{"id":697514,"date":"2026-01-06T12:22:25","date_gmt":"2026-01-06T12:22:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/697514\/"},"modified":"2026-01-06T12:22:25","modified_gmt":"2026-01-06T12:22:25","slug":"trumps-neuer-amerikanischer-staatskapitalismus-business-insider","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/697514\/","title":{"rendered":"Trumps neuer amerikanischer Staatskapitalismus &#8211; Business Insider"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1140\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/695421da64858d02d2178b87.jpg\" class=\"attachment-original size-original\" alt=\"Der Staat nimmt st\u00e4rkeren Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen.\"  data-portal-copyright=\"Carl Godfrey for BI\" \/><\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\tDer Staat nimmt st\u00e4rkeren Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tCarl Godfrey for BI\n\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>Dies ist die erste Geschichte in Business Insiders neuer Serie\u00a0\u201eThe Future of Capitalism\u201c. Die Reihe untersucht, warum das Vertrauen vieler Amerikanerinnen und Amerikaner in den Kapitalismus schwindet \u2013 und was die wirtschaftlichen Verschiebungen f\u00fcr Arbeit und Wohlstand bedeuten.<\/p>\n<p data-start=\"105\" data-end=\"220\"><strong data-start=\"105\" data-end=\"220\">Die US-Regierung beteiligt sich an Schl\u00fcsselunternehmen wie Intel und greift damit direkt in Marktprozesse ein.<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"223\" data-end=\"336\"><strong data-start=\"223\" data-end=\"336\">Industrie- und sicherheitspolitische Ziele r\u00fccken st\u00e4rker in den Mittelpunkt wirtschaftlicher Entscheidungen.<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"339\" data-end=\"450\"><strong data-start=\"339\" data-end=\"450\">Die traditionelle Trennung zwischen freiem Markt und staatlichem Einfluss beginnt sich sichtbar aufzul\u00f6sen.<\/strong><\/p>\n<p>Der Glaube an den freien Markt br\u00f6ckelt<\/p>\n<p>Lange Zeit bedeutete der Glaube an den amerikanischen <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/kapitalismus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kapitalismus<\/a> auch den Glauben an einen weitgehenden laissez-faire-Staat: Er setzt die Spielregeln, greift aber nicht selbst ins Spiel ein. M\u00e4rkte entscheiden \u00fcber Gewinner und Verlierer, nicht Washington. Die Starken setzen sich durch, die Schwachen scheitern. Dieser Konsens br\u00f6ckelt seit Jahren \u2013 inzwischen ist er endg\u00fcltig gefallen. In den vergangenen Monaten ist die US-Regierung bei fast einem Dutzend Unternehmen als Anteilseigner eingestiegen, weitere k\u00f6nnten folgen. Damit bewegt sich die Wirtschaft in deutlich interventionistischeres, bislang ungewohntes Terrain. Die Maschine l\u00e4uft weiter, doch immer mehr H\u00e4nde greifen in die Zahnr\u00e4der \u2013 allen voran die des Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p>Im ersten Jahr von Trumps zweiter Amtszeit startete die Bundesregierung eine regelrechte Einkaufstour f\u00fcr Unternehmensbeteiligungen. Im August \u00fcbernahm sie f\u00fcr 8,9 Milliarden Dollar fast zehn Prozent der Anteile an Intel. Ziel war es, die heimische Halbleiterindustrie zu st\u00e4rken. Zudem investierte der Staat in mehrere Unternehmen f\u00fcr sogenannte kritische Mineralien \u2013 darunter MP Materials, Lithium Americas und Trilogy Metals \u2013 sowie in den Kernenergiekonzern Westinghouse.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/561613838-scaled.jpg\" class=\"attachment-original size-original\" alt=\"Investition in Intel: Der US-Staat st\u00e4rkt die heimische Chipproduktion.\"  data-portal-copyright=\"picture alliance \/ Sipa USA | Richard B. Levine\" \/><\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\tInvestition in Intel: Der US-Staat st\u00e4rkt die heimische Chipproduktion.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tpicture alliance \/ Sipa USA | Richard B. Levine\n\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>Im Juni erwarb die Regierung au\u00dferdem eine sogenannte\u00a0\u201eGoldene Aktie\u201c\u00a0an US Steel. Diese erhielt sie im Gegenzug f\u00fcr die Genehmigung der \u00dcbernahme durch den japanischen Konzern Nippon Steel. Die Sonderaktie verleiht dem Staat eine veto\u00e4hnliche Macht, etwa bei der Verlagerung von Arbeitspl\u00e4tzen ins Ausland oder bei Werksschlie\u00dfungen. Auch in Venezuela greift der Pr\u00e4sident sp\u00fcrbar in wirtschaftliche Fragen ein \u2013 insbesondere mit Blick auf die US-\u00d6lindustrie und m\u00f6gliche Investitionen. Wie sich das entwickelt, bleibt offen.