{"id":693793,"date":"2026-01-05T00:14:16","date_gmt":"2026-01-05T00:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693793\/"},"modified":"2026-01-05T00:14:16","modified_gmt":"2026-01-05T00:14:16","slug":"eines-von-muenchens-groessten-problemen-das-sagt-ob-reiter-zur-wohnungsnot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/693793\/","title":{"rendered":"Eines von M\u00fcnchens gr\u00f6\u00dften Problemen: Das sagt OB Reiter zur Wohnungsnot"},"content":{"rendered":"<p><strong>AZ: Herr Reiter, wenn wir uns Ende 2026 wieder treffen: Was wird sich in diesem Jahr in M\u00fcnchen definitiv ver\u00e4ndert haben?<br \/><\/strong>DIETER REITER: Wenn ich noch auf diesem Platz sitzen sollte, m\u00fcssen wir bei den Baustellen sp\u00fcrbar etwas ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p><strong>Der CSU-OB-Kandidat Clemens Baumg\u00e4rtner nennt sich Baustellen-Schreck. Redet es sich leichter, weil er nicht in Verantwortung ist?<br \/><\/strong>Er war als Wirtschaftsreferent sechs Jahre in der Verantwortung. Da war er f\u00fcr die Baustellen der Stadtwerke zust\u00e4ndig. Nur vergisst er das manchmal. Wenn er eine schmissige Idee hat, wie man die Baustellen schnell zur\u00fcckbauen kann, kann er mir gerne schreiben. Ich habe bisher noch keine L\u00f6sung von ihm vernommen.<\/p>\n<p><strong>Aber das ist doch ein Problem f\u00fcr Sie, dass sich die Leute fragen, warum es mit Ihnen nicht schon l\u00e4ngst besser ist?<br \/><\/strong>Das ist ein Prozess, den man nicht von heute auf morgen hinkriegt. Aber wir sind in der Koordinierung schon deutlich besser geworden, auch wenn noch viel Luft nach oben ist. Meine Vorstellung ist, dass alle Baustellen auf einer digitalen Karte eingetragen sind und die Stra\u00dfe m\u00f6glichst nur einmal aufgegraben werden muss.<\/p>\n<p><strong>Lassen Sie uns weiter in die Zukunft blicken, ans Ende der n\u00e4chsten Amtszeit, ins Jahr 2032. Wie sieht M\u00fcnchen aus?<br \/><\/strong>Wenn alles so funktioniert, wie man es sich in seinen Tr\u00e4umen vorstellt, dann sind weniger Autos in der Innenstadt. Verkehrswende bedeutet nicht mehr, dass wir uns um Radlwege streiten, sondern dass wir einen bezahlbaren und zuverl\u00e4ssigen \u00f6ffentlichen Nahverkehr haben. In unserer Innenstadt stehen mehrere tausend B\u00e4ume und unsere Pl\u00e4tze sehen noch sch\u00f6ner aus.<\/p>\n<p><strong>An welche denken Sie?<br \/><\/strong>Ich w\u00fcrde als OB gerne mal am Willy-Brandt-Platz sitzen und sagen: Es ist sau-gem\u00fctlich hier. Momentan sieht es da aus, als w\u00e4re ein Betonlaster umgefallen. Auch das Tal w\u00fcrde ich gerne umgestalten \u2013 als Fu\u00dfg\u00e4ngerzone mit einem, soweit das technisch funktioniert, freigelegten Stadtbach. F\u00fcr die Anwohner und die Anlieferung muss es nat\u00fcrlich L\u00f6sungen geben. Aber das klappt in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone auch. Und was ich f\u00fcr M\u00fcnchen auf keinen Fall will: Dass sich Menschen, die hier geboren sind und lange hier gearbeitet haben, die Stadt nicht mehr leisten k\u00f6nnen. Das hei\u00dft, wir m\u00fcssen schauen, dass die Mieten nicht weiter explodieren.<\/p>\n<p>M\u00fcnchner OB Dieter Reiter: &#8222;Ich bin entt\u00e4uscht&#8220;<\/p>\n<p><strong>Haben Sie einen Vorschlag, wie man den sozialen Wohnungsbau retten kann?<br \/><\/strong>Wir reden eben nicht vom Wohnungsbau. Ich muss keine neuen Wohnungen bauen, um Mieter zu sch\u00fctzen, denn die haben schon Wohnungen. Wohnungsbau wird immer schwieriger, weil es vor Ort immer mehr Widerstand dagegen gibt: Anwohner haben das Gef\u00fchl, dass das Nachbargrundst\u00fcck unbebaut bleiben soll, die Stadt ohnehin zu voll ist und wir auch nicht mehr viele Fl\u00e4chen haben. Wir werden sicher keine Parks zubauen.