{"id":69767,"date":"2025-04-29T04:59:07","date_gmt":"2025-04-29T04:59:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/69767\/"},"modified":"2025-04-29T04:59:07","modified_gmt":"2025-04-29T04:59:07","slug":"zukunft-des-buergergeldes-in-essen-das-sagen-betroffene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/69767\/","title":{"rendered":"Zukunft des B\u00fcrgergeldes in Essen: Das sagen Betroffene"},"content":{"rendered":"<p>B\u00fcrgergeld in Essen: Das soll sich \u00e4ndern<\/p>\n<p>In Essen sind rund 11 Prozent der Menschen arbeitslos. Sie alle w\u00e4ren von geplanten \u00c4nderungen beim B\u00fcrgergeld betroffen. Die neue Koalition hat diese \u00c4nderungen angek\u00fcndigt. Vom neuen Namen bis hin zu neuen Regelungen. Fr\u00fcher hie\u00df die soziale Unterst\u00fctzung vom Staat f\u00fcr arbeitslose Menschen hier in Deutschland Hartz IV und hatte klare Regeln: wer sich nicht um einen neuen Job oder eine Ausbildung bem\u00fcht, der kann bis zu zehn Prozent der finanziellen Unterst\u00fctzung vom Staat verlieren. Erst 2023 wurde aus dem Hartz IV das B\u00fcrgergeld. Dadurch k\u00f6nnen die Beh\u00f6rden den Betroffenen nicht so leicht die Leistungen entziehen. Das soll sich jetzt wieder \u00e4ndern. Union und SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen auf die &#8222;Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende&#8220; geeinigt. Und der Name soll Programm sein: Jobsuche und Vermittlung soll wieder im Vordergrund stehen, die B\u00fcrokratie soll weniger werden. Vor allem aber sollen auch wieder Leistungsk\u00fcrzungen im Raum stehen f\u00fcr diejenigen, die sich nicht um einen Job bem\u00fchen. Und das sogar bis hin zum vollst\u00e4ndigen Leistungsentzug. Sobald die Planungen konkret werden, k\u00f6nnen sich weitere Dinge ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Betroffene in Essen haben eine klare Meinung<\/p>\n<p>Radio Essen-Reporter Eden Bimmermann hat mit zwei Frauen aus Essen gesprochen, die lange arbeitslos waren und immer wieder Schwierigkeiten hatten, sich im Arbeitsmarkt zurecht zu finden. Anna und Sabrina haben ihren Weg aus der Arbeitslosigkeit gefunden, mit eigenem Engagement und viel Unterst\u00fctzung von Mitarbeitenden der Diakonie. Jetzt arbeiten sie in Diakoniel\u00e4den in der Stadt. Dabei war vor allem Geduld gefragt: nicht immer ging es bergauf. F\u00fcr sie war die B\u00fcrgergeldregelung deshalb sehr wichtig. Sie hatten Zeit und weniger Druck, einen Job zu finden. Beide wissen selbst, wie es ist den Stempel &#8222;Jobcenter&#8220; aufgedr\u00fcckt zu bekommen. Im Radio Essen-Interview war die Frage, was sie denn von den geplanten \u00c4nderungen halten.<\/p>\n<p>\u00a9 Eden Bimmermann \/ Radio EssenArbeitslosigkeit in Essen &#8211; das sind die Unterschiede<\/p>\n<p>Arbeitslosigkeit ist nicht gleich Arbeitslosigkeit, sagen die Betroffenen. Es gibt grundlegende Unterschiede in den Leistungen, die vom Staat kommen k\u00f6nnen. Hier sind die Unterschiede zusammengefasst. Wer in die Arbeitslosigkeit ger\u00e4t, f\u00e4llt in eine von drei Kriterien. Erstens: man hat lange in die Sozialversicherung eingezahlt und wird pl\u00f6tzlich arbeitslos. Dann bekommt man das sogenannte Arbeitslosengeld I (ALG I). Das bedeutet, dass man einen Teil des vorherigen Lohns weiterhin bekommt. Diese Zahlungen sind aber begrenzt auf eine bestimmte Zeit. Wer l\u00e4nger arbeitslos bleibt, rutscht dann irgendwann ins B\u00fcrgergeld. Hier bekommen Betroffene einen Regelsatz plus Unterkunftskosten, Krankenkassenbeitr\u00e4ge und dergleichen. Eine dritte M\u00f6glichkeit ist die sogenannte Erwerbsunf\u00e4higkeitsrente. Die bekommen Menschen, die aufgrund von psychischen oder physischen Erkrankungen nicht in der Lage sind 15 Stunden in der Woche zu arbeiten.<\/p>\n<p>Mehr Themen aus Essen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"B\u00fcrgergeld in Essen: Das soll sich \u00e4ndern In Essen sind rund 11 Prozent der Menschen arbeitslos. 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