{"id":698461,"date":"2026-01-06T20:53:18","date_gmt":"2026-01-06T20:53:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/698461\/"},"modified":"2026-01-06T20:53:18","modified_gmt":"2026-01-06T20:53:18","slug":"expansionsplaene-des-flughafens-duesseldorf-sind-fantastereien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/698461\/","title":{"rendered":"Expansionspl\u00e4ne des Flughafens D\u00fcsseldorf \u201esind Fantastereien\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Verein \u201eKaarster gegen Flugl\u00e4rm\u201c hat die Expansionspl\u00e4ne des Flughafens D\u00fcsseldorf erneut kritisiert und begr\u00fcndet dies mit der Zahl der Flugbewegungen im vergangenen Jahr. Nach eigener Auswertung starteten und landeten in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten 158.523 Maschinen und damit knapp 5.000 mehr als im Jahr 2024. Im langfristigen Vergleich kommt der Verein zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Flugbewegungen im Jahr 2025 noch unter den Werten vor 25 Jahren lag.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIm Jahr 2000 starteten und landeten 194.016 Maschinen von D\u00fcsseldorf. Die Zahlen lagen vor 25 Jahren um 35.493 h\u00f6her als im letzten Jahr\u201c, erkl\u00e4rt Werner Kindsm\u00fcller, Vorsitzender des Vereins. Das sei Grund genug, die Pl\u00e4ne des Flughafens zu kritisieren. Kindsm\u00fcller wird deutlich: \u201eMir ist schleierhaft, wie vor diesem Hintergrund der Flughafen seine Expansionspl\u00e4ne begr\u00fcnden will. Die Erh\u00f6hung der Stundeneckwerte sowie das angestrebte Wachstum bei den Passagieren sind Fantastereien, die mit der Realit\u00e4t nichts zu tun haben.\u201c Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Flughafens strebt ein Passagierwachstum um 50 Prozent in den n\u00e4chsten 20 Jahren an. Am 16. Februar 2015 habe der Flughafen zudem eine Erh\u00f6hung der Stundenkontingente von heute 47 auf 60 Fl\u00fcge pro Stunde beantragt. \u00dcber den Antrag ist bis heute nicht entschieden. \u201eEine Zunahme der Passagierzahlen von heute 20 Millionen auf 30 Millionen bis 2045 ist illusorisch\u201c, so Kindsm\u00fcller weiter. Ebenfalls brauche der Flughafen in den n\u00e4chsten Jahren keine 60 Slots pro Stunde. \u201eDie neuen Pl\u00e4ne des Flughafens sind genauso unrealistisch wie die damaligen Wachstumserwartungen, mit denen der Antrag vor demn\u00e4chst elf Jahren begr\u00fcndet worden ist\u201c, sagt Kindsm\u00fcller. Dies zeige sich daran, dass die Zahl der Flugbewegungen im vergangenen Jahr um etwa 40.000 unter dem Ergebnis des Antragsjahres 2015 gelegen haben. \u201eDie Annahme, man k\u00f6nne Passagierwachstum mit gr\u00f6\u00dferen Maschinen und ohne zus\u00e4tzliche Flugbewegungen realisieren, ist ebenfalls wirklichkeitsfremd\u201c, f\u00fchrt der Vereinsvorsitzende weiter aus. Denn, so die Annahme des Vereins: Die Hersteller werden in den n\u00e4chsten Jahren gar nicht so viele Maschinen zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen, um die Flotten der Airlines umzur\u00fcsten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/flughafen-duesseldorf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Flughafen D\u00fcsseldorf<\/a> wird die genauen Zahlen zwar erst Ende des ersten Quartals 2026 ver\u00f6ffentlichen, die vom Kaarster Verein genannten Flugbewegungen w\u00fcrden aber in etwa der Gr\u00f6\u00dfenordnung der vorl\u00e4ufigen Auswertungen entsprechen, erkl\u00e4rt Flughafen-Sprecher S\u00fcleyman Ucar auf Anfrage unserer Redaktion. Dennoch sei die Bewertung des Vereins \u201esachlich nicht tragf\u00e4hig\u201c, so Ucar, denn \u201edie Argumentation blendet zentrale Entwicklungen der vergangenen Jahre aus und bezieht sich teilweise auf Annahmen aus dem Jahr 2015, die heute keine G\u00fcltigkeit mehr haben\u201c. So sei der Luftverkehr infolge der Corona-Pandemie \u00fcber fast zwei Jahre hinweg massiv eingeschr\u00e4nkt gewesen und zeitweise nahezu zum Erliegen gekommen. \u201eDiese Z\u00e4sur wirkt bis heute\u201c, so der Sprecher.