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/680fc1b7a466d2b74ab45b2a-200x200.png\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/warren-buffett-darum-ist-die-anstehende-aktionaersversammlung-so-wichtig\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\t\u201eWoodstock f\u00fcr Kapitalisten\u201c: Das k\u00f6nnte bei der legend\u00e4ren Aktion\u00e4rsversammlung von Warren Buffett verk\u00fcndet werden<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Washington wird zum Investor<\/p>\n<p>Au\u00dferhalb der USA sind solche Eingriffe keineswegs ungew\u00f6hnlich. Chinas Kapitalismus ist stark staatlich gelenkt. Auch L\u00e4nder wie Frankreich, Italien oder das Vereinigte K\u00f6nigreich beteiligen sich direkt an heimischen Unternehmen. Zwar haben sich auch die <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/usa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> in der Vergangenheit in die Privatwirtschaft eingeschaltet, doch meist nur in akuten Krisenzeiten \u2013 etwa w\u00e4hrend der Finanzkrise 2008, als der Staat Anteile an Banken und Autoherstellern \u00fcbernahm, um einen wirtschaftlichen Kollaps zu verhindern.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/695aef5064858d02d217b67f-1-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/nach-maduros-festnahme-was-jetzt-und-mittelfristig-mit-dem-oelpreis-passiert\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tNach Maduros Festnahme: Was jetzt und mittelfristig mit dem \u00d6lpreis passiert<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Industriepolitik ohne klaren Plan<\/p>\n<p>Dieses Mal ist die Lage anders. Der Staat greift ein, ohne dass eine unmittelbare Notlage erkennbar w\u00e4re \u2013 und w\u00e4hlt gezielt einzelne Unternehmen aus. Beobachter sprechen teils von einem unsystematischen Vorgehen. Zwar erscheinen die betroffenen Branchen strategisch sinnvoll, doch nach welchen Kriterien die <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/unternehmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unternehmen<\/a> ausgew\u00e4hlt wurden, bleibt unklar. Auch die konkrete Rolle des Staates als Anteilseigner ist offen.<\/p>\n<p>\u201eBei Industriepolitik steckt der Teufel im Detail \u2013 und genau diese Details sind hier weitgehend verschleiert\u201c, sagt Nathan Lane, Assistenzprofessor f\u00fcr Wirtschaftsentwicklung an der London School of Economics. \u201eWo Regeln definiert sind, wirken sie eher ad hoc.\u201c<\/p>\n<p>Ein neuer amerikanischer Staatskapitalismus<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/564286772-scaled.jpg\" class=\"attachment-original size-original\" alt=\"Das Wei\u00dfe Haus: Mehr staatlicher Einfluss auf die Wirtschaft.\"  data-portal-copyright=\"picture alliance \/ Sipa USA | Robyn Stevens Brody\" \/><\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\tDas Wei\u00dfe Haus: Mehr staatlicher Einfluss auf die Wirtschaft.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tpicture alliance \/ Sipa USA | Robyn Stevens Brody\n\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>Vor den Augen der \u00d6ffentlichkeit entsteht so eine neue Form des amerikanischen Staatskapitalismus. Das Wei\u00dfe Haus nimmt Einfluss, indem es Unternehmen finanziell unterst\u00fctzt, sich in Fusionen einmischt oder kurzfristig rechtlich umstrittene Z\u00f6lle verh\u00e4ngt. Kritiker warnen vor politisch gef\u00e4rbten Entscheidungen, m\u00f6glicher Vetternwirtschaft und Marktverzerrungen. Finanzielle Auswirkungen m\u00f6gen \u00fcberschaubar sein \u2013 strukturell sind diese Schritte jedoch von gro\u00dfer Bedeutung. Sie zeigen, wohin sich das System bewegt. Ein Zur\u00fcck scheint kaum m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/694c507064858d02d2176314-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/diese-sechs-retail-und-ki-aktien-haelt-ein-fondsmanager-fuer-die-gewinner-2026\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tDiese 6 Retail- und KI-Aktien h\u00e4lt ein Fondsmanager f\u00fcr die Gewinner 2026<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Ein Werkzeugkasten, der bleibt<\/p>\n<p>\u201eDer Einsatz solcher Instrumente verl\u00e4uft in der Regel nur in eine Richtung\u201c, sagt Aaron Bartnick, fr\u00fcherer Beamter f\u00fcr wirtschaftliche Sicherheit im Wei\u00dfen Haus unter Pr\u00e4sident Biden und heute Fellow an der Columbia University. \u201eOb zum Guten oder Schlechten: Die Trump-Regierung hat einen neuen Werkzeugkasten wirtschaftspolitischer Mittel eingef\u00fchrt. Jede folgende Regierung wird in Versuchung geraten, ihn weiter zu nutzen.