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1641883_oberbuergermeister-dieter-reiter_artikelbild_1FlDIm_lZ35KM.jpg\" alt=\"\u00dcber seine Parteikollegen in Berlin ist der SPDler Dieter Reiter entt\u00e4uscht. Beim Mieterschutz h\u00e4tte er sich mehr erwartet.\" title=\"\u00dcber seine Parteikollegen in Berlin ist der SPDler Dieter Reiter entt\u00e4uscht. Beim Mieterschutz h\u00e4tte er sich mehr erwartet.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      \u00dcber seine Parteikollegen in Berlin ist der SPDler Dieter Reiter entt\u00e4uscht. Beim Mieterschutz h\u00e4tte er sich mehr erwartet.<\/p>\n<p>    \u00dcber seine Parteikollegen in Berlin ist der SPDler Dieter Reiter entt\u00e4uscht. Beim Mieterschutz h\u00e4tte er sich mehr erwartet.<br \/>\n &#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>Aber beim Mieterschutz haben Sie ja gar keinen Einfluss, oder?<br \/><\/strong>Nur f\u00fcr die eigenen Wohnungen der st\u00e4dtischen Wohnungsgesellschaft M\u00fcnchner Wohnen. F\u00fcr die habe ich einen Mietenstopp durchgesetzt. Davon profitieren 150.000 M\u00fcnchner. Die Bundesregierung k\u00f6nnte noch mehr Menschen helfen. Warum darf ein Vermieter alle drei Jahre 15 Prozent mehr Miete verlangen? Keiner w\u00fcrde arm werden, wenn es nur noch f\u00fcnf Prozent w\u00e4ren. Wieso k\u00f6nnen wir nicht mehr gegen Leerstand und Airbnb tun? Das haben wir versucht, aber vor Gericht verloren. Es fehlen uns schlicht die rechtlichen Instrumente.<\/p>\n<p><strong>Die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPD<\/a> regiert mit. Wie sauer sind Sie auf Ihre Kollegen in Berlin?<br \/><\/strong>Sauer ist das falsche Wort. Ich bin entt\u00e4uscht \u2013 von der vorherigen Regierung und von dieser auch. Seit 12 Jahren schreibe ich Briefe, aber nichts \u00e4ndert sich.<\/p>\n<p>&#8222;Was ich verspreche, halte ich&#8220;<\/p>\n<p><strong>Wie geht es mit dem Mietenstopp der M\u00fcnchner Wohnen weiter?<br \/><\/strong>Der l\u00e4uft Ende 2026 aus. Mehr kann ich erst dann sagen, wenn ich den Haushalt 2027 kenne. Ich bin keiner, der im Wahlkampf das Blaue vom Himmel verspricht. Was ich verspreche, halte ich. Mein Wunsch ist, den Mietenstopp fortzusetzen, wenn wir es uns leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sie haben fr\u00fcher in der K\u00e4mmerei gearbeitet. \u00dcber Sie wurde immer gesagt, dass Sie gut haushalten. Trotzdem sieht es nun so aus, als h\u00e4tte die Stadt \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse gelebt. Schmerzt Sie das?<br \/><\/strong>Wir machen es wie jedes Unternehmen: F\u00fcr Investitionen nehmen wir Kredite auf und unsere laufenden Kosten bezahlen wir. Aber nat\u00fcrlich \u00e4rgert mich unsere Finanzsituation, weil wir kein Einnahmenproblem haben. Aber es gab viele externe Ereignisse: Am Anfang dieser Amtsperiode war Corona. Die Baukosten sind in der Folge um 60 Prozent gestiegen. Vor kurzem habe ich eine Schule eingeweiht, die 135 Millionen gekostet hat. Geplant war sie f\u00fcr die H\u00e4lfte. Wir haben Trambahn-Linien f\u00fcr zweistellige Millionen-Betr\u00e4ge geplant und bauen jetzt so sch\u00f6n langsam vor uns hin. Aber jetzt kosten die dicke dreistellige Millionenbetr\u00e4ge. Auch die Personalkosten machen viel aus. In meiner Zeit sind 10.000 Stellen hinzugekommen, weil die Einwohnerzahl gestiegen ist, weil die Aufgaben mehr geworden sind und weil unser Standard in M\u00fcnchen oft sehr hoch ist.<\/p>\n<p><strong>Sie werden als SPD-OB aber keine Tarif-Abschl\u00fcsse kritisieren?<br \/><\/strong>Wir hatten enorme Tarifsteigerungen, gleichzeitig wird die Wochenarbeitszeit reduziert. Dass das auf Dauer finanzpolitisch gesehen keine gesunde Struktur ist, ist klar. Bei der MVG k\u00f6nnen wir die Lohnsteigerungen nicht ansatzweise durch teurere Ticketpreise ausgleichen.