis zu 1500 neue Google-Mitarbeiter. Damit verdoppelt Google fast die Anzahl der Mitarbeiter in M\u00fcnchen. Rund 1800 arbeiten bereits hier.<\/p>\n<p>F\u00fcr Google ist das ein &#8222;Meilenstein in unserer Geschichte mit der Stadt und der Region&#8220;. Und es biete auch &#8222;aus kommunalpolitischer und sozialer Sicht&#8220; eine &#8222;einzigartige Chance, ein historisches Wahrzeichen neu zu beleben&#8220;.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1642718_apple-baustelle-an-seidlstrasse_artikelbild-75proz_1FmGKc_sypZlq.jpg\" alt=\"Im Hintergrund das fertige \u201eKarl\u201c von Apple, im Vordergrund die Baustelle f\u00fcr die Erweiterung an der Seidlstra\u00dfe.\" title=\"Im Hintergrund das fertige \u201eKarl\u201c von Apple, im Vordergrund die Baustelle f\u00fcr die Erweiterung an der Seidlstra\u00dfe.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Im Hintergrund das fertige \u201eKarl\u201c von Apple, im Vordergrund die Baustelle f\u00fcr die Erweiterung an der Seidlstra\u00dfe.<br \/>\n      \u00a9 Imago\/S. Gottschalk<\/p>\n<p>    Im Hintergrund das fertige \u201eKarl\u201c von Apple, im Vordergrund die Baustelle f\u00fcr die Erweiterung an der Seidlstra\u00dfe.<\/p>\n<p>von Imago\/S. Gottschalk <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>&#8222;Silicon Maxvorstadt&#8220;: Apple und Google bauen riesige B\u00fcros<\/p>\n<p>Belebt wird die Maxvorstadt auch durch einen weiteren IT-Neubau nur einen Steinwurf weit weg: An der Ecke Karlstra\u00dfe\/Seidlstra\u00dfe erweitert <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/apple\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apple<\/a> sein Chip-Zentrum. Das Grundst\u00fcck daf\u00fcr hat der Freistaat dem Weltkonzern f\u00fcr eine Viertelmilliarde Euro verkauft. Das war der teuerste Deal des Jahres 2023 \u2013 und hat dem Freistaat viel Kritik eingebracht, weil er das Grundst\u00fcck nicht in Erbpacht vergeben hat. Auf viele konkrete Fragen der AZ zum Neubau an der Seidlstra\u00dfe antwortet Apple nicht. Wie viele Mitarbeiter dort einziehen werden und wann der Bau fertig sein soll, bleibt offen.<\/p>\n<p>Der Tech-Konzern verweist lediglich auf eine zwei Jahre alte Pressemitteilung. Dort r\u00fchmt sich Apple daf\u00fcr, &#8222;in den n\u00e4chsten sechs Jahren zus\u00e4tzlich eine Milliarde Euro in den Ausbau seines Europ\u00e4ischen Zentrums f\u00fcr Chip-Design im Herzen von M\u00fcnchen zu investieren&#8220;.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1642719_apple-chef-tim-cook-in-muenchen_artikelbild-75proz_1FmGJW_nEfyzQ.jpg\" alt=\"2022 im September war der Apple-Chef Tim Cook (Mitte) am Standort an der Karlstra\u00dfe zu Besuch.\" title=\"2022 im September war der Apple-Chef Tim Cook (Mitte) am Standort an der Karlstra\u00dfe zu Besuch.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      2022 im September war der Apple-Chef Tim Cook (Mitte) am Standort an der Karlstra\u00dfe zu Besuch.<br \/>\n      \u00a9 Apple\/Brooks Kraft<\/p>\n<p>    2022 im September war der Apple-Chef Tim Cook (Mitte) am Standort an der Karlstra\u00dfe zu Besuch.<\/p>\n<p>von Apple\/Brooks Kraft <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Dazu kommen noch zwei Standorte in der Nachbarschaft, in der Denis- und in der Marsstra\u00dfe. Genaue Zahlen sind nicht zu finden, aber es sollen bald \u00fcber 2000 Personen f\u00fcr Apple in M\u00fcnchen arbeiten.<\/p>\n<p>Tausende Tech-Arbeiter kommen nach M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Was das f\u00fcr die st\u00e4dtische Infrastruktur konkret bedeutet, kann die Stadt nicht sagen, wie aus einem Schreiben des Planungsreferats auf eine \u00d6DP-Anfrage im Stadtrat von 2023 hervorgeht. Nur: &#8222;Es ist davon auszugehen, dass die Mitarbeiter*innen der Firma Apple an verschiedenen Stellen im Ballungsraum M\u00fcnchen einen Wohnsitz finden.&#8220;<\/p>\n<p>Tausende neue Menschen, die gutes Geld verdienen, ver\u00e4ndern ein Viertel jedenfalls, auch wenn sie nicht alle direkt im n\u00e4chsten Umfeld mit ihren Familien auch wohnen werden.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1642716_google-arnulfpost-3_artikelbild-75proz_1FmGJF_jrweAv.jpg\" alt=\"Der Google-Standort Arnulfpost wie er aussehen wird, wenn er fertig ist.\" title=\"Der Google-Standort Arnulfpost wie er aussehen wird, wenn er fertig ist.\" width=\"609\" height=\"258\"\/><\/p>\n<p>      Der Google-Standort Arnulfpost wie er aussehen wird, wenn er fertig ist.<br \/>\n      \u00a9 Google<\/p>\n<p>    Der Google-Standort Arnulfpost wie er aussehen wird, wenn er fertig ist.