{"id":695753,"date":"2026-01-05T19:31:18","date_gmt":"2026-01-05T19:31:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/695753\/"},"modified":"2026-01-05T19:31:18","modified_gmt":"2026-01-05T19:31:18","slug":"nach-anschlag-tausende-in-berlin-wohl-noch-tagelang-ohne-strom-und-waerme-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/695753\/","title":{"rendered":"Nach Anschlag &#8211; Tausende in Berlin wohl noch tagelang ohne Strom und W\u00e4rme &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> (dpa) &#8211; Nach dem gro\u00dfen Stromausfall im S\u00fcdwesten Berlins infolge eines Brandanschlags kommen die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung nach Einsch\u00e4tzung der Beteiligten langsam voran. Aber viele Tausend Menschen m\u00fcssen wohl noch mehrere Tage bis Donnerstag ohne <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Strom\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Strom<\/a> in dunklen und kalten Wohnungen oder in Ausweichquartieren ausharren.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">2.000 weitere Haushalte konnten laut Betreiber wieder an das Stromnetz angeschlossen werden. Nach mehreren gro\u00dfen Krankenh\u00e4usern haben nach Angaben des Berliner Senats nunmehr auch die allermeisten Pflegeheime wieder Strom. Dank Notstromaggregaten \u00f6ffneten etliche Superm\u00e4rkte, weitere sollen am Dienstag folgen. Handys haben vielfach wieder Netz, weil zahlreiche Mobilfunkmasten wieder in Betrieb sind.\u00a0<\/p>\n<p>Schulen geschlossen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Allerdings blieben rund 20 Schulen geschlossen, die wichtigen S-Bahn-Linien 1 und 7 sind weiter gest\u00f6rt. Viele Unternehmen versuchen irgendwie zu improvisieren. In zahlreichen Notunterk\u00fcnften und Anlaufpunkten finden sich immer wieder Menschen ein, um ihr Handy aufzuladen, etwas Warmes zu trinken oder zu essen. Manche \u00fcbernachten dort auf Pritschen.<\/p>\n<p>Bundeswehr hilft\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei der Bew\u00e4ltigung der Folgen des Stromausfalls erh\u00e4lt die Hauptstadt jetzt Hilfe von der Bundeswehr. Am Abend begann ihr Einsatz zur Betankung von Notstromaggregaten vornehmlich zur Versorgung von Pflegeeinrichtungen. Die Polizei informiert betroffene Menschen nach eigenen Angaben mit 30 Lautsprecherwagen \u00fcber die Lage und zeigt auch ansonsten erh\u00f6hte Pr\u00e4senz, um <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kriminalit%C3%A4t\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kriminalit\u00e4t<\/a> zu verhindern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/75d66041-4079-4f89-bbdc-ab33766337c5.jpg\"   alt=\"Nachts ist die Polizei verst\u00e4rkt unterwegs.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Nachts ist die Polizei verst\u00e4rkt unterwegs. (Foto: Michael Ukas\/dpa)100.000 betroffene Menschen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbr\u00fccke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im S\u00fcdwesten Berlins zun\u00e4chst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Nach und nach wurde ein Teil der Kunden wieder angeschlossen. Aktuell sind laut dem Betreiber Stromnetz Berlin noch 27.800 Haushalte und rund 1.450 Gewerbekunden ohne Strom. Nach Angaben des Regierenden B\u00fcrgermeisters Kai Wegner (CDU) waren oder sind 100.000 Menschen von dem Blackout betroffen. Berlin hatte am Sonntag eine sogenannte Gro\u00dfschadenslage ausgerufen.<\/p>\n<p>Umfangreiche Ermittlungen\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei den Ermittlungen zu den T\u00e4tern gibt es noch keine Ergebnisse. Die Polizei spricht von sehr umfangreicher Tatortarbeit. Erste Zeugen w\u00fcrden vernommen, Videomaterial etwa der Verkehrsbetriebe BVG ausgewertet. Die sogenannten \u201eVulkangruppen\u201c, die sich zu dem Anschlag in einem Schreiben bekannten, sind den Ermittlern bereits l\u00e4nger bekannt. Sie griffen mutma\u00dflich schon mehrfach etwa Bahnanlagen oder das Stromnetz an.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach Einsch\u00e4tzung der Bundesregierung ist indes noch nicht sicher, wer hinter dem aktuellen Anschlag steckt. Eine linksextremistische Motivation sei \u201enaheliegend\u201c, aber die Ermittlungen liefen noch, sagte eine Sprecherin. Berlins Innenverwaltung hatte das Bekennerschreiben am Sonntag als authentisch eingestuft.<\/p>\n<p>Politik spricht von Terrorismus<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach &#8211; wie am Sonntag bereits der Regierende B\u00fcrgermeister Wegner &#8211; von \u201eLinksterrorismus\u201c. T\u00e4ter h\u00e4tten bewusst und wissentlich in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden k\u00e4men. \u201eJetzt ist es wichtig, dass auch der Generalbundesanwalt hier die \u00dcbernahme des Verfahrens pr\u00fcft.