<\/p>\n<p><strong>Ist M\u00fcnchens Finanzsituation dramatisch oder ist das Wort zu gro\u00df?<br \/><\/strong>Dann ist die Finanzsituation aller deutschen Kommunen dramatisch. Von \u00fcber 2000 Kommunen in Bayern k\u00f6nnen nur noch wenige einen genehmigungsf\u00e4higen Haushalt vorlegen. Dazu geh\u00f6ren auch wir. Da muss die Bundesregierung doch endlich dar\u00fcber nachdenken, ob das Geld richtig verteilt ist.<\/p>\n<p><strong>Sie meinten vorhin: Wir bauen die Tram sch\u00f6n langsam vor uns hin. Wird es f\u00fcr die Stadt nicht zum Problem, wenn Projekte ewig dauern? Das macht sie doch auch teurer.<br \/><\/strong>Die Projekte dauern zu lang, weil zu viele Vorgaben erf\u00fcllt sein m\u00fcssen. Jahrelang war das gar kein Problem, weil die Baukosten nicht in dem Ausma\u00df gestiegen sind. Das hat sich ver\u00e4ndert. Auch die Zinsen haben sich ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcssten Sie als Chef der Verwaltung nicht mehr Druck machen?<br \/><\/strong>Wie gesagt: Finanzpolitisch war es lange kein Problem. Ansonsten wissen Sie, dass Geduld nicht meine gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke ist.<\/p>\n<p><strong>Wo werden Sie 2026 sparen?<br \/><\/strong>Sparen hei\u00dft bei uns: weniger mehr ausgeben. Wir reden davon, dass im Kultur- und Sozialbereich die Zusch\u00fcsse nicht steigen. Wir finanzieren nach wie vor Dinge, die sich keine andere Stadt leisten will und kann. Aber wir m\u00fcssen uns Gedanken machen. Deswegen werden wir keine neuen Stellen mehr schaffen und von den frei werdenden k\u00f6nnen wir maximal jede zweite besetzen. Und der Stadtrat muss priorisieren und dann entscheiden.<\/p>\n<p>&#8222;Ich werde mich daf\u00fcr einsetzen, dass die Kinderg\u00e4rten kostenlos bleiben&#8220;<\/p>\n<p><strong>Bleiben die Kinderg\u00e4rten kostenlos?<br \/><\/strong>Ich hoffe es ganz stark. Es h\u00e4ngt von der Haushaltssituation ab. Ich werde mich aber daf\u00fcr einsetzen, dass sie kostenlos bleiben.<\/p>\n<p><strong>Egal, ob beim Mietenstopp oder bei den Kinderg\u00e4rten \u2013 von den Gr\u00fcnen h\u00f6rt man gern: Die, die viel verdienen, sollen mehr zahlen. K\u00f6nnte man so das System nicht entlasten?<br \/><\/strong>Das w\u00e4re ein unglaublich gro\u00dfer administrativer Aufwand, der das, was man einspart, wieder auffrisst. Fragen Sie doch mal die Gr\u00fcnen, wie sie das genau l\u00f6sen w\u00fcrden. Die administrative Kompetenz der Gr\u00fcnen erlebe ich t\u00e4glich in bestimmten Spitzenpositionen gr\u00fcn-gef\u00fchrter Referate. Die sind absolut durchsetzungsstark, unglaublich schnell und untereinander brutal gut vernetzt.<\/p>\n<p><strong>Ihre Ironie h\u00f6rt man in der Zeitung leider nicht.<br \/><\/strong>(lacht) Nat\u00fcrlich profitieren vom kostenlosen Kindergarten auch Menschen, die es vielleicht nicht br\u00e4uchten. Aber allen Parteien m\u00fcsste klar sein, dass eine Familie, die 80.000 Euro im Jahr verdient und zwei Kinder hat, nicht reich ist und dass es f\u00fcr sie einen Unterschied macht, ob sie jeden Monat 600 Euro f\u00fcr die Kita zahlt oder nicht. Wir haben die Familien bewusst entlastet. Der Weg zur\u00fcck ist schwer.<\/p>\n<p><strong>Der Mittagessen-Zuschuss wurde ja schon gek\u00fcrzt.<br \/><\/strong>Das verstehen die Menschen auch. Aber da reden wir von 60 bis 70 Euro. Der Kita-Platz hat fr\u00fcher 600 bis 800 Euro gekostet. Da geht es um Existenzen. Wenn wir es uns nicht mehr leisten k\u00f6nnten, k\u00f6nnten wir die Geb\u00fchr allenfalls schrittweise wieder anpassen. Ich will nicht, dass sich M\u00fcnchen nur noch Singles leisten k\u00f6nnen, die in einem IT-Unternehmen 15.000 Euro im Monat verdienen.