{"id":695522,"date":"2026-01-05T17:28:18","date_gmt":"2026-01-05T17:28:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/695522\/"},"modified":"2026-01-05T17:28:18","modified_gmt":"2026-01-05T17:28:18","slug":"das-weisse-haus-droht-mit-dem-mord-an-venezuelas-amtierender-praesidentin-einem-angriff-auf-kuba-und-der-annexion-groenlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/695522\/","title":{"rendered":"Das Wei\u00dfe Haus droht mit dem Mord an Venezuelas amtierender Pr\u00e4sidentin, einem Angriff auf Kuba und der Annexion Gr\u00f6nlands"},"content":{"rendered":"<p>Am Tag nach dem v\u00f6lkerrechtswidrigen Milit\u00e4rschlag der Vereinigten Staaten gegen Venezuela und der Entf\u00fchrung seines Pr\u00e4sidenten Nicol\u00e1s Maduro hat die Trump-Regierung eine Flut von Drohungen gegen L\u00e4nder auf der ganzen Welt ausgesto\u00dfen. Sie bedroht nicht nur Lateinamerika, sondern auch ganz Nordamerika, Europa und Asien.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/9bb74b3d-fbf1-415c-9afa-e17eb124fd17.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Pr\u00e4sident Donald Trump, CIA-Direktor John Ratcliffe (links) und Au\u00dfenminister Marco Rubio beim Verfolgen der US-Milit\u00e4roperation in Venezuela in Mar-a-Lago, Palm Beach (Florida), 3. Januar 2026  [AP Photo\/Molly Riley]<\/p>\n<p>In einer Stellungnahme f\u00fcr The Atlantic drohte Pr\u00e4sident Trump der venezolanischen Vizepr\u00e4sidentin Delcy Rodr\u00edguez, die gerade als amtierende Pr\u00e4sidentin vereidigt worden war, mit einem Schicksal, das \u201eschlimmer\u201c sei als das von Maduro.<\/p>\n<p>\u201eWenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen\u201c, sagte Trump. \u201eWahrscheinlich einen h\u00f6heren als Maduro.\u201c<\/p>\n<p>Trumps Drohung gegen Rodr\u00edguez erfolgte nur wenige Stunden, nachdem er am Samstag auf der Pressekonferenz behauptet hatte, sie habe sich bereit erkl\u00e4rt, den Forderungen der USA nachzukommen. Ihre \u00f6ffentlichen \u00c4u\u00dferungen waren indes trotzig, sie verurteilte die US-Operation als \u201eBarbarei\u201c und bezeichnete Maduro als den \u201eeinzigen Pr\u00e4sidenten\u201c Venezuelas.<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Marco Rubio deutete in der NBC-Sendung \u201eMeet the Press\u201c an, dass Kuba das n\u00e4chste Ziel der US-Milit\u00e4roperationen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob Kuba das \u201en\u00e4chste Ziel\u201c der Trump-Regierung sei, antwortete Rubio: \u201eDie kubanische Regierung ist ein riesiges Problem.\u201c Als er erneut darauf angesprochen wurde, sagte er: \u201eSie stecken in gro\u00dfen Schwierigkeiten, ja.\u201c<\/p>\n<p>Trump ging sogar noch weiter und erneuerte seine Drohung, Gr\u00f6nland, ein Territorium D\u00e4nemarks und Nato-Verb\u00fcndeter der Vereinigten Staaten, zu annektieren.<\/p>\n<p>\u201eWir brauchen Gr\u00f6nland, unbedingt. Wir brauchen es zur Verteidigung\u201c, sagte Trump gegen\u00fcber The Atlantic und beschrieb die Insel als \u201evon russischen und chinesischen Schiffen umzingelt\u201c. Auf die Frage, ob die Milit\u00e4roperation in Venezuela eine Bereitschaft signalisiere, Gewalt anzuwenden, um Gr\u00f6nland zu erobern, wollte Trump dies nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die d\u00e4nische Ministerpr\u00e4sidentin Mette Frederiksen reagierte am Sonntag mit der Erkl\u00e4rung, dass die Vereinigten Staaten \u201ekein Recht haben, d\u00e4nisches Territorium zu annektieren\u201c. Gr\u00f6nland geh\u00f6rt als autonomes Gebiet zum K\u00f6nigreich D\u00e4nemark, welches die Au\u00dfenpolitik und Verteidigung der Insel kontrolliert.<\/p>\n<p>Am Sonntag stellte Rubio in mehreren Talkshow-Auftritten klar, dass die Vereinigten Staaten keine Neuwahlen in Venezuela anstreben. Die h\u00f6chste Priorit\u00e4t der Regierung sei es, die Kontrolle \u00fcber die \u00d6lvorkommen Venezuelas \u2013 die gr\u00f6\u00dften nachgewiesenen Reserven der Welt \u2013 zu erlangen.