{"id":696921,"date":"2026-01-06T06:41:11","date_gmt":"2026-01-06T06:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/696921\/"},"modified":"2026-01-06T06:41:11","modified_gmt":"2026-01-06T06:41:11","slug":"das-sagen-leser-zum-aus-fuer-das-augsburger-cafe-eber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/696921\/","title":{"rendered":"Das sagen Leser zum Aus f\u00fcr das Augsburger Caf\u00e9 Eber"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer hat eigentlich das Recht, eine Schlie\u00dfung zu bewerten? W\u00fcrde Herr Eber aus reinen Altersgr\u00fcnden schlie\u00dfen, mangels Nachfolger, w\u00e4re die gleiche Situation entstanden, wie sie sich jetzt ergab. Wenn die wirtschaftliche Lage kippt, muss man Konsequenzen ziehen, schlie\u00dfen oder <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-insolvenz\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">Insolvenz<\/a> anmelden. Man h\u00f6rte dazu Stimmen junger Leute, die ganz offen zugaben, noch nie im Traditionscaf\u00e9 Eber gewesen zu sein, weil da ja nur \u00c4ltere seien. F\u00fcr diese Altersklasse gibt es eben \u201ej\u00fcngere\u201c Lokale, in denen sie sich wohlf\u00fchlt. Im Eber ist es die etwas gediegenere, \u00e4ltere Generation, die gemeinsam mit dem Caf\u00e9 \u00e4lter und alt geworden ist.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass das Caf\u00e9 am Sonntag geschlossen war, ist f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg sicher nicht ausschlaggebend. Ungez\u00e4hlte Restaurants schlie\u00dfen am Montag und Dienstag. K\u00fcmmert sonst eigentlich niemanden. Es schlossen schon etliche andere gro\u00dfartige Caf\u00e9s in Augsburg. Ich erinnere an das Bertele, Kolonial Bader, Cortina und ans Hochcaf\u00e9. Um jedes ist es schade.  \u00dcberall mussten neue Mieter oder Verwendungszwecke gesucht werden. Und dann hier der vorgebrachte Vorwurf, \u201edass die Ebers jetzt ihre Immobilie gewinnbringend vermieten werden\u201c \u2013 was sonst? Leer stehen lassen? Wieso sind eigentlich nicht alle, die jetzt das Ende des Caf\u00e9s so unendlich bedauern, \u00f6fter hingegangen, um den Erhalt noch l\u00e4nger zu gew\u00e4hrleisten? Man h\u00f6rte auch Stimmen, dass sich in Wien doch auch die Traditionscaf\u00e9s halten. Da hilft Google. J\u00e4hrlich schlie\u00dfen zwei bis drei, trotz ihrer Ber\u00fchmtheit und als Grund wird meist genannt der kontinuierliche Besucherschwund seit Corona. Zum Schluss sei nun noch gesagt: Wenn ein Lokal 100 Jahre besteht oder bestand, ist und bleibt es eine echte Erfolgsgeschichte.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Eva Streit<\/strong>, Augsburg\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    ***\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Ende einer Institution \u2013 ein 100 Jahre alter Traditionsbetrieb \u201emuss\u201c schlie\u00dfen \u2013 Corona, der b\u00f6se Mindestlohn, Kostendeckung nicht mehr m\u00f6glich, eine Kundschaft, die sich Luxus leider nicht mehr leisten kann\u00a0\u2026 Es ist nur traurig und das Mitleid f\u00fcr die betroffene Konditorenfamilie, die ihre Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume in eigener Immobilie nun gewinnbringend vermietet, tropft aus jeder Zeile des Berichts in der Heimatzeitung. Dennoch, so hei\u00dft es im Kommentar einen Tag sp\u00e4ter, \u201ekein Untergang\u201c und \u201efreuen wir uns auch darauf, was kommen wird\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Bei allem Respekt vor unternehmerischen Entscheidungen &#8211; von fundierter lokaler Berichterstattung erwarte ich etwas mehr. Was hat man versucht, um das Unternehmen aufrecht zu erhalten, online, Versand, Lieferservice, neue Produkte? Was passiert mit dem Personal, das, wenn es den Juniorchef zum Teil schon als Baby kannte, in seinen 60ern sein muss und wohl so schnell nicht mehr vermittelt werden kann? Wie f\u00fchlt man sich als Mittvierziger, Tradition, die das Stadtbild pr\u00e4gt, f\u00fcr austauschbare, gesichtslose Systemgastronomie aufzugeben (geben die Menschen eigentlich lieber daf\u00fcr Geld aus?) Noch dazu an einem der sch\u00f6nsten Pl\u00e4tze Augsburgs?