\u201c<\/p>\n<p>Ganz neu ist diese Entwicklung nicht. Seit etwa einem Jahrzehnt f\u00fchlt sich die US-Politik zunehmend wohler mit Industriepolitik \u2013 also mit einer aktiveren Rolle des Staates in der Wirtschaft. Schon in Trumps erster Amtszeit setzte die Regierung auf Protektionismus: Z\u00f6lle auf Stahl und Aluminium, ein Handelskrieg mit <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/china\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a>, die Neuverhandlung des NAFTA-Abkommens. Pr\u00e4sident Biden rollte diese Ma\u00dfnahmen nicht zur\u00fcck, sondern lie\u00df viele Z\u00f6lle bestehen. Mit dem CHIPS Act und dem Inflation Reduction Act setzte auch seine Regierung gezielte staatliche Impulse, etwa f\u00fcr Halbleiter, Elektrofahrzeuge und Solarenergie. Und selbst vor Trump und Biden griff der Staat immer wieder ein \u2013 man denke an den New Deal oder die Reaktion auf die Finanzkrise.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/274244650-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"Demonstranten in London fordern h\u00f6here Steuern f\u00fcr Reiche.\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/berliner-manifest-internationale-oekonomen-fordern-mehr-staat-und-weniger-markt-gegen-populismus\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tBerliner Manifest: Einflussreiche \u00d6konomen fordern mehr Staat und weniger Markt, um die Demokratie gegen Populisten zu st\u00e4rken<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Jahrzehntelange Kritik \u2013 und jetzt der Kurswechsel<\/p>\n<p>Trotzdem verfolgten die USA in den vergangenen vier Jahrzehnten insgesamt einen vergleichsweise zur\u00fcckhaltenden Ansatz und kritisierten andere L\u00e4nder f\u00fcr staatliche Eingriffe.<\/p>\n<p>\u201eDie Vereinigten Staaten haben jahrzehntelang den Rest der Welt f\u00fcr staatliche Unternehmen, Industriepolitik und Staatskapitalismus ger\u00fcgt\u201c, sagt Scott Lincicome vom libert\u00e4ren Thinktank Cato Institute. Angesichts der aktuellen Kehrtwende sei \u201edie Heuchelei ziemlich gro\u00df\u201c.<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Kurswechsel geht noch weiter. Statt auf klassische Instrumente wie Zusch\u00fcsse, Kredite oder Z\u00f6lle zu setzen, w\u00e4hlt das Wei\u00dfe Haus gezielt einzelne Unternehmen aus. Die Logik dahinter ist zumindest teilweise nachvollziehbar: Es geht um Schl\u00fcsselindustrien, in denen die USA zur\u00fcckliegen. Intel ist ein Beispiel. Die Regierung will verhindern, dass das Land von Halbleiterherstellern wie TSMC abh\u00e4ngig ist, die ihren Sitz in Taiwan haben \u2013 einer geopolitisch verwundbaren Region. \u00c4hnlich argumentiert sie bei Unternehmen f\u00fcr kritische Mineralien, die f\u00fcr Smartphones, Verteidigungstechnologie und andere Schl\u00fcsselprodukte unverzichtbar sind. Selbst einige progressive Politiker unterst\u00fctzen diesen Ansatz. Senator Bernie Sanders sagte im August gegen\u00fcber Reuters: Sollten <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/chip-hersteller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chipkonzerne<\/a> dank staatlicher F\u00f6rderung Gewinne erzielen, h\u00e4tten die Steuerzahler Anspruch auf eine angemessene Rendite.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/gettyimages-2209907770-jpg-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"SHENZHEN, CHINA - APRIL 12: A Chinese national flag is seen in the foreground with container ships, cranes, and stacked shipping containers at the Yantian International Container Terminal under cloudy skies, on April 12, 2025 in Shenzhen, China. China has imposed a new round of retaliatory tariffs on U.S. imports, raising duties to 125% in response to the latest escalation by the United States, which increased tariffs on Chinese goods to 145%. The growing trade tensions have further impacted China's export sector, affecting key industries such as logistics, manufacturing, and cross-border e-commerce. The measures are part of Beijing's broader strategy to counter rising economic pressure and defend its trade interests. (Photo by Cheng Xin\/Getty Images)\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/frachter-aus-china-versteckt-60-raketen\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tChinesischer Frachter versteckt 60 Raketen hinter Containern \u2013 er war als Handelsschiff unterwegs<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Warum gerade diese Unternehmen?