{"id":699289,"date":"2026-01-07T04:56:15","date_gmt":"2026-01-07T04:56:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/699289\/"},"modified":"2026-01-07T04:56:15","modified_gmt":"2026-01-07T04:56:15","slug":"b75-und-a1-schuld-aerger-bei-bremern-wegen-pendlerverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/699289\/","title":{"rendered":"B75 und A1 schuld? \u00c4rger bei Bremern wegen Pendlerverkehr"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Anwohner im Bremer Stadtteil Strom leiden seit Beginn der Arbeiten an der A1-Weserbr\u00fccke verst\u00e4rkt unter Pendlerverkehr aus Delmenhorst und Ganderkesee, vor allem auf der Stromer Landstra\u00dfe.<\/li>\n<li>Die Anwohner, vertreten durch Sonja Rose und Ortsamtsleiterin Cornelia Renken, berichten von erheblichem L\u00e4rm, Geschwindigkeits\u00fcbertretungen und einer \u00fcberlasteten Infrastruktur; Antr\u00e4ge auf Geschwindigkeitskontrollen wurden abgelehnt.<\/li>\n<li>Der Beirat Strom fordert unter anderem einen Ausbau der B212 neu mit Vollanschluss, die Herausnahme der Stromer Landstra\u00dfe aus dem Lkw-F\u00fchrungsnetz und kritisiert die mangelnde Sanierung der bauf\u00e4lligen Stedinger Br\u00fccke.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p> Die Stromer Landstra\u00dfe ist f\u00fcr viele Pendler aus Delmenhorst und Ganderkesee l\u00e4ngst zu einer festen Ausweichroute geworden. Wer dort in Richtung Bremen unterwegs ist, versucht bei Staus regelm\u00e4\u00dfig, die B75 zu umgehen. Doch was f\u00fcr Autofahrer eine pragmatische L\u00f6sung ist, bedeutet f\u00fcr die Anwohner der Stromer Landstra\u00dfe eine zunehmende Belastung. Die Stra\u00dfe wird durch Pendler aus dem Delmenhorster Norden und dem Kreis Wesermarsch ohnehin seit Jahrzehnten genutzt.<\/p>\n<p>Pendler weichen auf Umland aus<\/p>\n<p>\n    Seit Beginn der Arbeiten <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/viele-staus-auf-b6-und-b75-in-bremen-ist-die-a1-baustelle-schuld-doc81qvfudkcyry9i5d3hd\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">an der A1-Weserbr\u00fccke<\/a> im April kommt es auf der A1 t\u00e4glich zu Staus. Ein Teil des Verkehrs verlagert sich dadurch <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/stadt-delmenhorst\/pendler-frust-wegen-b75-und-a1-will-nicht-mehr-nach-bremen-fahren-doc83ij1zjdj04cbooynuf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zun\u00e4chst auf die ohnehin stark genutzte B75<\/a>. Wenn es auch dort zu R\u00fcckstaus kommt, weichen Pendlerinnen und Pendler zunehmend auf alternative Routen im Umland aus \u2013 <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/stadt-delmenhorst\/grosse-b-75-baustelle-bei-delmenhorst-lange-staus-sogar-im-stadtgebiet-doc807unbs60r4yqpl373k\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">darunter die Stromer Landstra\u00dfe (wir berichteten)<\/a>.\n<\/p>\n<p>Unsere Redaktion hat sich vor Ort mit Sonja Rose, Sprecherin des Beirates Strom, und Cornelia Renken, der ehrenamtlichen Ortsamtsleiterin f\u00fcr den Stadtteil Strom, getroffen. Das Gespr\u00e4ch fand zur typischen Feierabendzeit statt. W\u00e4hrenddessen rauschten im Sekundentakt Autos vorbei, immer wieder auch Lastwagen. Ruhe kehrte kaum ein.<\/p>\n<p>Anwohner fordern mehr Blitzer<\/p>\n<p>&#8222;Es ist in den letzten Jahren und Monaten noch viel schlimmer mit dem Verkehr geworden&#8220;, sagt Rose. Aus ihrer Sicht sei man &#8222;zu einem Autobahnzubringer verkommen&#8220;. Den Pendlern selbst macht sie dabei keinen Vorwurf: &#8222;Denen bleibt bei der Verkehrssituation kaum etwas anderes \u00fcbrig.