\u201c\u00a0Wegner betonte erneut: \u201eHier kann man von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Terrorismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Terrorismus<\/a> sprechen, ja hier muss man von Terrorismus sprechen.\u201c Vieles spreche daf\u00fcr, dieses Verfahren wie von Spranger gefordert abzugeben.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eNach unserer Einsch\u00e4tzung handelt es sich um einen mit profunden Kenntnissen und dezidiert geplanten Anschlag\u201c, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) der \u201eBild\u201c. \u201eDer Linksterrorismus ist mit steigender Intensit\u00e4t in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a> zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Ist kritische Infrastruktur ausreichend gesch\u00fctzt?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Anschlag und seine weitreichenden Folgen l\u00f6sten eine Debatte \u00fcber die Verletzlichkeit sogenannter kritischer Infrastruktur aus. \u201eUnsere kritische Infrastruktur ist angreifbar\u201c, sagte Wegner. \u201eSie ist tagt\u00e4glich in ganz Deutschland Angriffen ausgesetzt.\u201c\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2a8f3cb4-905d-41a8-bb6d-f17671f95fe3.jpg\"   alt=\"An mehreren Baustellen versuchen Fachleute fieberhaft, die Stromversorgung wieder sicherzustellen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>An mehreren Baustellen versuchen Fachleute fieberhaft, die Stromversorgung wieder sicherzustellen. (Foto: Britta Pedersen\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Und gerade in Berlin als Hauptstadt m\u00fcsse geschaut werden, wie sie noch besser gesch\u00fctzt werden k\u00f6nne. Im ZDF nannte er als Beispiel Sicherheitsdienste oder Videokameras an neuralgischen Punkten. Das Berliner Stromnetz geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Europas und umfasst 35.000 Kilometer Kabel. Ein Prozent &#8211; also etwa 350 Kilometer &#8211; verlaufen oberirdisch.\u00a0<\/p>\n<p>Debatte \u00fcber Transparenz\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Regierungschef und seine Innensenatorin kritisierten gleichzeitig, dass viele sensible Informationen auch zum Stromnetz aufgrund von Bundesgesetzen im Internet f\u00fcr jedermann frei verf\u00fcgbar seien. \u201eIn diesem Fall ist Transparenz nicht hinnehmbar\u201c, sagte Spranger. Sie mache es Gruppen wie \u201eVulkan\u201c leicht, Angriffsziele auszuw\u00e4hlen. Der Bund m\u00fcsse hier handeln und Gesetze \u00e4ndern, forderte auch Wegner.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eErste Priorit\u00e4t ist jetzt aber erst mal, die Menschen wieder mit Strom und W\u00e4rme zu versorgen\u201c, unterstrich Wegner. Mit Hochdruck werde an L\u00f6sungen gearbeitet, die aufwendigen Reparaturen seien im Zeitplan. Dieser besagt nach Angaben der Gesellschaft Stromnetz Berlin, bis Donnerstagnachmittag wieder alle Kunden anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Kritik am Krisenmanagement\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Allerdings gibt es am Krisenmanagement auch Kritik. Die Berliner Gr\u00fcnen etwa fordern dringend Verbesserungen beim Katastrophenschutz, der schlecht aufgestellt sei. Und: \u201eDie Frage, die man sich stellen muss, ist: Wie kann es sein, dass ein Brandanschlag an einer einzigen Stelle mit so gravierenden Folgen verbunden ist?\u201c, sagte der Gr\u00fcnen-Innenpolitiker Vasili Franco der Deutschen Presse-Agentur. \u201eWie kann es sein, dass Zehntausende Berlinerinnen und Berliner f\u00fcr Tage von der Versorgung abgeschnitten werden? So etwas darf nicht passieren.\u201c Auch die Linke forderte mehr Krisenvorsorge.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260105-930-501751\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Nach dem gro\u00dfen Stromausfall im S\u00fcdwesten Berlins infolge eines Brandanschlags kommen die Arbeiten zur Wiederherstellung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":695754,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,1149,30,1584,4338,19396,2185,149,2544,625,55],"class_list":{"0":"post-695753","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-energie","11":"tag-germany","12":"tag-kriminalitaet","13":"tag-notfall","14":"tag-rotes-rathaus","15":"tag-strom","16":"tag-sueddeutsche-zeitung","17":"tag-terrorismus","18":"tag-verbraucher","19":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115844158941496525","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/695753","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=695753"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/695753\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/695754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=695753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=695753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=695753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}