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1641881_oberbuergermeister-dieter-reiter_artikelbild_1FlDFT_fNHN1R.jpg\" alt=\"Sein Ziel: Nicht nur Gro\u00dfverdiener sollen sich M\u00fcnchen leisten k\u00f6nnen.\" title=\"Sein Ziel: Nicht nur Gro\u00dfverdiener sollen sich M\u00fcnchen leisten k\u00f6nnen.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      Sein Ziel: Nicht nur Gro\u00dfverdiener sollen sich M\u00fcnchen leisten k\u00f6nnen.<br \/>\n      \u00a9 Daniel Loeper<\/p>\n<p>    Sein Ziel: Nicht nur Gro\u00dfverdiener sollen sich M\u00fcnchen leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>von Daniel Loeper <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>Machen Sie in den n\u00e4chsten Wochen auch mal Pause von den Amtsgesch\u00e4ften, um Wahlkampf zu machen?<br \/><\/strong>Nein, es gibt ja viel zu tun und ich bin eh jeden Tag drau\u00dfen und rede mit vielen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern &#8211; \u00fcbrigens seit Beginn meiner ersten Amtszeit auch bei meinen B\u00fcrgersprechstunden in den Stadtvierteln.<\/p>\n<p><strong>Das hei\u00dft, Ihr Februar \u201826 sieht gar nicht anders aus als der \u201825?<br \/><\/strong>Nicht viel jedenfalls. Warum auch? Ich habe vielleicht ein, zwei Diskussionsrunden. Ansonsten mache ich meine Arbeit. Aber es ist schon spannend, welche Ideen die anderen Kandidaten haben: <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/mvv\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MVV<\/a> gratis ab 80. Das w\u00fcrde zweistellige Millionenbetr\u00e4ge im Jahr kosten. Wer so was rauspustet, muss sich vorher schlau machen.<\/p>\n<p>&#8222;Meine Mama w\u00fcrde ihn nicht in ihr Nachtgebet einschlie\u00dfen&#8220;<\/p>\n<p><strong>Die Idee von <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/dominik-krause\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dominik Krause<\/a> ist, die Ticketschalter abzubauen und so Geld zu sparen.<br \/><\/strong>Wer das macht, br\u00e4uchte sich in den Alten- und Servicezentren nicht mehr blicken lassen. Meine Mama w\u00fcrde ihn sicher nicht in ihr Nachtgebet einschlie\u00dfen. Es kann nicht jeder mit dem Smartphone umgehen. Au\u00dferdem h\u00e4tten wir dann direkt die n\u00e4chste Diskussion: Warum gratis ab 80? Warum nicht 70? Ich wollte eigentlich nur sagen: Bisher hatten meine Konkurrenten noch keine Idee, mit der ich mich ernsthaft auseinandersetzen m\u00fcsste.<\/p>\n<p><strong>Die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/csu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CSU<\/a> plakatiert, dass es in M\u00fcnchen No-Go-Areas gebe, fordert, dass man Bettler ausweisen m\u00fcsse. Kann man mit ihr zusammenarbeiten?<br \/><\/strong>Das ist mein dritter Wahlkampf gegen die CSU. Jedes Mal hat sie es mit Law and Order versucht, immer erfolglos. Nat\u00fcrlich gibt es Gegenden, wo man vielleicht weniger gern hingeht \u2013 zum Beispiel im Umfeld des Hauptbahnhofs.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie dort Angst um Ihre Sicherheit?<br \/><\/strong>Nein, das nicht. Aber es ist einfach keine Gegend, wo man unbedingt gern flaniert. So geht es doch den meisten, das war schon immer so. Im Alten Botanischen Garten, der dem Freistaat geh\u00f6rt, gab es aber wirklich Probleme und die haben wir als Stadt gel\u00f6st \u2013 und zwar gemeinsam mit der <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/polizei\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizei<\/a>. Ein Wahlkampf l\u00e4sst sich nicht damit gewinnen, dass man Menschen ver\u00e4ngstigt. Wenn, dann sollte man Ideen haben, wie man es besser macht.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1641851_dieter-reiter-in-seinem-buero-im-muenchner-rathaus_artikelbild_1FlBYD_EoCWcJ.jpg\" alt=\"OB Dieter Reiter erkl\u00e4rt Lokalchef Felix M\u00fcller (links) und Rathausreporterin Christina Hertel, warum er sich um den Wahlkampf keine gro\u00dfen Sorgen macht.