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gleichzeitig zeige sich, dass die Nachfrage nach Luftverkehr wieder stetig w\u00e4chst. So verzeichne der Flughafen D\u00fcsseldorf seit dem Ende der Pandemie eine kontinuierliche Erholung und fertigte im Jahr 2025 erstmals wieder mehr als 21 Millionen Passagiere ab.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zudem klammere der Verein einen zentralen Punkt aus. \u201eMit dem im Dezember 2025 eingereichten, angepassten Antrag im laufenden Planfeststellungsverfahren bekennt sich der Flughafen D\u00fcsseldorf ausdr\u00fccklich zur Beibehaltung der bestehenden Bewegungsobergrenze von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten. Auf den urspr\u00fcnglich beantragten Wegfall dieser Obergrenze wurde bewusst verzichtet\u201c, erkl\u00e4rt Ucar. Damit sei einer zentralen Forderung aus der Anwohnerschaft Rechnung getragen worden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bestandteil dieses angepassten Antrags ist eine aktuelle Luftverkehrsprognose bis zum Jahr 2040, die die ver\u00e4nderten Marktbedingungen nach der Pandemie ber\u00fccksichtigt. \u201eVor diesem Hintergrund von \u201aFantastereien\u2019 zu sprechen, entbehrt jeder sachlichen Grundlage\u201c, macht Ucar deutlich. Auch das Bundesverkehrsministerium sowie das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/raumfahrt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Raumfahrt<\/a> w\u00fcrden in ihren Langfristprognosen von einem deutlichen Wachstum des Luftverkehrs ausgehen, auch im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2019. \u201eDie vom Vereinsvorsitzenden ge\u00e4u\u00dferte Auffassung stellt demgegen\u00fcber eine pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung dar und keine methodisch fundierte Verkehrsprognose\u201c, so der Sprecher.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Zielgr\u00f6\u00dfe von bis zu 30 Millionen Passagieren sei langfristig \u201eein realistisches Szenario\u201c. Ein Anstieg der Passagierzahlen gehe allerdings nicht ausschlie\u00dflich mit mehr Flugbewegungen einher, wie ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte verdeutlichen w\u00fcrde. Laut Flughafen wurden im Jahr 2000 rund 194.000 Starts und Landungen mit etwa 16 Millionen Passagieren abgewickelt. 2014 waren es rund 210.000 Flugbewegungen mit etwas mehr als 21 Millionen Passagieren. Im Jahr 2025 wurden rund 159.000 Starts und Landungen (vorl\u00e4ufige Zahlen) verzeichnet und ebenfalls mehr als 21 Millionen Flugg\u00e4ste bef\u00f6rdert. \u201eDiese Entwicklung zeigt, dass ein vergleichbares Passagieraufkommen heute mit deutlich weniger Flugbewegungen m\u00f6glich ist als in fr\u00fcheren Jahren\u201c, stellt Ucar fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Verein \u201eKaarster gegen Flugl\u00e4rm\u201c hat die Expansionspl\u00e4ne des Flughafens D\u00fcsseldorf erneut kritisiert und begr\u00fcndet dies mit der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":698462,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[3364,29,3405,115642,40805,69494,10499,107593,2109,2162,7561,30,16930,161351,1209,161352,236,10434,72565,161353,16921],"class_list":{"0":"post-698461","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-duesseldorf","11":"tag-expansionsplaene","12":"tag-flug","13":"tag-flugbewegungen","14":"tag-fluege","15":"tag-fluggaeste","16":"tag-flughafen","17":"tag-flughafens","18":"tag-fluglaerm","19":"tag-germany","20":"tag-kaarst","21":"tag-kindsmueller","22":"tag-nordrhein-westfalen","23":"tag-passagierzahlen","24":"tag-plaene","25":"tag-verein","26":"tag-vereinsvorsitzende","27":"tag-vereinsvorsitzenden","28":"tag-zahl"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115850143623525354","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/698461","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=698461"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/698461\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/698462"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=698461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=698461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=698461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}