<\/p>\n<p>Unverst\u00e4ndlich bleibt f\u00fcr Kritiker jedoch die konkrete Auswahl einzelner Firmen. Warum gerade Intel? Und warum <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/startup\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein Start-up<\/a> unter der Leitung von Intels ehemaligem CEO? Auf makro\u00f6konomischer Ebene \u00e4hnelt das Vorgehen klassischer Industriepolitik, doch umgesetzt wird es auf Unternehmensebene. Gleichzeitig kritisierte Trump Programme mit \u00e4hnlicher Zielsetzung \u2013 etwa den CHIPS Act, dessen Abschaffung er im M\u00e4rz forderte.<\/p>\n<p>\u201eIntel hat zweifellos unterperformt\u201c, sagt Bartnick. \u201eAber niemand ging davon aus, dass ein weiteres Abrutschen des Konzerns den gesamten Technologiesektor gef\u00e4hrden w\u00fcrde.\u201c Es fehle eine klare Begr\u00fcndung daf\u00fcr, warum bestimmte Unternehmen und Branchen ausgew\u00e4hlt wurden \u2013 und wie die Bewertungen zustande kamen.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/neu-202512_GS_Artikel_Netzwerke_1800x1200-1-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/gruenderszene\/warum-du-diese-8-startup-netzwerke-in-deutschland-kennen-solltest\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tWarum du diese 9 Startup-Netzwerke in Deutschland kennen solltest<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Reichen die alten Machtinstrumente nicht mehr?<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise ist die Trump-Regierung zu dem Schluss gekommen, dass die USA ihren Wettbewerb mit China nicht mehr mit den herk\u00f6mmlichen Instrumenten sichern k\u00f6nnen. William Henagan vom Council on Foreign Relations verweist darauf, dass diese Werkzeuge lange funktionierten \u2013 dank der Gr\u00f6\u00dfe der US-Wirtschaft und der dominanten Rolle des Dollars. Dass sie nun offenbar nicht mehr ausreichen, sei ein Warnsignal.<\/p>\n<p>\u201eWir konnten lange Zeit mit restriktiven Ma\u00dfnahmen au\u00dfenpolitische Ziele durchsetzen\u201c, sagt Henagan. \u201eDas scheint nun nicht mehr zu gen\u00fcgen.\u201c<\/p>\n<p>Ein Beamter des Wei\u00dfen Hauses betont, es gebe eine klare Logik hinter den Beteiligungen an strategischen Unternehmen. Man setze das Instrument gezielt ein, nicht wahllos. Der Verlust von Intel w\u00e4re etwa ein \u201easymmetrischer Schlag\u201c f\u00fcr die nationale und <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/sicherheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wirtschaftliche Sicherheit<\/a> der USA.<\/p>\n<p>Gemessen an den Billionen Dollar des Bruttoinlandsprodukts seien die Beteiligungen lediglich ein \u201eRundungsfehler\u201c, sagt der Beamte und verweist auf marktwirtschaftliche Ma\u00dfnahmen wie Steuersenkungen und Deregulierung. Dennoch r\u00e4umt die Regierung damit ein, dass der freie Markt aus ihrer Sicht nicht ausgereicht hat, um kritische Sektoren abzusichern.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GettyImages-2226497243-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/halbe-million-gehalt-darum-ist-dieser-job-bei-openai-so-gut-bezahlt\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tEine halbe Million Gehalt, aber Stress mit der KI: Diese besondere Stelle hat OpenAI gerade offen<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Viele offene Fragen zur Umsetzung<\/p>\n<p>Wie genau der Staat seine neue Macht nutzen wird, bleibt offen. Unklar ist, wie sich die Beteiligungen auf bestehende Aktion\u00e4rsrechte auswirken \u2013 und was passiert, wenn staatliche Interessen mit denen privater <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/investoren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Investoren<\/a> kollidieren. Selbst ohne formale Stimmrechte kann der Staat durch informellen Druck Einfluss nehmen.