{"id":694624,"date":"2026-01-05T08:57:12","date_gmt":"2026-01-05T08:57:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/694624\/"},"modified":"2026-01-05T08:57:12","modified_gmt":"2026-01-05T08:57:12","slug":"mehr-als-200-tote-tiere-nach-silvester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/694624\/","title":{"rendered":"Mehr als 200 tote Tiere nach Silvester"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Jahreswechsel ist f\u00fcr viele Menschen ein freudiges Ereignis: B\u00f6ller, Raketen und ein funkelnder Nachthimmel geh\u00f6ren f\u00fcr viele zur Tradition. Doch f\u00fcr Haus- und Wildtiere bedeutet Silvester meist Stress, Panik und oft akute Gefahr.<\/p>\n<p>L\u00e4rm als Gefahr<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Hunde, Katzen, Kaninchen, V\u00f6gel und selbst Fische reagieren empfindlich auf die lauten Knalleffekte und grellen Lichter. Ihr Geh\u00f6r ist deutlich sensibler als das des Menschen, sodass ein Knall f\u00fcr sie wie ein k\u00f6rperlicher Angriff wirken kann. Zu lauter L\u00e4rm kann sogar bleibende H\u00f6rsch\u00e4den verursachen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Tierschutzverein Bad Saulgau mit seinen beiden Tierheimen in Bad Saulgau und Sigmaringen warnt mit einer Statistik des Deutschen Tierschutzbundes eindringlich: \u201eBeim Jahreswechsel 2022\/23 meldeten unsere Partnertierheime 212 tote und 17 verletzte Tiere, unter ihnen sowohl Wild- als auch zahlreiche Haustiere.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die baden-w\u00fcrttembergische Landestierschutzbeauftragte Dr. Julia Stubenbord erkl\u00e4rte in einer Pressemitteilung im vergangenen Jahr: \u201eBis auf wenige Individuen empfinden Tiere Angst.\u201c Dies gelte f\u00fcr Haustiere, landwirtschaftlich genutzte Tiere sowie Wildtiere.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDie Besonderheit bei Tieren liegt darin, dass sie nicht abstrahieren k\u00f6nnen.\u201c Das bedeute, sie verstehen nicht, dass die Gefahr nach einer gewissen Zeit vorbei ist. Sie empfinden den Zustand als un\u00fcberwindbar ohne Aussicht auf ein Ende, was das Leid noch potenziert. Die Folgen seien dramatisch: Panik, Traumatisierung oder Entlaufen, teils sogar mit Todesfolge.<\/p>\n<p>Tipps vom Tierheimleiter<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Halterinnen und Halter von Haustieren k\u00f6nnen andererseits aktiv dazu beitragen, ihren Tieren die Silvesternacht zu erleichtern. Tierheimleiter Martin Grillenberger empfiehlt: Einen ruhigen R\u00fcckzugsort schaffen, T\u00fcren und Fenster geschlossen halten, L\u00e4rm durch Musik oder Radio d\u00e4mpfen, Ablenkung durch Spiele oder Leckerlis bieten und selbst ruhig bleiben. Spazierg\u00e4nge sollten fr\u00fchzeitig am Abend stattfinden, freilaufende Tiere bleiben drinnen, und Hunde sollten sicherheitshalber an einer doppelten Leine gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In den Tierheimen in Sigmaringen und Bad Saulgau sorgen die Mitarbeitenden f\u00fcr das Wohl der Tiere: In der Silvesternacht l\u00e4uft Radio in den Boxen, um den L\u00e4rm zu d\u00e4mpfen. Kurz nach Mitternacht schaut ein Mitarbeiter nach, ob alles in Ordnung ist.<\/p>\n<p>Silvesterstress trifft auch die Natur<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Auch Wildtiere leiden unter Silvesterfeuerwerk. V\u00f6gel verlieren bei Lichtblitzen und Knallger\u00e4uschen schnell ihre Orientierung, Wildtiere im Winterschlaf oder in Winterruhe wie Igel oder Flederm\u00e4use k\u00f6nnen durch St\u00f6rungen aufwachen, was ihren Stoffwechsel \u00fcberfordert. Besonders bedrohte heimische Arten sind dadurch zus\u00e4tzlich gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Ebenso ist die richtige Entsorgung von Feuerwerksresten entscheidend. Abgebrannte B\u00f6ller, Mehrschussbatterien oder Raketen enthalten Chemikalien, die in B\u00f6den und Gew\u00e4sser gelangen k\u00f6nnen. Zudem stellen Plastikreste und Scherben eine Gefahr f\u00fcr Tiere dar, wenn sie daran knabbern, und verursachen wirtschaftlichen Schaden f\u00fcr Landwirte.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p>R\u00fccksicht nehmen<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Es sollte deshalb nicht in der N\u00e4he von landwirtschaftlichen Betrieben geb\u00f6llert werden und grunds\u00e4tzlich nur dort, wo die Reste vollst\u00e4ndig aufgesammelt und fachgerecht entsorgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Tiere leiden still, doch ihr Stress ist real. Ein bewusster Umgang mit Feuerwerk \u2013 oder sogar ein Verzicht in der N\u00e4he von Tieren \u2013 kann Leben retten und den Jahreswechsel zu einem Fest machen, das niemanden traumatisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Jahreswechsel ist f\u00fcr viele Menschen ein freudiges Ereignis: B\u00f6ller, Raketen und ein funkelnder Nachthimmel geh\u00f6ren f\u00fcr viele&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":691454,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,30,13,14,15,12,2281,159872,3367,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-694624","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-silvester","15":"tag-silvesterstress","16":"tag-tierschutz","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115841665839303653","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/694624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=694624"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/694624\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/691454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=694624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=694624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=694624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}