{"id":699500,"date":"2026-01-07T07:04:22","date_gmt":"2026-01-07T07:04:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/699500\/"},"modified":"2026-01-07T07:04:22","modified_gmt":"2026-01-07T07:04:22","slug":"zweites-bekennerschreiben-keine-beteiligung-russlands-vulkangruppe-bruestet-sich-mit-faehigkeit-infrastruktur-anzugreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/699500\/","title":{"rendered":"Zweites Bekennerschreiben: Keine Beteiligung Russlands \u2013 Vulkangruppe br\u00fcstet sich mit F\u00e4higkeit, \u201eInfrastruktur anzugreifen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Stromausfall im S\u00fcdwesten Berlins meldet sich die mutma\u00dfliche T\u00e4tergruppe erneut zu Wort. In einem zweiten Bekennerschreiben weist die \u201eVulkangruppe\u201c Spekulationen \u00fcber ausl\u00e4ndische Urheber zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">In den vergangenen Tagen war \u00fcber die Urheberschaft des Bekennerschreibens zum Brandanschlag im Berliner S\u00fcdwesten spekuliert worden. In den sozialen Netzwerken hatten selbsternannte Forensiker sogar eine Beteiligung Russlands ins Spiel gebracht. Als Beleg dienten angeblich auff\u00e4llige Rechtschreibfehler und Wortneusch\u00f6pfungen, die im Deutschen untypisch seien. <\/p>\n<p>Nun melden sich die mutma\u00dflichen Verfasser selbst erneut zu Wort und reklamieren die Tat ausdr\u00fccklich f\u00fcr sich. In einem zweiten Schreiben, das am Dienstag auf einer linken Internetplattform ver\u00f6ffentlicht wurde, weisen sie die Spekulationen \u00fcber eine m\u00f6gliche ausl\u00e4ndische Urheberschaft zur\u00fcck. \u201eDiese Spekulationen sind nichts weiter als der Versuch, die eigene Ohnmacht zu kaschieren\u201c, hei\u00dft es in dem Schreiben. Dass Menschen \u201ehier vor Ort in der Lage sind, Infrastruktur anzugreifen\u201c, passe nicht in das Sicherheitsnarrativ von Politik und Beh\u00f6rden, weshalb ein \u00e4u\u00dferer Feind konstruiert werde. <\/p>\n<p>Die Autoren rechtfertigten erneut ihre Tat. Ihr Handeln habe sich \u201enicht gegen Menschen, sondern gegen eine Infrastruktur\u201c gerichtet, \u201edie tagt\u00e4glich Menschen, Umwelt und Zukunft zerst\u00f6rt\u201c. Energieversorgung sei kein neutraler technischer Vorgang, sondern ein politisches Herrschaftsinstrument, so schreiben die Autoren weiter, und: \u201eWer <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus6922506718b978b3b9f55b01\/un-klimakonferenz-waehrend-deutschland-seine-gasnetze-herausreisst-holt-sich-der-rest-der-welt-fossile-energie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus6922506718b978b3b9f55b01\/un-klimakonferenz-waehrend-deutschland-seine-gasnetze-herausreisst-holt-sich-der-rest-der-welt-fossile-energie.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">fossile<\/a> Gro\u00dfanlagen betreibt, entscheidet sich aktiv f\u00fcr Klimazerst\u00f6rung, f\u00fcr Kriege um Ressourcen und f\u00fcr soziale Ungleichheit.\u201c <\/p>\n<p>Zugleich weisen die Verfasser eine Verantwortung f\u00fcr das Leid der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article695beb23ba832666d9fc5dc0\/nach-brandanschlag-hilfe-fuer-stromausfall-betroffene-land-berlin-uebernimmt-nun-doch-kosten-fuer-hoteluebernachtungen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article695beb23ba832666d9fc5dc0\/nach-brandanschlag-hilfe-fuer-stromausfall-betroffene-land-berlin-uebernimmt-nun-doch-kosten-fuer-hoteluebernachtungen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Betroffenen<\/a> von sich. Ihnen sei zwar bewusst, dass der Ausfall von Strom f\u00fcr viele eine reale Belastung bedeute \u2013 insbesondere f\u00fcr Alte, Kranke, Kinder und \u201eall jene, die ohnehin am Rand dieser Gesellschaft stehen\u201c. Diese H\u00e4rten seien jedoch nicht zuf\u00e4llig, sondern Ergebnis eines Systems, das kritische Versorgung zentralisiere, profitorientiert organisiere und dadurch bewusst verwundbar mache. Verantwortung daf\u00fcr tr\u00fcgen nicht die Angreifer, sondern jene, die diese Strukturen seit Jahrzehnten aufrechterhielten.<\/p>\n<p>Auch auf die Motive gehen die Verfasser n\u00e4her ein und schreiben von \u201ejahrelanger Erfahrung mit leerem Klimadiskurs, symbolischer Politik und einer Energieversorgung, die auf Zerst\u00f6rung basiert\u201c. Wer nun behaupte, hinter jeder Form von Sabotage m\u00fcsse zwangsl\u00e4ufig ein fremder Geheimdienst stehen, verweigere sich der Realit\u00e4t gesellschaftlicher Konflikte im Inneren, hei\u00dft es in dem Schreiben weiter.<\/p>\n<p>Wie WELT aus Ermittlerkreisen erfuhr, halten auch die Sicherheitsbeh\u00f6rden eine gesteuerte Aktion aus dem Ausland f\u00fcr unwahrscheinlich. Die Bekennerschreiben werden dort als authentisch eingesch\u00e4tzt, die T\u00e4ter im linksextremen Milieu verortet. Am Dienstag hatte zudem der Generalbundesanwalt bekanntgegeben, die Ermittlungen an sich zu ziehen. Es bestehe unter anderem der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der St\u00f6rung \u00f6ffentlicher Betriebe.<\/p>\n<p><b>Wir sind das WELT-Investigativteam: Sie haben Hinweise f\u00fcr uns? Dann melden Sie sich gerne, auch vertraulich \u2013 <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article695d8e4b8dd8bd1bb4098e5a\/mailto:investigativ@welt.de\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;mailto:investigativ@welt.de&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>per E-Mail<\/b><\/a><b> oder \u00fcber den verschl\u00fcsselten Messenger Threema (8SNK792J).<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Stromausfall im S\u00fcdwesten Berlins meldet sich die mutma\u00dfliche T\u00e4tergruppe erneut zu Wort. 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