{"id":693697,"date":"2026-01-04T23:17:25","date_gmt":"2026-01-04T23:17:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693697\/"},"modified":"2026-01-04T23:17:25","modified_gmt":"2026-01-04T23:17:25","slug":"kinderdomguides-in-aachen-kinder-fuehren-durch-den-aachener-dom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693697\/","title":{"rendered":"Kinderdomguides in Aachen: Kinder f\u00fchren durch den Aachener Dom"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">An diesem Sonntag ist es in Aachen windig, regnerisch und vor allem klirrend kalt. Auch im Aachener Dom ist es nicht viel w\u00e4rmer. Ena (11), Jonas (12), Lily (11) und Marie (12) sind trotzdem gut gelaunt, als sie sich auf ihre zweist\u00fcndige \u201eSchicht\u201c in dem Gotteshaus vorbereiten. Ge\u00fcbt binden sie sich ihre gelben Halst\u00fccher um, und schon kann es losgehen. Eine gro\u00dfe Gruppe Kinder und ihre Eltern erwartet sie bereits im Domfoyer. Denn die vier sind Kinderdomguides, und an diesem Tag leiten sie mehrere F\u00fchrungen speziell f\u00fcr Kinder.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Diese F\u00fchrungen gibt es bereits seit rund 20 Jahren. Doch sei das Angebot \u00fcber die Jahre immer wieder eingeschlafen, zuletzt aufgrund von Corona, wie Roswitha Caspar-Bours schildert. \u201eNach der Pandemie hatte ich in meinem Ruhestand dann die Idee, neue Kinder auszubilden\u201c, erkl\u00e4rt die ehemalige Lehrerin der Domsingschule. Gesagt, getan: Nach einer rund einj\u00e4hrigen Ausbildung, bei der die Jungen und M\u00e4dchen nicht nur Wissenswertes \u00fcber das Aachener Weltkulturerbe gepaukt, sondern auch das freie Sprechen vor Publikum ge\u00fcbt haben, sind inzwischen wieder sieben Kinderdomf\u00fchrerinnen und -f\u00fchrer \u2013 alles ehemalige Domsingsch\u00fcler \u2013 im Einsatz. <\/p>\n<p>Los geht\u2018s am Karlsschrein: Ge\u00fcbt pr\u00e4sentieren die beiden M\u00e4dchen ihren Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rern allerlei Wissenswertes zum Aachener Dom und seinen Besonderheiten. \u00a0Foto: Dagmar Meyer-Roeger<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Darunter auch Lily und Marie, die ihren ersten Rundgang in der Chorhalle beginnen. \u201eWir fangen drinnen an, drau\u00dfen ist es einfach zu kalt\u201c, sagt Marie, bevor sie ihr Publikum in einem Halbkreis um den Karlsschrein versammelt und begr\u00fc\u00dft. Fragen seien immer willkommen, best\u00e4tigt die 12-J\u00e4hrige selbstbewusst: \u201eWir wissen fast alles \u00fcber den Dom.\u201c Rund ein Dutzend Kinder und Eltern sind bei dieser ersten F\u00fchrung des Tages dabei. \u201eWir waren noch nie mit den Kindern im Dom und die Kinderdomf\u00fchrung klang interessant\u201c, erz\u00e4hlt die Aachenerin Verena Maronde, die mit ihrem Mann und ihren beiden T\u00f6chtern an der F\u00fchrung teilnimmt. \u201eVielleicht h\u00f6ren die Kinder anderen Kindern eher zu.\u201c <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Tats\u00e4chlich ist das junge Publikum erstaunlich aufmerksam, als Lily  schildert, warum der Dom rund 600 Jahre nach seiner Einweihung um die Chorhalle erweitert wurde: \u201eDamals kamen wegen der Pest viele Pilger nach Aachen. Das ist eine schlimme Krankheit und die Leute kamen in den Dom, um f\u00fcr ihre Gesundheit zu beten.\u201c Marie erkl\u00e4rt daraufhin, was es mit dem Karlsschrein auf sich hat und geht dabei auf seine Geschichte, seine Gestaltung und insbesondere auf seinen Inhalt ein. Auch zum Marienschrein haben die beiden M\u00e4dchen viele Daten und Fakten parat: Nur bei der Aufz\u00e4hlung der enthaltenen Reliquien muss Lily einen raschen Blick auf ihre Karteikarten werfen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/lokales\/region-aachen\/aachen\/traegt-die-muttergottes-im-aachener-dom-rolex\/106152126.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"106152126\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Tr\u00e4gt die Muttergottes im Aachener Dom Rolex?<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Interaktiv wird es kurz darauf im Oktogon. Die M\u00e4dchen haben einen Fu\u00df aus Fotokarton mitgebracht, den jedes Kind mal mit dem eigenen vergleichen darf. \u201eDas ist ein karolingischer Fu\u00df\u201c, sagt Lily und erkl\u00e4rt, dass diese L\u00e4ngeneinheit beim Bau des Doms ma\u00dfgeblich war. \u201eDamals gab es ja noch kein Meterma\u00df.\u201c \u00dcber die Mosaike und den Barbarossaleuchter berichten die M\u00e4dchen ebenfalls allerhand Interessantes, sodass sogar einige Dombesucher spontan ihren Schilderungen lauschen. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Dann geht es doch einmal kurz raus in die K\u00e4lte, schlie\u00dflich geh\u00f6rt zu jeder Domf\u00fchrung die Dombausage \u2013 und dabei muss nat\u00fcrlich nach dem Daumen des Teufels gef\u00fchlt werden. \u201eKeine Sorge, es ist kein echter Daumen aus Fleisch und Blut\u201c, beruhigt Lily die Kinder. Nach einem Stopp beim Dommodell, geht es schlie\u00dflich noch zu einem Highlight des Doms, das Besucherinnen und Besucher sonst nicht zu Gesicht bekommen: dem K\u00f6nigsthron. \u201eWie stellt ihr euch denn einen Thron vor? Schwarz oder knallpink?