&#8220;<\/p>\n<p>Die Folgen sp\u00fcren viele Anwohner unmittelbar. Rose berichtet von erheblichem L\u00e4rm, der vor allem in den Sto\u00dfzeiten Erholung im eigenen Garten nahezu unm\u00f6glich mache. Hinzu komme, dass aus ihrer Sicht h\u00e4ufig zu schnell gefahren werde. Der Beirat habe deshalb schon vor l\u00e4ngerer Zeit einen festen Blitzer beantragt \u2013 ohne Erfolg. Der Antrag sei von den Beh\u00f6rden abgelehnt worden. Nun w\u00fcnschen sich die Anwohner zumindest h\u00e4ufigere mobile Geschwindigkeitskontrollen. Auf nieders\u00e4chsischer Seite stellt die Stadt Delmenhorst immer wieder einen Blitzeranh\u00e4nger auf, der in beide Richtungen messen kann.<\/p>\n<p>Ochtumbr\u00fccke sollte schon saniert werden <\/p>\n<p>Auch aus infrastruktureller Sicht sehen die Anwohner die Belastungsgrenze \u00fcberschritten. &#8222;Die Infrastruktur ist am Limit. Die Stra\u00dfe ist zu klein und f\u00fcr eine solche Verkehrslast nicht ausgelegt&#8220;, sagt Ortsamtsleiterin Renken. Teilweise sei der Verkehr morgens so dicht, dass sie Schwierigkeiten habe, mit ihrem Hund die Stra\u00dfe zu \u00fcberqueren. Auch deshalb fordert der Beirat, die Stromer Landstra\u00dfe aus dem Lkw-F\u00fchrungsnetz herauszunehmen, um den Schwerlastverkehr zu reduzieren.<\/p>\n<p>Ein weiterer Kritikpunkt ist die Stedinger Br\u00fccke \u00fcber die Ochtum, die die Grenze zwischen Delmenhorst und Bremen markiert. &#8222;Die ist bauf\u00e4llig&#8220;, sagt Rose. Bei der letzten Bauwerkspr\u00fcfung erhielt sie die Note 3,4. Nach der geltenden Norm entspricht das einem &#8222;nicht ausreichenden Zustand&#8220;. Bereits 2022 hatte der Bremer Senat auf eine Anfrage der FDP-Fraktion erkl\u00e4rt, dass ein Ersatzneubau zwischen 2022 und 2025 vorgesehen sei. Seitdem ist jedoch nichts passiert.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"So verl\u00e4uft die \u201dS\u00fcdvariante\u201d der B212n im Delmenhorster Stadtnorden nach bisheriger Planung.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Landscapedoc840ien0k77rgh6zk3c7-jpg.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>So verl\u00e4uft die \u201dS\u00fcdvariante\u201d der B212n im Delmenhorster Stadtnorden nach bisheriger Planung.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     WESER-KURIER\/BERDING\/OSM <\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/stadt-delmenhorst\/verkehr-b212n-plaene-fuer-delmenhorst-muessen-ueberarbeitet-werden-doc7zn9uvydcz87tjx2izk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Als langfristige L\u00f6sung verweisen Rose und Renken erneut auf die Planungen zur B212 neu.<\/a> Die Position der Stromer ist dabei seit Jahren unver\u00e4ndert: Sie fordern weiter einen Vollanschluss. Seit 2019 steht fest, dass sich die Beh\u00f6rden auf die sogenannte S\u00fcdvariante (Variante 1B) geeinigt haben. Diese f\u00fchrt von Berne kommend \u00fcber die Stedinger Landstra\u00dfe, verl\u00e4uft entlang der Stromer Landstra\u00dfe, quert Deich und Ochtum und bindet schlie\u00dflich bei der A281 auf Bremer Gebiet an.\n<\/p>\n<p>Im Delmenhorster Norden ist allerdings nur ein Teilanschluss in Richtung Berne vorgesehen. Auffahrten von und nach Bremen wurden bereits 2019 verworfen. Die Stadt Delmenhorst sprach sich damals insbesondere gegen eine Auffahrt Richtung Bremen und G\u00fcterverkehrszentrum aus, da man eine massive Zunahme des Verkehrs im Stadtgebiet bef\u00fcrchtete. <\/p>\n<p>Rose kritisiert Stadt Delmenhorst<\/p>\n<p>Prognosen zufolge w\u00e4ren auf der Stedinger Stra\u00dfe bis in die Delmenhorster Innenstadt t\u00e4glich bis zu 4000 zus\u00e4tzliche Lastwagen unterwegs gewesen, unter anderem um Lkw-Maut zu sparen. Auch Ganderkesee hatte sich in der Vergangenheit gegen andere Planungsvarianten ausgesprochen, da man keine Umgehungsstra\u00dfe im eigenen Gemeindegebiet wollte.<\/p>\n<p>Rose ist deshalb sauer: &#8222;Diese &#8217;not-in-my-backyard&#8216;-Mentalit\u00e4t ist Egoismus pur.