{"id":697452,"date":"2026-01-06T11:46:12","date_gmt":"2026-01-06T11:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/697452\/"},"modified":"2026-01-06T11:46:12","modified_gmt":"2026-01-06T11:46:12","slug":"fotoausstellung-ukraine-vor-dem-krieg-kaernten-orf-at","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/697452\/","title":{"rendered":"Fotoausstellung: Ukraine vor dem Krieg &#8211; kaernten.ORF.at"},"content":{"rendered":"<p>Reiner Riedler fotografiert seit seinem 12. Lebensjahr. Ihn interessieren vor allem langfristige internationale Projekte: \u201eF\u00fcr mich w\u00e4re der Idealzustand schon einer, dass die Kamera einf\u00e4ngt, was sie sieht und im Betrachter etwas ausl\u00f6st und eine Diskussion anregt.\u201c<\/p>\n<p>         Ukraine: \u201eDie guten Jahre\u201c<\/p>\n<p>Die Ukraine bereitet sich auf den vierten Kriegswinter vor. Das Bild des Landes ist von Zerst\u00f6rung und Tod gepr\u00e4gt. Ein Bild, das es heute nicht mehr gibt. Fotos, vielleicht von Menschen, die nicht mehr leben, zeigt Reiner Riedler, der die Ukraine von 1999 bis 2003 bereiste. Im Klagenfurter Raum f\u00fcr Fotografie sind seine Bilder bis 9. J\u00e4nner zu sehen.<\/p>\n<p>Riedler: Es geht um ein Miteinander<\/p>\n<p>Eines der Bilder, das Menschen am Strand zeigt, wirkt wie eine politische Stellungnahme: Eine Schwimmhilfe in blau und gelb, wie die Flagge der Ukraine, hat eine Frau damals mit an den Strand genommen. Das Foto entstand zuf\u00e4llig. Riedler sah diese Szene, blieb mit dem Auto stehen und dr\u00fcckte auf den Ausl\u00f6ser.<\/p>\n<p>Riedler ist Dokumentarfotograf, dem es immer um eine Begegnung auf Augenh\u00f6he geht, sagt er: \u201eEs geht um ein Miteinander. Es geht nicht darum, dass ich \u00fcber andere Menschen urteile, \u00fcber eine andere Lebenssituation. Das ist nat\u00fcrlich brandgef\u00e4hrlich, wenn ich das machen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>   Fotostrecke mit 6 Bildern<\/p>\n<p>Zeugen einer untergegangenen Welt<\/p>\n<p>Viele seiner Fotos erscheinen wie Gem\u00e4lde. Doch sie sind rein analog fotografiert und in der Dunkelkammer entwickelt. In der Ukraine vor rund 20 Jahren gab es auch Armut, Arbeitslosigkeit und Krankheit. Heute sind diese Fotos Zeugen einer untergegangenen Welt, Zeugnisse des Lebens der Menschen von damals.<\/p>\n<p>\u201eUnd wenn man Menschen trifft, die einem dann mit einer Offenheit begegnen, dann waren das auch \u00fcberw\u00e4ltigende Momente. Und das sp\u00fcrt man wahrscheinlich auch in den Fotografien, dass es tats\u00e4chlich sch\u00f6ne Erlebnisse waren in den meisten F\u00e4llen\u201c, sagte Riedler.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%201920%201080'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2885591_bigpicture_1114713_kh_fotoausstellung_ukraine_2512xx_insert_00_00_54_14.jpg\"  alt=\"Foto Frauen sitzen auf einer Bank\"\/><\/p>\n<p>   ORF<\/p>\n<p>      Viele Fotos erscheinen wie Gem\u00e4lde<\/p>\n<p>Maurer: Bilder \u00fcber Z\u00e4rtlichkeit und Respekt<\/p>\n<p>Reiner Riedler gilt als einer der f\u00fchrenden Dokumentarfotografen \u00d6sterreichs. Entscheidend dabei ist, dass nichts an der vorgefundenen Szenerie ver\u00e4ndert oder inszeniert wird. Das sind Fotos, die tief ber\u00fchren, trotz allem Humor haben und vor allem das Leben feiern wollen.<\/p>\n<p>Gerhard Maurer, vom Raum f\u00fcr Fotografie: \u201eDas ist das ganz Starke an dieser Arbeit: Es ist kein Fotograf gekommen, der die Menschen mit der Kamera \u00fcberfallen hat und ihnen Ausschnitte aus ihrem Leben rausgerissen hat. Sondern es sind Bilder, die \u00fcber Z\u00e4rtlichkeit, \u00fcber Respekt, \u00fcber Ann\u00e4herung erz\u00e4hlen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Reiner Riedler fotografiert seit seinem 12. Lebensjahr. 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