\" title=\"OB Dieter Reiter erkl\u00e4rt Lokalchef Felix M\u00fcller (links) und Rathausreporterin Christina Hertel, warum er sich um den Wahlkampf keine gro\u00dfen Sorgen macht.\" width=\"812\" height=\"459\"\/><\/p>\n<p>      OB Dieter Reiter erkl\u00e4rt Lokalchef Felix M\u00fcller (links) und Rathausreporterin Christina Hertel, warum er sich um den Wahlkampf keine gro\u00dfen Sorgen macht.<br \/>\n      \u00a9 Daniel von Loeper<\/p>\n<p>    OB Dieter Reiter erkl\u00e4rt Lokalchef Felix M\u00fcller (links) und Rathausreporterin Christina Hertel, warum er sich um den Wahlkampf keine gro\u00dfen Sorgen macht.<\/p>\n<p>von Daniel von Loeper <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><strong>Clemens Baumg\u00e4rtner will eine fl\u00e4chendeckende Kamera-\u00dcberwachung.<br \/><\/strong>Hat er das mit dem Innenministerium abgesprochen? Ich denke nicht. Denn sonst h\u00e4tten Sie ihm erkl\u00e4rt, was rechtlich m\u00f6glich ist und was nicht. Und was genau will er mit den Videos machen? Will er sie sich daheim auf dem Sofa anschauen? Was ich sagen will: Das Gewaltmonopol hat die Polizei, nicht die Stadt.<\/p>\n<p><strong>Herr Baumg\u00e4rtner will abends Sicherheitsleute in jeder U-Bahn und an jeder Station.<br \/><\/strong>Auch das ist schwer umsetzbar. Wir finden nicht genug Personal. Und: Was sollten sie dort genau tun? Das sind keine Polizisten. Die MVG arbeitet aber eng mit der Polizei zusammen. Wir haben den Kommunalen Au\u00dfendienst geschaffen, damit der den M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner und G\u00e4sten als Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung steht und die Polizei unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>2026 f\u00e4llt die Entscheidung, welche deutsche Stadt sich f\u00fcr Olympia bewirbt. Ist Ihr gr\u00f6\u00dfter Wunsch f\u00fcr\u2019s Neue Jahr, dass M\u00fcnchen antreten darf?<br \/><\/strong>Nein. Ich f\u00e4nde es zwar sch\u00f6n, weil Olympia eine positive Stimmung bringen w\u00fcrde &#8211; in Zeiten, in denen nicht gerade alle gut gelaunt durch die Welt laufen. Aber andere Themen sind wichtiger: K\u00f6nnen die Kitas kostenlos bleiben? Kriege ich es hin, dass meine Mieter k\u00fcnftig nicht mehr Miete zahlen m\u00fcssen? Und das Wichtigste: Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn wir die Gesellschaft wieder n\u00e4her zusammenbringen k\u00f6nnten. Es gibt kein gutes Miteinander mehr. Ich w\u00fcnsche mir oft das Lebensgef\u00fchl von Schwabing in den 80er und 90er Jahren zur\u00fcck, mehr Zuversicht, mehr Gelassenheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AZ: Herr Reiter, wenn wir uns Ende 2026 wieder treffen: Was wird sich in diesem Jahr in M\u00fcnchen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":692087,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,2818,10917,2985,7134,1268,3748,19886,4396,1108,39469,6799],"class_list":{"0":"post-693793","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-kindergarten","12":"tag-kommunalwahl","13":"tag-kosten","14":"tag-mieten","15":"tag-muenchen","16":"tag-oberbuergermeister","17":"tag-plaetze","18":"tag-schoen","19":"tag-stadtrat","20":"tag-vision","21":"tag-wahlkampf"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115839609479429173","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=693793"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/693793\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/692087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=693793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=693793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=693793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}