{"id":697808,"date":"2026-01-06T15:04:10","date_gmt":"2026-01-06T15:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/697808\/"},"modified":"2026-01-06T15:04:10","modified_gmt":"2026-01-06T15:04:10","slug":"us-angriff-in-venezuela-uno-sieht-verstoss-gegen-voelkerrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/697808\/","title":{"rendered":"US-Angriff in Venezuela: UNO sieht Versto\u00df gegen V\u00f6lkerrecht"},"content":{"rendered":"<p>Das US-Vorgehen sende das Signal, dass die M\u00e4chtigen tun k\u00f6nnten, was immer sie wollten, sagte Sprecherin Ravina Shamdasani vor Journalisten. Die Milit\u00e4raktion unterminiere \u201eein Grundprinzip des V\u00f6lkerrechts, demzufolge Staaten nicht mit Gewaltandrohung oder -aus\u00fcbung die territoriale Integrit\u00e4t und politische Unabh\u00e4ngigkeit eines anderen Staates gef\u00e4hrden d\u00fcrfen\u201c. Die internationale Gemeinschaft m\u00fcsse einstimmig auf der Einhaltung dieses Prinzips bestehen, so Shamdasani.<\/p>\n<p>UNO weist US-Argumentation zur\u00fcck<\/p>\n<p>Shamdasani wies die Begr\u00fcndung Washingtons f\u00fcr den Einsatz mit den \u201elangj\u00e4hrigen und absto\u00dfenden Menschenrechtsverletzungen\u201c der venezolanischen Regierung zur\u00fcck. \u201eRechenschaft f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen kann nicht durch einseitige milit\u00e4rische Interventionen unter Verletzung des V\u00f6lkerrechts erreicht werden\u201c, betonte die Sprecherin.<\/p>\n<p>Die UNO-Menschenrechtskommission habe ein Jahrzehnt lang \u00fcber \u201edie fortlaufende Verschlechterung der Situation in Venezuela\u201c berichtet, so Shamdasani. \u201eWir f\u00fcrchten, dass die derzeitige Instabilit\u00e4t und weitere Militarisierung in dem Land infolge des US-Milit\u00e4reinsatzes die Situation nur verschlechtern wird\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>   <a href=\"https:\/\/debatte.orf.at\/stories\/1842326\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>         <img class=\"lazy-loading\"\/><\/p>\n<p>Debatte<\/p>\n<p>         Welche Folgen hat US-Angriff in Venezuela?<\/p>\n<p>   <\/a><\/p>\n<p>Klare Verurteilung im UNO-Sicherheitsrat<\/p>\n<p>Wenige Stunden zuvor hatte sich am Montag auch der UNO-Sicherheitsrat mit dem US-Angriff auf Venezuela befasst. Die UNO-Botschafter der im Sicherheitsrat vertretenen Staaten kritisierten das aggressive Vorgehen der USA, das sie als v\u00f6lkerrechtswidrig einstuften.<\/p>\n<p>Die Regierung in Caracas hatte die Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrats mit Unterst\u00fctzung Chinas und Russlands beantragt. Zur Begr\u00fcndung hie\u00df es, die Attacke stelle einen Versto\u00df gegen die UNO-Charta dar und gef\u00e4hrde den Frieden in der Region und der ganzen Welt.<\/p>\n<p>Russen: R\u00fcckkehr in \u00c4ra der Gesetzlosigkeit<\/p>\n<p>Der russische UNO-Botschafter, dessen Land seit Jahren einen Krieg gegen die Ukraine f\u00fchrt, bezeichnete das Vorgehen der USA als \u201eVorbote einer R\u00fcckkehr in eine \u00c4ra der Gesetzlosigkeit und US-Dominanz durch Gewalt, Chaos und Willk\u00fcr\u201c aus machtpolitischen und wirtschaftlichen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>China, das Taiwan f\u00fcr sich beansprucht, kritisierte: \u201eKein Land kann als Weltpolizei agieren, und kein Staat kann sich anma\u00dfen, der internationale Richter zu sein.\u201c Milit\u00e4rische Mittel seien keine \u201eL\u00f6sung von Problemen\u201c, hie\u00df es. Der willk\u00fcrliche Einsatz von Gewalt werde zu einer gr\u00f6\u00dferen Krise f\u00fchren. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich Kuba, der Iran, die Bewegung der Blockfreien (\u00fcber Uganda) und Kolumbien.<\/p>\n<p>Mittelposition von Europ\u00e4ern<\/p>\n<p>Unter anderem das Vereinigte K\u00f6nigreich, Frankreich, Panama und Chile erkl\u00e4rten, weder Maduro als Pr\u00e4sident sei legitim, noch der US-Angriff auf Venezuela. Sie erhoben \u00fcbereinstimmend die Forderung nach einem friedlichen, aus der venezolanischen Gesellschaft heraus gef\u00fchrten \u00dcbergang hin zu einem demokratischen Regierungssystem.