{"id":696311,"date":"2026-01-06T00:43:12","date_gmt":"2026-01-06T00:43:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/696311\/"},"modified":"2026-01-06T00:43:12","modified_gmt":"2026-01-06T00:43:12","slug":"die-11-ausgabe-des-festivals-poetica-in-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/696311\/","title":{"rendered":"Die 11. Ausgabe des Festivals Poetica in K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Schon in mesopotamischen, sumerischen und alt\u00e4gyptischen Schriften gilt Lyrik als sch\u00f6pferische Kraft. Im Alten Testament entsteht die Welt durch das gesprochene Wort und auch in indigenen Kosmologien besitzen Worte die Macht, Wirklichkeit hervorzubringen. Die Poetica 11 kehrt zur\u00fcck zu diesen magischen Urspr\u00fcngen von Sprache und widmet sich zugleich den mit ihr verwobenen sozialen Ungleichheiten, pluralen (Klima-)Krisen und Kriegen unserer Gegenwart.<\/p>\n<p>Elf internationale Autorinnen und Autoren sind in K\u00f6ln zu Gast      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kuratorin Rike Scheffler hat elf internationale Autorinnen und Autoren sowie Musikerinnen und Musiker eingeladen, die in \u00f6ffentlichen Lesungen, Performances und Diskussionen das heutige Verh\u00e4ltnis von magischen, weltgestaltenden Sprechakten und Aktivismus erkunden. Sie st\u00e4rken Stimmen des Widerstands, beschw\u00f6ren den Gesang bedrohter Wale, bringen den sprachlichen Klangzauber zum Vorschein und singen von arten\u00fcbergreifender Verbundenheit. W\u00e4hrend der Poetica gehen sie gemeinsam poetische Wege der Solidarit\u00e4t, des Zusammenlebens und Widerstands nach. Eingeladen wurden Asmaa Azaizeh, Alhierd Bacharevi\u010d, Natalie Diaz, Haytham El-Wardany, Ang\u00e9lica Freitas, Sarah Howe, Sofia Jernberg, Ursula Krechel, M\u00e9lissa Laveaux, Mette Moestrup und Daniela Seel.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Auftaktveranstaltung des Festivals findet am 26. Januar ab 19 Uhr in der Aula der Universit\u00e4t statt. Dabei geht es um die Frage, was Poesie und Magie miteinander verbindet. <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Poesie entsteht dort, wo wir uns einander und der Welt zuwenden, Aufmerksamkeit schenken. Magie hei\u00dft, sich zu \u00f6ffnen, f\u00fcr Verwandlung, Verwundbarkeit, das Noch-nie-Dagewesene. An diesem Abend wird zu entdecken sein, wie die internationalen Autoren und Musiker der Poetica im Talisman unter dem Kissen, im Schmetterlingsnebel, in Kindersprachen und in den Klangurspr\u00fcngen menschlicher Sprache Wege des Miteinanders finden. Zum Auftakt sp\u00fcren Autoren und K\u00fcnstler in Konzert, Lesung und Gespr\u00e4ch mit Kuratorin Rike Scheffler den magischen Potenzialen poetischer Sprache nach. Am Tag darauf wird um 14 Uhr im Tagungsraum des Seminargeb\u00e4udes der Uni unter dem Titel \u201ePoetry as Illumination\u201ceine \u00f6ffentliche Diskussion mit den Autoren der Poetica, die das Thema des Vorabends fortf\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am 17. Januar findet auch ab 19 Uhr in der Kulturkirche in Nippes unter dem Titel \u201eIch bin die Stimme nicht, die spricht, wer spricht\u201c einen Mix aus Performance, Lesung und Gespr\u00e4ch statt. Es ist altes Wissen, dass vor dem Wortzauber der Klangzauber liegt. Wenn die menschliche Stimme zu sprechen beginnt, sch\u00f6pferisch etwas ins Leben ruft, oder ihm beschw\u00f6rend hinterherruft, macht sie sich den Dingen \u00e4hnlich und erweitert sich um bis dato unbekannte Kl\u00e4nge. Die S\u00e4ngerin und Komponistin Sofia Jernberg zelebriert mit ihrem fulminanten A-Capella-St\u00fcck \u201eOne Pitch: Birds for Distortion and Mouth Synthesizers\u201c diese zeitlosen, m\u00fcndlichen und musikalischen Komponenten von Poesie. Um den \u201emimetischen Zauber\u201c der Sprache wissen die Texte der Georg-B\u00fcchner-Preistr\u00e4gerin Ursula Krechel. Durch ihre Gedichte weht der \u201eZischelwind\u201c des poetischen Denkens, mit dem sie Machtmechanismen und Ausgrenzung thematisiert oder fragt, was Sch\u00f6nheit ist: \u201eGerettet. Bedroht\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine weitere Veranstaltung mit Musik und Literatur gibt es am 28. Januar ab 19 Uhr im Alten Pfandhaus. Gemeinsam wird die innere Alchemie von Gedichten, rituelle und planetare Zauberspr\u00fcche, Beschw\u00f6rung und Fluch erkundet. Die deutsche Dichterin Daniela Seel sucht in ihrem Langgedicht \u201eNach Eden\u201c eine feministische Sprache, die erz\u00e4hlt, wovon Wissenschaft wenig wei\u00df: von Geburt, Sterben und Verletzlichkeit. Die in Hongkong geborene Dichterin Sarah Howe windet in ihrem Gedichtband \u201eForetokens\u201c DNA-Str\u00e4nge aus Zeilenenden. \u201eL\u00e4sst sich die Zukunft milde stimmen?\u201c fragt die d\u00e4nische Dichterin Mette Moestrup \u2013 und pr\u00e4sentiert mit \u201eButterfly Nebula\u201c eine leuchtend rote, hymnische Sammlung. Auch die Lieder der haitianisch-kanadischen Musikerin M\u00e9lissa Laveaux klingen wie Erinnerungszauber. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weitere Veranstaltungsorte der \u201ePoetica 11\u201c sind unter anderem: am 29. Januar, 19 Uhr, das VHS-Forum im Kulturquartier am Neumarkt, mit einer Lesung mit Alhierd Bachaharevic, Haytham El-Wardany und Joyelle McSweeney und am 30. Januar, 19 Uhr, das Filmforum im Museum Ludwig mit einer Lesung mit Asmaa Azaizeh, Natalie Diaz und Ang\u00e9lica Freitas.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Den Abschluss des Festivals gibt es mit \u201eKomm &#8211; in die gr\u00fcne Nacht\u201c am 31. Januar ab 20 Uhr im Depot 2 des Schauspiels in M\u00fclheim. \u201eCome \u2013 into the green night\u201c, ruft Natalie Diaz, \u201eI am the alchemist of ink\u201c. Oft ist es die Dunkelheit, die neue lebendige Sichtweisen bringt. Im Dunkeln heilt, was das Licht nicht richten kann. Zum gro\u00dfen Finale der Poetica kehren die Autoren mit Ensemblemitgliedern des Schauspiel K\u00f6ln noch einmal auf die B\u00fchne zur\u00fcck. Gemeinsam versammeln sie die H\u00f6hepunkte der Woche und beschw\u00f6ren, was im Verborgenen wirkt: das Nicht-\u00dcbersetzbare, Unbekannte, das sich nicht festlegen l\u00e4sst. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Informationen zum gesamten Festival mit allen Veranstaltungen finden sich online unter:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schon in mesopotamischen, sumerischen und alt\u00e4gyptischen Schriften gilt Lyrik als sch\u00f6pferische Kraft. 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