{"id":696951,"date":"2026-01-06T07:00:11","date_gmt":"2026-01-06T07:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/696951\/"},"modified":"2026-01-06T07:00:11","modified_gmt":"2026-01-06T07:00:11","slug":"ford-zoegert-mit-neuer-elektroplattform-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/696951\/","title":{"rendered":"Ford z\u00f6gert mit neuer Elektroplattform f\u00fcr Europa"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/ford\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ford<\/a> z\u00f6gert bei einer zentralen strategischen <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/ford-mehr-pkw-modelle-europa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entscheidung f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt<\/a>. Obwohl die neue Universal Electric Vehicle Plattform, kurz UEV, auf den ersten Blick <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/ford-kleinere-guenstigere-eautos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gut zu den Anforderungen kompakter Autos in Europa passt<\/a>, h\u00e4lt sich der US-Konzern mit einer Einf\u00fchrung zur\u00fcck. Der Grund liegt weniger in der Technik als im Umfang der n\u00f6tigen Investitionen und in den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren.<\/p>\n<p>Die UEV-Architektur ist Fords erste vollst\u00e4ndig eigenentwickelte Elektroplattform. Ihr Deb\u00fct ist f\u00fcr 2027 geplant, zun\u00e4chst in einem mittelgro\u00dfen Elektro-Pick-up aus US-Produktion. Urspr\u00fcnglich entstand das Konzept als Reaktion auf eine strategische Kehrtwende. Ford hatte fr\u00fchere Pl\u00e4ne f\u00fcr gro\u00dfe Elektro-SUVs und Pick-ups aufgegeben und den Fokus auf kleinere, bezahlbare Segmente gelegt. Ein speziell eingerichtetes Entwicklerteam in Kalifornien begann daraufhin mit einem Neustart, um technologisch mit Herausforderern wie Tesla und potenziellen chinesischen Anbietern konkurrieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aus europ\u00e4ischer Sicht wirkt die Plattform attraktiv. Sie ist laut Ford flexibel genug, um auch unterhalb der Mittelklasse eingesetzt zu werden. Genau dort liegt der Kernmarkt in vielen L\u00e4ndern Europas. Dennoch warnt der Konzern vor den Konsequenzen eines solchen Schrittes. Jim Baumbick, Pr\u00e4sident von Ford of Europe, sprach von einem \u201esehr bedeutenden Aufwand\u201c in Bezug auf Entwicklung und Kapitalbedarf, sollte die Architektur f\u00fcr Europa angepasst werden.<\/p>\n<p>Diese Zur\u00fcckhaltung ist eng <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/ford-farley-wette-auf-elektroautos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit den bisherigen Erfahrungen im Elektrogesch\u00e4ft<\/a> verbunden. Ford hat in Europa auf eine industrielle Zusammenarbeit mit der Volkswagen Group gesetzt. Die beiden Modelle Explorer und <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/ford-capri-fahrbericht-test-review\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Capri<\/a>, die im Werk K\u00f6ln gebaut werden, basieren auf der MEB-Plattform, die auch im VW ID.4 oder dem Audi Q4 E-tron eingesetzt wird. Die Kooperation brachte zwar Geschwindigkeit, erf\u00fcllte jedoch nicht die erhofften Erwartungen an die Wirtschaftlichkeit.<\/p>\n<p>Neue Partnerschaft mit Renault reduziert Risiko und Kosten<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund w\u00e4hlte Ford einen neuen Ansatz. Ab 2028 sollen zwei Elektroautos auf <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/ford-guenstige-e-autos-renault-plattform\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Basis der AmpR Small EV Plattform von Renault<\/a> entstehen. Die Fertigung \u00fcbernimmt dabei der franz\u00f6sische Partner. F\u00fcr Ford bedeutet das geringere finanzielle Risiken und einen \u00fcberschaubaren Kapitaleinsatz in einer Phase, in der der Konzern seine europ\u00e4ische Struktur neu ordnet. Baumbick erkl\u00e4rte, die Branche habe in der ersten Investitionswelle viel gelernt, weshalb es nun sinnvoll sei, auf eine wettbewerbsf\u00e4hige Plattform zur\u00fcckzugreifen, anstatt alles selbst zu stemmen.<\/p>\n<p>Der externe Druck nimmt parallel zu. Ford-Chef Jim Farley sprach offen von einer erheblichen Konkurrenz <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/china\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">durch chinesische Hersteller in Europa<\/a>. Diese zwinge alle Anbieter dazu, Investitionen effizienter zu gestalten und Materialkosten konsequent zu senken, um bezahlbare Autos anbieten zu k\u00f6nnen. In diesem Umfeld will Ford seine Entscheidungen sorgf\u00e4ltig absichern.<\/p>\n<p>Ein kompletter Verzicht auf die UEV-Plattform f\u00fcr Europa ist damit nicht verbunden. Farley betonte, dass ein Einsatz k\u00fcnftig m\u00f6glich bleibe. Zun\u00e4chst m\u00fcsse sich die Architektur jedoch im US-Markt bew\u00e4hren. Der Konzern habe \u201edas Flugzeug noch nicht gelandet\u201c, sagte er, und verwies auf den noch bevorstehenden Entwicklungsaufwand.\u00a0Mitte Dezember k\u00fcndigte Ford zudem an, Pl\u00e4ne f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Elektroautos zur\u00fcckzufahren. Die Nachfrage habe sich schw\u00e4cher entwickelt als erwartet. Stattdessen sollen Ressourcen gezielt in die UEV-Plattform flie\u00dfen, um kleinere und preislich zug\u00e4ngliche Modelle zu erm\u00f6glichen. F\u00fcr Europa bedeutet das vorerst ein Abwarten.<\/p>\n<p>Quelle: Automotive News Europe \u2013 <a href=\"https:\/\/www.autonews.com\/ford\/ane-ford-ev-platform-us-test-1220\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ford says its new EV platform needs U.S. proof before Europe<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ford z\u00f6gert bei einer zentralen strategischen Entscheidung f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt. 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