<\/p>\n<p>In der CBS-Sendung \u201eFace the Nation\u201c sagte Moderatorin Margaret Brennan zu Rubio: \u201eNach Ihrer eigenen Aussage haben Mar\u00eda Corina Machado und Edmundo Gonz\u00e1lez  die Wahl 2024 gewonnen.\u201c Und sie fragte Rubio: \u201eGibt es eine Vereinbarung f\u00fcr den \u00dcbergang zur Demokratie?\u201c<\/p>\n<p>Rubio bezeichnete Wahlen als \u201everfr\u00fcht\u201c und f\u00fcgte hinzu: \u201eUnsre oberste Priorit\u00e4t ist die Sicherheit, das Wohlergehen und der Wohlstand der Vereinigten Staaten.\u201c Mit anderen Worten: Die US-Regierung macht sich nicht einmal die M\u00fche, den Anschein zu erwecken, als gehe es bei ihrer kriminellen Pl\u00fcnderungsaktion um \u201eDemokratie\u201c.<\/p>\n<p>Die Strategie besteht in Erpressung durch wirtschaftliche Strangulierung. Die Seeblockade der USA \u2013 die Rubio besch\u00f6nigend als \u201eQuarant\u00e4ne\u201c bezeichnet \u2013 hindert Venezuela daran, \u00d6l zu exportieren, und schneidet damit die wichtigste Einnahmequelle der Regierung ab. Die Blockade werde so lange aufrechterhalten, erkl\u00e4rte Rubio, bis Venezuela seine verstaatlichte \u00d6lindustrie f\u00fcr amerikanische Konzerne zu den von Washington diktierten Bedingungen \u00f6ffne.<\/p>\n<p>Der Angriff auf Venezuela ist Teil der umfassenderen Konfrontation der USA mit China und Russland. China kauft derzeit 80 Prozent der venezolanischen \u00d6lexporte. Durch die \u00dcbernahme der Kontrolle \u00fcber die venezolanische \u00d6lindustrie will Washington seinen Rivalen eine wichtige Energiequelle entziehen.<\/p>\n<p>Rubio erkl\u00e4rte: \u201eWarum braucht China ihr \u00d6l? Warum braucht Russland ihr \u00d6l? Warum braucht der Iran ihr \u00d6l? Sie liegen ja nicht einmal auf diesem Kontinent. Dies ist die westliche Hemisph\u00e4re. Hier leben wir, und wir werden nicht zulassen, dass die westliche Hemisph\u00e4re als Operationsbasis f\u00fcr Gegner, Konkurrenten und Rivalen der Vereinigten Staaten dient.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/north-30-jahre-krieg\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/19b71883-5de1-401a-8f7f-7226c4b24a37\" style=\"max-height:100%\"\/><\/p>\n<p>David North<\/p>\n<p>30 Jahre Krieg: Amerikas Griff nach der Weltherrschaft 1990\u20132020<\/p>\n<p>Seit dem ersten Golfkrieg 1990\u20131991 f\u00fchren die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg.\u00a0Gest\u00fctzt auf ein marxistisches Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Milit\u00e4rinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Der republikanische Senator Tom Cotton \u00e4u\u00dferte sich noch aggressiver: \u201eWo waren sie, als die Delta Force Nicol\u00e1s Maduro ausschaltete? Sie waren nirgends zu finden. Und ehrlich gesagt, genauso war es im Juni im Iran mit China und Russland. Wir haben den Iran angegriffen. China und Russland haben nichts unternommen. Sie haben tatenlos zugesehen. Das erinnert uns daran, dass die Vereinigten Staaten nach wie vor die dominierende Supermacht der Welt sind.\u201c<\/p>\n<p>Die Ereignisse haben seit dem Angriff vom Samstag deutlich gemacht, dass dieser Konflikt zu einem gr\u00f6\u00dferen Krieg eskaliert. Die Behauptung, die Rubio in der ABC-Sendung \u201eThis Week\u201c wiederholte, dass es sich hierbei um einen \u201eEinsatz der Strafverfolgungsbeh\u00f6rde\u201c handle \u2013 und nicht um Krieg \u2013 ist v\u00f6llig absurd.<\/p>\n<p>Bei dem Angriff vom Samstag wurden in Venezuela 80 Menschen \u2013 Soldaten und Zivilisten \u2013get\u00f6tet. Die US-Streitkr\u00e4fte zerst\u00f6rten mindestens f\u00fcnf Geb\u00e4ude auf Venezuelas gr\u00f6\u00dftem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt. Weiterhin blockieren amerikanische Kriegsschiffe die H\u00e4fen des Landes. Der Pr\u00e4sident einer souver\u00e4nen Nation wurde entf\u00fchrt und wird in einem Gef\u00e4ngnis in Brooklyn festgehalten. Und die Trump-Regierung droht offen mit Mord, Annexion und weiteren Milit\u00e4rschl\u00e4gen auf mehreren Kontinenten.