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten von Amerika argumentierten, Maduros Festnahme sei eine \u201echirurgische Strafverfolgungsma\u00dfnahme\u201c gegen einen \u201eDrogenterroristen\u201c gewesen. Maduro sei nicht das legitime Staatsoberhaupt. Wer ihn unter Berufung auf die UNO-Charta gleichbehandle, missbrauche diese.<\/p>\n<p>Venezuelas neue F\u00fchrung festigt Macht<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen festigt die neue F\u00fchrung in Venezuela ihre Macht im Land. Als eine der ersten Amtshandlungen erkl\u00e4rte die als gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sidentin vereidigte Delcy Rodriguez am Montag den Ausnahmezustand und wies die Polizei zur Jagd auf Kollaborateure an.<\/p>\n<p>Medienberichten zufolge hatte das US-Milit\u00e4r bei der Kommandoaktion am Wochenende, bei der Staatschef Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen wurden, Unterst\u00fctzung an Ort und Stelle. Unter anderen soll eine Person im direkten Umfeld von Maduro st\u00e4ndig Informationen \u00fcber seinen gegenw\u00e4rtigen Aufenthaltsort \u00fcbermittelt haben.<\/p>\n<p>Sch\u00fcsse im Regierungsviertel in Caracas<\/p>\n<p>Berichten in sozialen Netzwerken zufolge kam es in der Nacht in der N\u00e4he des Pr\u00e4sidentenpalastes in der Hauptstadt Caracas zu heftigen Schusswechseln, wobei die Hintergr\u00fcnde noch unklar blieben. In Videos waren Sch\u00fcsse zu h\u00f6ren und gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskr\u00e4fte in den Stra\u00dfen zu sehen.<\/p>\n<p>Demo f\u00fcr Freilassung Maduros<\/p>\n<p>Tausende Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4nger Maduros demonstrierten dort gegen die Gefangennahme Maduros und forderten dessen Freilassung. Die Demonstranten versammelten sich gestern w\u00e4hrend der Vereidigung von Rodriguez vor dem Parlament. Maduros Sohn, der Abgeordnete Nicolas Maduro Guerra, hielt eine Rede vor den Demonstranten. Er habe indirekten Kontakt mit seinem Vater, so Maduro Guerra.<\/p>\n<p>Neuwahlen nach 30 Tagen?<\/p>\n<p>Die Regierung in Venezuela betrachtet Maduro weiterhin als legitimen Pr\u00e4sidenten. Laut der venezolanischen Verfassung \u00fcbernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Pr\u00e4sidenten zun\u00e4chst die Vizepr\u00e4sidentin die Amtsgesch\u00e4fte und setzt innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen an. Ob die neue F\u00fchrung die Lage als eine dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist unklar.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump machte bereits klar, dass er zum jetzigen Zeitpunkt gegen Neuwahlen ist.<\/p>\n<p>Machado will nach Venezuela zur\u00fcck<\/p>\n<p>Die venezolanische Oppositionsf\u00fchrerin Marai Corina Machado will unterdessen \u201eso schnell wie m\u00f6glich\u201c wieder in ihre Heimat zur\u00fcckkehren. Weiters sagte Machado im Interview mit dem Trump-nahen TV-Sender Fox News, dass sie ein \u201efreies Venezuela\u201c zum \u201eEnergiezentrum\u201c von Nord- und S\u00fcdamerika machen wolle. Trump hat nach eigenen Worten f\u00fcr Machado aber keine Rolle in Venezuela vorgesehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das US-Vorgehen sende das Signal, dass die M\u00e4chtigen tun k\u00f6nnten, was immer sie wollten, sagte Sprecherin Ravina Shamdasani&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":697809,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-697808","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115848771579691468","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/697808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=697808"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/697808\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/697809"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=697808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=697808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=697808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}