&#8220; Ihrer Ansicht nach k\u00f6nne man den Pendler- und Ausweichverkehr nicht dauerhaft und ausschlie\u00dflich auf die Anwohner in Strom abw\u00e4lzen. Cornelia Renken erg\u00e4nzt, ein Vollanschluss h\u00e4tte auch Vorteile f\u00fcr Delmenhorster und Ganderkeseer Verkehrsteilnehmer gehabt: &#8222;Keine Ampeln, keine Trecker, stattdessen w\u00e4re man innerhalb weniger Minuten in Bremen.&#8220;<\/p>\n<p>                    Wie wird der Zustand der Stedinger Br\u00fccke aktuell bewertet und welche Sanierungs- oder Neubaupl\u00e4ne gibt es laut den offiziellen Angaben?<\/p>\n<p>Der Zustand der Stedinger Br\u00fccke wird laut offiziellen Angaben als mangelhaft bewertet: Bei der j\u00fcngsten Hauptpr\u00fcfung 2023 rutschte sie aufgrund fortgeschrittener M\u00e4ngel wie Rissen im Beton und Abplatzungen mit freiliegender Bewehrung auf die Zustandsnote 3,5 (\u201eungen\u00fcgend\u201c) ab. Eine Sanierung der Br\u00fccke ist dringend erforderlich und soll laut Gemeinde Schwanewede demn\u00e4chst erfolgen; bislang f\u00fchrte der Sanierungsstau jedoch zu einer weiteren Verschlechterung des Bauwerkszustands. F\u00fcr die kommenden Jahre hat die Kommune j\u00e4hrliche Haushaltsmittel f\u00fcr Br\u00fcckenunterhaltungen eingestellt und zudem einen Neubau von zwei kleineren Br\u00fccken vorgesehen.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                    Was sieht die beschlossene S\u00fcdvariante (Variante 1B) der B212 neu im Detail vor und wie begr\u00fcnden Delmenhorst und Ganderkesee ihre Einw\u00e4nde gegen einen Vollanschluss?<\/p>\n<p>Die beschlossene S\u00fcdvariante (Variante 1B) der B212neu verl\u00e4uft von Berne kommend, kreuzt die Stedinger Landstra\u00dfe zwischen Biohof und Sandhauser Brake, folgt der Stromer Landstra\u00dfe, \u00fcberquert den Deich und die Ochtum und f\u00fchrt schlie\u00dflich auf Bremer Gebiet zur A 281; besondere bauliche Anpassungen wie ein 550 Meter langes Br\u00fcckenbauwerk werden zum Schutz von Flederm\u00e4usen gepr\u00fcft. Im Delmenhorster Norden ist statt eines Vollanschlusses lediglich ein Teilanschluss in Richtung Berne vorgesehen, da Delmenhorst und Ganderkesee einen Anschluss von und nach Bremen sowie zum G\u00fcterverkehrszentrum ablehnen. Ihre Einw\u00e4nde begr\u00fcnden sie damit, dass ein Vollanschluss auf der Stedinger Stra\u00dfe in Bungerhof laut Prognosen zu einer massiven Verkehrszunahme mit bis zu 4000 zus\u00e4tzlichen Lkw pro Tag und damit zu Belastungen f\u00fcr die Stadt gef\u00fchrt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.<br \/>\n                <a class=\"more-btn\" href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/generative-ki\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    \u2192 Mehr Infos<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc840h96z8mc8l0rd73jn\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/stadt-delmenhorst\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anwohner im Bremer Stadtteil Strom leiden seit Beginn der Arbeiten an der A1-Weserbr\u00fccke verst\u00e4rkt unter Pendlerverkehr aus Delmenhorst&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":699290,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-699289","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115852042828082850","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/699289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=699289"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/699289\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/699290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=699289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=699289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=699289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}