\u201c, fragen die Domf\u00fchrerinnen auf dem Weg dorthin. \u201eVielleicht aus Holz und mit Edelsteinen verziert\u201c, \u00fcberlegt eine junge Teilnehmerin. <\/p>\n<p>Wo ist diese Maus zu finden? Lily schickt die Kinder zum Abschluss ihrer Tour auf \u201eM\u00e4usejagd\u201c im Dom.  \u00a0Foto: Dagmar Meyer-Roeger<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Tats\u00e4chlich ist der K\u00f6nigthron aus Marmor, wie Marie und Lily kurz darauf demonstrieren, obwohl man das nicht mehr so gut erkennen k\u00f6nne, seit der Thron im Zweiten Weltkrieg zum Schutz eingemauert wurde. \u201eAn der Seite sind drei Vierecke zu sehen. Das ist ein M\u00fchlespiel, das wurde wahrscheinlich eingeritzt, als die Platten in Jerusalem lagen\u201c, gibt Lily einen weiteren spannenden Fakt zum Besten. \u201eWahrscheinlich hatten Soldaten Langeweile\u201c, erg\u00e4nzt Marie. 30 K\u00f6nige und 12 K\u00f6niginnen seien auf dem Thron gekr\u00f6nt worden.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Nun d\u00fcrfen die Teilnehmenden noch auf \u201eM\u00e4usejagd\u201c gehen: Zwei davon sind n\u00e4mlich im Wandmosaik zu entdecken. Leni (8) findet sie auf Anhieb. Weil dann immer noch ein bisschen Zeit \u00fcbrig ist, sagen Marie und Lily noch ein paar Worte zu Kaiser Karl. \u201eWir m\u00fcssen das vom Blatt ablesen, ich hoffe, das ist nicht so schlimm\u201c, sagt Lily. Dem ist nicht so, zumindest f\u00e4llt das Fazit der Teilnehmenden eindeutig aus: \u201eIch fand alles gut und vor allem, dass es ein Dommodell f\u00fcr blinde Menschen gibt\u201c, sagt Leni. F\u00fcr die zehnj\u00e4hrige Jule waren vor allem die Reliquien ein Highlight: \u201eDas fand ich sehr spannend. Es ist toll, dass sie in Aachen gelagert und manchmal ausgestellt werden.\u201c Dem kann sich Marie nur anschlie\u00dfen: \u201eDas ist wirklich etwas Besonderes, dass unsere kleine Stadt so etwas hat.\u201c <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/lokales\/region-aachen\/aachen\/lit-und-on-point-aachener-dompropst-68-begeistert-mit-besonderem-video\/72910226.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__w3AgI RelatedTeaser_related-teaser--image__GJcRr read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"72910226\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:\u201eLit\u201c und \u201eon point\u201c:  Aachener Dompropst (68) begeistert mit besonderem Video<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Sie und Lily sind mit ihrer Tour ebenfalls ziemlich zufrieden. \u201eWir waren ein bisschen aufgeregt und haben uns teilweise versprochen, aber das merkt meistens keiner\u201c, sagt Lily. Zumal sie so viel nettes Feedback wie nie zuvor erhalten h\u00e4tten. Beide wollen noch eine Weile mit den F\u00fchrungen weitermachen, obwohl derzeit auch eine neue Generation von Guides ausgebildet wird. \u201eMir macht es einfach sehr viel Spa\u00df. Es ist sch\u00f6n, wenn man wei\u00df, dass einem zugeh\u00f6rt wird und dass man Kindern etwas beibringen kann\u201c, sagt Lily. Eigentlich stehe sie nicht so gerne vor Publikum, aber durch die F\u00fchrungen traue sie sich nun viel mehr zu. Diesen Eindruck teilt auch Roswitha Caspar-Bours, die sich nach wie vor zweimal im Monat mit der Gruppe trifft: \u201eAnfangs waren sie teilweise sch\u00fcchtern und leise, jetzt sind sie viel sicherer und selbstbewusster. Die Kinder sind mit viel Engagement und Begeisterung bei der Sache.\u201c <\/p>\n<p>Tickets und Termine<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__exhQA Paragraph_paragraph--default-lg-default__8QZrI articleParagraph\">Die Kinderdomf\u00fchrungen finden in der Regel einmal im Monat sonntags statt. Eine F\u00fchrung dauert rund 45 Minuten und richtet sich an Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Pro Kind ist maximal ein Erwachsener als Begleitung vorgesehen. Die n\u00e4chsten F\u00fchrungen finden am Sonntag, 18. Januar, und am Sonntag, 22. Februar, statt. Weitere Infos und Tickets unter: <a class=\"LinkText_link-text__4lolN annotation-link_annotationLink__nXU8B\" href=\"https:\/\/aachenerdom.de\/ort-der-besichtigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aachenerdom.de\/ort-der-besichtigung\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An diesem Sonntag ist es in Aachen windig, regnerisch und vor allem klirrend kalt. Auch im Aachener Dom&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":693698,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1209,12],"class_list":{"0":"post-693697","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115839385255995971","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=693697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693697\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/693698"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=693697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=693697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=693697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}