<\/p>\n<p>Bei Intel soll die Beteiligung passiv bleiben: keine Aufsichtsratssitze, keine direkten Eingriffsrechte, Stimmabgabe im Einklang mit dem Vorstand \u2013 mit wenigen Ausnahmen. Beim Deal mit MP Materials darf das Unternehmen ohne Zustimmung des Verteidigungsministeriums keine nicht-amerikanischen Vorstandsmitglieder ernennen.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich soll Kapital im Kapitalismus dorthin flie\u00dfen, wo es am effizientesten eingesetzt wird. Staatliche Beteiligungen k\u00f6nnen dieses Prinzip verzerren, wenn der Staat bestimmt, welche Unternehmen bevorzugt werden.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6959b58d832e0ef1ead71fe7-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/eine-gruppe-von-rund-20-us-investoren-plant-im-maerz-nach-venezuela-zu-reisen\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tEine Gruppe von rund 20 US-Investoren plant, im M\u00e4rz nach Venezuela zu reisen<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Wenn politische N\u00e4he wichtiger wird als Innovation<\/p>\n<p>Noch problematischer ist, dass Unternehmen ihre Energie darauf verwenden k\u00f6nnten, politische Gunst zu gewinnen, statt bessere Produkte zu entwickeln. Ob das Vetternwirtschaft ist oder nur so wirkt, spielt kaum eine Rolle. Wenn N\u00e4he zum Pr\u00e4sidenten wichtiger wird als Innovation, verschiebt sich der Wettbewerb \u2013 weg von Kunden und M\u00e4rkten, hin zu politischer Loyalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Trump-Regierung wolle keine Unternehmen aus dem Oval Office steuern, sagt der Beamte, sondern Einfluss nehmen. Ziel sei es, wirtschaftliche Interessen mit nationaler Sicherheit zu verbinden.<\/p>\n<p>Verzerrte Entscheidungen f\u00fcr Unternehmen<\/p>\n<p>Scott Kennedy vom Center for Strategic and International Studies warnt: In einer so gro\u00dfen Wirtschaft sei Washingtons Macht begrenzt. Sollten sich solche Eingriffe jedoch h\u00e4ufen, k\u00f6nnten sie unternehmerische Entscheidungen langfristig verzerren.<\/p>\n<p>\u201eEs w\u00e4re besser, wenn Tech-CEOs weniger Zeit in Washington und mehr Zeit mit der Entwicklung neuer Produkte verbringen w\u00fcrden\u201c, sagt Owen Zidar von der Princeton University.<\/p>\n<p>Nahezu alle Experten, die f\u00fcr diesen Artikel befragt wurden, sind sich einig: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/donald-trump\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trumps<\/a> Version des Staatskapitalismus zeigt weniger, wo die USA herkommen, sondern eher, wohin sie sich bewegen. Es ist kein chinesisches Modell und kein Sozialismus \u2013 aber ein weiterer unkonventioneller Schritt auf einem Weg, den das Land bereits eingeschlagen hat.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/69596c31832e0ef1ead71e7f-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/satellitenbilder-zeigen-schaeden-an-zentraler-militaeranlage-nach-us-angriffen-in-venezuela\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tDiese Satellitenbilder zeigen die Sch\u00e4den an zentraler Milit\u00e4ranlage nach US-Angriffen in Venezuela<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Staat nimmt st\u00e4rkeren Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen. Carl Godfrey for BI Dies ist die erste Geschichte in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":697515,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,106,13,28086,119676,14,15,12,4017,4018,173,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-697514","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-headlines","12":"tag-kapitalismus","13":"tag-marktwirtschaft","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-united-states","18":"tag-united-states-of-america","19":"tag-unternehmen","20":"tag-us","21":"tag-usa","22":"tag-vereinigte-staaten","23":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115848134705954706","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/697514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=697514"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/697514\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/697515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=697514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=697514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=697514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}