{"id":69491,"date":"2025-04-29T02:13:08","date_gmt":"2025-04-29T02:13:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/69491\/"},"modified":"2025-04-29T02:13:08","modified_gmt":"2025-04-29T02:13:08","slug":"baumwollspinnerei-leipzig-galerierundgang-feiert-20-jubilaeum-11-spannende-fakten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/69491\/","title":{"rendered":"Baumwollspinnerei Leipzig: Galerierundgang feiert 20. Jubil\u00e4um \u2013 11 spannende Fakten"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"sprung7\" class=\"jumpLabel\"><strong>7. Der erste Rundgang am 30. April 2005 \u2013 Startschuss f\u00fcr die &#8222;Kunstfabrik&#8220;<\/strong><\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nIm Fr\u00fchjahr war es dann soweit: Neben Eigen+Art zogen auch die Galerien Dogenhaus (heute Jochen Hempel), die Maerzgalerie (heute Galerie Reiter), die Galerien Kleindienst, Andr\u00e9 Kermer und B\/2 mit auf das Gel\u00e4nde. Einzige Neugr\u00fcndung war die Galerie ASPN, damals auch die einzige mit einer Frau an der Spitze: Arne Linde f\u00fchrt die Galerie bis heute. Zum ersten Rundgang am 30. April und 1. Mai 2005 wurden \u00fcber 10.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Gel\u00e4nde gez\u00e4hlt. Ein fulminanter Auftakt und der Beginn einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung8\" class=\"jumpLabel\">8.<strong> Tanzende Dampfmaschinen und Partytempel<\/strong><\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr einige Jahre war die Spinnerei auch Anziehungspunkt f\u00fcr Leipzigs Partygemeinde. Die Tangofabrik lockte f\u00fcr viele Jahre nicht nur Freunde des argentinischen Tanzes in die Halle 11 der ehemaligen Fabrik, hier verlieh das Team aus Leipzigs Indieclub &#8222;Ilses Erika&#8220; auch den &#8222;Goldenen R\u00fcdiger&#8220; f\u00fcr die Alternative-K\u00fcnstler der Stadt und der damals noch junge Erfurter Rapper Clueso hostete Partys des Leipziger Partykollektivs &#8222;Stars for Soul&#8220;. In der Halle 7 tanzten bis 2016 fliegende M\u00e4ntel, fuhren rollende Betten \u00fcber den Dancefloor und menschenfressende Sofas verschlangen die G\u00e4ste der legend\u00e4ren Bimbo-Town-Partys des Aktionsk\u00fcnstlers Jim Whiting. Die spektakul\u00e4re Gro\u00dfinstallation musste weichen, weil die Halle 7 neuer Standort des Leipziger Naturkundemuseums werden sollte &#8211; ein Vorhaben, das nie in die Tat umgesetzt wurde.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung9\" class=\"jumpLabel\">9. Mehr als Malerei: auch Tanz, Schauspiel und Kino sind auf der Spinnerei heimisch <\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nSeit 2007 ist die Halle 7 der Spinnerei Spielst\u00e4tte des Leipziger Off-Theater e.V.s, kurz LOFFT. Damit hat Leipzigs freie Theaterszene eine wichtige B\u00fchne f\u00fcr Eigenproduktionen und internationale Koproduktionen. Das LOFFT ist auch einer der herausragenden Orte f\u00fcr zeitgen\u201a\u00f6ssischen Tanz in Leipzig.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSchon in den 90er-Jahren war das Leipziger Schauspiel mit einzelnen Produktionen auf dem Spinnereigel\u00e4nde aktiv. Heute ist die &#8222;Residenz&#8220; in der Halle 18 der Spinnerei eine feste Spielst\u00e4tte, wo ausschlie\u00dflich Gastspiele freier Theaterprojekte gezeigt werden. Ebenfalls in der Halle 18 sorgt das unabh\u00e4ngige LuRu-Kino f\u00fcr Schauspiel auf der gro\u00dfen Leinwand. Die Abk\u00fcrzung steht \u00fcbrigens f\u00fcr die Nachnamen der beiden Betreiber Christoph Ruckh\u00e4berle und Matthias Ludwig, die beide auch ansonsten eng mit der Spinnerei verbunden sind. Ruckh\u00e4berle hat hier sein Atelier, Ludwig betreut Presseanfragen und F\u00fchrungen \u00fcber das Gel\u00e4nde.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung10\" class=\"jumpLabel\">10. Heimat f\u00fcr Gewerbe und Startup-Schmiede<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nVon Galerien und K\u00fcnstlerateliers allein k\u00f6nnte das Gel\u00e4nde vermutlich nicht bewirtschaftet werden. Die Mischung macht es: Neben den \u00fcber hundert K\u00fcnstlerateliers und den mittlerweile vierzehn Galerien haben sich hier auch Gewerke und Firmen ohne direkten Kunst- oder Kulturbezug angesiedelt. Zum Beispiel das SpinLab, wo sich Gr\u00fcnder mit ihren StartUp-Ideen zur Marktreife f\u00fchren k\u00f6nnen,  ein gro\u00dfes Call-Center, die ebenso zum Biotop der Baumwollspinnerei geh\u00f6ren, wie das Restaurant &#8222;Salzig&#8220; und die B\u00e4ckerei &#8222;nourish&#8220; im Eingangsgeb\u00e4ude.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung11\" class=\"jumpLabel\">11. Die gemeinn\u00fctzige unter den kommerziellen Galerien: die HALLE 14<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDer Kunstmarkt ist unerbittlich. Um als K\u00fcnstler \u2013 und als Galerie \u2013 die Gunst der wenigen kaufkr\u00e4ftigen Sammler und Museen zu gewinnen, braucht es neben Talent eine gute Portion Gl\u00fcck und ein gutes Netzwerk. Arne Linde von der Galerie ASPN verweist darauf, dass die Rundg\u00e4nge zwar H\u00f6hepunkte des Galeriejahres sind, aber ohne die gro\u00dfen Kunstmessen k\u00f6nnte keine der ans\u00e4ssigen Galerien in Leipzig \u00fcberleben. Die Halle 14 mit dem hier ans\u00e4ssigen gleichnamigen Verein ist als einzige nichtkommerzielle Galerie frei vom Druck des Marktes.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nNeben einer gro\u00dfen Kunstbibliothek kuratiert sie Ausstellungen zeitgen\u00f6ssischer Kunst, die nicht unbedingt den Trends folgen m\u00fcssen. Ein Ausnahmefall, der sich allerdings angesichts notorisch sinkender F\u00f6rdert\u00f6pfe gegen steigende Kosten und stetig schrumpfende F\u00f6rdermittel behaupten muss.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nQuellen: Spinnerei Archiv<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"7. Der erste Rundgang am 30. 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