<\/p>\n<p>Diese Aktionen sind absolut v\u00f6lkerrechtswidrig. Der milit\u00e4rische Angriff auf Venezuela verst\u00f6\u00dft gegen Artikel 2, Absatz 4 der UN-Charta, der jede \u201eAndrohung oder Anwendung von Gewalt\u201c verbietet, die sich \u201egegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabh\u00e4ngigkeit eines Staates\u201c richtet. Die Seeblockade stellt einen Akt der Aggression gem\u00e4\u00df der Resolution 3314 der UN-Generalversammlung dar, welche \u201edie Blockade der H\u00e4fen oder K\u00fcsten eines Staates durch die Streitkr\u00e4fte eines anderen Staates\u201c ausdr\u00fccklich als Aggression auff\u00fchrt. Die Beschlagnahmung der \u00d6lressourcen Venezuelas stellt nach dem humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrecht eine Pl\u00fcnderung dar. Keine dieser Handlungen wurde vom UN-Sicherheitsrat genehmigt, und keine erf\u00fcllt die Anforderungen des Artikels 51 zur Selbstverteidigung, der einen tats\u00e4chlichen bewaffneten Angriff voraussetzen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Demokratische Partei leistet keinerlei Widerstand gegen diesen kriminellen Angriffskrieg, der auf die Beschlagnahmung der \u00d6lressourcen Venezuelas abzielt. Die Demokraten im Kongress beschr\u00e4nken sich auf verfahrenstechnische Beschwerden und akzeptieren die Rechtfertigungen der Regierung f\u00fcr den Angriff.<\/p>\n<p>Der Minderheitsf\u00fchrer im Senat, Chuck Schumer, hat erkl\u00e4rt: \u201eUm es klar auszudr\u00fccken: Maduro ist ein illegitimer Diktator\u201c, und er beklagte lediglich, dass der Krieg \u201eohne einen glaubw\u00fcrdigen Plan f\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte\u201c und ohne ausreichende Unterrichtung des Kongresses vom Zaun gebrochen wurde.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Minderheitsfraktion im Repr\u00e4sentantenhaus, Hakeem Jeffries, hielt sich an dasselbe Drehbuch und erkl\u00e4rte: \u201eWir befinden uns in einer Phase der Euphorie, in der wir alle anerkennen, dass Maduro ein Schurke war, und dass unser Milit\u00e4r absolut unglaublich ist.\u201c Jeffries erkl\u00e4rte, Maduro sei \u201enicht das legitime Staatsoberhaupt\u201c \u2013 womit er die betr\u00fcgerische Pr\u00e4misse der Regierung f\u00fcr den Angriff voll und ganz akzeptierte. Er kritisierte Trump nur daf\u00fcr, dass er es vers\u00e4umt habe, \u201eden Kongress ordnungsgem\u00e4\u00df zu benachrichtigen\u201c.<\/p>\n<p>Die Arbeiterklasse kann nicht erwarten, dass irgendeine Fraktion der herrschenden Klasse sich gegen diesen Krieg stellen werde. Der Widerstand muss von unten kommen, aus der unabh\u00e4ngigen Mobilisierung der Arbeiter in den Vereinigten Staaten, Venezuela und international gegen die imperialistische Aggression.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Tag nach dem v\u00f6lkerrechtswidrigen Milit\u00e4rschlag der Vereinigten Staaten gegen Venezuela und der Entf\u00fchrung seines Pr\u00e4sidenten Nicol\u00e1s Maduro&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":695523,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-695522","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115843675508356174","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/695522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=695522"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/695522\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/695523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=695522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=695522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=695522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}