<\/p>\n<p>von Google <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Der Bezirksausschuss (BA) Maxvorstadt macht sich darum schon l\u00e4nger Sorgen; um den zus\u00e4tzlichen Druck, der sowieso schon auf dem hiesigen Mietwohnungsmarkt lastet. Einstimmig hat er schon 2020 zum ersten Mal gefordert, dass die Unternehmen dazu verpflichtet werden sollen, Werkswohnungen zu bauen. Dazu gab es, wie zum Beispiel aus einer Antwort des Planungsreferats hervorgeht, schon vor Jahren Gespr\u00e4che mit Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/dieter-reiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieter Reiter<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPD<\/a>).<\/p>\n<p>Zuzug von Tech-Firmen: OB Reiter macht seit Jahren &#8222;Anti-Werbung&#8220;<\/p>\n<p>Reiter gab sich immer wieder zwiegespalten, was die Ansiedlung der Tech-Konzerne in M\u00fcnchen betrifft. Er mache seit Jahren &#8222;Anti-Werbung&#8220;, denn &#8222;Millionen an Gewerbesteuern werden uns trotzdem nicht aus den Ohren laufen&#8220;, sagte er vor einigen Jahren zur AZ.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1642715_stichwahlen-zur-kommunalwahl-muenchen_artikelbild-75proz_1FmGJk_Ge7ybb.jpg\" alt=\"Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD).\" title=\"Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD).\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD).<br \/>\n      \u00a9 dpa\/Matthias Balk<\/p>\n<p>    Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD).<\/p>\n<p>von dpa\/Matthias Balk <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Reiters Konkurrent im Rennen um den Chefsessel in M\u00fcnchen, CSU-OB-Kandidat Clemens Baumg\u00e4rtner, br\u00fcstet sich derweil damit, in seiner Rolle als Wirtschaftsreferent daran beteiligt gewesen zu sein, Apple und Google nach M\u00fcnchen zu holen.<\/p>\n<p>Google: Mitarbeiter &#8222;wollen sich selber entfalten&#8220;<\/p>\n<p>Es war &#8222;gar keine so einfache Geschichte&#8220;, sagt er in einem Video auf Instagram. Er habe dabei geholfen, &#8222;durch diesen Beh\u00f6rdendschungel, der diesen Investitionsentscheidungen scheinbar entgegensteht, durchzunavigieren. Das war mein Job als Wirtschaftsreferent&#8220;.<\/p>\n<p>Kritische Worte Baumg\u00e4rtners zu Google nach einem Besuch der Arnulfpost im Jahr 2022, weil der Konzern auf Werkswohnungsbau verzichtet, verschwanden nach kurzer Zeit wieder von seinem Posting auf Instagram. Google selber sagte auch schon vor Jahren zur AZ zu dem Thema Werkswohnungen, man biete keine an, &#8222;da sich unsere Mitarbeiter:innen selbst entfalten wollen&#8220;.<\/p>\n<p>Eine Pflicht gibt es in M\u00fcnchen aktuell nicht, weder gesetzlich noch auf Grundlage eines Stadtratsbeschlusses, der das fordern k\u00f6nnte. Die SPD-Stadtratsfraktion hat das 2019 schon gefordert, die \u00d6DP\/M\u00fcnchen Liste hat das Thema im September 2023 erneut in den Stadtrat gebracht \u2013 die Antr\u00e4ge wurden bis heute noch nicht behandelt.<\/p>\n<p>Neue Idee: Freiwilliger Fonds f\u00fcr sozialen Wohnungsbau<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen im BA Maxvorstadt haben nun eine neue Idee eingebracht. Ein freiwilliger Fonds f\u00fcr sozialen Wohnungsbau, in den die Unternehmen einzahlen, &#8222;insbesondere in der Maxvorstadt und den angrenzenden Innenstadtbezirken&#8220;. Damit soll preisg\u00fcnstiger Wohnraum gef\u00f6rdert werden. In \u00e4hnlichen Ballungsr\u00e4umen in Gro\u00dfst\u00e4dten, insbesondere in den USA, seien die Tech-Konzerne schon bereit, &#8222;sich mit Milliardenbetr\u00e4gen am sozialen Wohnungsbau zu beteiligen&#8220;, so die Gr\u00fcnen. Das soll auch in M\u00fcnchen passieren, &#8222;bevor sich die soziale Schieflage weiter zuspitzt&#8220;, so die Gr\u00fcnen.<\/p>\n<p>Jetzt wird in M\u00fcnchen aber erst noch gebaut, sowohl an der Arnulfpost bei Google als auch an der Seidlstra\u00dfe bei Apple.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Selbstverst\u00e4ndlich br\u00fcstet sich Google damit, dass der Tech-Riese beim Ausbau der Arnulfpost gleich an der Hackerbr\u00fccke auch &#8222;\u00f6ffentliche&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":693373,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,1268],"class_list":{"0":"post-693372","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115838634302862184","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693372","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=693372"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693372\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/693373"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=693372"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=693372"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=693372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}