{"id":698262,"date":"2026-01-06T19:07:50","date_gmt":"2026-01-06T19:07:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/698262\/"},"modified":"2026-01-06T19:07:50","modified_gmt":"2026-01-06T19:07:50","slug":"buergerliche-prinzessin-kate-bewegt-grossbritannien-suedtirol-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/698262\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgerliche Prinzessin Kate bewegt Gro\u00dfbritannien \u2013 S\u00fcdtirol News"},"content":{"rendered":"<p>Von: APA\/dpa<\/p>\n<p>Ausgerechnet eine als B\u00fcrgerliche geborene Royal ist das beliebteste Mitglied der britischen K\u00f6nigsfamilie. Prinzessin Kate, die am Freitag (9. J\u00e4nner) ihren 44. Geburtstag feiert, \u00fcberholte ihren Mann, Prinz William (43), im Ranking der popul\u00e4rsten Royals des Meinungsforschungsinstituts YouGov: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Menschen in Gro\u00dfbritannien haben demnach ein positives Bild der als Catherine Middleton geborenen Princess of Wales.<\/p>\n<p>Thronfolger William liegt auf der Rangliste, die auf Grundlage von Millionen im Netz erhobener Daten erstellt wird, mit 62 Prozent inzwischen deutlich hinter seiner Gattin. Auf ihn folgt Prinzessin Anne (75) mit 59 Prozent, K\u00f6nig Charles (77) sieht dagegen nur knapp mehr als die H\u00e4lfte der Menschen (54 Prozent) in einem positiven Licht. Schlusslicht unter den bekannteren Royals ist dessen in Verruf geratener Bruder Andrew Mountbatten-Windsor (65) mit gerade einmal 13 Prozent.<\/p>\n<p>Kate, nicht Camilla, nimmt zur Rechten der Staatsg\u00e4ste Platz<\/p>\n<p>Kates Beliebtheit scheint sich auch in einer \u2013 gemessen an ihrem Rang \u2013 \u00fcberproportionalen Rolle im K\u00f6nigshaus widerzuspiegeln: Beim Staatsbesuch von US-Pr\u00e4sident Donald Trump im September ist es nicht K\u00f6nigin Camilla, sondern Kate, die zur Rechten des hohen Besuchs Platz nimmt.<\/p>\n<p>Doch woran liegt es, dass Kate so erfolgreich ist? Sportlich und modebewusst macht sie ohne Zweifel eine gute Figur. Doch das ist l\u00e4ngst nicht der einzige Grund, meint Craig Prescott, Verfassungsexperte und Royal-Kenner von der Londoner Universit\u00e4t Royal Holloway im Gespr\u00e4ch mit der Deutschen Presse-Agentur. Ihm zufolge ist es unter anderem gerade die b\u00fcrgerliche Herkunft, die Kates Geheimnis ausmacht.<\/p>\n<p>Er erinnert daran, als Kate nach der brutalen Entf\u00fchrung und Ermordung der Londonerin Sarah Everard durch einen Polizisten im Jahr 2021 einen spontan eingerichteten Gedenkort im Londoner Park Clapham Common besuchte. \u201cSie sprach dar\u00fcber, wie sie sich selbst manchmal f\u00fcrchtete, wenn sie nachts durch die Stra\u00dfen Londons ging\u201d, sagt Prescott. Mit solchen \u00c4u\u00dferungen k\u00f6nne sie \u201cein St\u00fcck Normalit\u00e4t in eine sehr, sehr merkw\u00fcrdige und ungew\u00f6hnliche Institution einbringen\u201d.<\/p>\n<p>Kate als Gegenmodell zu Herzogin Meghan<\/p>\n<p>Durch ihr Pflichtbewusstsein f\u00fcr die Monarchie und ihre Hingabe zu wohlt\u00e4tigen Zwecken sei Kate zudem ein Gegenmodell zu der inzwischen in Gro\u00dfbritannien wenig geliebten Frau von Prinz Harry (41), Herzogin Meghan (44), die sich nach dem Ausscheiden des Paares aus dem engeren Kreis der K\u00f6nigsfamilie wieder einem Leben in der Welt der Stars zugewandt hat. Nur ein Viertel der Menschen in Gro\u00dfbritannien hat laut YouGov ein positives Bild von Meghan.<\/p>\n<p>Auch Kates Krebserkrankung und der offene Umgang damit habe sie f\u00fcr viele Menschen nahbarer erscheinen lassen, glaubt Prescott. Mitte J\u00e4nner 2024 war die Princess of Wales im Bauchraum operiert worden. Fast zwei Wochen verbrachte sie daraufhin im Krankenhaus. Noch w\u00e4hrend sie sich von dem Eingriff erholte, erhielt sie eine Krebsdiagnose. Bald darauf begann sie mit einer Chemotherapie, die sie inzwischen erfolgreich abschlie\u00dfen konnte. Um welche Art von Krebs es sich handelte, ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Nach einer anf\u00e4nglichen Phase wilder \u00f6ffentlicher Spekulationen berichtete sie in mehreren Videobotschaften ungew\u00f6hnlich offen von ihrer Erkrankung. Sie zeigte sich dabei von ihrer verletzlichen Seite. \u201cDie vergangenen neun Monate waren unglaublich hart f\u00fcr uns als Familie\u201d, sagte Kate in dem Video, bei dem sie das Ende ihrer Therapie verk\u00fcndete. \u201cDas Leben, wie man es kennt\u201d, k\u00f6nne sich \u201cin einem einzigen Moment\u201d ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Geteilter Thron mit William?<\/p>\n<p>Experte Prescott h\u00e4lt es f\u00fcr wahrscheinlich, dass die K\u00f6nigin in spe in der britischen Monarchie eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Bedeutung erlangen wird als fr\u00fchere Gemahlinnen oder Gemahle, wie Queen Camilla oder der Mann der verstorbenen Queen Elizabeth II., Prinz Philip. \u201cEs k\u00f6nnte sein, dass es, wenn William und Catherine K\u00f6nig und K\u00f6nigin sind, in mancherlei Hinsicht eher so etwas wie eine gemeinsame Monarchie ist \u2013 zumindest, was die \u00f6ffentliche Wahrnehmung betrifft\u201d, sagt er.<\/p>\n<p>Mit ihrem allj\u00e4hrlichen Weihnachtsgottesdienst in der Westminster Abbey zu Ehren von Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, hat sich Kate jedenfalls ein Format geschaffen, das jetzt schon deutlich mehr Profil hat als vergleichbare Bem\u00fchungen Camillas. In einer Zeit, in der das Leben manchmal zerrissen oder unsicher erscheine, lade die Weihnachtszeit dazu ein, sich daran zu erinnern, wie wichtig es ist, einander mit Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, Verst\u00e4ndnis und Hoffnung zu begegnen, schrieb sie in einer Gru\u00dfbotschaft vor dem Event \u2013 und erhielt daf\u00fcr beinahe so viel Beachtung wie die Weihnachtsansprache des K\u00f6nigs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von: APA\/dpa Ausgerechnet eine als B\u00fcrgerliche geborene Royal ist das beliebteste Mitglied der britischen K\u00f6nigsfamilie. 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