\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Schade, wie auch beim Thema Thalia wird nicht mehr ausf\u00fchrlich recherchiert, so kommt beim Lesen nicht der Eindruck auf, ausgewogen informiert zu werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Ilka von Goerne<\/strong>, Augsburg\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    ***\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie \u00fcblich liegt die Schuld wieder einmal beim Mindestlohn. Wenn die Erh\u00f6hung des Mindestlohnes ein Grund f\u00fcr die Schlie\u00dfung eines Unternehmens ist, dann ist es besser, dass es vorbei ist. Wenn nur bei L\u00f6hnen unter Mindestlohnniveau lukrativ gewirtschaftet werden kann, dann ist das Gesch\u00e4ftsmodell nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Ein erfolgreiches Gesch\u00e4ftsmodell darf nicht auf der Nutzung von Mindestlohnkr\u00e4ften basieren. Wer \u2013 gerade in der Gastronomie \u2013 hart arbeitet, hat ein Recht auf einen Lohn, von dem er leben kann.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Richard Mayr<\/strong>, Friedberg\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    ***\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    K\u00f6nnte vielleicht ein weiterer Faktor zum Aus beigetragen haben? Ein Caf\u00e9 in exponierter Innenstadtlage, das an keinem Sonntag im Jahr ge\u00f6ffnet hat und somit auch keinen Umsatz erzielt.\u00a0Oft h\u00f6rte man von Besuchern, dass sie sonntags entt\u00e4uscht vor verschlossener T\u00fcr bzw. hochgeklappten St\u00fchlen am Rathausplatz standen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Petra H. Fischer<\/strong>, Augsburg\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    ***\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Chefs des Caf\u00e9s berichten, dass viele Kunden, die lange nicht mehr da waren, best\u00fcrzt gewesen seien \u00fcber die Schlie\u00dfung. Warum waren sie nicht mehr da? Vielleicht waren sie nicht mehr bereit, f\u00fcr ein St\u00fcck Kuchen um die vier Euro zu bezahlen.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Conny Dittrich<\/strong>, Augsburg\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    ***\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Augsburg, eine Kulturstadt mit \u00fcber 2000-j\u00e4hriger Geschichte, bietet eine reiche Mischung aus R\u00f6merzeit und Renaissance. Diese Stadt hat eine beeindruckende Textiltradition. Aber: Diese Stadt hatte auch viele Gesch\u00e4fte f\u00fcr hochwertige Lebensmittel und Delikatessen. Diese Stadt hatte auch eine hohe Dichte und Vielfalt exzellenter Mode- und Einrichtungsgesch\u00e4fte.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Doch was hat Augsburg nun? \u201eGott sei Dank\u201c einen exzellenten Anlaufpunkt f\u00fcr Genuss-Menschen in der Annastra\u00dfe. F\u00fcr Menschen die bewusst und achtsam in vollen Z\u00fcgen auskosten, sich Zeit f\u00fcr sch\u00f6ne Momente nehmen und Vergn\u00fcgen in kleinen Dingen finden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Und was wird von den Augsburger B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern buchst\u00e4blich \u201eauf den M\u00fcll geworfen\u201c? Ein wunderbares Kaffeehaus! Ein lebendiges und kulturf\u00f6rderndes Zentrum. Ein soziales Wohnzimmer. Ein kulinarischer Genussort mit Zeitungen und Torten und als Ort der Entschleunigung. Die moralische Botschaft: Ein K\u00f6nig wird durch die Augsburger B\u00fcrgerschaft zum Bettler. Essen to go ist die Zukunft!\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Walter M. Neumair<\/strong>, Augsburg\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Augsburg<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Coronavirus<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Mindestlohn<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer hat eigentlich das Recht, eine Schlie\u00dfung zu bewerten? 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